Tristan und Isolde - Biographien

Tristan und Isolde: Ben Heppner, Nina Stemme Tristan und Isolde. Ben Heppner, René Pape, Nina Stemme Tristan und Isolde. Nina Stemme, Ben Heppner
Tristan und Isolde
Richard Wagner
Nationaltheater

Münchner Opernfestspiele 2008
Montag, 30. Juni 2008

 

Musikalische Leitung
Kent Nagano
Kent Nagano, geboren in Kalifornien, hat im September 2006 seine Position als Bayerischer Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper angetreten. Mit der Uraufführung von Rihms Das Gehege sowie mit Strauss’ Salome leitete er die erste Premiere in seiner neuen Funktion. Zu den weiteren Neuproduktionen unter seiner musikalischen Leitung zählen Billy Budd, Chowanschtschina, Eugen Onegin, Idomeneo, Ariadne auf Naxos, Wozzeck, Lohengrin, Trouble in Tahiti, Don Giovanni, Dialogues des Carmélites, Die schweigsame Frau, Saint François d’Assise sowie die Uraufführungen von Unsuk Chins Alice in Wonderland und Minas Borboudakis’ liebe.nur liebe. Außerdem dirigierte er an der Bayerischen Staatsoper Parsifal, Tristan und Isolde, Tannhäuser, Elektra sowie eine Vielzahl von Akademie- und Sonderkonzerten.

In der Saison 2011/12 zeichnet Kent Nagano für die musikalische Leitung der Neuproduktion von Der Ring des Nibelungen verantwortlich sowie für die Wiederaufnahmen von L’Enfant et les sortilèges, Der Zwerg und Wozzeck. Er wird überdies die musikalische Leitung bei einem Akademiekonzert, den Festkonzerten zum 200jährigen Jubiläum der Musikalischen Akademie des Bayerischen Staatsorchesters sowie dem „Oper für alle“-Konzert übernehmen.

Gastkonzerte führten Nagano und das Bayerische Staatsorchester u.a. nach Mailand, Moskau, Linz, Hamburg, Budapest sowie zu renommierten Festivals wie Grafenegg, Gent, die Berliner Festspiele oder das Festspielhaus Baden-Baden. Unter seiner Leitung setzte die Bayerische Staatsoper auch in den Bereichen Nachwuchsförderung und Education neue Akzente. Beispiele hierfür sind das Opernstudio, die Orchesterakademie sowie das Jugendorchester ATTACCA.

Auf DVD erschienen die Produktionen von Alice in Wonderland, Idomeneo und Lohengrin. Darüber hinaus veröffentlichte SONY Classical die Einspielungen von Bruckners Symphonien Nrn. 4 und 7 mit dem Bayerischen Staatsorchester auf CD.

Ebenfalls seit September 2006 ist Kent Nagano Music Director des Orchestre symphonique de Montréal.
Kent Nagano. © Benjamin Ealovega

 


Inszenierung
Peter Konwitschny
Peter Konwitschny, geboren in Frankfurt am Main, studierte Opernregie in Berlin. Ab 1980 inszenierte er an deutschen Bühnen, später auch in Basel, Graz, Paris, Wien und Barcelona. Bedeutung erlangte er bei der szenischen Interpretation von Opern Händels, mit der er ab 1984 eine Ära der Händelpflege in Halle begründete. Seine Interpretationen von Wagners Parsifal und Tristan und Isolde an der Bayerischen Staatsoper, Tannhäuser in Dresden, Lohengrin in Hamburg sowie Götterdämmerung in Stuttgart sind zentral in der Wagner-Rezeption der vergangenen 15 Jahre. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste Dresden. Seit 2008 ist er Chefregisseur der Oper Leipzig. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper: Tristan und Isolde, Parsifal, Der fliegende Holländer.
Peter Konwitschny

 


Bühne und Kostüme
Johannes Leiacker
wurde in Landshut geboren und absolvierte zunächst eine Tischlerlehre. Es folgte ein Design-Studium in Wiesbaden, und er wurde zunächst Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Frankfurt. Eigene Bühnenausstattungen am Schauspielhaus Düsseldorf, am Berliner Schillertheater und am Münchner Residenztheater. Opernausstattungen in Essen, Wiesbaden, Leipzig, Brüssel, Antwerpen, an der Dresdner Semperoper, der English National Opera, am Münchner Gärtnerplatztheater und bei der Münchener Biennale. Ausstattungen an der Bayerischen Staatsoper: Parsifal (1995) und Tristan und Isolde (1998), Der fliegende Holländer (2006). Seit 2004 ist er Professor für Bühnenbild und Kostüme an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.
Johannes Leiacker

 


