L'Enfant et les sortilèges / Der Zwerg

Maurice Ravel: L'Enfant et les sortilèges. Kevin Conners (Der Laubfrosch), Tara Erraught (Das Kind) Der Zwerg. Camilla Tilling (Donna Clara), John Daszak (Der Zwerg)
Maurice Ravel /
Alexander Zemlinsky

L'Enfant et les sortilèges
Fantasie lyrique in zwei Teilen
Dichtung von Colette

Der Zwerg
Ein tragisches Märchen in einem Akt
Text von Georg C. Klaren frei nach Oscar Wildes Der Geburtstag der Infantin

Zum einen: Das Kind, das keine Schularbeiten machen möchte und trotzig sein Zimmer verwüstet, erlebt plötzlich, wie dessen Gegenstände lebendig werden und ihm wegen seiner Aggressivität feindlich gesinnt sind. Die Möbel tanzen, das Kaminfeuer verfolgt das Kind, die Zahlen aus dem Rechenbuch schwirren umher. Zwei Katzen führen das Kind in den Garten, wo ihm die Tiere seine brutale Neugier für ihre Schönheit vorwerfen und sich gegen ihn verbünden. Erst als das Kind das verletzte Eichhörnchen liebevoll verbindet, werden die anderen Tiere versöhnlich.

Zum anderen: Ein Zwerg freut sich, dass er persönlich der Prinzessin zu ihrem Geburtstag gratulieren darf und ahnt nicht, dass er lediglich zur Erheiterung der Festgesellschaft seine Hässlichkeit zur Schau stellen soll. Noch nie hat er sich nämlich im Spiegel gesehen und ist deshalb von der Liebe der Prinzessin gefangen. Als er sich im Spiegel erblickt, begreift er das böse Spiel und bricht tot zusammen.

Die französische Autorin Sidonie Gabrielle Colette und der irische Schriftsteller Oscar Wilde schrieben zwei ganz verschiedene Märchenstoffe, die beide davon erzählen, wie brutal Menschen miteinander umgehen können. In Maurice Ravels Vertonung verschmelzen Jazz, Operettentöne, Belcantoklänge und Exotisierendes zu einer zauberhaften Phantasiewelt, inspiriert vom pulsierenden Pariser Leben zwischen Kino, Weltausstellung und Straßenkultur. Der Wiener Alexander Zemlinsky vertonte das Libretto des jungen Journalisten und Schriftstellers Georg C. Klaren mit einer schillernd orchestrierten Musik, die den Seelenzuständen des Zwergs und der anderen Figuren charakteristische Leitmotive verlieh. Zemlinsky stand privat und künstlerisch Gustav Mahler nahe und verlor seine Geliebte Alma Schindler an ihn, die ihn später als „kleinen, hässlichen Gnom“ bezeichnete.



In französischer und deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Eine Koproduktion mit der Opéra de Lyon
 
 
Besetzungen

L'enfant et les sortilèges

Musikalische Leitung Martyn Brabbins
Dramaturgie Olaf A. Schmitt.
Inszenierung Grzegorz Jarzyna
Bühne Magdalena Maria Maciejewska
Kostüme Anna Nykowska Duszynska
Licht Jacqueline Sobiszewski
Video Bartek Macias
Chor Sören Eckhoff

Das Kind Laura Tatulescu
Die Mutter / Die chinesische Tasse / Die Libelle Okka von der Damerau
Eine Bergère / Die Fledermaus Eri Nakamura
Das Feuer / Die Nachtigall Mélody Louledjian
Die Prinzessin Hanna-Elisabeth Müller
Die Katze / Das Eichhörnchen Yulia Sokolik
Die Eule / Eine Schäferin Iulia Maria Dan
Der Sessel / Ein Baum Christian Rieger
Die Standuhr / Der Kater Andrea Borghini
Die Wedgwood-Teekanne / Das alte Männchen / Der Laubfrosch Kevin Conners

Der Zwerg

Musikalische Leitung Martyn Brabbins
Inszenierung Grzegorz Jarzyna
Bühne Magdalena Maria Maciejewska
Kostüme Anna Nykowska Duszynska
Licht Jacqueline Sobiszewski
Video Bartek Macias
Chor Stellario Fagone
Dramaturgie Olaf A. Schmitt.

Donna Clara Hanna-Elisabeth Müller
Ghita Irmgard Vilsmaier
Don Estoban Paul Gay
Der Zwerg John Daszak
Die erste Zofe Laura Tatulescu
Die zweite Zofe Yulia Sokolik
Die dritte Zofe Okka von der Damerau
Das erste Mädchen Iulia Maria Dan

Bayerisches Staatsorchester
Chor und Kinderchor der Bayerischen Staatsoper