Richard Wagner
Herbert Wernicke starb unerwartet am 16. April 2002 kurz vor Beginn zu den Proben von
Die Walküre. Zusammen mit dem Regisseur
Hans-Peter Lehmann hat die Bayerische Staatsoper versucht, die
Walküre in der kurzen Zeit bis zum Premierentermin 30. Juni 2002 mit Hilfe der von Wernicke hinterlassenen Ideen, Andeutungen und Ausstattungs-Skizzen in seinem Sinn auf die Bühne zu bringen. Der Versuch gelang in vielerlei Hinsicht; doch als Verbindungswerk zwischen Wernickes
Rheingold und
David Aldens danach entstandenen Inszenierungen von
Siegfried und
Götterdämmerung war diese
Walküre weder von der Inszenierung noch von den technischen Voraussetzungen her geeignet.
Um dem neuen Münchner
Ring-Zyklus trotz seiner ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte eine geschlossene künstlerische Konzeption zu geben, tritt an die Stelle der
Walküre von 2002 eine Neuinszenierung von David Alden (
Die Walküre: Premiere am 7. Mai 2003). Damit wird die Lücke geschlossen und München in die einmalige Situation versetzt, einen
Ring zu haben, bei dem ein Regisseur seine Arbeit aus der Exposition eines anderen entwickelt und so zwei unterschiedliche Ansätze ineinander greifen und schließlich eine Einheit bilden.
In German
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