Boris Godunow

Boris Godunow: Anatoli Kotscherga Boris Godunow: Chor der Bayerischen Staatsoper Boris Godunow: Markus Eiche, Anatoli Kotscherga, Gerhard Siegel, Chor der Bayerischen Staatsoper
Modest Mussorgsky
Text vom Komponisten nach Alexander Puschkin

Oper in vier Teilen
Kindesmord, intrigierende Mönche und ein dem Wahnsinn verfallender Zar – Modest Mussorgski hat den thematischen Bogen weit gespannt in seiner ab 1868 entstandenen Choroper, mit der er über den Umweg eines historischen Stoffes das Bewusstsein für seine eigene Zeit zu wecken versuchte. Was ihn als Künstler des 19. Jahrhunderts umtrieb, war die Psychologie der Massen. So übernimmt in Boris Godunow neben dem Titelhelden vor allem das russische Volk, das jubelnde, hungernde, das fordernde und fragende, die eigentliche Hauptrolle: „Die feinen Züge der menschlichen Natur und der menschlichen Masse aufzufinden, ein eigensinniges Bohren in diesen unerforschten Regionen und ihre Eroberung – das ist die Mission des echten Künstlers. Zu neuen Ufern!“

In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 
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