Illusionen - wie Schwanensee - Biographien

Illusionen - wie Schwanensee. Daria Sukhorukova, Cyril Pierre, Ensemble. © Charles Tandy Illusionen - wie Schwanensee. Lucia Lacarra, Tigran Mikayelyan. © Wilfried Hösl Illusionen - wie Schwanensee. Ensemble. © Charles Tandy

Illusionen - wie Schwanensee

John Neumeier

Musik von Peter I. Tschaikowsky
Nationaltheater

Samstag, 30. März 2013

Choreographie und Inszenierung


John Neumeier. ©Steven Haberland
John Neumeier
Ihn interessiert der Mensch und seine Beziehungen, er spürt choreographisch dem nach, was mit Worten nicht (mehr) gesagt werden kann, und möchte der Musik durch den Tanz eine weitere Dimension geben. So formulierte John Neumeier einmal den Motor seines Schaffens, dem bisher über hundert Stücke zu verdanken sind: darunter Klassiker-Adaptionen wie Romeo und Julia, Der Nußknacker, Dornröschen und Illusionen – wie Schwanensee, die Menschen zeigen statt Märchenfiguren.

Er hat dem Ballett – ähnlich wie John Cranko – Weltliteratur erschlossen, schuf Die Kameliendame, eine Reihe Shakespeare-Ballette oder Endstation Sehnsucht (nach Tennessee Williams) und wagte sich mit seinem auf der klassischen Technik basierenden, aber durch moderne Bewegungen oder wie improvisiert wirkende Gesten aufgebrochenen Vokabular an Kompositionen, die bis dahin als ganz und gar nicht "vertanzbar" galten: Werke von Gustav Mahler, die Matthäus-Passion, Bachs Magnifikat, das Requiem von Mozart.

John Neumeier stammt aus Milwaukee, kam als einundzwanzigjähriger Tänzer 1963 ans Stuttgarter Ballett, begann zu choreographieren, wurde Ballettdirektor in Frankfurt und ging von dort 1973 nach Hamburg, wo er seitdem künstlerisch zu Hause ist. Hier hat er eine weltweit renommierte Kompanie aufgebaut, ein Ausbildungszentrum für den Nachwuchs eingerichtet und seine eigene, unverwechselbare Tanzsprache entwickelt.


Bühne und Kostüme


Jürgen Rose
Jürgen Rose
Jürgen Rose, geboren in Bernburg/Saale, studierte an der Berliner Akademie der Bildenden Künste. Von 1961 bis 2001 wirkte er als Bühnen- und Kostümbildner für die Münchner Kammerspiele. Ab 1970 entwarf er Opernausstattungen in Wien, Hamburg, Stuttgart, Berlin, London, Paris, Mailand und New York sowie bei den Festspielen in Bayreuth und Salzburg. Von 1973 bis 2000 war er Ordentlicher Professor für Bühnenbild an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 1996 realisiert er auch als Regisseur eigene Operninszenierungen. Durch zahlreiche Arbeiten ist er mit der Bayerischen Staatsoper, dem Staatsballett und dem Bayerischen Staatsschauspiel verbunden. Zu sehen 2013/14: Le nozze di Figaro, Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Così fan tutte, Die Zauberflöte, Der Nussknacker, Der Rosenkavalier.

