Moses und Aron - Pressestimmen

Arnold Schönberg: Moses und Aron

Moses und Aron
Arnold Schönberg
Festspiel-Premiere am 28. Juni 2006 im Nationaltheater

 

„Mit David Pountney als Regisseur hat sich Jonas eines bewährten Mitstreiters versichert, dem zuzutrauen war, Schönbergs sperriges Fragment, mehr statisches Oratorium als aktionsgesättigtes Musikdrama, zu „knacken“. In der Tat fand das Team Pountney und Raimund Bauer (Bühne) zumal im 1. Akt eine höchst eindrucksvolle Umsetzung von Schönbergs Inszenierungsprinzip „Musizieren mit den Mitteln der Bühne“; d.h., dass die Raumdisposition der Figuren und Gruppen eine der Komposition analoge Struktur bilden soll. Mühelos und sinnfällig bespielte Pountney die Dimensionen des riesigen Nationaltheater-Bühnenraums samt Hinterbühne und Schnürboden, gestaltete Personenregie und Chorführung schlüssig und psychologisch nachvollziehbar.“
Kurt Malisch, Neue Zürcher Zeitung 30.06.2006

„Mehta erschafft einen farbigen Orchesterklang, der sich nie spektakulär in den Vordergrund drängt, sondern eher zart überredet und sich beinah scheut, all die Funde herauszustellen, die der Dirigent bei seiner liebevollen Suche entdeckt hat: Schönberg als Melodiker, als Meister des geradezu Lieblichen, als fein beobachtender Psychologe. Natürlich kann Mehta es auch krachen lassen, er legt zuweilen eine vom Drive getriebene Gangart ein. Aber er bleibt stets der souverän zurückhaltende Begleiter, der nichtsdestotrotz alle Fäden in der Hand hält.“
Reinhard J. Brembeck, Süddeutsche Zeitung 30.06.2006

„In der Tat gelingt Mehta ein scharf umrissenes Partiturbild, das an glühender Farbe nicht spart. Denn Mehta ist zugleich souveräner Handwerker und Espressivomusiker, auch wo die Komplizierung in den kontrapunktischen Formen, Solostimmen und dem zwölfstimmigen Riesenchor ausgereizt wird. Die Artikulationskunst der von Andrés Máspero einstudierten Chöre wirkt bezwingend in der Deutlichkeit ihres rhythmischen Sprechens und Singens. Berauschen an dieser Musik ist immer wieder ihr Eigenton, den jedes Atom in der Vielzahl seiner Erscheinungen prägt.“
Sybill Mahlke, Der Tagesspiegel 30.06.2006

„Zubin Mehta (…) bot Schönbergs immens schwierige Partitur mit traumsicherer Akkuratesse, mit Lust am Seiltanz und fast spätromantischer, dabei schlanker Klangfülle. Mehtas überzeugendste Münchner Leistung, vom spielfreudigen Staatsorchester brillant unterstützt, vom grandiosen Chor (Einstudierung: Andrés Máspero) herrlich bekräftigt.“
Manuel Brug, Die Welt 30.06.2006


 
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