Ariodante - Inhaltsangabe

Georg Friedrich Händel: Ariodante Georg Friedrich Händel: Ariodante Georg Friedrich Händel: Ariodante

Ariodante

Georg Friedrich Händel
Unbekannter Librettist nach einem Text von Antonio Salvi

 

I. Akt

Prinzessin Ginevra liebt den Ritter Ariodante. Ihr Vater, der König von Schottland, akzeptiert Ariodante als Schwiegersohn und als seinen Nachfolger. Polinesso, Herzog von Albany, trachtet seinerseits nach dem Thron, wird jedoch von Ginevra abgewiesen.

Dalinda, Ginevras Vertraute, ist in Polinesso verliebt. Die aufrichtige Liebe von Ariodantes Bruder Lurcanio weist sie zurück. Polinesso will nun Dalinda als Werkzeug benutzen, um seinen Thronrivalen Ariodante zu beseitigen. Er verspricht Dalinda, sie zu erhören, wenn sie, als Ginevra verkleidet, ihn nachts in die Gemächer der Prinzessin einläßt.

 

II. Akt

Ariodante erzählt Polinesso von seiner bevorstehenden Hochzeit mit Ginevra. Polinesso behauptet, Ginevras bereits mehrfach erhörter Liebhaber zu sein. Als Dalinda verabredungsgemäß in Ginevras Kleidern erscheint und sich mit Polinesso entfernt, glaubt Ariodante den Lügen des Herzogs. Verzweifelt über die offensichtliche Untreue seiner Braut will er sich das Leben nehmen. Lurcanio, der die Szene beobachtet hat, hält ihn zurück: Wenn jemand den Tod verdient habe, dann die treulose Ginevra.

Der König ruft Ariodante zum Thronerben aus. Odoardo, ein Untergebener des Königs, überbringt die Nachricht, Ariodante habe sich ins Meer gestürzt. Lurcanio beschuldigt Ginevra, durch ihre Untreue den Tod seines Bruders verursacht zu haben. Der König verstößt seine Tochter, die sich die Anschuldigungen gegen sie nicht erklären kann. Halb wahnsinnig wird sie von Alpträumen gequält und sehnt den Tod herbei.

 

III. Akt

Ariodante hat seinen Selbstmordversuch überlebt. Er rettet Dalinda vor zwei von Polinesso gedungenen Mördern. Dalinda klärt Ariodante über den wahren Sachverhalt der Intrige des Herzogs auf.

Der König wartet auf einen Ritter, der gegen den Ankläger Lurcanio in einem Gottesurteil für die Ehre Ginevras kämpfen will. Polinesso stellt sich zum Kampf; da er Ariodante tot glaubt, stünde im Falle seines Sieges einer Hochzeit mit Ginevra nichts mehr im Wege. Im Zweikampf wird Polinesso von Lurcanio tödlich verwundet und bekennt sterbend seinen Betrug.

Ariodante kehrt an den Hof des Königs zurück und verkündet Ginevras Unschuld. Auch bittet er um Gnade für die Mittäterin Dalinda. Lurcanio versichert Dalinda, sie immer noch zu lieben; erst nach einigem Zögern will sie diesen neuen Versuch wagen. Ginevra wird von ihrem Vater von aller Schuld freigesprochen und mit Ariodante vereinigt.

© Bayerische Staatsoper