Tristan und Isolde - Biographien
Tristan und Isolde
Richard Wagner
Nationaltheater
Freitag, 30. November 2007
Musikalische Leitung
Kent Nagano
Kent Nagano, geboren in Kalifornien, hat im September 2006 seine Position als Bayerischer Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper angetreten. Mit der Uraufführung von Rihms
Das Gehege sowie mit Strauss’
Salome leitete er die erste Premiere in seiner neuen Funktion. Zu den weiteren Neuproduktionen unter seiner musikalischen Leitung zählen
Billy Budd,
Chowanschtschina,
Eugen Onegin,
Idomeneo,
Ariadne auf Naxos,
Wozzeck,
Lohengrin,
Trouble in Tahiti,
Don Giovanni,
Dialogues des Carmélites,
Die schweigsame Frau,
Saint François d’Assise sowie die Uraufführungen von Unsuk Chins
Alice in Wonderland und Minas Borboudakis’
liebe.nur liebe. Außerdem dirigierte er an der Bayerischen Staatsoper
Parsifal,
Tristan und Isolde,
Tannhäuser,
Elektra sowie eine Vielzahl von Akademie- und Sonderkonzerten.
In der Saison 2011/12 zeichnet Kent Nagano für die musikalische Leitung der Neuproduktion von
Der Ring des Nibelungen verantwortlich sowie für die Wiederaufnahmen von
L’Enfant et les sortilèges,
Der Zwerg und
Wozzeck. Er wird überdies die musikalische Leitung bei einem Akademiekonzert, den Festkonzerten zum 200jährigen Jubiläum der Musikalischen Akademie des Bayerischen Staatsorchesters sowie dem „Oper für alle“-Konzert übernehmen.
Gastkonzerte führten Nagano und das Bayerische Staatsorchester u.a. nach Mailand, Moskau, Linz, Hamburg, Budapest sowie zu renommierten Festivals wie Grafenegg, Gent, die Berliner Festspiele oder das Festspielhaus Baden-Baden. Unter seiner Leitung setzte die Bayerische Staatsoper auch in den Bereichen Nachwuchsförderung und Education neue Akzente. Beispiele hierfür sind das Opernstudio, die Orchesterakademie sowie das Jugendorchester ATTACCA.
Auf DVD erschienen die Produktionen von
Alice in Wonderland,
Idomeneo und
Lohengrin. Darüber hinaus veröffentlichte SONY Classical die Einspielungen von Bruckners Symphonien Nrn. 4 und 7 mit dem Bayerischen Staatsorchester auf CD.
Ebenfalls seit September 2006 ist Kent Nagano Music Director des Orchestre symphonique de Montréal.
Inszenierung
Peter Konwitschny
Peter Konwitschny, geboren in Frankfurt am Main, studierte Opernregie in Berlin. Ab 1980 inszenierte er an deutschen Bühnen, später auch in Basel, Graz, Paris, Wien und Barcelona. Bedeutung erlangte er bei der szenischen Interpretation von Opern Händels, mit der er ab 1984 eine Ära der Händelpflege in Halle begründete. Seine Interpretationen von Wagners
Parsifal und
Tristan und Isolde an der Bayerischen Staatsoper,
Tannhäuser in Dresden,
Lohengrin in Hamburg sowie Götterdämmerung in Stuttgart sind zentral in der Wagner-Rezeption der vergangenen 15 Jahre. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste Dresden. Seit 2008 ist er Chefregisseur der Oper Leipzig. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper:
Tristan und Isolde,
Parsifal,
Der fliegende Holländer.
Bühne und Kostüme
Johannes Leiacker
wurde in Landshut geboren und absolvierte zunächst eine Tischlerlehre. Es folgte ein Design-Studium in Wiesbaden, und er wurde zunächst Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Frankfurt. Eigene Bühnenausstattungen am Schauspielhaus Düsseldorf, am Berliner Schillertheater und am Münchner Residenztheater. Opernausstattungen in Essen, Wiesbaden, Leipzig, Brüssel, Antwerpen, an der Dresdner Semperoper, der English National Opera, am Münchner Gärtnerplatztheater und bei der Münchener Biennale. Ausstattungen an der Bayerischen Staatsoper:
Parsifal (1995) und
Tristan und Isolde (1998),
Der fliegende Holländer (2006). Seit 2004 ist er Professor für Bühnenbild und Kostüme an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.
