I Capuleti e i Montecchi - Inhaltsangabe

I Capuleti e i Montecchi: Silvia Tro Santafé, Ekaterina Siurina I Capuleti e i Montecchi. Männerchor der Bayerischen Staatsoper I Capuleti e i Montecchi: Ekaterina Siurina, Silvia Tro Santafé

I Capuleti e i Montecchi

Vincenzo Bellini
Felice Romani

 

Erster Akt

Capellio trauert um seinen Sohn, der von Romeo, Sohn der verfeindeten Montecchi, im Kampf getötet wurde. Tebaldo hat das Vertrauen Capellios gewinnen können. Dieser verspricht ihm seine Tochter Giulietta zur Frau. Der Arzt Lorenzo soll Giulietta darauf vorbereiten, noch am gleichen Tag mit Tebaldo vor den Traualtar zu ziehen. Lorenzo jedoch weiß als einziger, dass Giulietta sich in den verfeindeten Romeo verliebt hat und beide gemeinsam einen Ausweg aus der Familienfehde suchen.

Ein unerkannter Botschafter des Feindes, der niemand anderes als Romeo selbst ist, unterbreitet Capellio ein ungewöhnliches Friedensangebot: Als Zeichen der Aussöhnung möge er seine Tochter Giulietta dem Sohn der Montecchi, Romeo, zur Frau geben und damit den Frieden besiegeln. Capellio weist das Angebot als pure Provokation zurück.

Giulietta hingegen hat die Botschaft ihrer Vermählung mit Tebaldo verstört aufgenommen. Lorenzo kann sie beruhigen: Romeo sei unerkannt in die Stadt gelangt und wolle sie treffen. Romeo, den die Ablehnung des Friedensangebots niedergeschlagen hat, sieht nur noch einen Ausweg in der gemeinsamen Flucht und ein Leben in der Fremde, wo die Familienstreitigkeiten keine Rolle mehr spielen. Dazu kann sich Giulietta allerdings nicht entschließen. Sie schickt Romeo fort.

Während der Hochzeitsvorbereitungen mit Tebaldo vertraut Romeo Lorenzo an, seine Anhänger seien in die Stadt gelangt und jederzeit zum Kampf bereit. Die Tarnung droht, jederzeit aufzufliegen. Doch noch immer weigert sich Giulietta mit Romeo zu fliehen. Als Romeo von Tebaldo und Capulet als Feind gestellt wird, gibt er sich zu erkennen, kann aber entkommen.

Zweiter Akt

Giulietta ist unsicher über den Verbleib ihres Geliebten. Lorenzo kann sie beruhigen: Romeo ist in Sicherheit. Doch um ihrer Heirat zu entkommen schlägt er vor, sie solle ein Mittel einnehmen, das einen todesähnlichen Schlaf bewirke. Verunsichert ringt sie sich durch, ihren Tod vorzutäuschen. Ihr Vater ordnet hingegen an, Lorenzo zu überschatten, der somit nicht mehr Romeo von seinem Plan berichten kann.

Romeo ist in die Stadt zurückgekehrt und wird von Tebaldo zum Zweikampf aufgefordert. Doch ein Trauerchor kündet vom Tode Giuliettas. Romeo und Tebaldo sind beide verzweifelt.

Um seine Liebe zu betrauern hat sich Romeo zum Grab Giuliettas begeben. Beim Anblick der Toten kann er nicht mehr an sich halten und vergiftet sich selbst. Als Giulietta aus ihrem Scheintod erwacht erkennen sie die fatale Verstickung. Giulietta will ihrem Geliebten in den Tod folgen.

Lorenzo klagt Vater Capellio als Doppelmörder an.