La Bayadère - Biographien
La Bayadère
Ballett von Marius Petipa
Neufassung von Patrice Bart
Musik von Ludwig Minkus
Nationaltheater
Mittwoch, 28. Februar 2007
Choreographie
Patrice Bart
Als Kind einer großen Tradition, die er nie verlassen hat, will Patrice Bart "Atem und Impuls des zeitgenössischen Tanzes" für das Ballett nutzen – "dann kann der klassische Tanz so stark sein wie der moderne". Bereits mit knapp 15 Jahren kam der 1945 geborene Tänzer ins Corps de ballet der Pariser Opéra. Dort blieb er, wurde Danseur Etoile, Ballettmeister, Interimsdirektor und Assistent von Rudolf Nurejew. Von ihm hat er gelernt, bekam er die ersten choreographischen Aufgaben gestellt.
1993 dann schuf er eine neue Fassung von
Don Quixote für die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die später vom Finnischen Nationalballett übernommen wurde. Es folgten Neubearbeitungen der großen Klassiker
Giselle,
Coppélia,
Schwanensee und – für das Bayerische Staatsballett – 1998
La Bayadère.
nach
Marius Petipa
Marius Petipa
11. März 1818 – 14. Juli 1910Der Name des vielleicht bedeutendsten Choreographen des 19. Jahrhunderts scheint so eng mit der russischen Tradition verbunden, daß man seine französische Nationalität darüber fast vergißt. Marius Petipa wurde in Marseille geboren. Sein Vater und seine Brüder waren Tänzer. Vom Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel bis nach Bordeaux, und dann in Nantes arbeitet Marius Petipa als Tänzer und Choreograph. Nach einem wenig glücklichen Versuch in New York (1839), einem Aufenthalt in Paris, wo er mit Auguste Vestris arbeitet, und in Spanien (1845), wird er 1847 in St. Petersburg als Erster Solist engagiert, beweist sich jedoch mit der Einstudierung von Joseph Maziliiers Paquita als Ballettmeister. 1850 assistiert er Jules Perrot bei Giselle und bringt 1858 sein erstes eigenes Ballett in Russland heraus: Un mariage sous la Régence. 1862 wird er zweiter Ballettmeister, tritt 1869 offiziell die Nachfolge von Arthur Saint-Léon als erster Ballettmeister an und arbeitet weiterhin als Choreograph. Er wird sich einen Namen machen als Schöpfer großer spektakulärer Ballette, mit denen es ihm gelingt, die aus Frankreich kommende Reinheit des klassischen Tanzes mit der italienischen Virtuosität zu verbinden: eine akademische Form des Tanzes, die in der Einbeziehung von Charaktertänzen auch Volkstanztraditionen aufnimmt.
Petipas russisches Œuvre umfaßt nicht weniger als 50 Ballette, darunter La Fille du Pharaon (1856), La Belle du Libanon (1863), La Floride (1866), Le Roi Candaule (1868), Don Quijote (1869), Camargo (1872), Le Papillon (1874), Les Bandits (1875), La Bayadère (1877), Roxane und La belle Albanaise (1878), La Fille des Neiges und Madla (1879), Les Pilules magiques und L’Offrande à l’Amour (1886), Dornröschen (1890), Nußknacker (1892), Aschenputtel (1893), Schwanensee (zusammen mit Lev Ivanov, 1895), Raymonda (1898), Les Ruses d’Amour (mit Alexander Glasunow als Komponist, 1899) Les Saisons (mit Glasunow, 1900), und sein letztes Ballett Der Magische Spiegel (1903). Alternd und krank wollte der Meister seinen Lebensabend in milderem Klima verbringen und verließ 1907 St. Petersburg, um sich am Schwarzen Meer niederzulassen. Im Alter von 92 Jahren verstarb er in Gurzuf auf der Krim.