Musikalische Leitung


Michael Schmidtsdorff
Michael Schmidtsdorff
wurde in Hamburg geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt und in Wien bei Klauspeter Seibel und Leopold Hager Dirigieren. Er war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes, erster Preisträger der Elise-Meyer-Stiftung und von 1996-2000 Mitglied im Dirigentenforum des Deutschen Musikrats. Erste Erfahrungen als Orchesterleiter sammelte er bereits während seines Studiums als Chefdirigent des Wandsbeker Kammerorchesters und des Harvestehuder Studentenorchesters. Nach Assistenzen an der Hamburgischen Staatsoper (bei Ingo Metzmacher) und am Deutschen Nationaltheater Weimar wurde er 1997 zunächst als Korrepetitor und Zweiter Kapellmeister an das Theater Lüneburg verpflichtet und rückte zur Spielzeit 2001/2002 in die Position des Ersten Kapellmeisters und stellvertretenden Musikdirektors auf. 1998 übernahm er erstmals ein Ballettdirigat beim Hamburg Ballett, mit dem ihn heute eine enge Zusammenarbeit verbindet. Er dirigiert regelmäßig Vorstellungen aller großen Neumeier-Kreationen und begleitete die Kompanie im Januar und Februar 2005 auf ihrer Japan-Tournee. Seit 2002 ist er auch als Dirigent beim Ballett der Sächsischen Staatsoper Dresden tätig, und im Januar 2005 gab er mit "La Bayadère" seinen Einstand beim Staatsballett Berlin. Im selben Monat hatte er sein erstes Dirigat für das Bayerische Staatsballett mit Neumeiers "Die Kameliendame", deren Premiere an der Pariser Oper im Juni 2006 ebenfalls unter seiner musikalischen Leitung stand. Mit einer Serie von "Schwanensee"-Aufführungen im Herbst 2006 stand er wieder am Pult des Bayerischen Staatsorchester. Es folgten Balanchines "Brahms-Schönberg Quartett", die "Große Fuge" (Beethoven/van Manen), "Le Corsaire" (Minkus/Petipa/Liška), "Raymonda" (Glasunow/Petipa/Barra) und "Onegin" (Tschaikowsky/Cranko). Von Kent Nagano übernahm er das Dirigat des Abends "Mein Ravel" mit "Daphnis und Chloé" in der Choreographie von Terence Kohler und Jörg Mannes' "Wohin er auch blickt…" zu Ravels "Une barque sur l’océan", "Klavierkonzert für die linke Hand" und "Pavane pour une infante défunte". Im April 2011 dirigiert er die Premiere von John Neumeiers "Illusionen – wie Schwanensee". Mats Eks "Giselle - Mats Ek" tanzt das Bayerische Staatsballett zu Schmidtsdorffs Einspielung der Musik mit dem Bayerischen Staatsorchester. 

Der König


Marlon Dino © Sascha Kletzsch
Marlon Dino
Erster Solist

Marlon Dino wurde in Albanien geboren und begann seine Ausbildung 1991 an der School of Choreography and Ballet in Tirana/Albanien. 1998 wechselte er nach Genf in der Schweiz ans Geneve Dance Center unter der Leitung von David Allen. Im Januar 2001 bekam er einen Vertrag an der Wiener Staatsoper.

Seit 2002 ist er beim Bayerischen Staatsballett engagiert. Schnell wurde er mit solistischen Partien betraut, so dass schließlich 2005 die Ernennung zum Halbsolisten und zur Spielzeit 2007/2008 die Beförderung zum Solisten erfolgte. In der Spielzeit 2009/2010 wurde er zum Ersten Solisten ernannt.

Sein solistisches klassisches und zeitgenössisches Repertoire umfasst u.a. Jiří Kylián Sechs Tänze und die Solopartie im vierten Satz von George Balanchines Brahms-Schönberg-Quartett. In der Spielzeit 2004/2005 debütierte er als Graf Paris und Tybalt in Crankos Romeo und Julia und übernahm eine wichtige Partie in Balanchines Agon (zweiter Pas de trois). Außerdem tanzte er den Gaston in der Kameliendame (J. Neumeier), den Solo-Part in Hans van Manens Fünf Tangos und Rotbart in Schwanensee (R. Barra).
Seine erste eigene Choreographie, ein Pas de deux für Cheryl Wimperis und ihn selbst, entstand im Sommer 2003 im Rahmen der "Jungen Choreographen". Es folgte im Sommer 2004 die Choreographie Nimm's wie du willst.
Ende 2007 wurde Marlon Dino für sein Debüt als Onegin an der Seite von Lucia Lacarra in John Crankos Ballett mit dem TZ-Rosenstrauß des Jahres ausgezeichnet.

