Série Noire - ein choreographischer Krimi

Terence Kohler: Série Noire.© Charles Tandy Terence Kohler: Série Noire. Lucia Lacarra, Cyril Pierre
Terence Kohler
Musik von Philip Glass

„Série Noire – Ein choreographischer Krimi“ ist ein Ballett, das der junge Choreograph Terence Kohler für das Münchner Ensemble kreiert hat. Inspiriert durch Krimiklassiker und Agentenfilme setzt Kohler ein kriminalistisches Sujet in eine spannungsgeladene, klassische Choreographie um.

Im Mittelpunkt steht ein fiktives Ballett, das in 150 Jahren nur zweimal aufgeführt worden ist. Bei jeder Premiere kam die Primaballerina auf tragische und ungeklärte Weise zu Tode. Auch die Wiederaufnahme des Stücks zu Beginn des 21. Jahrhunderts umgibt eine bedrohliche Aura: Während der Proben erlebt die ahnungslose Compagnie eine Verkettung merkwürdiger Vorfälle, die bei den beiden früheren Premieren jedes Mal zu dem mysteriösen Tod der Solistin geführt hatten.

In tänzerischen Rückblicken erfahren die Zuschauer mehr über die Hintergründe des verhängnisvollen Geschehens: Die Spurensuche führt auf eine Zeitreise zu den Aufführungsorten der beiden ersten Produktionen – ins Paris des 20. Jahrhunderts und noch weiter zurückliegend nach St. Petersburg ins 19. Jahrhundert.

Terence Kohler kam als Achtzehnjähriger 2002 an die Akademie des Tanzes in Mannheim. Birgit Keil förderte seine tänzerische und choreographische Begabung, nicht zuletzt durch ein Stipendium ihrer Tanzstiftung. Es entstanden Ballette wie „just before falling“ und „Intermezzo for 20“.

Mit Beginn der Spielzeit 2004/2005 wurde Terence Kohler als Tänzer und Choreograph ans Badische Staatstheater engagiert. In den folgenden Jahren wurde er mehrfach ausgezeichnet und gilt als eines der großen choreographischen Talente in Deutschland.

Mit Ende der Spielzeit 2007/2008 löste sich Kohler vom Karlsruher Ensemble und wagte mit der Uraufführung seines Balletts  „Once Upon an Ever After“ für das Bayerische Staatsballett den Schritt in eine Karriere als freier Choreograph. Ivan Liška macht ihn jetzt zum Choreographer in residence, was ihm einerseits große künstlerische Freiheit zu anderen Aktivitäten lässt und dazu die Gelegenheit bietet, kontinuierlich mit dem Münchner Ensemble zu arbeiten. „Série Noire – ein choreographischer Krimi“ mit Musik von Philip Glass wurde in zahlreichen Probenphasen im Laufe des ganzen Jahres mit den Münchner Tänzern erarbeitet.

 
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