Bühne und Kostüme
Tomio Mohri
gilt als einer der namhaftesten und vielseitigsten Künstler Japans. Berühmt ist er für seine exquisiten Kostümentwürfe und Ausstellungsinstallationen, er arbeitet jedoch ebenso als Bühnenbildner und Regisseur. Im Zentrum seines Interesses steht nicht zuletzt die Frage der Beziehungen zwischen Bewegung und Raum, die er multimedial zu erfassen sucht.
Lange Jahre war er künstlerischer Direktor für die Ausstellungen von Issey Miyake. Für diese Kostüminstallationen entwickelte er einen neuen Stil von visueller Performance, der bis heute weltweit als beispielhaft gilt. Darunter befanden sich so spektakuläre Präsentationen wie
Issey Miyake A un im Musée d`Art Décoratif in Paris, Arbeiten für das San Francisco Museum of Modern Art und das Victoria and Albert Museum in London.
Als Theaterautor und Regisseur zeichnete er in Tokio für verschiedene Produktionen verantwortlich, die sich als
Maskentänze zwischen Tanz und No-Theater bewegten.
Seine Laufbahn als Kostüm- und Bühnenbildner begann 1980 mit einer Arbeit für Maurice Béjart
(Casta Diva) und setzte sich 1984 mit Kostümentwürfen für die Oper
Le Coq d'Or für das Theatre Chatelet in Paris fort. Unter seinen Werken in Europa sind vor allem die Kostüme für
Schwanensee beim Ballett der Opéra in Paris (1992) zu nennen und die Kostüme für
Die Frau ohne Schatten (Bayerische Staatsoper), die als Premiere 1992 in Tokio herauskam und 1993 ins Münchner Nationaltheater einzog, sowie die Kostüme für
Madame von Sado an der Berliner Schaubühne.
Bei
La Bayadère fürs Bayerische Staatsballett in München (Premiere am 23. März 1998 in der Neufassung von Patrice Bart) hat Tomio Mohri sowohl die Kostüme als auch das Bühnenbild entworfen.
Tomio Mohris engste Mitarbeiterin bei der Realisierung seiner Entwürfe ist Kumiko Sakurai.
Buch, Regie und künstlerische Leitung:1988
Kyorai, Ishikawa Prefectural Noh Theater, Kanazawa (Maskentanz 1)
1990
Dance, Spiral Hall, Tokyo (Maskentanz 2)
1991
Rinsoubu, Tanz von Tomio Mohri für NHK (Maskentanz 3)
Künstlerische Leitung und Design der Mannequin Objekte für den Raum:1983 Issey Miyake Körperarbeiten, Ausstellung Laforet Museum Migura, Tokyo; Otia-Parsons Gallery, Los Angeles; San Francisco Museum for Modern Art, San Francisco; Victoria & Albert Museum, Bollerhouse Project, London (1985)
1986
Mohri No Fuku, Installation für Raum und Kostüme. Spiral Hall, Toyko
1988
Issey Miyake A un, Musée des Arts Décoratifs, Paris
1991 3. IAAF Weltmeisterschaft im Turnen, Tokyo. Eröffnungsfeier Teil 3 im Nationalstadion von Tokyo
Mohri No Aka, Zeichnungen in der Parco Gallery, Tokyo
Bühnen- und Kostümentwürfe:1980
Casta Diva (Ballett von Maurice Béjart), IRCAM, Centre Georges Pompidou, Paris
(Zusammenarbeit mit Issey Miyake, Kostüme)
1984
Le Coq d'Or (Oper) Theatre Musical de Paris Chatelet, Paris (Kostüme)
1986
Yamato Takeru (Kabuki), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)
1989
Ryu-Oh (Kabuki-Peking-Oper), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)
1991
Oguri (Kabuki) Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)
Ryusel (Kabuki), Kabukiza, Tokyo (Bühnenbild und Kostüme)
Bokutoukidan (Theaterstück), Imperial Theatre, Tokyo (Bühnenbild und Kostüme)
1992
Turandot (Oper), Auditorium Maurice Ravel, Lyon (Kostüme)
Schwanensee (Ballett) beim Ballet de L'Opéra de Paris, Bastille (Kostüme)
Die Frau ohne Schatten (Oper), Bayerische Staatsoper im Aichi Prefecturai Theater, Nagoya , und NHK Hall, Tokyo ,
