Eugen Onegin - Pressestimmen

Peter I. Tschaikowsky: Eugen Onegin. Michael Volle

Eugen Onegin
Peter I. Tschaikowsky
Peter I. Tschaikowsky und Konstantin S. Schilowsky nach dem Versroman von Alexander Puschkin

Premiere am 31. Oktober 2007 im Nationaltheater

 

„ [Warlikowskis] konzentrierte Deutung ist psychologisch ebenso präzise. Nagano dirigierte Tschaikowsky, wie er klingen müsste, aber fast nie klingt: französisch-elegant, ohne doppelte Unterstreichung und Drücker […]
[Diese] Aufführung [ist] wegen ihrer musikalischen Vorzüge die beste, klügste, bewegendste der Staatsoper in letzter Zeit.“
Robert Braunmüller, Abendzeitung, 02.11.2007

 


„Kent Nagano ließ die Schönheiten der ‚Onegin’-Musik an der Bayerischen Staatsoper mit ungemein kultiviertem Klanggefühl und gestischer Prägnanz in fein kalkulierten Tempi aufblühen […] So sublimiert aber wie am Premierenabend wünschte man sich das Stück öfter zu hören […]“
Julia Spinola, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.2007

 


„ […] Mit Peter Tschaikowskys ‚Eugen Onegin’ hat Generalmusikdirektor Kent Nagano in seiner zweiten Spielzeit an der Bayerischen Staatsoper erneut ein Schlaglicht gesetzt. Der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski gab mit einer bunten und schwungvollen Neuinszenierung sein Opern-Debüt in Deutschland, das Publikum feierte die Premiere am Mittwochabend mit tosendem Beifall, es gab aber auch Buhrufe […]“
Sabine Dobel, Mittelbayerische Zeitung, 02.11.2007

 


„Nagano bewirkt nicht die satten spätromantischen Gefühlsstürme […], er mischt die Farben differenzierter, er zügelt, ein Meister filigraner symphonischer Kammermusik, die Emotionalität dieser Partitur lieber, als dass er sie aufheizt. Nagano zeigt aber nicht allein die Eleganz Tschaikowskys, sondern auch dessen existenzielle Wahrhaftigkeit.“
Wolfgang Schreiber, Opernwelt, Dezember 2007

 


„Kent Nagano dirigierte straff und flott im Tempo einen entsüßten Tschaikowsky. Man spürte die kundige Hand des Dirigenten, wie er dramatisch sich aufbäumende Aufbrüche und Ruhepunkte bis zur Neige auskostet und die Sänger in ihren aufgeklappten Seelen präzise durch die Szenen trägt. Jubel für die musikalischen Akteure […]“
Egon Bezold, Nürnberger Zeitung, 03.11.2007

 


„… musikalisch ist Tschaikowskys ‚Eugen Onegin’ unter der Leitung von Kent Nagano in der Münchner Staatsoper ein Traum. Er dirigiert mit sensibler Präzision, weitet in den reinen Orchesterpassagen zum schwelgend flirrenden Forte, kristallisiert die Solisten mit oszillierender Brillanz heraus, konzentriert auf ein filigranes Piano, offeriert so Tschaikowskys Figurenwelt in emotionaler Tiefe mit überaus differenzierteren Facetten und strafft folkloristische Ohrwürmer mit markig-zackiger Beschwingtheit. Das Ensemble glänzt in allen Tonlagen, beginnt dezent und entfaltet mit den Charakteren Klangfarbe und Volumen von beeindruckender Reinheit. Bombastisch, aber auch dezent fügt sich der Chor nahtlos ein…“
Der Neue Tag, 06.11.2007

 


„Kent Nagano an der Spitze des Bayerischen Staatsorchesters; er legt den Akzent auf ein sorgsames, kammermusikalisch gedachtes Durchleuchten der Partitur von ‚Eugen Onegin“. Bisweilen fast zu sparsam geht er die Steigerungen an, äußerst liebevoll lässt er die Phrasen runden und mit aller Genauigkeit setzt er Farbtupfer und Klangakzente…“
Peter Hagmann, Neue Zürcher Zeitung, 02.11.2007

 


„Dabei hat Krzysztof Warlikowski zweifellos viele Ideen […]. Und er kann Charaktere psychologisch fein zeichnen. Die musikalische Wiedergabe geriet zu einem Ereignis: Alle Nuancen der Partitur, von lyrischer Beeseltheit bis zur leidenschaftlichsten Ekstase, entlockte Münchens neuer Generalmusikdirektor, Kent Nagano, dem prachtvoll spielenden Bayerischen Staatsorchester. Ein Dirigat voll ungemein kraftvoller Dynamik und sensibelster Empfindsamkeit, das elektrisierte […] Jubel über Jubel für Kent Nagano, das Orchester, den Chor und das Ensemble, hysterische Buh- und Bravo-Rufe für den Regisseur. Eine Neuinszenierung im Münchner Nationaltheater, die das Premierenpublikum spaltete wie selten“
Hannes S. Macher, Schwäbische Zeitung, 03.11.2007


 
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