Licht
Michael Bauer
Michael Bauer, geboren in München, kam 1980 an die Bayerische Staatsoper, wo er zum Beleuchter ausgebildet wurde und seitdem tätig ist. Seit 1987 führten ihn eigene Arbeiten auch an andere Theater in Deutschland. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Licht an der Münchner Musikhochschule. Seit Januar 1998 ist er Leiter des Beleuchtungswesens an der Bayerischen Staatsoper. Lichtgestaltung an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2011/12: u.a. Tosca, Don Carlo, Die Fledermaus, Der fliegende Holländer, Lʼelisir dʼamore, Luisa Miller, Medea in Corinto, Mitridate, rè di Ponto.
Michael Bauer

 


Produktionsdramaturgie
Werner Hintze
Werner Hintze stammt aus Berlin, studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Über 15 Jahre hinweg arbeitete er kontinuierlich mit Peter Konwitschny, u.a. bei Händel-Opern und Rigoletto an der Oper Halle, Friedenstag an der Dresdner Semperoper, Lohengrin, Wozzeck, Don Carlo in Hamburg, an der Bayerischen Staatsoper 1995 mit Parsifal; 1998 folgte Tristan und Isolde. Weiterhin war er als Dramaturg u.a. am Landestheater Halle sowie an den Opernhäusern von Dresden und Kopenhagen tätig. Seit 2003 ist er Chefdramaturg an der Komischen Oper Berlin.
Werner Hintze

 


Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Andrés Máspero

 


Tristan
John Treleaven
John Treleaven, geboren in Cornwall, studierte am College of Music, am London Opera Center Covent Garden sowie in Neapel. Gastengagements führten ihn zunächst u.a. ans Royal Opera House Covent Garden und die English National Opera. Sein Deutschlanddebüt gab er 1991 am Nationaltheater Mannheim mit der Titelpartie in Peter Grimes, die er u.a. auch in Hamburg, Frankfurt und Buenos Aires sang. Zu seinem Repertoire gehören zahlreiche Wagner-Partien, u.a. die Partien Siegmund und Siegfried (Der Ring des Nibelungen), Tristan (Tristan und Isolde) sowie die Titelpartien in Lohengrin, Tannhäuser und Parsifal, in denen er an allen namhaften Opernhäusern der Welt zu Gast war, u.a. in Chicago, Tokio, Helsinki, Barcelona, Zürich, Basel, Wien, Dresden und Hamburg. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Tannhäuser.
John Treleaven

 


König Marke
Jan-Hendrik Rootering
geboren in Wedingfeld bei Flensburg; Ausbildung bei seinem Vater, dem Tenor Hendrikus Rootering, und an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Erste Engagements am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und an der Deutschen Oper am Rhein; 1983 Engagement an die Bayerische Staatsoper. Seither gastierte er an allen großen Opernhäusern der Welt, in London, Wien, Amsterdam, Berlin, Paris, Brüssel, Genf, Dresden, Hamburg, Mailand, New York, San Francisco und Chicago. 1986 debütierte er als Sprecher (Die Zauberflöte) bei den Salzburger Festspielen und sang 1995 dort Ochs auf Lerchenau (Der Rosenkavalier). 1999 sang er erstmals an der Stuttgarter Staatsoper und 2001 in Wien den Wotan (Der Ring des Nibelungen). Auch als Konzertsänger tritt er an allen großen Sälen der Welt auf. Seit 1986 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper u.a. Landgraf (Tannhäuser), König Heinrich (Lohengrin), Ochs auf Lerchenau, Fiesco (Simon Boccanegra), Padre Guardiano (La forza del destino), Don Basilio (Il barbiere di Siviglia), Sarastro (Die Zauberflöte), Commendatore (Don Giovanni), Fasolt (Das Rheingold), Gurnemanz (Parsifal), Banco (Macbeth), Kecal (Die verkaufte Braut), Veit Pogner und Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg), Narbal (Les Troyens), Barak (Die Frau ohne Schatten).
Jan-Hendrik Rootering

 


Isolde
Waltraud Meier
Waltraud Meier, geboren in Würzburg, studierte Anglistik und Romanistik und nahm gleichzeitig privaten Gesangsunterricht in Köln. 1976 begann sie ihre Laufbahn am Stadttheater Würzburg. 1983 begann sie ihre Weltkarriere bei den Bayreuther Festpielen als Kundry (Parsifal), es folgten dort Brangäne (Tristan und Isolde), Waltraute (Götterdämmerung), Sieglinde (Die Walküre) und ihr Debüt als Isolde. Sowohl mit den großen Wagner-Partien als auch mit einem breitgefächerten italienischen und französischen Repertoire ist sie regelmäßig zu Gast in London, Paris, Hamburg, Wien, Chicago, München, am Mailänder Teatro alla Scala, dem Pariser Théâtre du Châtelet sowie an der Metropolitan Opera in New York. Sie wurde mit vielen Preisen und Auszeichnungen geehrt und ist seit 1996 Bayerische Kammersängerin. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Ortrud (Lohengrin), Kundry (Parsifal), Marie (Wozzeck).
Waltraud Meier (© Nomi Baumgartl)

