Vincenzo Bellini
Felice Romani
Tragedia lirica in zwei Akten
Der Titel führt in die Irre, denn mit Shakespeares
Romeo und Julia hat Bellinis Tragedia lirica aus dem Jahre 1830 nicht mehr als die Namen gemein. Zwar gibt es die verfeindeten Familien der Capulets und Montagues mit den unglücklich verliebten Sprösslingen noch, doch was Bellini und sein Librettist Felice Romani freisetzen, ist eine typisch romantische Heldengeschichte. Pate stand der gebrochene Held à la Lord Byron, der sich gegen einengende gesellschaftliche Strukturen auflehnt und als Außenseiter und Rebell seinen Gefühlsidealen treu bleibt.
Romeo ist ein solcher Rebell – kein Tenor, sondern ein Mezzosopran, der sich nicht für die vorgeschriebenen Familienbande interessiert und seinen eigenen, dem Gefühl folgenden Weg gehen will. Die berühmten
melodie lunghe, lunghe, lunghe führen direkt in den tragischen Tod mit seiner geliebten Giulietta. Wie erschreckend und unerklärlich neuartig dies für die Zeitgenossen Bellinis schien, zeigt die lange Praxis, das Ende der Oper durch einen glücklichen Schluss Nicola Vacchais zu ersetzen – heute kaum mehr denkbar.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
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Koproduktion mit der San Francisco Opera
Termin
| Samstag, 19. Mai 2012 |
| Nationaltheater |  | | 19.00 - ca. 22.00 Uhr | | Dauer: 2 Stunden 50 Minuten, 1 Pause |  | | Preise T | Freier Verkauf Bitte beachten Sie: Pro Kunde können jeweils nur vier Karten verkauft werden! |
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BesetzungBayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
>> Besetzungszettel als PDF-Download