Tristan und Isolde - Biographien

Tristan und Isolde: Waltraud Meier, Kwangchul Youn, Robert Dean Smith Tristan und Isolde: Petra Lang, Waltraud Meier Tristan und Isolde: Waltraud Meier, Robert Dean Smith

Tristan und Isolde

Richard Wagner
Nationaltheater

Sonntag, 03. März 2013

Musikalische Leitung


Kent Nagano. © Benjamin Ealovega
Kent Nagano
Kent Nagano, geboren in Kalifornien, ist seit September 2006 Bayerischer Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper. In der Spielzeit 2012/13 übernimmt er die Uraufführung der Oper Babylon von Jörg Widmann und leitet die deutsche Erstaufführung von George Benjamins Oper Written on skin sowie die Neuproduktion von Boris Godunow. Darüber hinaus dirigiert er Wiederaufnahmen des Ring-Zyklus, von Parsifal, Tristan und Isolde, Tannhäuser, Dialogues des Carmélites sowie zwei Akademiekonzerte.

Unter seiner musikalischen Leitung wurden an der Bayerischen Staatsoper die Opern Das Gehege von Wolfgang Rihm und Alice in Wonderland von Unsuk Chin uraufgeführt. Zu weiteren Neuproduktionen unter seiner Leitung zählen Billy Budd, Chowanschtschina, Idomeneo, Eugen Onegin, Ariadne auf Naxos, Die schweigsame Frau, Saint François d’Assise, Wozzeck und Lohengrin.

Gastkonzerte führten Nagano und das Bayerische Staatsorchester u.a. nach Japan, Mailand, Moskau, Linz, Hamburg, Budapest sowie zu renommierten Festivals wie Grafenegg, Gent, die Berliner Festspiele oder das Festspielhaus Baden-Baden. Unter seiner Leitung setzte die Bayerische Staatsoper auch in den Bereichen Nachwuchsförderung und Education neue Akzente. Beispiele hierfür sind das Opernstudio, die Orchesterakademie sowie das Jugendorchester ATTACCA.

Auf DVD erschienen die Produktionen von Chowanschtschina, Dialogues des Carmélites, Alice in Wonderland, Idomeneo und Lohengrin. Darüber hinaus veröffentlichte SONY Classical die Einspielungen von Bruckners Symphonien Nrn. 4 und 7 mit dem Bayerischen Staatsorchester auf CD. Bei Farao classics ist im September 2012 eine Aufnahme mit Werken von Schumann, Wagner und Strauss in einer Einspielung mit dem Bayerischen Staatsorchester erschienen.

Ebenfalls seit September 2006 ist Kent Nagano Music Director des Orchestre symphonique de Montréal. Im Herbst 2013 beginnt er seine Amtszeit als Principal Guest Conductor und Artistic Advisor bei den Göteborger Symphonikern.

Inszenierung


Peter Konwitschny
Peter Konwitschny
Peter Konwitschny, geboren in Frankfurt am Main, studierte Opernregie in Berlin. Ab 1980 inszenierte er an deutschen Bühnen, später auch in Basel, Graz, Paris, Wien und Barcelona. Bedeutung erlangte er bei der szenischen Interpretation von Opern Händels, mit der er ab 1984 eine Ära der Händelpflege in Halle begründete. Seine Interpretationen von Wagners Parsifal und Tristan und Isolde an der Bayerischen Staatsoper, Tannhäuser in Dresden, Lohengrin in Hamburg sowie Götterdämmerung in Stuttgart sind zentral in der Wagner-Rezeption der vergangenen 15 Jahre. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste Dresden. Von 2008 bis 2011 war er Chefregisseur der Oper Leipzig. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper: Tristan und Isolde, Parsifal, Der fliegende Holländer.

