L'elisir d'amore - Inhaltsangabe

L'elisir d'amore: Pavol Breslik, Nino Machaidze L'elisir d'amore: Erwin Schrott, Chor der Bayerischen Staatsoper Gaetano Donizetti: L'elisir d'amore. Giuseppe Filianoti, Nino Machaidze

L'elisir d'amore

Gaetano Donizetti
Felice Romani nach Augustin Eugène Scribe zu der Oper Le Philtre von Daniel François Esprit Aubert

 

Erster Akt

Nemorino ist in Adina verliebt, doch kann er sich niemandem anvertrauen, schon gar nicht seiner Angebeten Adina. Er ist voller Bewunderung ihr gegenüber: Sie erscheint ihm gebildet, klug – und vor allem unendlich schön. Er selbst hält sich jedoch für dumm und mittellos. Sie hingegen kümmert sich um ihr neuestes Buch: Tristan und Isolde. Zudem findet sie gefallen am Soldaten Belcore, der mit seinen Kameraden die Gegend belagert. Belcore zögert nicht, Adina bei der ersten Begegnung sogleich einen Heiratsantrag zu unterbreiten – morgen Hochzeit, übermorgen wieder aufs Schlachtfeld… Nun muss Nemorino handeln: Er gibt sich einen Ruck und offenbart Adina seine Liebe. Sie jedoch weist seine Gefühle zurück. Er solle sich lieber um seinen alten und kranken Onkel kümmern.

Doch für Nemorino erscheint ein Hoffnungsschimmer am Horizont in Person Dulcamaras, der behauptet, mit seinen Tränken alle Leiden der Welt heilen zu können. Nemorino erkundigt sich bei Dulcamara nach dem Zaubertrank, den er aus Adinas Geschichte von Tristan und Isolde kennt. Dulcamara, der sich kein Geschäft entgehen lässt, verkauft dem überglücklichen Nemorino einen Liebestrank. Er verspricht ihm, innerhalb eines Tages werde das Ziel seiner Leidenschaft ihm gehören. Kaum hat Nemorino von dem Elixier getrunken – es ist reiner Bordeaux – steigt sein Selbstbewusstsein. Nun fürchtet Nemorino auch nicht mehr die drohende Hochzeit Adinas. Die Wandlung in Nemorino löst in Adina nur Trotz aus. Sie beschließt, Belcore noch am selben Tag zu heiraten. Nemorino ist entsetzt, sieht er doch die Zeit zu seinen Ungunsten davonlaufen.

 

Zweiter Akt

Zu den anstehenden Hochzeitsfeierlichkeiten will Dulcamara eine kleine Barcarole mit Adina zum Besten geben: Sie erzählt von einem Senator, dem es nicht gelingt, die Gondoliera Nina zu einer Heirat zu bewegen. Sie zieht den mittellosen Jüngling Zanetto vor.

Nemorino – unter Zeitdruck – bittet Dulcamara um eine weitere Dosis des Elixiers. Doch Dulcamara will diese nicht unter dem Preis von 20 Scudi verkaufen. Soviel besitzt Nemorino nicht mehr. Belcore, der eine gute Möglichkeit sieht, seinen Gegenspieler aus dem Feld zu schlagen, bietet Nemorino 20 Scudi dafür, dass er beim Militär anheuert. Ohne Zögern geht Nemorino darauf ein.

Als sich das Gerücht verbreitet, Nemorino habe seinen gerade verstorbenen Onkel beerbt und sei nun reich, ist er plötzlich eine begehrte Partie. Nemorino, selbst noch unwissend, führt das erstaunliche Verhalten der Dorfmädchen auf die gerade erstandene und verzehrte Portion Elixier zurück. Adina, die von Nemorinos Reichtum nichts ahnt, wundert sich, Nemorino von allen umschwärmt zu sehen – sie erfährt von Dulcamara den vermeintlichen Grund für Nemorinos erneutes Aufblühen: das Elixier. Er bietet auch ihr seinen Wundertrank an, doch sie winkt dankend ab: Sie verlasse sich lieber auf ihren Verstand. Aus Mitleid mit Nemorino kauft sie ihn von seiner Militärpflicht frei. Nemorino will aber lieber im Krieg sterben, als ohne Adina zu leben. Endlich bekennt sich Adina auch zu ihren Gefühlen zu Nemorino und löst ihre Bindung mit Belcore, dem nichts anderes übrig bleibt, als seinen Marschbefehl in den Krieg zu folgen. Der überglückliche Nemorino führt seinen unerwarteten Erfolg auf den Trank Dulcamaras zurück – und auch dieser ist ganz verblüfft von dem Wundern, das sein Elixir bewirkt hat.