Medea in Corinto - Inhaltsangabe

G.S. Mayr: Medea in Corinto. Nadja Michael (Medea) G.S. Mayr: Medea in Corinto. R. Vargas, A. Miles, E. Tsallagova, O. Exner, F. Petrozzi, Chor der Bay G.S. Mayr: Medea in Corinto. Medea (Nadja Michael), Giasone (Ramón Vargas), Denys Mogylyov (Amor)

Medea in Corinto

Giovanni Simone Mayr
Felice Romani

 

Erster Akt

Die korinthische Königstochter Creusa bangt um ihre Zukunft mit dem mächtigen Krieger Giasone. Dieser hatte ihr die Ehe versprochen, obwohl sie mit dem athenischen König Egeo verlobt und Giasone selbst mit Medea verheiratet ist, von der er zwei Kinder hat. Zudem wird Korinth von den Kolchern belagert, da Giasone mit Hilfe Medeas den Kolcher-König Pelias umgebracht hat. Acasto, Sohn des ermordeten Pelias, hat daher den Korinther-König Creonte aufgefordert, Medea und Giasone die Zuflucht zu verwehren und aus Korinth zu vertreiben. Doch es gelingt, einen Frieden auszuhandeln – um einen Preis: Giasone müsse Medea und diese Korinth verlassen. Creonte befiehlt daher die Verbannung Medeas und die Vorbereitungen für die Hochzeitsfeierlichkeiten seiner Tochter mit Giasone.

Medea fordert von den Göttern Gerechtigkeit für den Treuebruch Giasones. Dieser rechtfertigt hingegen sein Verhalten, indem er behauptet, allein so das Leben Medeas und der Kinder vor der Rache Acastos schützen zu können. Gegenüber Medea zeigt er kein Verständnis, habe sie doch selbst genug Verbrechen auf sich geladen und solle sich daher fern von ihrer Vergangenheit eine neue Zukunft schaffen.
Dem athenischen König Egeo sind Gerüchte zu Ohren gekommen, seine Verlobte Creusa solle Giasone heiraten. Als sich die Befürchtungen bestätigen, beschließt Egeo, die Hochzeit mit allen Mitteln zu verhindern. Medea und Egeo unterbrechen mit Gewalt die Hochzeitsfeierlichkeiten und wollen Giasone und Creonte zur Rede wegen deren Wortbruch stellen. Die Situation eskaliert, als Egeo versucht, Creusa zu entführen.

 

Zweiter Akt

Creusa ist dem Anschlag entkommen, und Giasone ist es gelungen, Egeo zu überwältigen und zu inhaftieren. Creonte will daher unverzüglich die Hochzeitszeremonie fortsetzen.
Medea ruft jedoch nach dem Beistand der Götter der Unterwelt – sie will sich einzig der Rache widmen. Sie beschließt, sich grausam an Creusa und Giasone zu rächen.

Creusa, die trotz allem Mitgefühl mit Medea empfindet, bittet ihren Vater, Medeas letzten Wunsch nicht zu verwehren: Sie möchte vor ihrer Verbannung Abschied von ihren Kindern nehmen. Als Beweis ihres Wandels habe Medea ihr ein wertvolles Kleid zum Geschenk gemacht. Creonte stimmt zu. Giasone und Creusa hoffen so, endlich die Konflikte zu überwinden.

Medea findet in Egeo einen Verbündeten. Sie verhilft ihm zur Flucht. Er will sie bei allen Racheplänen unterstützen und verspricht ihr Asyl in Athen.

Giasone ist glücklich: Endlich ist die Ehe mit Creusa vollzogen. Doch er muss erkennen, dass das Geschenk Medeas eine List war. Creusa stirbt von dem vergifteten Kleid. Nichts kann Giasones Wut bändigen. Als Medea Giasones und ihre Kinder tötet, versucht er, sich das Leben zu nehmen, wird aber zurückgehalten.

Medea flieht.