Licht
Michael Bauer
Michael Bauer, geboren in München, kam 1980 an die Bayerische Staatsoper, wo er zum Beleuchter ausgebildet wurde und seitdem tätig ist. Seit 1987 führten ihn eigene Arbeiten auch an andere Theater in Deutschland. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Licht an der Münchner Musikhochschule. Seit Januar 1998 ist er Leiter des Beleuchtungswesens an der Bayerischen Staatsoper. Lichtgestaltung an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2011/12: u.a.
Tosca,
Don Carlo,
Die Fledermaus,
Der fliegende Holländer,
Lʼelisir dʼamore,
Luisa Miller,
Medea in Corinto,
Mitridate, rè di Ponto.
Produktionsdramaturgie
Werner Hintze
Werner Hintze stammt aus Berlin, studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Über 15 Jahre hinweg arbeitete er kontinuierlich mit Peter Konwitschny, u.a. bei Händel-Opern und
Rigoletto an der Oper Halle,
Friedenstag an der Dresdner Semperoper,
Lohengrin,
Wozzeck,
Don Carlo in Hamburg, an der Bayerischen Staatsoper 1995 mit
Parsifal; 1998 folgte
Tristan und Isolde. Weiterhin war er als Dramaturg u.a. am Landestheater Halle sowie an den Opernhäusern von Dresden und Kopenhagen tätig. Seit 2003 ist er Chefdramaturg an der Komischen Oper Berlin.
Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Tristan
Heikki Siukola
, in Finnland geboren, studierte Gesang an der Sibelius Akademie in Helsinki; außerdem nahm er Unterricht u.a. bei Ettore Campogalliani, Jolanda Maria di Petris und Fedora del Monaco. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm mit der Interpretation des Tristan an der Berliner Staatsoper, seither gastierte er mit dieser Rolle an zahlreichen Opernhäusern, u.a. in Straßburg, Nizza, Hamburg, Genua, Bologna, Berlin, London, Zürich und Wien. Außerdem umfasst sein Repertoire die Titelrollen in
Tannhäuser und
Parsifal, Erik (
Der fliegende Holländer), Siegmund (
Walküre), Siegfried (
Der Ring des Nibelungen) und Bacchus (
Ariadne auf Naxos), aber auch Radames (
Aida) und Calaf (
Turandot). Partien an der Bayerischen Staatsoper: Tannhäuser und Tristan.
König Marke
René Pape
René Pape geboren in Dresden, wurde beim Dresdner Kreuzchor sowie an der Musikhochschule Carl Maria von Weber seiner Heimatstadt ausgebildet. Seit 1988 ist er im Ensemble der Deutschen Staatsoper Berlin, wo er auch zum Kammersänger ernannt wurde. Er singt zahlreiche große Rollen seines Fachs wie Rocco (
Fidelio), König Heinrich (
Lohengrin), Wotan (
Das Rheingold und
Die Walküre), Pogner (
Die Meistersinger von Nürnberg), Figaro (
Le nozze di Figaro), Leporello und die Titelpartie in
Don Giovanni,
Boris Godunow und Méphistophélès (
Faust). Gastspiele führten ihn u.a. an die Metropolitan Opera New York, die Opéra national de Paris, die Lyric Opera Chicago, das Royal Opera House Covent Garden, an die Wiener Staatsoper sowie zu den Festpielen von Bayreuth und Salzburg. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Philipp II (
Don Carlo).
Isolde
Linda Watson
erhielt ihre Ausbildung am New England Conservatory in Boston. Ihre internationale Karriere begann sie mit dem Debüt an der Wiener Staatsoper, wo sie unter der Leitung des Komponisten in Bernsteins Oper
A quiet place sang. 1994 sang sie Siegrune und die zweite Norn (
Der Ring des Nibelungen) am Théâtre du Châtelet, 1995 folgte Sieglinde (
Die Walküre) am Aalto Theater in Essen. Von 1995 bis 1997 war sie Ensemblemitglied des Opernhauses Leipzig, anschließend an der Deutschen Oper am Rhein, wo sie als Kundry (
Parsifal) und Isolde (
Tristan und Isolde) debütierte. Inzwischen gibt sie weltweit Gastspiele u.a. an den Opernhäusern von Wien, Madrid, Berlin, Barcelona. Bei den Bayreuther Festspielen war sie als u.a. Kundry und Brünnhilde (
Der Ring des Nibelungen) zu erleben.Partien an der Bayerischen Staatsoper: Leonore (
Fidelio) im Rahmen der Japan-Tournee, Brünnhilde, Isolde.
