Rusalka - Inhaltsangabe

Rusalka (Krístīne Opolaís) Rusalka - Georg Zeppenfeld (Wassermann) und Kristīne Opolais (Rusalka) Rusalka: Kristīne Opolais (Rusalka) und Chor der Bayerischen Staatsoper

Rusalka

Antonín Dvořák
Jaroslav Kvapil

 

Die Figuren in Antonín Dvořáks Oper tragen keine eigenen Namen, sie heißen wie ihr Wesen oder ihr Beruf. In der deutschsprachigen Rezeption behalten nur die Rusalka (die Nixe) und die Ježibaba (die Hexe) ihre tschechische Bezeichnung.

Erster Akt

Drei Waldnymphen scherzen mit dem Wassermann, der versucht, eine von ihnen zu fangen. Die Rusalka hingegen sehnt sich danach, der Wasserwelt zu entkommen und eine Seele zu besitzen, um die Liebe eines Menschen zu erfahren. Selbst die Warnungen des Wassermanns können sie nicht umstimmen. Sie fleht die Ježibaba an, aus ihr einen Menschen zu machen. Dafür muss die Rusalka jedoch ihre Stimme opfern. Sollte es ihr nicht gelingen, die Liebe eines Menschen zu erlangen, wird sie dem Fluch der Wassermächte verfallen und auch den Geliebten in Verdammnis ziehen.
Auf der Jagd folgt der Prinz der Spur eines weißen Rehs und trifft auf die Rusalka. Fasziniert nimmt er sie mit zu sich.

Zweiter Akt

Bei den Festvorbereitungen erfährt der Förster vom Küchenjungen, dass der Prinz das „seltsame Wesen“ heiraten wolle, das er eine Woche zuvor aus dem Wald mitgebracht hat. Der Prinz wirft der Rusalka ihre Kühle vor. Die fremde Fürstin fordert den Prinzen auf, sich um seine Gäste zu kümmern. Die Rusalka sieht die beiden miteinander weggehen und bleibt allein zurück. Der Wassermann hat die Rusalka aufgesucht und beklagt ihr Schicksal. In seiner Anwesenheit erhält sie ihre Stimme wieder und sieht sich zwischen Leben und Tod gefangen.

Die fremde Fürstin hat das Herz des Prinzen erobert, der die Rusalka von sich stößt. Die Stimme des Wassermanns droht ihm, ihrer Umarmung nicht entkommen zu können.

Dritter Akt

Verzweifelt sucht die Rusalka erneut Hilfe bei der Ježibaba. Doch nur durch das Blut des Verführers könne sie zurück in die Wasserwelt. Die Rusalka aber weist das ihr gebotene Messer zurück. Daraufhin verstoßen sie die Wassernixen. Der Förster und der Küchenjunge fragen die Ježibaba um Rat für den verwirrten Prinzen. Als sie die Rusalka für seinen Zustand verantwortlich machen, erinnert der Wassermann daran, dass der Prinz sie verlassen hat und schwört Rache.

Der Wassermann klagt den Waldnymphen Los der Rusalka. Der Prinz sucht verzweifelt seine verstoßene Geliebte und erbittet ihren tödlichen Kuss. Die Rusalka fleht um Gnade für seine Seele.