1993 im Münchner Nationaltheater (Kostüme)
1993
Dakkenden (Kabuki), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)
1994 Susano, Carrière de Boulbon, Avigon (Kostüme)
1996
Tristan und Isolde, Prinzregententheater München (Kostüme)
Madame von Sado, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin (Kostüme)
1997 La Bayadére, Bayerisches Staatsballett, Nationaltheater, München
Veröffentlichungen:1990 Tomio Mohri Kostüm-Installationen, Rikuyosha
Licht
Maurizio Montobbio
Geboren am 10. Juni 1957 in Genua, ausgebildet in den USA. Arbeitet für Oper, Schauspiel und Tanz. U.a. Opéra Paris, Mailänder Scala, Deutsche Oper Berlin. Häufiger Lichtdesigner für Patrice Bart und den kanadischen Choreographen Jean Grand-Maitre. In München bislang Lightdesign für
La Bayadère, Ecclesia und
Emma B.. Als Beleuchtungschef auch mehrere Jahre lang verantwortlich für die europäischen Vorstellungen von Mikhail Baryschnikow und seinem White Oak Dance Project.
Musikalische Einrichtung
Maria Babanina
wurde 1952 in Leningrad bzw. St. Petersburg geboren. Am dortigen Konservatorium studierte sie Klavier und Musikwissenschaft mit Schwerpunkt auf historischen Forschungen zur Ballettmusik. Zunächst wirkte sie als Pädagogin am Waganova-Institut, danach als Repetitorin am Maly-Theater, ab 1978 beim Kirov-Ballett.
Seit der Spielzeit 1990/91 ist Maria Babanina als Repetitorin beim Bayerischen Staatsballett engagiert, tritt aber auch als Solopianistin auf u.a. in in
Trois Gnossiennes,
Lieder ohne Worte,
Zakouski, in Jérôme Robbins'
Other Dances und
In the Night sowie Frederick Ashtons
Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan und Hans van Manens
Adagio Hammerklavier. Die musikalische Einrichtung der Münchner Fassung von
Raymonda 2002 ist ihre zweite Arbeit auf diesem Gebiet nach
La Bayadère. Seit 2004 forschte sie für die Münchner Neufassung von
Le Corsaire (Premiere Januar 2007), deren musikalische und dramaturgische Fassung in ihrer Verantwortung lag.
Maria Babanina ist Vorsitzende des Stiftungsrats der Alexander Glasunow-Stiftung.
Musikalische Leitung
Dieter Rossberg
ist in Hamburg geboren und studierte an der dortigen Musikhochschule Dirigieren (bei Prof. Horst Stein), Klavier, Komposition und Musiktheaterregie (bei Prof. August Everding und Prof. Götz Friedrich). 1975-92 war er als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors an verschiedenen Häusern in Deutschland tätig. Seit 1973 begann er auch als Gastdirigent Verpflichtungen für Oper, Ballett, Konzerte und Rundfunkproduktionen zu übernehmen, arbeitete mit vielen renommierten Regisseuren, Choreographen (u.a. John Neumeier) und Sängern. Er intensivierte diese Tätigkeit ab 1992, trat außerdem in verschiedenen Festivals in Deutschland und im gesamten europäischen Ausland, sowie Japan und Kanada als Gastdirigent auf.
Zu seinem Repertoire zählen nicht weniger als 90 verschiedene Opern, die er in über 1000 Aufführungen dirigierte, darunter auch zahlreiche Werke des 20. Jahrhunderts, von denen er eine ganze Anzahl als Uraufführung dirigierte.
Nikija
Ivy Amista
Solistin
Ivy Amista, geboren in Sao Paolo/ Brasilien, studierte an der dortigen Camilla Ballett-Schule. Nach der Teilnahme am IX. Seminario Internacional de danca in Brasilia, bei dem sie die Goldmedaille gewann, erhielt sie im Jahr 2001 ein Stipendium, um in München an der Ballettakademie/Heinz-Bosl-Stiftung ihre Ausbildung zu beenden.
