Macbeth - Weitere Infos

Macbeth: Anna Netrebko, Simon Keenlyside Macbeth: Anna Netrebko Macbeth: Simon Keenlyside, Anna Netrebko
Macbeth
Giuseppe Verdi
Francesco Maria Piave nach William Shakespeare

Uraufführung am 14. März 1847 im Teatro della Pergola in Florenz

 

Geheimnisvoll nehmen uns die Figuren in Giuseppe Verdis „Macbeth“ mit auf die Reise in ihre unaussprechlichen Gefühle. Die Musik offenbart uns diese Geheimnisse und zeigt uns meisterhaft die Einzigartigkeit der italienischen Oper, die Verdi hier radikal über die traditionelle Gattung hinausführt. In den schönsten Tönen offenbaren uns die beiden Protagonisten ihre leidenschaftlichen und unheimlichen Gefühle. Doch hinter dieser Schönheit liegt ein Abgrund, den Verdi mit einem der grausamsten Dramen der Weltliteratur enthüllt. Um zur Macht zu gelangen und um sie, da sie einmal erreicht ist, zu bewahren, begehen Macbeth und seine Lady einen Mord nach dem anderen. Die Unbedingtheit ihres Verlangens verleiht ihrer Liebe eine Radikalität, die bis dahin in der Oper undenkbar war. „Das Sujet der Oper ist weder politisch noch religiös: Es ist phantastisch“, schrieb Verdi und rückte Shakespeares Vorlage damit einer „romantischen“ Lesart näher. Und tatsächlich lassen sich Hexen, Geister und Erscheinungen, lässt sich das Unheimliche, das den Gesang und die szenischen Vorgänge, mithin die ganze Welt dieser Oper beherrscht, als äußeres Bild für die inneren Zustände seiner Protagonisten verstehen.


© Bayerische Staatsoper