Rigoletto (Inszenierung 2005) - Inhaltsangabe

Giuseppe Verdi: Rigoletto. Mark Delavan, Diana Damrau Giuseppe Verdi: Rigoletto Giuseppe Verdi: Rigoletto. Mark Delavan

Rigoletto (Inszenierung 2005)

Giuseppe Verdi
Francesco Maria Piave

 

Erster Akt

Auf einem ausschweifenden Fest berichtet der Herzog seinem Gefolge von einem unbekannten Mädchen, das er seit drei Monaten regelmäßig trifft und das er nun endlich erobern will. Doch zunächst fasziniert ihn die schöne Gräfin Ceprano. In Gegenwart ihres Gatten, des Grafen Ceprano, macht der Herzog ihr ungeniert den Hof. Sein Günstling Rigoletto gefällt sich daran, den betrogenen Ehemann zu verhöhnen.
Zur allgemeinen Erheiterung verbreitet Marullo die Neuigkeit, dass der Außenseiter Rigoletto eine Geliebte habe. Als Rigoletto dem Herzog zynisch rät, den Grafen Ceprano ins Gefängnis werfen oder sogar hinrichten zu lassen, um sich ungestört mit dessen Gattin vergnügen zu können, beschließen die Männer um Ceprano, dem unverschämten Rigoletto eine Lektion zu erteilen.

Der Graf Monterone unterbricht das Fest. Er will den Herzog, der seine Tochter geschändet hat, zur Rechenschaft ziehen. Rigolettos Spott macht auch vor ihm nicht halt. In höchstem Zorn verflucht Monterone den Herzog  und seinen Günstling Rigoletto.

Rigoletto trifft den Auftragsmörder Sparafucile, der ihm bedeutet, dass er, Rigoletto, seine Dienste bald brauchen werde. Der Gedanke an Monterones Fluch verfolgt Rigoletto. Seine Sorge gilt der Tochter Gilda, die er versteckt hält und durch Giovanna beaufsichtigen lässt.

Gilda erzählt Giovanna von dem jungen Mann, der ihr seit einiger Zeit folgt und in den sie sich verliebt hat. Plötzlich steht dieser junge Mann neben ihr. Er gibt sich als armer Student aus und überwältigt sie mit einer glühenden Liebeserklärung. Ihre Zweisamkeit wird gestört. Der Herzog verschwindet, und Gilda folgt ihm in ihren Gedanken.

Die Anhänger des Herzogs wollen Gilda entführen. Dem unverhofft zurückkehrenden Rigoletto reden sie ein, es auf die Gräfin Ceprano abgesehen zu haben. Sie bringen Rigoletto dazu, ihnen bei der Entführung der eigenen Tochter zu helfen. Zu spät erkennt Rigoletto, dass er getäuscht wurde.

 

Zweiter Akt

Der Herzog ist aufgebracht, weil Gilda entführt wurde. Als die Entführer ihm stolz ihre Beute präsentieren, nimmt er Gilda unter seinen Schutz.

Rigoletto sucht nach seiner Tochter. Ihm wird klar, dass sie beim Herzog ist.

Verstört und voller Scham begegnet Gilda dem Vater. Nur ihm will sie gestehen, was sich ereignet hat. Rigoletto beschließt, sich zu rächen.

 

Dritter Akt

Rigoletto begibt sich mit Gilda, die er nicht von ihrer Liebe zu dem Herzog abbringen kann, zu Sparafucile. Mit der Hilfe Maddalenas, der schönen Schwester Sparafuciles, wird der Herzog angelockt. Rigoletto lässt Gilda Zeuge werden, wie der Herzog Maddalena verführt.  Er schickt die Tochter fort, um mit Sparafucile zu verhandeln.

Gilda kehrt heimlich zurück. Sie belauscht  ein Gespräch zwischen Maddalena und Sparafucile und erfährt von dem Mordplan. Maddalena will den Herzog schützen. Doch Sparafucile, der Rigoletto im Wort ist, hält daran fest, den Herzog zu töten, es sei denn, dass sich noch in dieser Nacht ein Fremder zu ihnen verirrte. Gilda ist bereit, sich für den Herzog zu opfern.

Um Mitternacht übergibt Sparafucile Rigoletto einen Sack mit der Leiche. Rigoletto triumphiert. Erst als er die Stimme des Herzogs hört, erkennt er, dass er seine Tochter ermordet in den Händen hält. Der Fluch Monterones hat ihn getroffen.


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