Wolfgang Amadeus Mozart
Vittorio Amadeo Cigna-Santi nach einer Übersetzung der Tragödie von Jean Racine durch Abbate Giuseppe Parini
Opera seria in drei Akten KV 87
Gerade mal fünf Monate blieben dem erst 14-jährigen Mozart, um seiner ersten großen Auftragskomposition einer Opera seria für Mailand nachzukommen – und er entsprach den hohen Erwartungen an das Wunderkind, das zunächst von vielen Musikern mit großer Skepsis betrachtet wurde:
Mitridate war ein großer Erfolg. Vor allem die musikalische Charakterisierung der Figuren in all ihren Nöten und Hoffnungen sind Zeugnis des für viele ungeheuerlichen Talents des Salzburger Jugendlichen, der noch unter der Obhut seines Vaters durch Europa reiste.
Dass der Stoff um den historischen König von Pontus, der an den Grundfesten des antiken Römischen Imperium rüttelte, nach der gleichnamigen Tragödie von Racine eine besondere biografische Parallele zu Mozart zieht, ist spannend: Denn der Kern des Dramas stellt die konfliktgeladene Emanzipation der Söhne Mitridates, Sifare und Farncae, von ihrem dominanten Vater dar, die erst im Tod des Mitridate eine – auch den Konventionen der Zeit geschuldete – Aussöhnung erfährt.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
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