Debut 2003/2004
Brahms-Schoenberg Quartett (G. Balanchine)

Debut 2004/05:
Graf Paris und Tybalt in Romeo und Julia (J. Cranko)
Agon (G. Balanchine), zweiter Pas de trois
Gaston in Kameliendame (J. Neumeier)
Solo in Fünf Tangos (H. van Manen)

Debut 2005/2006
Bérenger in Raymonda (R. Barra)

Debut 2006/2007 
Zweiter Pas de deux in Century Rolls (D. Bombana)
Pas de six in Giselle (P. Wright)
Rotbart in Schwanensee (R. Barra)
Ali und Birbanto in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Fotograf in Die Silberne Rose (G. Murphy)
Der Mann in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Pas Fabergé in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Prinz Albrecht in Giselle (P. Wright) im Rahmen von Ballett und Wildnis

Debut 2007/2008
Onegin in Onegin (J. Cranko)
Alonso in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Legende (J. Cranko)
Solor in La Bayadère (Bart)

Debut 2008/2009
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Siegfried in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Zeman in Shéhérazade (M. Fokine)
Siegfried in Schwanensee (R. Barra)
Adagio Hammerklavier (H. v. Manen)
Jean de Brienne in Raymonda (M. Petipa)

Debut 2009/2010
Der goldene Sklave in Shéhérazade (M. Fokine)
Armand in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Bach in Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere (N. Duato)

Debut 2010/2011
Prinz Désiré in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Petruccio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Der Mann im Schatten in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Der König in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
El Trianero, Matador in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Günther in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Broken Fall (R. Maliphant)

Debut 2012/2013
Choreartium (L. Massine)
Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Debut 2013/2014
Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)

Prinzessin Natalia


Ekaterina Petina.©Sascha Kletzsch
Ekaterina Petina
Solistin

Ekaterina Petina, geboren in Sevastopol, begann mit 10 Jahren ihre Ausbildung an der Waganova Akademie in St. Petersburg. 2001 trat sie ihr erstes Engagement am Mariinsky Theater in St. Petersburg an. Zu ihren solistischen Rollen dort zählten Balanchines Rubies, Partien in William Forsythes In the Middle, Somewhat ElevatedApproximate Sonata und Steptext und mehrere Feen in Dornröschen. Mit dem Mariinsky Ballett nahm sie an zahlreichen Tourneen u.a. durch Japan, England, China, Kanada und Mexiko teil.

zu Beginn der Spielzeit 2009/10 wurde sie zur Halbsolistin ernannt, 2011/12 dann zur Solistin.

Debut 2009/2010
Olympia in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Freundin in Raymonda (M. Petipa)
Odalisken in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Pas de deux 2 in Artifact (W. Forsythe)
Rivalin in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)

Debut 2010/2011
Woman 3 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Nymphe in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T, Kohler)
Fliederfee, Fee Violente, Herzogin und Rubin in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinzessin Odette in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Dulcinea in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Mercedes in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Katharina in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinzessin Natalia in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Louise in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Broken Fall (R. Maliphant)
1. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Odette/Odile in Schwanensee (Ray Barra/Lew Iwanow/Marius Petipa)

Debut 2012/2013
Nikija in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
2. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J.Robbins)
Die Frau in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
6. Variation in Birthday Offering (F. Ashton)

Debut 2013/2014
Hippolyta/Titania in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)

Der Mann im Schatten


Maxim Chashchegorov
Solist

Der gebürtige Russe absolvierte seine Tanzausbildung an der St. Petersburger Ballettakademie und wurde direkt nach seinem Abschluss in das Corps de ballet des Marijinsky Balletts übernommen. Dort wurde er mit zahlreichen tragenden Rollen betraut, z.B. dem Prinz Siegfried bzw. Rotbart in Schwanensee oder dem Blauen Vogel in Dornröschen. Er war in den Vier Temperamenten (G. Balanchine) und verschiedenen Choreographien William Forsythes zu sehen.

Nach einem ersten Gastauftritt als Blauer Vogel im Frühjahr 2007 trat er mit der Spielzeit 2007/2008 sein Engagement als Halbsolist beim Bayerischen Staatsballett an. Zu Beginn der Saison 2009/2010 wurde er zum Solisten ernannt.