Nach ihrem Examen wurde sie zur Spielzeit 2001/2002 als Mitglied des Bayerischen Staatsballetts übernommen.
Im Oktober 2001 wurde sie von der Heinz-Bosl-Stiftung eingeladen, Paquita unter der Leitung von Konstanze Vernon zu tanzen. 2004/2005 ernannte man sie zur Halbsolistin, zur Spielzeit 2007/2008 folgte die Beförderung zur Solistin.
In der Spielzeit 2003/2004 erarbeitete sie sich den Pas Fabergé, die Feen Fleur de Farine und Miettes qui tombent in Dornröschen(M. Petipa/I. Liška), die Sechs Tänze (J. Kylián), eine der Freundinnen in Raymonda (R. Barra), eine der drei Solo Damen im 2. Satz von Balanchines Brahms-Schönberg-Quartett und die Olympia in Die Kameliendame (J. Neumeier).
Zu Beginn der Spielzeit 2004/2005 debütierte sie in der Rolle der Prinzessin Florine in Dornröschen und tanzte im Juni 2005 zum ersten Mal die Titelpartie in La Bayadère (P. Bart), nachdem sie kurz zuvor bei der Wiederaufnahme des Balletts bereits in der ersten Schattenvariation zu sehen war.
Im Herbst 2005 wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Tanz ausgezeichnet.
Debuts 2006/2007
Pas de six in Giselle (P. Wright)
Charlotte, Verlobte des Prinzen in Schwanensee (R. Barra)
Odaliske und Gulnara in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Solopartie in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Debuts 2007/2008
Olga in Onegin (J. Cranko)
Solo-Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Solo-Paar im 3. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Große Fuge (H. van Manen)
Ebony Concerto (J. Cranko)
Debuts 2008/2009
Zweite Variation in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Dame in blau in Les Biches (B. Nijinska)
Manon Lescaut in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Gamzatti
Natalia Kalinitchenko
Erste Solistin
Natalia Kalinitchenko, geboren in Tadschikistan, aufgewachsen am Asovschen Meer, mit acht Jahren Hochtrapez- und Schlangenkind im Zirkus, wechselte als Zehnjährige von ihrer privaten Ballettschule in Yeysk an die staatliche Ballettschule in Kiew. Vorbereitet von Valery Kowtun, wurde sie bei zahlreichen Wettbewerben, wie etwa 1993 in Varna/Bulgarien und 1995 in Osaka/Japan, ausgezeichnet. Für ihr erstes Engagement wählte sie Kowtuns private Compagnie, in der sie die Hauptrollen in Nussknacker, Giselle, Schwanensee und Francesca da Rimini tanzte, ehe sie ein Jahr später an die Staatsoper Kiew wechselte. Dort wurde sie mit 18 Jahren Solistin. Nach ihrer siebten Spielzeit hatte sie nahezu alle klassischen Variationen und Hauptrollen getanzt und gewann 1999 beim Budapester Nurejew-Wettbewerb Bronze, sowie in Kiew den Grand Prix.
Im gleichen Jahr sah Youri Vamòs bei einer Gala in Düsseldorf in ihr die lang gesuchte Titania für seinen Sommernachtstraum und engagierte sie für das Ballett der Deutschen Oper am Rhein, bei dem sie viele Hauptrollen tanzte, u. a. in Ein Sommernachtstraum, in Dornröschen - die letzte Zarentochter und in Cinderella. 2003, als die Kritiker sie als "neuen Stern am NRW-Tanzhimmel" feierten, wechselte sie im September als Solistin zum Bayerischen Staatsballett.
