Masurca Fogo
Gastspiel Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

Pina Bausch: Masurca Fogo. Silvia Farias  © Ulli Weiss

Mit dem Gastspiel des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch erreicht die Ballettfestwoche „20 Jahre Staatsballett“ einen ihrer Höhepunkte! Mehr als 10 Jahre ist es her, dass München ein Stück dieser unvergleichlichen Künstlerin sehen konnte, die im Juni 2009 überraschend starb. Ihr Ensemble aber besteht weiter und wird dieses lang ersehnte Gastspiel in München nun ohne seine große künstlerische Leitfigur realisieren.

Masurca Fogo, 1998 in Lissabon entstanden, präsentiert sich als großzügige Huldigung an das Leben. Die Inspiration hierzu fand Pina Bausch mit ihrer Compagnie im portugiesischen Alltag und den Begegnungen mit verschiedenen Repräsentanten der portugiesischen Kunst- und Kulturszene.
Es entstand ein farbenprächtiges, den Süden feierndes Tanztheaterstück, ein Bekenntnis zu Schönheit, zu Intimität, Nähe und Zärtlichkeit. Nicht, dass sie immer leicht zu haben wären, aber dass sie doch prinzipiell möglich sind, dass man träumen darf, ja, sogar träumen muss, um ein erfülltes Leben zu leben – das behauptet Masurca Fogo mit sanft verführerischem Nachdruck. August von Platens romantisches Diktum gilt hier in einer wichtigen Abwandlung: Wer die Schönheit angeschaut mit Augen, ist nicht dem Tode, sondern dem Leben schon anheimgegeben. So löst das Tanztheater ganz nebenbei eine alte Fehlverbindung deutscher Denktradition und schickt die Schönheit nicht länger in den Hades.



 
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