Der fliegende Holländer - Biographien
Der fliegende Holländer
Richard Wagner
Nationaltheater
Donnerstag, 21. Mai 2009
Musikalische Leitung
Cornelius Meister
Cornelius Meister, geboren 1980 in Hannover, ist Generalmusikdirektor in Heidelberg und designierter Chefdirigent des Radio-Symphonieorchesters Wien. 2002 debütierte er an der Hamburgischen Staatsoper, 2004 an der Bayerischen Staatsoper, 2006 an der New National Opera Tokio. 2009 dirigierte er an der San Francisco Opera, an der Deutschen Oper Berlin, der Oper Basel, bei den Düsseldorfer und Bamberger Symphonikern sowie beim Orchestre de l’Opéra de Paris. Als Pianist ist er Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs und des Schleswig-Holstein Festivals. Als Dirigent erhielt er 2007 den „Preis für das beste Konzertprogramm“ des Deutschen Musikverleger-Verbands und einen „junge Ohren-Preis“ für seine Musikvermittlungsarbeit in Heidelberg. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2009/10:
Der fliegende Holländer.
Inszenierung
Peter Konwitschny
Peter Konwitschny, geboren in Frankfurt am Main, studierte Opernregie in Berlin. Ab 1980 inszenierte er an deutschen Bühnen, später auch in Basel, Graz, Paris, Wien und Barcelona. Bedeutung erlangte er bei der szenischen Interpretation von Opern Händels, mit der er ab 1984 eine Ära der Händelpflege in Halle begründete. Seine Interpretationen von Wagners
Parsifal und
Tristan und Isolde an der Bayerischen Staatsoper,
Tannhäuser in Dresden,
Lohengrin in Hamburg sowie Götterdämmerung in Stuttgart sind zentral in der Wagner-Rezeption der vergangenen 15 Jahre. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Freien Akademie der Künste zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste Dresden. Seit 2008 ist er Chefregisseur der Oper Leipzig. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper:
Tristan und Isolde,
Parsifal,
Der fliegende Holländer.
Bühne und Kostüme
Johannes Leiacker
wurde in Landshut geboren und absolvierte zunächst eine Tischlerlehre. Es folgte ein Design-Studium in Wiesbaden, und er wurde zunächst Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Frankfurt. Eigene Bühnenausstattungen am Schauspielhaus Düsseldorf, am Berliner Schillertheater und am Münchner Residenztheater. Opernausstattungen in Essen, Wiesbaden, Leipzig, Brüssel, Antwerpen, an der Dresdner Semperoper, der English National Opera, am Münchner Gärtnerplatztheater und bei der Münchener Biennale. Ausstattungen an der Bayerischen Staatsoper:
Parsifal (1995) und
Tristan und Isolde (1998),
Der fliegende Holländer (2006). Seit 2004 ist er Professor für Bühnenbild und Kostüme an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.
Licht
Michael Bauer
Michael Bauer, geboren in München, kam 1980 an die Bayerische Staatsoper, wo er zum Beleuchter ausgebildet wurde und seitdem tätig ist. Seit 1987 führten ihn eigene Arbeiten auch an andere Theater in Deutschland. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Licht an der Münchner Musikhochschule. Seit Januar 1998 ist er Leiter des Beleuchtungswesens an der Bayerischen Staatsoper. Lichtgestaltung an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2011/12: u.a.
Tosca,
Don Carlo,
Die Fledermaus,
Der fliegende Holländer,
Lʼelisir dʼamore,
Luisa Miller,
Medea in Corinto,
Mitridate, rè di Ponto.
Produktionsdramaturgie
Werner Hintze
Werner Hintze stammt aus Berlin, studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Über 15 Jahre hinweg arbeitete er kontinuierlich mit Peter Konwitschny, u.a. bei Händel-Opern und
Rigoletto an der Oper Halle,
Friedenstag an der Dresdner Semperoper,
Lohengrin,
Wozzeck,
Don Carlo in Hamburg, an der Bayerischen Staatsoper 1995 mit
Parsifal; 1998 folgte
Tristan und Isolde. Weiterhin war er als Dramaturg u.a. am Landestheater Halle sowie an den Opernhäusern von Dresden und Kopenhagen tätig. Seit 2003 ist er Chefdramaturg an der Komischen Oper Berlin.
Chöre
Andrés Máspero
Andrés Máspero wurde in Argentinien geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Buenos Aires und promovierte in den USA zum Doctor of Musical Arts. Wichtige Stationen seiner Laufbahn waren das Teatro Municipal in Rio de Janeiro (1978 bis 1982) und das Teatro Colón in Buenos Aires (1983 bis 1985). Anschließend arbeitete er bis 1990 an der Summer-Opera in Washington als Leiter des Chores und Korrepetitor und wechselte dann zur Dallas Opera, Texas. Von 1990 bis 1998 war er als Chordirektor am Teatro del Liceu in Barcelona tätig und im Anschluss in gleicher Position an der Oper Frankfurt. Von 2003 bis 2010 war er Chordirektor an der Bayerischen Staatsoper.
Daland
Matti Salminen
Matti Salminen, geboren in Turku/Finnland, studierte am Musikinstitut seiner Geburtsstadt und an der Sibelius-Akademie in Helsinki sowie in Italien und Deutschland. Bereits im Alter von 25 Jahren debütierte er als Philipp in Verdis Don Carlo an der Nationaloper Helsinki und war in den 70er Jahren in Köln engagiert. Seither führten ihn Gastspiele u.a. an die Mailänder Scala, die Opéra Paris, zu den Festspielen in Bayreuth, Salzburg und Savonlinna, an die Staatsoper Wien, die Londoner Royal Opera, Covent Garden, die Metropolitan Opera New York, nach Genf, Hamburg, Köln, Berlin, Düsseldorf, Zürich, Barcelona. Seit 2003 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2009/10: Daland (
Der fliegende Holländer), Philipp II. (
Don Carlo), Hermann (
Tannhäuser).
