Fidelio

Fidelio. Anja Kampe, Jonas Kaufmann, Steven Humes, Laura Tatulescu, Franz-Josef Selig, Jussi Myllys, Fidelio. Anja Kampe (Leonore) Fidelio. Jussi Myllys, Laura Tatulescu, Anja Kampe, Chor der Bayerischen Staatsoper
Ludwig van Beethoven
Joseph Sonnleithner nach Revisionen von Georg Friedrich Treitschke nach Jean-Nicolas Bouillys Libretto Léonore, ou L'Amour conjugal

Oper in zwei Akten
Leonore erschleicht sich in Männerkleidung unter dem Namen Fidelio das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco und seiner Tochter Marzelline. So verschafft sie sich Zutritt zum Hochsicherheitstrakt, wo ihr Mann Florestan von Don Pizzaro willkürlich festgehalten wird. Florestan schwebt in Todesgefahr, diese scheut seine Frau nicht und will ihn befreien. Beider Rettung ist jedoch nur durch einen Gesandten des Monarchen möglich. Am Ende leuchtet eine Utopie in Form eines Schlusschors, der nicht nur für Freiheit und Gerechtigkeit steht, sondern zugleich gegen die Ängste und Schranken des menschlichen Daseins ansingt.

Pläne für Opernkompositionen hatte Beethoven viele, doch realisiert hat er schließlich nur ein Projekt: In einem jahrzehntelangen Schaffens- und Umarbeitungsprozess wurde aus der französischen Vorlage, der Rettungsoper Leonore oder die eheliche Treue des Komponisten Pierre Gaveaux und Librettisten Jean Nicolas Bouilly, die auf einer wahren Begebenheit aus der Revolutionsepoche basiert, Beethovens einzige fertig gestellte Oper Fidelio – eine musikalische Grenzüberschreitung zwischen Singspiel und theatraler Symphonie.

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