 


Kurwenal
Michael Volle
Michael Volle erhielt seine musikalische Ausbildung u.a. bei Josef Metternich und Rudolf Piernay. Sein erstes Bühnenengagement trat er 1990 am Nationaltheater Mannheim an. Es folgten Verpflichtungen an der Oper der Stadt Bonn und der Deutschen Oper am Rhein. Seit 1999 ist er eng mit der Oper Zürich verbunden. Seine internationalen Auftritte führten ihn an die Opernhäuser von Berlin, Paris, London, Mailand, Straßburg, Brüssel sowie zu den Festspielen von Salzburg und Bayreuth. Zudem ist er weltweit als Lied- und Konzertsänger engagiert. Seit der Spielzeit 2007/08 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2010/11: Alfonso (Così fan tutte), Besenbinder (Hänsel und Gretel), Sharpless (Madama Butterfly), Amfortas (Parsifal), Amonasro (Aida), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos), Kurwenal (Tristan und Isolde).
Michael Volle

 


Melot
Francesco Petrozzi
Francesco Petrozzi, geboren in Peru, debütierte mit 19 Jahren in der Partie des Dancaïro (Carmen) im Teatro Municipal de Lima. Anschließend studierte er Gesang in München. 1994 gab er sein USA-Debüt als Jaquino (Fidelio). Seit 1997 singt Francesco Petrozzi auch in europäischen Konzertsälen und Theatern, u.a. in Graz, Prag, Amsterdam, Brünn und Wien. Zu seinen Partien gehören u.a. Don José (Carmen), Enzo Grimaldo (La Gioconda), Radamès (Aida) und Cavaradossi (Tosca). Seit 2008 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Il principe di Persia (Turandot), Tideo (Medea in Corinto), Gaston (La traviata), Brabantischer Edler (Lohengrin), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (Der Rosenkavalier), Spoletta (Tosca), Lord Cecil (Roberto Devereux), 2. Handwerksbursche (Wozzeck).
Francesco Petrozzi

 


Brangäne
Michelle De Young
wurde in den USA geboren und studierte Gesang an der California State University Northridge. Sie war Mitglied des Metropolitan Opera Young Artist Programme. Ihr erstes Engagement erhielt sie an der Metropolitan Opera in New York. Darüberhinaus gab sie Gastspiele u.a. in San Francisco, Toronto, Vancouver, Brüssel, Lissabon, Paris, London, Edinburgh, Boston, Chicago, Los Angeles, Minneapolis, Rotterdam, Salzburg, Oslo sowie bei den Bayreuther Festspielen. Die Partie der Brangäne in Wagners Tristan und Isolde sang sie bereits zur Spielzeiteröffnung an der Mailänder Scala.Partien an der Bayerischen Staatsoper: Brangäne, Konzerte.
 

 


Ein Hirte
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) an die Berliner Staatsoper. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Franz/Cochenille/Pitichinaccio (Les contes d'Hoffmann), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (Der Rosenkavalier), Die Wedgwood-Teekanne/Das alte Männchen/Der Laubfrosch (L’enfant et les sortilèges), Pang (Turandot) Pedrillo, Monostatos, Steuermann (Der fliegende Holländer), Andres (Wozzeck).
Kammersänger Kevin Conners

 


Ein Steuermann
Christian Rieger
Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Musikhochschule in München. Er war erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit Herbst 2003 singt er im Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2011/12: u.a. Hermann/Schlemihl (Les Contes dʼHoffmann), Dancaïro (Carmen), Ein Baum/Der Sessel (L’enfant et les sortilèges), Schaunard (La bohème), Fürst Yamadori (Madama Butterfly), Sprecher (Die Zauberflöte).
Christian Rieger

 


Ein junger Seemann
Ulrich Reß
Ulrich Reß, geboren in Augsburg, studierte am dortigen Konservatorium. Sein erstes Engagement bekam er 1979 an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. Seit 1984/85 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. 1988 debütierte er als David (Die Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen. Gastspiele führten ihn u.a. nach Hamburg, Berlin, Stuttgart, Dresden, Barcelona, Athen sowie nach Japan. Seit 1994 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Spalanzani (Les contes dʼHoffmann), Scaramuccio (Ariadne auf Naxos), L'imperatore Altoum (Turandot),  Mime (Das Rheingold), Dr. Blind (Die Fledermaus), Basilio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Dritter Knappe (Parsifal).
Ulrich Reß