Erster Akt
Auf einem ausschweifenden Fest berichtet der Herzog seinem Gefolge von einem unbekannten Mädchen, das er seit drei Monaten regelmäßig trifft und das er nun endlich erobern will. Doch zunächst fasziniert ihn die schöne Gräfin Ceprano. In Gegenwart ihres Gatten, des Grafen Ceprano, macht der Herzog ihr ungeniert den Hof. Sein Günstling Rigoletto gefällt sich daran, den betrogenen Ehemann zu verhöhnen.
Zur allgemeinen Erheiterung verbreitet Marullo die Neuigkeit, dass der Außenseiter Rigoletto eine Geliebte habe. Als Rigoletto dem Herzog zynisch rät, den Grafen Ceprano ins Gefängnis werfen oder sogar hinrichten zu lassen, um sich ungestört mit dessen Gattin vergnügen zu können, beschließen die Männer um Ceprano, dem unverschämten Rigoletto eine Lektion zu erteilen.
Der Graf Monterone unterbricht das Fest. Er will den Herzog, der seine Tochter geschändet hat, zur Rechenschaft ziehen. Rigolettos Spott macht auch vor ihm nicht halt. In höchstem Zorn verflucht Monterone den Herzog und seinen Günstling Rigoletto.
Rigoletto trifft den Auftragsmörder Sparafucile, der ihm bedeutet, dass er, Rigoletto, seine Dienste bald brauchen werde. Der Gedanke an Monterones Fluch verfolgt Rigoletto. Seine Sorge gilt der Tochter Gilda, die er versteckt hält und durch Giovanna beaufsichtigen lässt.
Gilda erzählt Giovanna von dem jungen Mann, der ihr seit einiger Zeit folgt und in den sie sich verliebt hat. Plötzlich steht dieser junge Mann neben ihr. Er gibt sich als armer Student aus und überwältigt sie mit einer glühenden Liebeserklärung. Ihre Zweisamkeit wird gestört. Der Herzog verschwindet, und Gilda folgt ihm in ihren Gedanken.
Die Anhänger des Herzogs wollen Gilda entführen. Dem unverhofft zurückkehrenden Rigoletto reden sie ein, es auf die Gräfin Ceprano abgesehen zu haben. Sie bringen Rigoletto dazu, ihnen bei der Entführung der eigenen Tochter zu helfen. Zu spät erkennt Rigoletto, dass er getäuscht wurde.