Wolfgang Amadeus Mozart
Lorenzo da Ponte
Dramma giocoso in zwei Akten
Don Giovanni – zwischen Bewunderung und Verdammung wird er von Mit- und Nachwelt stilisiert: zum sinnlichen Verführer, gefühllosen Zyniker, todbringenden Dämon, triebgesteuerten Egoisten, traurigen Engel oder zur stolzen Verkörperung menschlicher Selbstverwirklichung.
Dieser kaum fassbare Held spielt mit seinen Mitmenschen und agiert nach nur einer Regel: Es lebe die Freiheit! Er verführt unzählige Frauen, deren Leben danach nicht mehr das gleiche ist wie zuvor. Er tötet den Vater einer Eroberung, als der ihm in die Quere kommt. Schmerzhafte Kollateralschäden einer getriebenen Suche nach dem, was Lebendigkeit verheißen kann?
Drei Frauen und zwei Männer verfolgen gemeinsam diesen Mann, der in jedem von ihnen etwas anderes auslösen mag: Rachegefühle, Lust, Neugier auf Unbekanntes, der Wunsch, sich bedingungslos zu unterwerfen oder altruistische Rettungsgedanken. Je näher sie ihm kommen, desto mehr lösen sich seine Konturen auf. Der Wunsch ihn zu entlarven, wird zur Obsession seiner Bestrafung und Vernichtung. Die übernimmt schließlich eine höhere Gewalt, so dass seine Verfolger immer wieder nur auf sich selbst stoßen.
Lorenzo da Ponte schuf aus einem Moralstück über einen „bestraften Wüstling“ das Libretto für Wolfgang Amadeus Mozart. Erst dessen Musik macht hieraus ein Werk von janusköpfiger Gestalt: Ein psychologisch ausgefeiltes Drama und zugleich ein Theater, das die finale Höllenmaschine ankurbelt. Ein dramma giocoso – ein komisches Drama – und doch vor allem ein Nachtstück, in dem sich Lebensgier und Lebenslust eruptiv entladen müssen, weil auf der anderen Seite der Tod, die Einsamkeit und die Leere warten.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Termin
| Donnerstag, 9. Mai 2013 |
| Nationaltheater |  | | 18.00 - ca. 21.30 Uhr | | Dauer: ca. 3 Stunden 45 Minuten, 1 Pause |  | | Preise K | | Freier Verkauf und Serie 51 |
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BesetzungMusikalische Leitung
Adam FischerInszenierung
Stephan KimmigBühne
Katja HaßKostüme
Anja RabesVideo
Benjamin KriegLicht
Reinhard TraubDramaturgie
Miron HakenbeckChor
Stellario FagoneDon Giovanni
Gerald FinleyDer Komtur
Stefan KocánDonna Anna
Erin WallDon Ottavio
William BurdenDonna Elvira
Annette DaschLeporello
Alex EspositoZerlina
Eri NakamuraMasetto
Tareq NazmiBayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
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