La Calisto - Pressestimmen

Francesco Cavalli: La Calisto. Sally Matthews

La Calisto
Francesco Cavalli
Giovanni Faustini

Münchner Erstaufführung am 9. Mai 2005 im Nationaltheater

 

(…) Dirigent Ivor Bolton und seine Musiker haben die allenfalls Möglichkeiten andeutende Partitur instrumentalfarbenreich und geschickt ausgearbeitet. Harfe und Chitarronen, Zinken und Naturtrompeten, Lirone und Blockflöten - was da an dezenten Farben großzügig in drei Stunden entfaltet wird, mit feinem Gefühl für die jeweilige Situation, für die Seelenlage der vielen meist unglücklich Verliebten dieser Oper, das ist enorm. Und Boltons heftig forderndes Dirigat (…) verschafft dieser leisen und agilen Musik, was sie im großen Raum benötigt: Souveränität, großen Atem, erotisierende Strahlkraft.
Reinhard J. Brembeck, Süddeutsche Zeitung, 11.05.2005

 

Es liegt nahe, diese mythologische Satire als Frühform der Offenbachiade, musical comedy oder Seifenoper aufzufassen. Von solchen Ansätzen geht David Alden in seiner Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper in München aus, ohne die Substanz des Dreiakters mit allegorischem Prolog im Entertainment-Müll zu ersticken. Zwar läßt er das Liebeschaos, in dem die Götter lug- und trugreich Partner, Geschlecht und Stimmfächer wechseln, eindeutig lustbetont ausagieren. Aber er meidet gerade eben noch Sexualklamauk und grelle Revue oder schafft zumindest Gegengewichte, indem er die Mesalliancen zwischen Göttern und Menschen und die daraus resultierenden Untergänge sogar psychologisch ernst nimmt.
Ellen Kohlhaas, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.05.2005

 

Mit sichtlichem Vergnügen und so quirlig wie behutsam führt Ivor Bolton, der Münchner Spezialist für das barocke Repertoire, ein kleines, bewegliches Orchester, das rein auf historischen Instrumenten musiziert.
Florian Hauser, Neue Zürcher Zeitung, 11.05.2005

 

But Cavalli operas can be immensely enjoyable, as Munich's lively new production of "La Calisto" makes clear. The producer, David Alden, has no trouble bringing out the humor of this story about Jupiter's lust for the nymph Calisto, who is eventually turned into a bear by his jealous wife, Juno. Paul Steinberg's sets have Cavalli's woodland setting looking like some kind of whimsical hotel lobby, with garish zebra-striped walls and curved laminated wood panelling. (…) It is hard to generalize about Buki Shiff's wildly diverse costumes, which range from a metallic business suit for Mercury to bloated, furry attire for the god Pan.
George Loomis, International Herald Tribune, 19.05.2005


 
© Bayerische Staatsoper
 
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