Aida - Inhaltsangabe

Giuseppe Verdi: Aida. Kristin Lewis, Chor der Bayerischen Staatsoper Giuseppe Verdi: Aida. Marco Vratogna, Giacomo Prestia, Christian Van Horn, Kristin Lewis, Salvatore Giuseppe Verdi: Aida. Kristin Lewis

Aida

Giuseppe Verdi
Antonio Ghislanzoni nach Camille du Locle

 

Erster Akt
Das Gerücht, die Äthiopier hätten das Land angegriffen, lässt Radamès, den Hauptmann der ägyptischen Wache, davon träumen, als Feldherr das Heer anzuführen. Als siegreicher Krieger möchte er dann mit seiner heimlichen Geliebten Aida leben, die als kriegsgefangene Sklavin am ägyptischen Hof lebt. Aidas wahre Identität als äthiopische Königstochter ist ihm unbekannt. Amneris, die ägyptische Pharaonentochter, liebt Radamès und vermutet in Aida ihre Rivalin. Ein Bote bestätigt den Angriff der Äthiopier unter Führung ihres Königs Amonasro. Radamès wird zum Heeresführer ernannt. Der König und der Oberpriester Ramfis heizen gemeinsam die Kriegsbegeisterung der Ägypter an. Amneris wünscht sich, Radamès möge als Sieger zurückkehren. Aida stimmt in den Kriegstaumel ein, wird sich aber ihrer Worte bewusst, als sie allein zurückbleibt. Sie sieht eine Szene vor sich, wo Radamès ihren Vater im Krieg gefangen hat, und bittet die Götter um den Tod.
In einer feierlichen Zeremonie wird der Gott Phta gepriesen. Ramfis bittet ihn um das Kriegsglück und rüstet Radamès mit geweihten Waffen aus.

Zweiter Akt
Amneris lässt sich von kriegsgefangenen Sklavinnen für die Siegesfeier schmücken und mit einem Tanz amüsieren. Durch eine List bringt sie Aida dazu, ihre heimliche Liebe zuzugeben. Amneris gibt sich als Rivalin zu erkennen und löst in Aida gleichzeitig Stolz und Angst aus. Um ihre Überlegenheit zu zeigen, befiehlt sie Aida, sie zur Triumphfeier des gewonnenen Krieges zu begleiten.
Die Ägypter mit ihren Priestern und dem König versammeln sich zur Siegesfeier, bei der die Kriegsgefangenen vorgeführt werden, unter ihnen Amonasro. Als Aida ihn erblickt, bittet er sie, seine politische Position nicht zu verraten. Er täuscht eine falsche Identität vor und lässt die Ägypter glauben, der äthiopische König sei gefallen. Den ägyptischen König fleht er um Milde an. Ramfis und die Priester erinnern an den Willen der Götter, diese hätten die Gefangenen dem Tode geweiht. Als ihm der König einen freien Wunsch gewährt, bittet Radamès um Freiheit für die Gefangenen. Der König folgt schließlich dem Rat des Oberpriesters, Aida und ihren Vater als Pfand der Sicherheit nicht frei zu lassen. Er belohnt Radamès mit der Hand seiner Tochter. Amneris ist berauscht vor Freude, Aida ist hoffnungslos und verzweifelt. Insgeheim denkt Radamès, er könne Aida dem ägyptischen Thron vorziehen.

Dritter Akt
Am Vorabend der geplanten Hochzeit wird Amneris von Ramfis in den Tempel der Isis gebracht. Dort soll sie sich betend vorbereiten. In unmittelbarer Nähe ist Aida mit Radamès verabredet. Stattdessen kommt Amonasro, der von ihrer heimlichen Liebe weiß, und setzt sie unter Druck, Radamès den Kriegsplan zu entlocken. Als sie sich weigert, beschwört er ihre Vaterlandsliebe und droht, sie als Tochter zu verstoßen. Er versteckt sich und belauscht mit Aidas Wissen das folgende Gespräch zwischen ihr und Radamès. Sie zweifelt an seinem Plan, den König nach der nächsten Schlacht um ihre Hand zu bitten, und schlägt vor, gemeinsam zu fliehen. Sie bewegt ihn dazu, unabsichtlich den geheimen Kriegsplan, den Ort des erneuten Überfalls, zu verraten. Als Amonasro sich zu erkennen gibt, erfährt Radamès die wahre Herkunft seiner Geliebten. Er erkennt verzweifelt, was er getan hat. Amneris, Priester und Wachen kommen dazu. Radamès ermöglicht Aida und Amonasro die Flucht, er selbst stellt sich Ramfis.

Vierter Akt
Trotz seines Verrats liebt Amneris Radamès noch immer und möchte unbedingt dessen Leben retten. Sie will für ihn um Gnade flehen, wenn er Aida entsage. Doch Radamès weist sie zurück, er wünscht nur noch den Tod und wird als Vaterlandsverräter vor das Gericht der Priester geführt. Den Anschuldigungen begegnet er schweigend und wird dazu verurteilt, lebendig in der Gruft des Tempels eingeschlossen zu werden. Amneris verflucht die Priester und beteuert immer wieder Radamès’ Unschuld.
Radamès erwartet den Tod, da erblickt er Aida, die sich zu ihm geschlichen hat. Sie will in seinen Armen sterben. In ihrer Phantasie sehen sie, wie sich der Himmel öffnet. In seinen Armen sinkt Aida zusammen. Amneris erfleht Frieden für Radamès.

© Bayerische Staatsoper