Les Ballets Russes

Bronislawa Nijinska: Les Biches
Mikhail Fokine /
Bronislawa Nijinska /
Terence Kohler

Musik von Nikolai Rimski-Korsakow, Francis Poulenc und Peter I. Tschaikowsky

Ekstatisches Zurücktauchen in die Vergangenheit, Schwelgen in luxuriösen Farben, raffinierteste Ausschweifungen und strengstes Formbewusstsein als Synonym für Avantgarde: diese Widersprüche vereinte Serge Diaghilew in seinem Lebenswerk, den Ballets Russes. Von Paris im Jahre 1909 ausgehend eroberte sich diese Tanzavantgarde die Welt und wurde im Tanzland Deutschland mit offenen Armen empfangen, das – wie wir gesehen haben - zeitgleich seinen eigenen Aufbruch feiert. Die stilistische Vielfalt der Werke dieser Hommage an die Ballets Russes, ihre rätselhafte Mischung aus kühnster Gegenwärtigkeit und Vergötterung einer opulenten Exotik, haben bis heute ihre Faszination nicht verloren. Auch hier blieb das Bayerische Staatsballett seiner Konzeption einer differenzierten Auseinandersetzung mit der Tradition treu.
Penible Rekonstruktion einer überbordenden Bildwelt, die fast schon verloren schien, in Shéhéherazade, einer tragischen Episode von Liebe, Leidenschaft und Tod. Federleichter Witz der zwanziger Jahre im Ambiente einer idealischen Côte d'Azur. Hier treiben zur ersten Erotik erwachende junge Damen, "Backfische" (Les Biches), ihre Scherze mit einer mehr als bereitwilligen männlichen Jugend.
"Es war einmal ein In-Alle-Ewigkeit" könnte man den Titel von Terence Kohlers Once Upon An Ever After vielleicht übersetzen. Genau so lange wie Tschaikowskys (natürlich Tschaikowsky!) "Pathétique" dauert, lässt Kohler die Tänzer sich in die bekanntesten Figuren der großen russischen Handlungsballette verwandeln. Giselle und Albrecht werden vertrieben von Rotbart, dem wiederum die Dornenranken vor Auroras Schloss sich in den Weg stellen… Wie dieses Kommen und Gehen, dieses durch die großen Geschichten Fliegen, so verwandelt sich auch rosalies dazu konzipiertes, grandioses Licht-Objekt Bühnenbild stetig und "ever after".



An Stelle von Once Upon An Ever After wird L'Après-midi d'un faune von Vaslav Nijinsky getanzt.

 
 
Besetzungen

Shéhérazade

Choreographie Mikhail Fokine
Choreographische Rekonstruktion Isabelle Fokine
Musik Nikolai Rimski-Korsakow
Bühne und Kostüme nach den Original-Entwürfen von Léon Bakst
Licht Christian Kass
Musikalische Leitung Valery Ovsianikov
N.N.

L'Après-Midi d'un Faune

Les Biches

Musikalische Leitung N.N.
Choreographie Bronislawa Nijinska
Musik Francis Poulenc
Bühne und Kostüme Marie Laurencin
Licht Christian Kass

Les Biches

Choreographie Bronislawa Nijinska
Musik Francis Poulenc
Bühne und Kostüme Marie Laurencin
Licht Christian Kass
Musikalische Leitung Valery Ovsianikov
N.N.

Shéhérazade

Musikalische Leitung N.N.
Choreographie Mikhail Fokine
Choreographische Rekonstruktion Isabelle Fokine
Musik Nikolai Rimski-Korsakow
Bühne und Kostüme nach den Original-Entwürfen von Léon Bakst
Licht Christian Kass

Once Upon An Ever After

Musikalische Leitung Valery Ovsianikov
N.N.
Choreographie Terence Kohler
Musik Peter I. Tschaikowsky
Bühne, Kostüme und Lichtinstallation rosalie



Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
Bayerisches Staatsorchester