Salome / Das Gehege

Richard Strauss: Salome. Angela Denoke Wolfgang Rihm: Das Gehege. Gabriele Schnaut Richard Strauss: Salome. Wolfgang Schmidt, Angela Denoke
Wolfgang Rihm /
Richard Strauss

Sehnsucht, Stärke, Liebe treiben die Frau in ein Gehege. Dort hält sie Zwiesprache mit einem Adler. Sie befreit den Vogel, um ihn zu töten. Absurd, paradox? Töten, was wir lieben? Befreien, um zu lieben – durch Liebe sich befreien? Kein Zweifel: Mit diesen Fragen ist die Frau im Gehege eine Schwester im Geiste der 100 Jahre früher entstandenen Salome. Das Gehege, ein gigantisches monomanisches Solo. Für die Sängerdarstellerin Gabriele Schnaut, von Wolfgang Rihm, einem der erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten, nach einem Schauspieltext von Botho Strauß komponiert. So spannend ist Oper, so erschütternd ist Kunst! Am Pult: Kent Nagano. Inszeniert von „Exorzist“-Regisseur William Friedkin. Erleben Sie eine Uraufführung.

Was Salome will, das bekommt sie auch. Bisher. Aufgewachsen am Hofe ihrer verkommenen Mutter Herodias und ihres charakterlich asozialen Stiefvaters Herodes. Verständlich bei diesem familiären background, dass sich Salome überhaupt nicht damit abfinden will, einmal etwas nicht zu bekommen: Den Kuss des Propheten Johannes, des Jochanaan! Diesen Gefangenen ihrer Eltern lässt Salomes Schönheit und Verführungskunst gleichgültig. Doch Salome setzt sich durch. Mit einem Striptease erpresst sie ihren Stiefvater, Jochanaan zu enthaupten, um dessen Mund doch küssen zu können. Den Kuss bezahlt sie zwar mit dem Leben. Doch: „Allein was tut‘s“. Sie hat geküsst! Pervers? Wahnsinnig? Oder nur konsequent und doch verständlich diese Frau?



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Besetzungen

Salome
Musik: Richard Strauss
Libretto: Oscar Wilde, Hedwig Lachmann


Das Gehege
Musik: Wolfgang Rihm
Libretto: Botho Strauß aus "Schlusschor"
Auftragswerk