Die Zauberflöte - Weitere Infos

Die Zauberflöte: A. Brower, D. Behle, C. Gerhaher,  O. v. d. Damerau, L. Tatulescu Die Zauberflöte: Erika Miklósa, Daniel Behle Die Zauberflöte: Georg Zeppenfeld, Julia Kleiter, Chor und Statisterie
Die Zauberflöte
Wolfgang Amadeus Mozart
Emanuel Schikaneder

Uraufführung am 30. September 1791 in Wien

 

Neueinstudierung: Die Zauberflöte

Mozarts Zauberflöte ist ein Phänomen. Keine andere Oper ist so naiv und gibt zugleich so viele Rätsel auf, die nie endgültig gelöst werden können. Wer ist die sternflammende Königin und wer Sarastro, in wessen Auftrag handeln die drei Genien und welchen Sinn haben die Prüfungen, die Tamino und Pamina bestehen müssen? Die Oper verwehrt eindeutige Antworten, bedient sich statt dessen einer Fülle von Märchenmotiven, mythischen Symbolen und orientalischen Weisheiten, mischt bedenkenlos die Genres des Volkstheaters mit Relikten aus dem barocken Mysterienspiel und freimaurerischen Ritualen. Sie moralisiert nicht zwischen Gut und Böse und hat uns doch am Ende eines Besseren belehrt: dass Menschsein ein enormes fortwährendes Projekt ist, das vor allem Toleranz und die Fähigkeit zur Wandlung verlangt.

Ernst Bloch nannte die Zauberflöte eine "Zaubermontage aus Humanität". Dem Zauber dieses Werkes und seiner Vielschichtigkeit waren auch August Everding und Jürgen Rose (Bühne und Kostüme) erlegen, als sie es 1978 für die Bayerische Staatsoper neu inszenierten. Seither hat diese Zauberflöte über zweihundert Aufführungen vor stets ausverkauftem Haus erlebt. Alle haben sie geliebt und lieben sie immer noch. Deshalb haben wir uns entschlossen, sie im Repertoire zu behalten und ab 31. Oktober 2004 als eine Neueinstudierung, szenisch überarbeitet und in größtenteils neuer Besetzung zu zeigen.

Diana Damrau als Königin der Nacht wird dann ihren Gegenspieler in Kurt Moll als Sarastro haben, Rainer Trost und Juliane Banse werden als Tamino und Pamina die Prüfungen bestehen, und Hanno Müller-Brachmann wird als "ihr lustiger Freund" Papageno auch sein Glück finden. Die musikalische Leitung übernimmt Ivor Bolton, der seit 2004 Chefdirigent des Mozarteum Orchesters Salzburg ist und damit zugleich seine außerordentlich erfolgreiche elfjährige musikalische Arbeit an der Bayerischen Staatsoper fortsetzt.

Sir Peter Jonas
Staatsintendant
März 2004