Simplicius Simplicissimus - Inhaltsangabe

Simplicius Simplicissimus: Claudia Mahnke

Simplicius Simplicissimus

Karl Amadeus Hartmann
Hermann Scherchen, Wolfgang Petzet und Karl Amadeus Hartmann nach dem Roman "Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" von Jakob Christoffel von Grimmelshausen

 

Introduktion

Bericht vom Dreißigjährigen Krieg. Inmitten dieses Krieges lebt ein Kind, das später Simplicius Simplicissimus genannt wird.

 

Erste Szene

Der junge Simplicius lebt bei einem Bauern, dessen Schafe er hüten soll. Der Bauer schärft ihm ein, Sackpfeife zu spielen, um den Wolf zu verjagen. Der Knabe schläft ein und sieht im Traum einen allegorischen Lebensbaum. Als er erwacht, steht vor ihm ein Landsknecht, den der Junge für den Wolf hält. Der Landsknecht will den Weg zum Hof wissen. Der Bauer stürzt auf die Szene und warnt Simplicius vor den marodierenden Landsknechten. Der Chor beschreibt die Zerstörung der Höfe und die Folterung und Ermordung der Bauern.

 

Zweite Szene

Simplicius, der sich retten konnte, trifft auf einen Einsiedler, der ihn bei sich aufnimmt und ihn unterrichtet. Zwei Jahre vergehen, in denen Simplicius bei dem Einsiedel lebt und von ihm lernt. Als der Einsiedel sein Ende kommen fühlt, legt er sich in sein Grab und stirbt, nachdem er von seinem Zögling Abschied genommen hat. Simplicius, der das Grab wieder zuschaufeln soll, bricht zusammen.

 

Dritte Szene

Simplicius wird einem Gouverneur und seiner Gesellschaft vorgeführt. Zuerst enttäuscht über die magere Beute, findet der Gouverneur Spaß an dem Burschen, der immer die Wahrheit sagt, wie er es von dem Einsiedler gelernt hat. Der Gouverneur ernennt ihn zu seinem Hofnarren und lässt ihn eine Rede halten. Simplicius erinnert sich seines Traumes vom Lebensbaum und deutet ihn als Zeichen für die Ausbeutung der unteren Stände durch die oberen. Simplicius glaubt, bereits den Schritt der Unterdrückten bei ihrem Marsch gegen die Beherrscher zu hören. Die Erscheinung wird Wirklichkeit, Bauern stürzen herein und machen alles nieder. Nur Simplicius, den die Bauern nicht einmal für wert halten, umgebracht zu werden, bleibt allein zurück.