Kurwenal
Michael Volle
Michael Volle erhielt seine musikalische Ausbildung u.a. bei Josef Metternich und Rudolf Piernay. Sein erstes Bühnenengagement trat er 1990 am Nationaltheater Mannheim an. Es folgten Verpflichtungen an der Oper der Stadt Bonn und der Deutschen Oper am Rhein. Seit 1999 ist er eng mit der Oper Zürich verbunden. Seine internationalen Auftritte führten ihn an die Opernhäuser von Berlin, Paris, London, Mailand, Straßburg, Brüssel sowie zu den Festspielen von Salzburg und Bayreuth. Zudem ist er weltweit als Lied- und Konzertsänger engagiert. Seit der Spielzeit 2007/08 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2010/11: Alfonso (
Così fan tutte), Besenbinder (
Hänsel und Gretel), Sharpless (
Madama Butterfly), Amfortas (
Parsifal), Amonasro (
Aida), Musiklehrer (
Ariadne auf Naxos), Kurwenal (
Tristan und Isolde).
Melot
Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi, geboren in Peru, debütierte mit 19 Jahren in der Partie des Dancaïro (
Carmen) im Teatro Municipal de Lima. Anschließend studierte er Gesang in München. 1994 gab er sein USA-Debüt als Jaquino (
Fidelio). Seit 1997 singt Francesco Petrozzi auch in europäischen Konzertsälen und Theatern, u.a. in Graz, Prag, Amsterdam, Brünn und Wien. Zu seinen Partien gehören u.a. Don José (
Carmen), Enzo Grimaldo (
La Gioconda), Radamès (
Aida) und Cavaradossi (
Tosca). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Il principe di Persia (
Turandot), Tideo (
Medea in Corinto), Gaston (
La traviata), Brabantischer Edler (
Lohengrin), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (
Der Rosenkavalier), Spoletta (
Tosca), Lord Cecil (
Roberto Devereux), 2. Handwerksbursche (
Wozzeck).
Brangäne
Daniela Sindram
Daniela Sindram, geboren in Nürnberg, studierte Gesang in Berlin und Hamburg. Erste Engagements führten sie 1996 nach Bremen, 2001 an das Nationaltheater Mannheim sowie ab 2002 zu den Bayreuther Festpielen, wo sie als Siegrune und Wellgunde im
Ring des Nibelungen debütierte. Von 2003 bis 2009 war sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper, hier gehörten u.a. Hänsel (
Hänsel und Gretel), Dorabella (
Così fan tutte), Charlotte (
Werther), Brangäne (
Tristan und Isolde), Komponist (
Ariadne auf Naxos) sowie Octavian (
Der Rosenkavalier) zu ihrem Repertoire; mit letzterer Partie debütierte sie in Folge an der Wiener Staatsoper und an der Opéra national de Paris. 2011 sang sie in Berlin die Fricka (
Der Ring des Nibelungen). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Prinz Orlofsky (
Die Fledermaus), Octavian (
Der Rosenkavalier).
Ein Hirte
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (
Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (
Die Entführung aus dem Serail) an die Berliner Staatsoper. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Franz/Cochenille/Pitichinaccio (
Les contes d'Hoffmann), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (
Der Rosenkavalier), Die Wedgwood-Teekanne/Das alte Männchen/Der Laubfrosch (
L’enfant et les sortilèges), Pang (
Turandot) Pedrillo, Monostatos, Steuermann (
Der fliegende Holländer), Andres (
Wozzeck).
Ein Steuermann
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Hermann/Schlemihl (
Les Contes dʼHoffmann), Dancaïro (
Carmen), Ein Baum/Der Sessel (
L’enfant et les sortilèges), Schaunard (
La bohème), Fürst Yamadori (
Madama Butterfly), Sprecher (
Die Zauberflöte).
Ein junger Seemann
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (
Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen sowie nach Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Spalanzani (
Les contes dʼHoffmann), Scaramuccio (
Ariadne auf Naxos), L'imperatore Altoum (
Turandot), Mime (
Das Rheingold), Dr. Blind (
Die Fledermaus), Basilio (
Le nozze di Figaro), Valzacchi (
Der Rosenkavalier), Dritter Knappe (
Parsifal).