Hier tanzte sie in ihrer ersten Spielzeit u. a. den Pas de quatre in Der Nussknacker (J. Neumeier), in Apollo und Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine), eine Solopartie in Jupiter-Sinfonie (J. Neumeier) sowie die Hermia in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier). In Ivan Liškas Neuproduktion von Marius Petipas Dornröschen tanzte sie sowohl eine Feenvariation als auch Prinzessin Florine sowie in der Ballettwoche 2004 die Titelrolle Aurora.
Zu Beginn der Spielzeit 2004/2005 debütierte sie als Julia in John Crankos Romeo und Julia. Zu ihren sieben weiteren Debüts dieser Saison gehörten der erste Pas de trois in Balanchines Agon, Prudence und Manon in John Neumeiers Kameliendame, wichtige Partien in Hans van Manens Fünf Tangos und Black Cake, ein zentrales Solo in Limb´s Theorem von William Forsythe und Gamzatti in La Bayadère.
Ivan Liška ernannte die vielseitige Künstlerin zu Beginn der Spielzeit 2005/2006 zur Ersten Solistin. Die Titelrolle in Ray Barras Raymonda nach Marius Petipa war ihr erstes Debüt der laufenden Saison. Es folgte eine kreierte Rolle in Jacopo Godanis Elemental und der Pas de quatre von Leonid Jacobson.
Debuts 2006/2007
Giselle (P. Wright)
Odette/Odile in Schwanensee (R. Barra)
Gulnara in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)
Solopartie in Chamber Symphony (L. Childs)
Die Frau in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Debuts 2007/2008
Tatjana in Onegin (J. Cranko)
Debuts 2008/2009
Weiße Dame in Raymonda (M. Petipa)
Solor
Alen Bottaini
Erster Solist Alen Bottaini, in Viareggio/Italien geboren, erhielt seine Ballettausbildung an der Schule seiner Mutter in Massacarrara. 1992 beendete er seine Ausbildung am Waganowa-Institut in St. Petersburg. Er sammelte künstlerische Erfahrungen in Monte Carlo und London und ist seit der Spielzeit 1993/94 Mitglied des Bayerischen Staatsballetts, seit der Saison 1999/2000 als Erster Solist.
Alen Bottaini tanzt alle männlichen Hauptrollen des Repertoires, u.a. Prinz Siegfried in
Schwanensee, Puck in
Ein Sommernachtstraum von John Neumeier, Albrecht in
Giselle, Colas in
La fille mal gardée (Ashton), Armand in John Neumeiers
Die Kameliendame, Prinz in Neumeiers
A Cinderella Story, Lenski in
Onegin, Mercutio und Romeo in John Crankos
Romeo und Julia, Goldenes Idol und Solor in
La Bayadère, Basilio in
Don Quijote, Des Grieux und Lescaut in Kenneth MacMillans
Manon, Abderakhman in
Raymonda und Petrucchio in Crankos
Der Widerspenstigen Zähmung. Zu Beginn der Spielzeit 2003/04 kam die Rolle des Günther in Neumeiers
Der Nussknacker hinzu, ebenso Prinz Désiré und der Blaue Vogel in
Dornröschen (M. Petipa/I. Liška).
Sein modernes Repertoire umfasst u.a.
Fearful Symmetries,
Zakouski (P. Martins),
Brief Fling (T. Tharp),
Sinfonietta und
Svadebka (J. Kylián)
Concertante,
Sarkasmen und
Solo (H. van Manen),
A Sort of... und
Apartment (M. Ek),
Tarantella,
Die Vier Temperamente und
Brahms-Schönberg Quartett (G. Balanchine),
Porträt Jiří Kylián und
Porträt John Neumeier. 1999 kreierte er den Mann von der See in Jean Grand-Maîtres
Emma. Er profilierte sich in diesem Bereich in Forsythes
Limb´s Theorem (Spielzeit 2004/2005), im
Portrait Hans van Manen, in dem er das Männersolo in
Fünf Tangos übernahm, wie
auch den ersten Pas de deux in
Black Cake. Außerdem glänzte er mit seiner Kreation in
Century Rolls von Davide Bombana 2006.