Bühne und Kostüme


Johannes Leiacker
Johannes Leiacker
wurde in Landshut geboren und absolvierte zunächst eine Tischlerlehre. Es folgte ein Design-Studium in Wiesbaden, und er wurde zunächst Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Frankfurt. Eigene Bühnenausstattungen am Schauspielhaus Düsseldorf, am Berliner Schillertheater und am Münchner Residenztheater. Opernausstattungen in Essen, Wiesbaden, Leipzig, Brüssel, Antwerpen, an der Dresdner Semperoper, der English National Opera, am Münchner Gärtnerplatztheater und bei der Münchener Biennale. Ausstattungen an der Bayerischen Staatsoper: Parsifal (1995) und Tristan und Isolde (1998), Der fliegende Holländer (2006). Seit 2004 ist er Professor für Bühnenbild und Kostüme an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

Licht


Michael Bauer
Michael Bauer
Michael Bauer, geboren in München, kam 1980 an die Bayerische Staatsoper, wo er zum Beleuchter ausgebildet wurde und seitdem tätig ist. Seit 1987 führten ihn eigene Arbeiten auch an andere Theater in Deutschland. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Licht an der Münchner Musikhochschule. Seit Januar 1998 ist er Leiter des Beleuchtungswesens an der Bayerischen Staatsoper. Lichtgestaltung an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2012/13: u.a. Tosca, Don Carlo, Die Fledermaus, Der fliegende Holländer, Lʼelisir dʼamore, Tristan und Isolde, Jenufa, Die Zauberflöte, Boris Godunow.

Produktionsdramaturgie


Werner Hintze
Werner Hintze
Werner Hintze stammt aus Berlin, studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Über 15 Jahre hinweg arbeitete er kontinuierlich mit Peter Konwitschny, u.a. bei Händel-Opern und Rigoletto an der Oper Halle, Friedenstag an der Dresdner Semperoper, Lohengrin, Wozzeck, Don Carlo in Hamburg, an der Bayerischen Staatsoper 1995 mit Parsifal; 1998 folgte Tristan und Isolde. Weiterhin war er als Dramaturg u.a. am Landestheater Halle sowie an den Opernhäusern von Dresden und Kopenhagen tätig. Seit 2003 ist er Chefdramaturg an der Komischen Oper Berlin.

Chor


Sören Eckhoff
Sören Eckhoff
Sören Eckhoff wurde in Hamburg geboren. Er war Chorleiter und Kapellmeister in Augsburg, am Ulmer und Heidelberger Theater sowie am Stadttheater Würzburg, dort für kurze Zeit auch Operndirektor. Zudem arbeitete er u.a. mit dem Rundfunkchor Berlin, dem RIAS-Kammerchor, dem WDR- und NDR-Rundfunkchor und studierte Pendereckis Die 7 Tore von Jerusalem, die Uraufführung von Sophia Gubaidulinas Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes und Haydns Jahreszeiten ein. An der Komischen Oper Berlin übernahm er die Choreinstudierung bei Die Liebe zu den drei Orangen, am Nationaltheater Mannheim bei Lohengrin. Außerdem hält er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Würzburg inne. 2005 wurde er Chordirektor der Oper Leipzig und ist seit Herbst 2010 Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.

Tristan


Robert Dean Smith (c) www.photopulse.ch
Robert Dean Smith
Robert Dean Smith wurde in Kansas/USA geboren und studierte Gesang und Saxophon an der Pittsburg State University und anschließend als Stipendiat an der New Yorker Juilliard School. Zu Beginn seiner Karriere sang er noch Bariton, wechselte aber 1988 ins Tenorfach. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 1997, als er in Bayreuth als Walther von Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg) kurzfristig einsprang. Seither sang er an den Opernhäusern von Berlin, Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Paris, London, Tokio, Dresden, Hamburg, Wien, Los Angeles und New York. Sein weitgefächertes Repertoire umfasst Partien wie Don José (Carmen), Kaiser (Die Frau ohne Schatten), Hermann (Pique Dame), Tristan, Parsifal und Florestan (Fidelio). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Titelpartie in Tannhäuser, Radamès (Aida).