Debut 2007/2008
Pas de six und Spanischer Tanz in Schwanensee (R. Barra)
Solo-Paar im 2. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Weißes Paar in Katalyse (J. Cranko)
Alonso in Der Sturm (J. Mannes)

Debut 2008/2009
Vogel-Geister in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Graf Paris in Romeo und Julia (J. Cranko)
Athlet in Les Biches (B. Nijinska)
Benno in Schwanensee (R. Barra)
Des Grieux in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Bernard in Raymonda (M. Petipa)

Debut 2009/2010
Bernard de Ventadour in Raymonda (M. Petipa)
Pas de deux 2 in Artifact (W. Forsythe)
Der russische Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Aus Holbergs Zeit (J. Cranko), Pas de deux

Debut 2010/2011
Erster Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinz Désiré in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Eduardo in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
El Trianero, Matador in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Erster Solist in Scènes de ballet (F. Ashton)
Günther in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Der Mann im Schatten in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
2. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)

Debut 2012/2013
4. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Solor, ein Krieger in La Bayadère (Marius Petipa, Patrice Bart)
Birthday Offering (F. Ashton)

Odette


Daria Sukhorukova.©Sascha Kletzsch
Daria Sukhorukova
Erste Solistin

Die gebürtige Russin Daria Sukhorukova absolvierte ihre Tanzausbildung an der Waganowa-Akademie in ihrer Heimatstadt St. Petersburg. Nach ihrem Diplom 2001 wurde sie direkt an das Ensemble des Marijinsky Theaters übernommen und während der sechs Jahre ihrer Tänzerkarriere mit zahlreichen solistischen Aufgaben betraut, so etwa mit der weiblichen Titelpartie aus Romeo und Julia, verschiedenen Feenvariationen aus Dornröschen  und Soli in Les Sylphides (M. Fokine), Jewels (G. Balanchine) und La Sylphide (nach F. Taglioni).

Seit Beginn der Spielzeit 2007/2008 ist Daria Sukhorukova als Solistin beim Bayerischen Staatsballett engagiert und wurde zur Spielzeit 2010/2011 zur Ersten Solistin ernannt.

Ihr Münchner Debüt gab sie im Herbst 2007 als eine der drei Odalisken in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška).

Debut 2007/2008
Medora und Odaliske in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)
Odette/Odile in Schwanensee (R. Barra)
Solopaar im 2. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Nikija in La Bayadère (Petipa, Bart)

Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Adagio Hammerklavier (H. v. Manen)
Manon Lescaut in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Die Erste Nymphe in L'après-midi d'un faune (Vaslav Nijinsky)

Debut 2009/2010
Titelpartie in Raymonda (M. Petipa)
Die Dame im blauen Samtwams in Les Biches (B. Nijinska)
Zobéide in Shéhérazade (M. Fokine)
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)

Debut 2010/2011
Woman 1 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Topas in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Prinzessin Odette in Illusionen - wie Schwanesee (J. Neumeier)
Prinzessin Natalia in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Prinzessin Aurora in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Erste Traum-Variation in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Louise in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Erste Solistin in Scènes de ballet (F. Ashton)

Debut 2013/2014
Hermia in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Choreartium (L. Massine), Kreation

Prinzessin Claire


Katherina Markowskaja © Sascha Kletzsch
Katherina Markowskaja
Solistin

Katherina Markowskaja wurde in Kiew (Ukraine) geboren, wo sie auch ihre Ausbildung an der Nationalen Ballett Akademie der Kunst abschloss. Bereits als Studentin wirkte sie mit bei Aufführungen des Ukrainischen Nationalballetts in Kiev. Mit 16 nahm sie das Angebot von Konstanze Vernon für ein Stipendium der Heinz-Bosl-Stiftung an und vollendete ihr Studium an der Ballett-Akademie München. Direkt nach ihrem Examen erhielt sie ein Engagement an der Sächsischen Staatsoper Dresden unter der Leitung von Vladimir Derevianko, der sie zwei Jahre später zur Ersten Solistin ernannte.1999 wurde sie mit dem Mary Wigman Preis ausgezeichnet.

