Mein Ravel: Wohin er auch blickt... / Daphnis und Chloé

Mein Ravel Daphnis und Chloé Mai Kono, Karen Azatyan.© Wilfried Hösl Mein Ravel Wohin er auch blickt
Ballette von Jörg Mannes und Terence Kohler
Musik von Maurice Ravel

Ein Abend großer Werke eines großen Komponisten. Von der Dimension her überwältigend natürlich Daphnis und Chloé, ein Titel, der Mythologie und Drama, flirrendes Mittelmeer-Licht und impressionistische Orchesterklange vor unseren Augen und Ohren entstehen lasst. Dazu die betörenden Vokalisen des Chores. Terence Kohler und sein Ausstattungsteam aus Spanien machen daraus ein Tanzkunstwerk jenseits aller Festlegung auf einen Stil. Die Geschichte von Daphnis und Chloé, die sich als Heranwachsende ineinander verlieben, die dann das Schicksal zu jeweils eigenen dramatischen Erfahrungen auseinanderreist und die sich schließlich zu reifer Liebe wiederfinden, entfaltet sich vor uns in magischen Tanzbildern.

Das Eröffnungswerk des Abends wird geprägt von der bedrohlichen Atmosphäre seiner zentralen Komposition, Ravels Klavierkonzert für die linke Hand. "Wie Ebbe und Flut schwingt Jörg Mannes' weiche und zugleich kraftvolle Tanzbewegung in den impressionistischen Klangräumen der drei Ravel Kompositionen", analysiert der Bayerische Rundfunk. "Obgleich abstrakt, evoziert das Stück doch traumartig dustere, bedrohliche Stimmungen, Bilder des Abschieds und der Trennung." Mannes entlässt uns mit dem erschütternden Bild einer verlassenen Frau, deren Mann nicht aus dem Krieg zurückkehren wird. Einzig die Musik, die im Pianissimo ersterbende Pavane mit ihren wie narkotisch wirkenden Klangzaubereien lässt eine Ahnung metaphysischen Trostes spüren.



 
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