www.robertdeansmith.com

König Marke


Kwangchul Youn (c) Monika Rittershaus
Kwangchul Youn
Kwangchul Youn absolvierte sein erstes Gesangsstudium am Konservatorium seiner Heimatstadt Chungju in Südkorea und debütierte 1988 an der Staatsoper in Seoul. 1990 ging er nach Europa und setzte seine Ausbildung fort. 1993 gewann er den Plácido-Domingo-Gesangswettbewerb und war zehn Jahre lang bis 2004 festes Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Sein Repertoire umfasst u.a. Marke (Tristan und Isolde), Bertram (Robert le Diable), Pogner (Die Meistersinger von Nürnberg), Fasolt (Das Rheingold), Hermann (Tannhäuser), Gurnemanz (Parsifal), Ramfis (Aida) und Lodovico (Otello). Engagements führten ihn u.a. an die Opernhäuser von Paris, Wien, New York, Madrid und Barcelona sowie zu den Festspielen in Ludwigsburg, Salzburg und Bayreuth. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Gurnemanz (Parsifal), Ferrando (Il trovatore), Marke (Tristan und Isolde), Basspartie (Verdi-Requiem).

Isolde


Waltraud Meier (© Nomi Baumgartl)
Waltraud Meier
Waltraud Meier, geboren in Würzburg, studierte Anglistik und Romanistik und nahm gleichzeitig privaten Gesangsunterricht in Köln. 1976 begann sie ihre Laufbahn am Stadttheater Würzburg. 1983 begann sie ihre Weltkarriere bei den Bayreuther Festpielen als Kundry (Parsifal), es folgten dort Brangäne (Tristan und Isolde), Waltraute (Götterdämmerung), Sieglinde (Die Walküre) und ihr Debüt als Isolde. Neben den großen Wagner-Partien singt sie auch ein breitgefächertes italienisches und französisches Repertoire wie Santuzza (Cavalleria rusticana), Eboli (Don Carlo), Amneris (Aida), Carmen, Dido (Les Troyens), Marguerite (La damnation de Faust), Iocaste (Oedipus Rex) und Dalila (Samson et Dalila). Als Konzertsängerin arbeitet sie mit den bedeutendsten Orchestern zusammen und sang u.a. Das Lied von der Erde und in mehreren Sinfonien von Mahler, Beethovens Missa Solemnis und dessen Sinfonie Nr. 9 sowie in Mozarts und Verdis Requiem. Sie gastiert regelmäßig u.a. am Royal Opera House, Convent Garden, in London, am Teatro alla Scala in Mailand, an der Metropolitan Opera in New York, am Théâtre du Châtelet in Paris sowie an den Opernhäuser in Hamburg, Wien, Chicago und München. Sie wurde mit vielen Preisen und Auszeichnungen geehrt und ist seit 1996 Bayerische Kammersängerin. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Venus (Tannhäuser), Leonore (Fidelio), Isolde (Tristan und Isolde).

www.waltraud-meier.com

Kurwenal


Markus Eiche. © Baisja Chanowski
Markus Eiche
Markus Eiche studierte Gesang in Karlsruhe und Stuttgart. Von 2001 bis 2007 gehörte er zum Ensemble des Nationaltheaters Mannheim, wo er sich Partien wie Marcello (La bohème), Wolfram (Tannhäuser), Papageno (Die Zauberflöte) und Guglielmo (Così fan tutte) sowie die Titelpartien in Wozzeck und Don Giovanni erarbeitete. In der Spielzeit 2007/08 wurde er an der Wiener Staatsoper engagiert, wo er u.a. als Conte di Almaviva (Le nozze di Figaro), Belcore (L'elisir d'amore) sowie als Albert (Werther) zu erleben war. Gastspiele führten ihn u.a. an die Mailänder Scala, die Nederlandse Opera Amsterdam, die Semperoper Dresden, die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, das Gran Teatre del Liceu Barcelona sowie regelmäßig zu den Festspielen von Salzburg und Bayreuth. Seit Herbst 2012 ist er Ensemble-Mitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2012/13: Heerrufer des Königs (Lohengrin), Ping (Turandot), Peter, Besenbinder (Hänsel und Gretel), Dr. Falke (Fledermaus), Andrej Schtschelkalow (Boris Godunow), Kurwenal (Tristan und Isolde), Harlekin (Ariadne auf Naxos).