Zu ihrem Repertoire gehören unter anderem die klassischen Ballerinen Partien Aurora (Dornröschen), Giselle, Kitri (Don Quijote), Lise (La Fille mal gardée) sowie Bianca (Der Widerspenstigen Zähmung - Cranko), Otilie (Wahlverwandtschaften – Schilling ) und, in den Balletten von John Neumeier Prinzessin Natalia und Prinzessin Claire (Illusionen – wie Schwanensee), Marie (Der Nussknacker), Hermia (Ein Sommernachtsraum), Rosalind (Wie es euch gefällt) und Chloé (Daphnis und Chloé).

Seit 2010 tanzt Katherina Markowskaja als freelance Ballerina und trainiert mit dem Bayerischen Staatsballett. Ab der Spielzeit 2012/13 ist sie Solistin.

Münchener Debuts 2010/2011
Aurora in Dornröschen (M. Petipa/ I. Liška)

Münchener Debuts 2011/2012
Marie in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Frühlingsstimmen (F. Ashton)
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
3. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Lise in La Fille mal gardée (F. Ashton)

Debut 2012/2013
5. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Pandora in Helden (T. Kohler)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Debut 2013/2014
Julia in Romeo und Julia (J. Cranko)

Graf Alexander


Matej Urban.©Sascha Kletzsch
Matej Urban
Solist

Matej Urban ist gebürtiger Tscheche und besuchte bis 2006 das Staatliche Konservatorium in Prag. Anschließend erhielt er sein erstes Engagement am Nationaltheater Prag und tanzte dort zwei Spielzeiten.

Seit Herbst 2008 ist Matej beim Bayerischen Staatsballett. Zuerst als Gruppentänzer, Halbsolist und seit der Spielzeit 2011/12 als Solist.

Debut 2008/2009
Athlet in Les Biches (B. Nijinska)

Debut 2009/2010
Albrecht in Giselle - Mats Ek (M. Ek)

Debut 2010/2011
Mann 2 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Briaxis in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Albrecht in Once Upon an Ever After (T. Kohler)
Solo im Pas Fabergé 3. Akt in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Graf Alexander in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Fernando in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Der Clown in Das Mädchen und der Messerwerfer (S. Sandroni)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Pas de six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Rotbart in Schwanensee (Ray Barra/Lew Iwanow/Marius Petipa)
Colas in La Fille mal gardée (F. Ashton)
Sommer 2012
Gala für Tanya Pearson Zähmungs-Pas de deux, Gala Version

Debut 2012/2013
Broken Fall (R. Maliphant)
1. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
'Mann im Schatten' in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Birthday Offering (F. Ashton)
BIPED (M. Cunningham)

Debut 2013/2014
Lysander in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)

Prinz Siegfried / Prinz Leopold


Norbert Graf.©Sascha Kletzsch
Norbert Graf

Solist

Norbert Graf wurde in Köln geboren und erhielt dort seinen ersten Ballettunterricht an einer privaten Ballettschule. Mit 16 Jahren kam er an die Münchner Ballett-Akademie/Heinz-Bosl-Stiftung und ging 1989 nach seinem Diplom  zum Bayerischen Staatsballett, bei dem er bereits in der ersten Saison Soloaufgaben in Große Fuge (H. van Manen) und Die Folterungen der Beatrice Cenci (G. Bohner) übernahm. Seit 1994 ist Norbert Graf Solist.

Sein großes zeitgenössisches und klassisches Repertoire umfasst u.a. Hilarion in Giselle, Tybalt und Paris in Romeo und Julia (J. Cranko), Demetrius in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier), den Großen Brahmanen in La Bayadère, die Titelpartie in John Crankos Onegin, Fünf Tangos, Trois Gnossiennes, Nacht, Concertante, drei Stücke, Grosse Fuge, Lieder ohne Worte (H. van Manen), Bräutigam in Svadebka (J. Kylián), Fearful Symmetries (P. Martins), Artifact II (W. Forsythe), Albrecht in Mats Eks Giselle, Monsieur Duval und des Grieux in Neumeiers Kameliendame, Lehrer und Offizier in Shannon Rose (J. Vamos), Tambourmajor  in Woyzeck-Fragmente  (D. Bombana).