1996 erhielt Alen den Positano-Preis für den besten italienischen Tänzer im Ausland, außerdem die Goldmedaille der Herren und den Sonderpreis für künstlerische Interpretation beim Internationalen Ballettwettbewerb in Varna. Internationale Gastspiele führten ihn u.a. nach Italien, Japan, Frankreich, Kuba, Russland und Australien (mit Lisa-Maree Cullum 2004).
2008 wurde Alen Bottaini von Kulturminister Dr. Goppel zum Bayerischen Kammertänzer ernannt.
Debuts 2004/2005
Limb´s Theorem (W. Forsythe)
Five Tangos and
Solo (H. van Manen)
Debuts 2005/2006
Friseur in
Die silberne Rose (G. Murphy), Kreation
Century Rolls (D. Bombana), Kreation
My Way (S. Thoss)
Debuts 2006/2007
Birbanto, Ali und Konrad in
Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Debuts 2007/2008
Prospero in
Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Rotes Paar in
Katalyse (J. Cranko)
Debuts 2008/2009
Albrecht in
Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Erster Athlet in
Les Biches (B. Nijinska)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation
Goldenes Idol
Tigran Mikayelyan
Erster Solist
Tigran Mikayelyan wurde in Yerevan/ Armenien geboren. Hier begann er seine Tanzausbildung 1989 an der Armenischen Ballettschule Erewan, bevor er 1997 an die Schweizerische Ballettberufsschule SBBS in Zürich wechselte, in der er Stipendiat der Nurejew-Stiftung war. Sein erstes Engagement trat er 1998 beim Zürcher Ballett an, in dem er 1999 zum Halbsolisten und 2003 zum Solisten ernannt wurde. Hier tanzte er das gesamte Repertoire von Heinz Spoerli sowie die Rolle des Dorkon in Daphnis und Chloé, den Solo-Boy in Rubies, in Hans van Manens Solo und dessen Große Fuge sowie Allegro Brillante von George Balanchine.
Seit der Spielzeit 2005/2006 ist er als Solist beim Bayerischen Staatsballett engagiert. Sein Debüt gab er im Rahmen des China-Gastspiels im Oktober 2005 in Shanghai als Béranger in Raymonda (R. Barra). Seinen ersten Auftritt im Nationaltheater hatte er als Goldenes Idol in La Bayadère (P. Bart). Es folgten der Bauern-Pas de deux in Giselle (P: Wright), sowie Mercutio in Romeo und Julia (J. Cranko), mit dem er auch beim Staatsballett-Gastspiel in Venedig (September 2006) einen großen Erfolg feierte. Mit Beginn der Spielzeit 2007/2008 wurde Tigran Mikayelyan zum Ersten Solisten befördert.
Im Jahr 1997 gewann er den armenischen Ballettwettbewerb "Amadeus" und nur ein Jahr später beim Prix de Lausanne den Prix Niveau Professionell.
Im Frühjahr 2007 wurde Tigran Mikayelyan von seinem Heimatland zum "Honoured Artist of Armenia" ernannt, die höchste Auszeichung, die Künstlern seines Landes zuteil werden kann. Im Sommer 2007 erhielt er zudem den Theaterpreis des Münchner Merkurs. Mit der Partie des Ali in Le Corsaire wurde er im selben Jahr für den FAUST Theaterpreis nominiert.
Debuts 2006/2007
Elemental (J. Godani)
Limb's Theorem (W. Forsythe)
Prinz Siegfried in Schwanensee (R. Barra)
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Ali und Konrad in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)
Der Ewige in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Debuts 2007/2008
Antonio in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Große Fuge (H. v. Manen)
Solor in La Bayadère (Bart)
Adagio Hammerklavier (H. v. Manen)
Debuts 2008/2009
Vogel-Geister in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Erste Variation in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Des Grieux und Gaston Rieux in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylian), Kreation
Faun in L'après-midi d'un faune (V. Nijinsky)
Béranger in Raymonda (M. Petipa)
Debuts 2009/2010
Lenski in Onegin (J. Cranko)