Die verkaufte Braut - Inhaltsangabe

Ulrich Reß, Irmgard Vilsmaier Petra-Maria Schnitzer, Peter Seiffert Die verkaufte Braut

Die verkaufte Braut

Bedrich Smetana
Karel Sabina

 

I. Akt

Im Dorf geht ein Arbeitstag zu Ende. Marenka, Tochter des Bauern Krusina und seiner Frau Ludmila, und der zugereiste Knecht Jeník sind ineinander verliebt. Krusina aber hat seine Tochter dem Sohn des Gutsbesitzers Mícha versprochen, um sich auf diese Weise seiner Schulden bei ihm zu entledigen. Mícha hat zwei Söhne: Der eine aus erster Ehe wurde von der Stiefmutter Háta aus dem Haus geekelt und gilt seitdem als verschollen. Aus seiner zweiten Ehe stammt der Sohn Vasek. Diesen soll nun Marenka heiraten.

Heiratsvermittler Kecal hat die Verhandlungen zwischen den Parteien aufgenommen. Er versucht, Marenkas Eltern von den angeblichen Vorzügen ihres zukünftigen Schwiegersohns zu überzeugen. Marenka will sich auf nichts einlassen und beteuert ihre Liebe zu Jeník. Die Dorfbewohner beschließen den Feierabend mit einer Polka.


 

II. Akt

Die Bauern sitzen beim Bier. Vasek fürchtet sich vor der Heirat. Er trifft Marenka, die er vorher nie gesehen hat. Sie gibt sich ihm nicht zu erkennen und schildert ihm die Braut, die seine Eltern ihm zugedacht haben, als hinterhältige und gemeine Person. Sie bringt Vasek dazu, ihr zu schwören, diese Braut nicht zu heiraten.


 

Kecal schlägt Jeník einen Handel vor: Für die Summe von dreihundert Gulden soll er seine Geliebte freigeben und verschwinden. Jeník nimmt an unter der Bedingung, daß Marenka nur den Sohn des Mícha und keinen anderen heiraten dürfe. Vor Krusina und den empörten Dorfbewohnern wird der Vertrag geschlossen.

 

III. Akt

Vasek ist völlig durcheinander. Ein Wanderzirkus kündigt seine Vorstellung an. Die Tänzerin Esmeralda macht auf Vasek einen tiefen Eindruck. Er läßt sich von ihr überreden, für den betrunkenen Darsteller des Tanzbären einzuspringen. Zum Entsetzen seiner Eltern und Kecals weigert sich Vasek, den Vertrag zu unterschreiben und Marenka zu heiraten.


 

Marenka kann Jeníks Betrug nicht glauben. Doch da er den Verkauf ihr gegenüber nicht leugnet, will sie nun aus Trotz Vasek nehmen.

 

Mícha erkennt in Jeník seinen verschollen geglaubten Sohn. Laut Vertrag hat Jeník als Míchas Sohn ebenso viel Anrecht auf Marenkas Hand wie Vasek. Marenka entscheidet sich für Jeník. Háta und Kecal haben das Nachsehen und geben sich geschlagen. Vasek erscheint zur Überraschung der Dorfgemeinschaft im Kostüm des Bären. Mícha gibt dem Paar seinen Segen. Das Dorf sieht gespannt der Hochzeit Jeníks und seiner "verkauften Braut" entgegen.

© Bayerische Staatsoper