Norbert Graf kreierte Solopartien in Chamber Symphony und Hammerklavier von Lucinda Childs, die Partie des Rotbart in Ray Barras Schwanensee, den Mann von der See in Grand-Maîtres Emma B., den Vater in A Cinderella Story von John Neumeier, in Traumspiel (D. Bombana), in Feuervogel (A. Preljocaj), in Ecclesia (J. Grand-Maître). Er tanzte in der Münchner Premiere von Mats Eks Giselle den Albrecht, eine Partie, mit der er auch beim Gastspiel des Staatsballetts im Kirov-Theater St. Petersburg triumphierte. Außerdem ist Norbert Graf in Hauptpartien wie in Le Sacre du Printemps (S. Teshigawara), Artifact II und The second Detail (W. Forsythe), Intuition Blast (R.Jaroschinski), Boudoir (N. Musin)

In der Spielzeit 2001/2002 debütierte er auch als Petrucchio und Gremio in Crankos Der Widerspenstigen Zähmung. In Porträt John Neumeier  war er in allen drei Teilen prominent vertreten: Er tanzte Solopartien in Dämmern und Jupiter-Symphonie sowie den geheimnisvollen Er im Zentrum von In the Blue Garden. In Ivan Liškas Neuproduktion von Marius Petipas Dornröschen sah man ihn sowohl als die böse Fee Carabosse als auch als Kavalier im Pas Fabergé. Zuletzt hatte er in Porträt Mats Ek mit dem Fernseh-Solo in Apartment als Premierenbesetzung erneut einen großen Erfolg.
Norbert Graf wurde mehrmals in den vergangenen Jahren in Umfragen internationaler Zeitschriften als einer der herausragensten Tänzer Deutschlands genannt.

Im Juni 2002 trat Norbert Graf zum ersten Mal als Choreograph in der Reihe "Junge Choreographen" mit den Werken Loggia und Richard hervor. Loggia war daraufhin zweimal im Rahmen von Matineen der Heinz-Bosl-Stiftung im Nationaltheater zu sehen. In einer Inszenierung in einem italienischen Schloss als Film festgehalten, erhielt die Choreographie 2003 einen wichtigen amerikanischen Video-Preis. 2002 choreographierte er Il Combattimento di Tancredi e Clorinda und 2003, ebenfalls im Rahmen "Junge Choreographen", das Ballett Insections. Der Sommer 2006 brachte zwei neue Werke: Einen gemeinsamen Pas de deux mit Beate Vollack mit thematischem Bezug zu Frida Kahlo (uraufgeführt im Rahmen der Hypo-Vereinsbank-Nacht während der Opernfestspiele 2006) und ein Solo für Tigran Mikayelyan unter dem Titel Evolution. 2007 kreierte er Letter to Leroy zur Musik des amerikanischen Komponisten Andersen - das Stück wurde im Rahmen der "Heinz-Bosl-Matinee" am 29. April 2007 uraufgeführt.
2008 kreierte er den Pas de deux "Avedis" für die Heinz-Bosl-Matinee zur Feier des  30-jährigen Bestehens der Stiftung. 2010 betreute er als Ballettmeister die Uraufführung von "Wohin er auch blickt..." (J. Mannes).

Mit seiner Lebenspartnerin, der Ballettmeisterin Valentina Divina, hat er zwei Söhne.

Norbert Graf gehörte auch zum Leitungsteam des Projekts Anna tanzt I, das das Bayerische Staatsballett im Juli 2006 mit über 90 Schülern entwickelte und mit einer Vorstellungsserie in der Reithalle in München abschloss. 2011 gelangt "Young Horses Lounge II" zur Aufführung.

Im Frühjahr 2008 wurde Norbert Graf von Kunstminister Dr. Thomas Goppel zum Bayerischen Kammertänzer ernannt. Im selben Jahr erhielt er den Ballettpreis "Classique" der Heinz-Bosl-Stiftung.

