Die Tragödie des Teufels - Pressestimmen

Peter Eötvös: Die Tragödie des Teufels. Cora Burggraaf, Topi Lehtipuu, Ursula Hesse von den Steinen Peter Eötvös: Die Tragödie des Teufels. Elena Tsallagova, Heike Grötzinger, Annamária Kovács, Statis Peter Eötvös: Die Tragödie des Teufels. Georg Nigl
Die Tragödie des Teufels
Peter Eötvös (Musik)
Albert Ostermaier (Text)
Premiere am 22. Februar 2010 im Nationaltheater

 

Eötvös ist hier eine Musik geraten, die ihren Zuhörer mit einer Vielfalt an Reizen in den Bann schlägt. (…) Tagsächlich klingt Die Tragödie des Teufels unglaublich wohl, ohne dass sich die Partitur einen Augenblick lang nostalgisch gäbe. Das Bayerische Staatsorchester zeigt sich von allerbester Seite, und die hier gebotene Gesangskunst ist schlicht vom Feinsten.
Peter Hagmann, Neue Zürcher Zeitung, 24.02.2010

Die zwei Orchester (…) untermalen das Geschehen mit einem trotz aller polyphonen Dichte und Schlagwerkballungen ungemein subtilen Klanggestus, bei dem gewissermaßen alle Register der musikalischen Avantgarde (…) genutzt werden.
Wolfgang Sander, FAZ, 24.02.2010

Eötvös has written an immediate and engaging work, the vocal lines eminently singable, the orchestration full of small jokes, descriptive effects and beautiful soundscapes. (…) Stage director Balasz Kovalik draws vibrant characters, creates striking images, and keeps a constant flow of musical movement.
Shirley Apthorp, Financial Times, 23.02.2010

Balazs Kovalik’s inventive staging strives nobly to breathe dramatic life into The Tragedy of the Devil and often succeeds, especially in establishing an identity for each principal character.
George Loomis, International Herald Tribune, 03.03.2010

In zwölf Szenen geht es in einem Reigen von Dantes Mystik bis zu futuristisch anmutenden Filmszenen wie aus dem Kultfilm Matrix. Folter, Gewalt, die Reproduktionsgenetik werden thematisiert, die turbulente Reise führt nach Rom, Athen, Bagdad und in die Wüste.
dpa, 23.02.2010

(…) ein buntes, hierarchie- und ehrfurchtsfreies Gewimmel aus christlichen, antiken, germanischen und vermutlich balkanesischen Motiven, in dem das Pathos des Erzählens vom willkürlichen Collagen-Humor konterkariert, aber nicht destruiert wird. (…) Es geht um Rhythmus, Klang und Energie.
Hans-Jürgen Linke, Frankfurter Rundschau, 23.02.2010

Seine [Peter Eötovös’] Musik verströmt volksliedhafte Melodiösität bis zu scharf pointierter Rhythmik in den Schlaginstrumenten. Sie begleitet die Handlung mit dem jeweils notwendigen Witz oder Pathos, ohne zu übertreiben.
Berliner Zeitung, 23.02.2010

Eine Musik, die den Zuhörer erst zum Schweigen bringt, dann begeistert: Der Uraufführungsapplaus galt allen Beteiligten, dem starken Sängerensemble, dem ausgezeichneten Staatsorchester, nicht zuletzt Eötvös. (…) eine(r) Oper, die musikalisch durch alle Zeiten zieht, aber immer in moderner Sprache, die selbst Wagnerisches unaufgeregt, luftig in die Zukunft übersetzt.
Jürgen Kanold, Südwest Presse, 24.02.2010

Vor dieser intelligenten, anspruchsvollen, aber eingängigen Musik braucht niemand Angst zu haben. (…)denn in dieser Oper spiegelt sich die Rock-, Pop- und Rapperkultur. Womit sie sich vortrefflich eignet, neue Besucherschichten zu gewinnen.
Monika Beer, Fränkischer Tag, 24.02.2010