Fidelio - Inhaltsangabe

Fidelio. Anja Kampe, Jonas Kaufmann, Steven Humes, Laura Tatulescu, Franz-Josef Selig, Jussi Myllys, Fidelio. Anja Kampe (Leonore) Fidelio. Jussi Myllys, Laura Tatulescu, Anja Kampe, Chor der Bayerischen Staatsoper

Fidelio

Ludwig van Beethoven
Joseph Sonnleithner nach Revisionen von Georg Friedrich Treitschke nach Jean-Nicolas Bouillys Libretto Léonore, ou L'Amour conjugal

 

Florestan ist verschwunden. Leonore, seine Frau, sucht ihn. Sie will ihn retten. Pizarro, sein Feind, hat ihn verfolgt. Er will ihn töten.

1. Aufzug

Leonore vermutet ihren Mann Florestan in Pizarros Machtbereich. Sie nimmt eine andere Identität an und verschafft sich unter dem Namen Fidelio eine Anstellung bei Rocco, der als Wärter in Pizarros Gefängnis arbeitet.

Marzelline, Roccos Tochter, hat sich in Fidelio verliebt. Ihr Verehrer Jaquino, ebenso Angestellter Roccos, ist ihr seitdem ein lästiges Anhängsel, das es los zu werden gilt. Rocco ist davon überzeugt, dass zum Glücklichsein nicht nur Liebe, sondern auch Geld nötig ist. Er stellt sich auf die Seite seiner Tochter und unterstützt ihr neues Liebesvorhaben. Marzelline sieht bereits die Erfüllung ihrer Träume vor sich: glücklich verliebt an der Seite von Fidelio ihr Leben zu verbringen. Durch das gewonnene Vertrauen von Vater und Tochter hofft sich auch Leonore ihrem Ziel näher, Florestan zu finden. Für Jaquino hingegen bricht eine Welt zusammen.
Pizarros Vorgesetzter Fernando will das Gefängnis inspizieren, weil ihm zu Ohren gekommen ist, dass dort Menschen unrechtmäßig festgehalten werden. Pizarro stimmt sich auf seinen Racheplan ein: Florestan muss noch vor Ankunft Fernandos beseitigt werden. Erledigen soll dies Rocco – natürlich gegen gute Bezahlung. Rocco weigert sich zwar zu morden, doch folgt er seiner Pflicht, als Pizarro ihm den Befehl zur Mithilfe zum Mord erteilt.

Leonore, die das Gespräch zwischen Pizarro und Rocco belauscht hat, ist nun zu allem entschlossen. Sie gewährt den Gefangenen Hofgang, doch unter den verzweifelten, lebensmüden Gestalten kann sie ihren Gatten nicht finden. Deshalb überredet sie Rocco, sie mit in die unterirdischen Gefängnisse zu nehmen, wo sie Florestan vermutet.

Pizarro befiehlt zornig, die Gefangenen wieder einzusperren. Rocco stellt sich schützend vor Marzelline und Leonore. In Anbetracht des Komplotts, Florestan zu beseitigen, sieht Pizarro von einer Bestrafung Roccos für dessen befehlswidriges Handeln ab.

2. Aufzug

Florestan beklagt sein Schicksal. Gleichsam halluzinatorisch erscheint ihm in der Erinnerung das Bild Leonores als rettender Engel.

Rocco und Fidelio steigen hinab zu dem Gefangenen und beginnen mit den Mordvorbereitungen. Entsetzt und hoffnungsvoll zugleich erkennt Leonore in ihm ihren Ehemann. Pizarro erscheint, um Florestan zu töten. Fidelio kann im letzten Moment durch ihr mutiges Dazwischentreten den Mord verhindern und gibt sich als Florestans Gattin zu erkennen, als ein Trompetensignal Fernandos Ankunft verkündet.

Die Gerechtigkeit wird hergestellt und bejubelt: Fernando gibt seinem tot geglaubten Freund Florestan und allen anderen Gefangenen die Freiheit. Pizarro wird bestraft.