Lucrezia Borgia - Inhaltsangabe

Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia.  Pavol Breslik, Edita Gruberova, Steven Humes Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia.  Emanuele D'Aguanno, Pavol Breslik, Franco Vassallo Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia.  Edita Gruberova

Lucrezia Borgia

Gaetano Donizetti
Felice Romani nach Victor Hugo

 

Prolog

In Venedig. Junge Männer erzählen sich Schauergeschichten vom Fluch, der auf den Borgias liegt und dass man sich vor ihnen in Acht nehmen soll, besonders vor der Giftmischerin Lucrezia. Die jungen Männer haben ihre Gründe: Lucrezia hat, so sagen sie, ihre Väter morden lassen. Gennaro ist der Einzelgänger innerhalb der Gruppe. Er kennt weder Vater noch Mutter.
Als ihm wie im Traum eine Frau erscheint, fasst er sofort Zutrauen zu ihr. Zärtlich wie eine Mutter umarmt ihn die Frau. Doch die Freunde wecken ihn: Die Frau, der er sich so nah fühlt, ist Lucrezia Borgia.


I. Akt

In Ferrara. Nachts. Am Hof des Duca D’Este und seiner Gemahlin Lucrezia Borgia. Gennaro hält sich mit seinen Freunden auf Einladung des venezianischen Gesandten mittlerweile in Ferrara auf. Spitzel, Räuber und Mörder umlagern sie. Der Duca D’Este vermutet in Gennaro einen Liebhaber seiner Frau. Selbst Gennaros Freunde provozieren ihn, er habe wohl ein Verhältnis mit der Borgia. Daraufhin zerstört dieser Lucrezias Wappen am herzoglichen Palast.
Lucrezia verlangt von ihrem Gatten, den Schuldigen töten zu lassen. Der Duca lässt Gennaro festnehmen und ihn Lucrezia vorführen. Lucrezia, die darauf bestanden hatte, den Schuldigen mit dem Tod zu bestrafen, wird von ihrem Mann gezwungen, Gennaro zu vergiften. In letzter Sekunde kann sie ihn mit Gegengift retten. Gennaro begreift nicht, was ihn immer wieder in die Nähe der Borgia zieht.


II. Akt

Stunden später in Ferrara. Wieder nachts. Gennaro will Ferrara verlassen. Doch Maffio Orsini erinnert ihn an einen Schwur: Sie wollten gemeinsam leben und sterben. Lucrezia lässt schließlich alle Freunde Gennaros vergiften, alle, die damals in Venedig ihren Lebenstraum zerstört haben: unerkannt von einem Menschen geliebt zu werden. Nun rächt sie sich und wird zu der Giftmischerin, die alle Welt schon immer in ihr gesehen hat. Doch ihre Rache trifft erneut auch den, den sie liebt: Gennaro. Diesmal lehnt er es ab, Gegengift zu nehmen. Sterbend erfährt er, was ihn zu der Borgia zog: Sie ist seine Mutter.

Christof Loy