Debut 2005/2006
Baron Ochs in Die silberne Rose (G. Murphy)
Elemental (J. Godani), Kreation

Debut 2006/2007
Lankedem in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)

Debut 2007/2008
Gremin in Onegin (J. Cranko)
Gonzalo in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Cambio d'abito (S. Sandroni), Kreation

Debut 2008/2009
Schah Zeman in "Shéhérazade" (M. Fokine)

Debut 2009/2010
Seneschal in Raymonda (M. Petipa)
P.S. Norbert Graf - Schütze, Ascendent Skorpion (S. Sandroni)
Der Graf in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Prinz Désiré in Once Upon an Ever After (T. Kohler)

Debut 2010/2011
Prinz Leopold in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Bach in Vielfältigkeit - Formen von Stille und Leere (N. Duato)
Camacho in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Don Quijote in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Konsul Stahlbaum/ "La fille du Pharao" in Der Nussknacker (J. Neumeier)

Debut 2012/2013
Radscha in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)

Debut 2013/2014
Zettel in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)


Die Königinmutter


Séverine Ferrolier.©Sascha Kletzsch
Séverine Ferrolier
Solistin

Séverine Ferrolier, geboren in Toulon/Frankreich, erhielt ihre Ausbildung im Centre de Danse Christiane Espitalier de La Valette. Im Anschluss daran tanzte sie an der Oper Toulon, beim Ballet National de Nancy unter Pierre Lacotte und beim English National Ballet in London. Von 1997 bis 2004 war sie beim Leipziger Ballett unter Uwe Scholz engagiert, seit 2002 als Solistin. Scholz kreierte für sie u.a. Rollen in Bruckner 8, das Solo Non, je ne regrette rien und eine Partie in der h-Moll-Messe. Daneben tanzte sie die Mathilde in Rot und Schwarz.

Mit der Spielzeit 2004/2005 trat Séverine Ferrolier ihr Engagement beim Bayerischen Staatsballett an. Bereits beim Athen-Gastspiel des Bayerischen Staatsballetts im Juni 2004 debütierte sie in Balanchines Brahms-Schönberg Quartett. Es folgten die Fliederfee in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška), Olympia in Neumeiers Kameliendame sowie gewichtige Solopassagen in der Neuproduktion von Forsythes Limb's Theorem. In der Spielzeit 2005/2006 tanzte sie u.a. die Rekonstruktion des Anna Pavlova-Solos Die Nacht von Nikolai Legat und den Pas de quatre von Léonid Jacobson im Rahmen der Terpsichore Galas V und VI. 2007 kreierte sie in Jörg Mannes Der Sturm die Partie der Miranda.

Debut 2005/2006
Marschallin in Die silberne Rose (Graeme Murphy)
Erste und dritte Solovariation im Schattenakt in La Bayadère (P. Bart)
Clémence in Raymonda (R. Barra)

Debut 2006/2007
Zweiter Pas de deux in Century Rolls (D. Bombana)
Charlotte, Verlobte von Prinz Siegfried in Schwanensee (R. Barra)
Odaliske und Gulnara in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)

Debut 2007/2008
Miranda in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Große Fuge (H. van Manen)
Solopaar im 4. Satz in Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Adagio Hammerklavier (H. van Manen)
Violakonzert/II (M. Schläpfer), Kreation
Aus Holbergs Zeit (J. Cranko)

Debut 2008/2009
Mutter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Dame in Blau in Les Biches (B. Nijinska)
Aurora in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Marguerite in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation
Henriette in Raymonda (M. Petipa)

Debut 2010/2011
Bathilde, Myrtha in Gisella-Mats Ek (M.Ek)
Ballerina in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Pas de deux in Artifact (W. Forsythe)
Woman 2 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Lykanion in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Freudenmädchen in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Die Königinmutter in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Dulcinea in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Nieves in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Five Brahms Waltzes In The Manner Of Isadora Duncan (F. Ashton)

Debut 2012/2013
Die Frau des Mohren in The Moor's Pavane (José Limón)
Solistin 2. Satz in Choreartium (L. Massine)
Athena Parthenos in Helden (T. Kohler)

Debut 2013/2014
Gräfin Capulet in Romeo und Julia (J. Cranko)