http://www.markuseiche.com/

Melot


Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi, geboren in Peru, debütierte mit 19 Jahren in der Partie des Dancaïro (Carmen) im Teatro Municipal de Lima. Anschließend studierte er Gesang in München. 1994 gab er sein USA-Debüt als Jaquino (Fidelio). Seit 1997 singt Francesco Petrozzi auch in europäischen Konzertsälen und Theatern, u.a. in Graz, Prag, Amsterdam, Brünn und Wien. Zu seinen Partien gehören u.a. Don José (Carmen), Enzo Grimaldo (La Gioconda), Radamès (Aida) und Cavaradossi (Tosca). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2012/13: Il principe di Persia (Turandot), Brabantischer Edler (Lohengrin), Spoletta (Tosca), Ein Bote (Aida), Erster Geharnischter (Zauberflöte), Borsa (Rigoletto), Rodrigo (Otello), Offizier (Ariadne auf Naxos), Der Graf von Lerma (Don Carlo), Melot (Tristan und Isolde).

Brangäne


Petra Lang
Petra Lang
Petra Lang studierte Violine und Gesang und entwickelte sich nach Anfängen im lyrischen Mezzofach zur gefragten Darstellerin von Wagner-Partien wie Brangäne, Kundry, Venus, Sieglinde und Ortrud. Weiterhin gehören zu ihrem Repertoire Judith (Herzog Blaubarts Burg), Marie (Wozzeck), Cassandre (Les Troyens), die Strauss’sche Ariadne und das Vokalwerk Gustav Mahlers. Nach dem Beginn ihrer Karriere im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper singt sie weltweit mit den wichtigsten Orchestern und an den renommierten Opernhäusern von London, Chicago, San Francisco, Wien, Mailand, Zürich, Amsterdam, Berlin und Hamburg. Bei den Festspielen von Bayreuth, Salzburg, Bregenz und Edinburgh sang sie die Brangäne. 2011 übernahm sie die Rolle der Ortrud (Lohengrin) bei den Bayreuther Festspielen. An der Seite so wichtiger Pianisten wie Adrian Baianu, Maurizio Pollini und Wolfram Rieger trat sie international auch als Liedinterpretin in Erscheinung. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Sieglinde (Die Walküre), Brangäne (Tristan und Isolde), Kundry (Parsifal), Venus (Tannhäuser).

www.petralang.com

Ein Hirte


Kammersänger Kevin Conners
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) an der Staatsoper Unter den Linden. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: u.a. Schwachsinniger (Boris Godunow), Remendado (Carmen), Frantz/Cochenille/Pitichinaccio (Les Contes d’Hoffmann), Gaston (La traviata), Brighella (Ariadne auf Naxos), Erster Gralsritter (Parsifal), Steuermann (Der fliegende Holländer).

Ein Steuermann


Christian Rieger
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2012/13: Schlémil (Les Contes dʼHoffmann), Ceprano (Rigoletto), Schaunard (La bohème), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Sprecher (Die Zauberflöte), Sciarrone (Tosca), Frank (Die Fledermaus), L‘officier (Dialogues des Carmélites), Don Apostolo Gazella (Lucrezia Borgia).

Ein junger Seemann


Ulrich Reß
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen sowie nach Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2012/13: Walther von der Vogelweide (Tannhäuser), 1er commissaire (Dialogues des Carmélites), Der Förster (Rusalka), Monostatos (Die Zauberflöte), Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Spalanzani (Les Contes dʼHoffmann), Mime (Das Rheingold), Missail (Boris Godunow), Ein junger Seemann (Tristan und Isolde), Scaramuccio (Ariadne auf Naxos), Altoum (Turandot), Dr. Blind (Die Fledermaus), Basilio (Le nozze di Figaro), Dr. Cajus (Falstaff).