Senta
Anja Kampe
Anja Kampe studierte in Dresden sowie in Turin und debütierte in Deutschland als Freia und Gerhilde (
Der Ring des Nibelungen) bei den Bayreuther Festspielen. Es folgten Eva (
Die Meistersinger von Nürnberg) in Essen, Elsa (
Lohengrin) in Triest sowie Leonora (
Oberto) am Teatro alla Scala in Mailand. Die Partie der Senta (
Der fliegende Holländer) sang sie in Brüssel, München, Madrid, Tokio und London. Als Leonore in Fidelio debütierte sie 2007 in Los Angeles. Unter weiteren Engagements sind Sieglinde (
Die Walküre) in Washington, Lisa (
Pique Dame) in Antwerpen und Frankfurt, Donna Elvira (
Don Giovanni) in Venedig, Isolde (
Tristan und Isolde) in Glyndebourne sowie Elisabeth (
Tannhäuser) in Wien und Kundry (
Parsifal) in Barcelona zu nennen. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: Leonore (
Fidelio), Senta (
Der fliegende Holländer), Sieglinde (
Die Walküre).
Erik
Nikolai Schukoff
wurde in Graz geboren und absolvierte sein Studium am Mozarteum in Salzburg, wo er zum Abschluss mit der „Lilli Lehmann-Medaille“ ausgezeichnet wurde. Zunächst war er als Ensemblemitglied in Gelsenkirchen, Mannheim und Nürnberg engagiert. Während seiner Karriere erarbeitete er sich Partien wie Don Ottavio (
Don Giovanni), Tamino (
Die Zauberflöte), Canio (
I pagliacci), Jean (
Hérodiade), Don José (
Carmen), Max (
Der Freischütz), Siegmund (
Die Walküre) sowie Siegfried (
Götterdämmerung). Gastverpflichtungen führten ihn u.a. nach Salzburg, Lyon, Paris, Sydney, Lausanne, Wien, München, Kopenhagen, Rom, Madrid, Luzern und Leipzig. Als Konzertsänger arbeitete er u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem Orchestra dell’ Accademia di Santa Cecilia, dem Orchestre de Paris und dem Gewandhausorchester Leipzig. Partien an der Bayerischen Staatsoper: Narraboth (
Salome), Titelpartie (
Parsifal).
Mary
Julia Oesch
Julia Oesch studierte Musik u.a. in Frankfurt und an der Boston University und gewann internationale Preise. Seither hatte sie Auftritte u.a. an den Opernhäusern von Frankfurt, Wiesbaden, Karlsruhe, Cagliari, Rom, Verona, Venedig, Strasbourg, Paris, Wien, Linz, Zürich und Boston. Darüberhinaus gastierte sie beim Tanglewood Music Festival, Ravinia Festival, bei den Tiroler und Salzburger Festspielen sowie beim Festival in Aix-en-Provence. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Orfeo (
Orfeo ed Euridice), Hänsel (
Hänsel und Gretel) ebenso wie Erda, Fricka und Waltraute (
Der Ring des Nibelungen) sowie Konzertwerke von Händel, Bach und Verdi. In ihren Liederabenden widmet sie sich u.a. der neuen amerikanischen Musik. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2008/09: Mary (
Der fliegende Holländer).
Der Steuermann
Kevin Conners
Kevin Conners, geboren in East Rochester/New York, studierte an der Eastman School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum. Ab 1988 war er Mitglied des Opernstudios, 1990 wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper übernommen. Er widmet sich intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Internationale Gastverpflichtungen führten ihn u.a. 1995 als Monostatos (
Die Zauberflöte) an das Teatro alla Scala in Mailand sowie 2010 als Pedrillo (
Die Entführung aus dem Serail) an die Berliner Staatsoper. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2011/12: u.a. Franz/Cochenille/Pitichinaccio (
Les contes d'Hoffmann), Der Haushofmeister bei Faninal/Ein Wirt (
Der Rosenkavalier), Die Wedgwood-Teekanne/Das alte Männchen/Der Laubfrosch (
L’enfant et les sortilèges), Pang (
Turandot) Pedrillo, Monostatos, Steuermann (
Der fliegende Holländer), Andres (
Wozzeck).
Der Holländer
Bryn Terfel
Bryn Terfel stammt aus Wales. Er studierte an der Londoner Guildhall School of Music and Drama. Zu seinen Partien gehören die Titelpartie in
Le nozze di Figaro, Leporello und Masetto (
Don Giovanni), Jochanaan (
Salome), Dr. Miracle (
Les Contes d’Hoffmann), Scarpia (
Tosca), Wolfram (
Tannhäuser), Nick Shadow (
The Rake’s Progress) sowie die Titelpartie in
Falstaff. Bryn Terfel ist Gast an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt wie z.B. an der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera, am Londoner Royal Opera House, Covent Garden, in Paris, Wien, Chicago, San Francisco, Amsterdam und bei den Salzburger Festspielen. Auch als Konzert- und Liedsänger hat er sich einen Namen gemacht. An der Bayerischen Staatsoper sang er Jochanaan (
Salome) und war bei den Opern-Festspielen 2001 mit den Titelpartien in
Le nozze di Figaro und
Falstaff sowie einem Liederabend zu hören. In der Saison 2008/2009 tritt Terfel in der Titelpartie von Richard Wagners
Der fliegende Holländer auf.