Das schlaue Füchslein (Opernstudio-Produktion) - Inhaltsangabe

Das schlaue Füchslein: Iulia Maria Dan, Kinderchor Das schlaue Füchslein: Peter Mazalán, Iulia Maria Dan Das schlaue Füchslein: Andrew Owens (Der Hahn)

Das schlaue Füchslein (Opernstudio-Produktion)

Leoš Janáček
Libretto vom Komponisten nach Rudolf Těsnohlídeks Novelle "Die Abenteuer der schlauen Füchsin"

 
Erster Akt

Aus einer inneren Unruhe heraus ist der Förster einmal mehr in den Wald geflohen und will nicht zurück nach Hause. Unklar über sein derzeitiges Leben und die Gefühle zu seiner Frau, legt er sich erschöpft vom Grübeln nieder. Der Wald um ihn herum wird lebendig. Als er beim Erwachen Schlauköpfchen entdeckt, fängt er sie und nimmt sie mit nach Hause.

Die Försterin ist über den neuen Gast alles andere als glücklich. Herr Lapak schüttet Schlauköpfchen sein Herz aus: Ihm mangle es wie jedem Hausbewohner an Liebe. Schlauköpfchen erinnert sich an ihre Beobachtungen im Wald, wo bei vielen Waldbewohnern nur Beziehungsstreit und Geschlechterkampf auf der Tagesordnung stünden. Die ungehobelten Försterkinder Frantik und Pepik behandeln Schlauköpfchen wie ein Tier. Das will sie sich nicht bieten lassen und verwundet Pepik, woraufhin der Förster sein Schlauköpfchen bestraft.

Die Hennen sind ihrerseits dem strengen Regiment des Hahnes unterworfen, was Schlauköpfchen zum Eingreifen herausfordert. Als sie dem Hahn an die Eingeweide geht und eine Revolution entfacht, zieht sie einmal mehr den Zorn der Försterin auf sich, die ihren Mann angeht, er möge den renitenten Gast erschießen. Doch Schlauköpfchen kann fliehen.

Zweiter Akt

Endlich wieder frei, sucht Schlauköpfchen eine Bleibe und vertreibt Herrn Dachs trotzt wüster Drohungen brutal aus seinem Lager, um sich dort selbst auszubreiten.

Pfarrer, Schulmeister und Förster können in der Liebe nicht so, wie sie wollen, und ziehen sich daher gegenseitig auf. Der Förster verspottet den Schulmeister wegen seiner unglücklichen Liebe zu Terynka und der Pfarrer soll versetzt werden, was Anlass zu Gerüchten gibt. Schulmeister und Pfarrer lenken das Gespräch auf den Fang des Försters, der zugeben muss, dass er ihn nicht habe halten können.

Beim Anblick einer Sonnenblume gesteht sich der Schulmeister ein, heillos in Terynka verliebt zu sein. Der Pfarrer wiederum erinnert sich schmerzlich an seine Liebessehnsüchte: Immer wieder gerate er wegen Frauen in schreckliche Nöte. Auch der Förster hat sich wieder auf die Suche nach seinem Schlauköpfchen begeben – erfolglos.

Schlauköpfchen hingegen begegnet unerwartet Goldrücken. Goldrücken imponiert die Selbstständigkeit Schlauköpfchens erst recht, als er deren Geschichte von der Gefangenschaft und Flucht hört. Ihr gelingt es, die eigenen Ängste zu überwinden – er weiß und gesteht: Sie sei seine wahre Liebe. Sofort verbreiten sich wilde Gerüchte über die Beziehung der beiden: Doch sie geben sich ganz offiziell das Ja-Wort.

Dritter Akt

Der herumstreunende Háraschta behauptet gegenüber dem Förster, er werde Terynka bald heiraten. Dieser reagiert erstaunt, warnt Háraschta vor Wildereien – und legt selbst eine Falle.

Als Goldrücken und Schlauköpfchen mit ihren Kindern die Falle entdecken, halten sie den plumpen Versuch, sie zu fangen für einen schlechten Scherz. Vielmehr malen sie sich ein Leben mit noch vielen weiteren Kindern aus. Háraschta – noch immer auf der Suche nach geeigneter Beute – entdeckt Schlauköpfchen. Sie nimmt den Kampf auf, gewinnt Oberwasser. Ziellos schießt Háraschta mit seinem Gewehr umher und tötet Goldrücken und Schlauköpfchen.

Zu Hause kommt der Förster noch immer nicht los von seinen Erinnerungen an Schlauköpfchen. Mit seiner Frau spricht er nur das Nötigste. Sie haben längst ihre Beziehung im Alltag begraben. Als der Schulmeister von Terynkas Hochzeit erfährt, will er nie etwas für sie empfunden haben. Die Briefe des Pfarrers aus seiner neuen Pfarrei sprechen von dessen Heimweh. Der Förster macht sich erneut auf die Suche nach Schlauköpfchen – und erinnert sich wehmütig an die Liebe zu seiner Frau, als beide noch gemeinsam im Wald nach Pilzen suchten. Er bricht zusammen und glaubt, Schlauköpfchen wieder zu sehen, muss aber erkennen, dass das vielleicht bereits ein Kind von ihr sei. Der Förster ist noch einsamer geworden.