Steps & Times - Biographien
Steps & Times
Kenneth MacMillan
Scènes de ballet / Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan / Frühlingsstimmen / Das Lied von der Erde
Musik von Igor Strawinsky, Johannes Brahms, Johann Strauß und Gustav Mahler
Nationaltheater
Dienstag, 19. Februar 2013
Das Lied von der Erde
Bühne und Kostüme
Nicholas Georgiadis wurde 1923 in Athen geboren. Nach einem Architekturstudium in Athen und New York wandte er sich 1953 dem Theaterdesign zu, das er an der Slade School in London studierte. Dieser Institution blieb er später als Lehrer verbunden. Georgiadis entwickelte sich nicht nur zu einem der berühmtesten Theaterdesignern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern profilierte sich auch als Maler mit unzähligen internationalen Ausstellugen. 1984 wurde er zum Commander of the British Empire ernannt. Er starb im Jahre 2001. Besonders eng waren seine künstlerischen Bindungen zum Londoner Royal Ballet und hier besonders an den Choreographen Kenneth MacMillan. Daneben war er für Rudolf Nurejew der wichtigste Aussttungs-Partner, er betreute unzählige Nurejew-Choreographien und Inszenierungen auf der ganzen Welt. Auch als Opern- und Filmdesigner war er international tätig.
Von seinen Ballett-Arbeiten seinen stellvertretend genannt: MacMillan Danses Concertantes, House of Birds, Noctambules, Agon, The Burrow, The Invitation, Las Hermanas, Das Lied von der Erde, Manon, Mayerling, Orpheus (für das Royal Ballet), Benjamin Britten's Prince of the Pagodas (für das Royal Opera House), Schwanensee (für das Berliner Opernhaus); Nureyev's Nussknacker, The Tempest and MacMillan's Manon (für das Royal Ballet und die Pariser Oper), Schwanensee (für die Wiener Staatsoper), Dornröschen (für La Scala, Mailand, für das National Ballet of Canada, für die Wiener Staatsoper und für das London Festival Ballet), Raymonda (für das AB T, das Züricher Opernhaus und die Pariser Oper), Manfred (für das Züricher Opernhaus), Don Quixote (für die Züricher, Berliner und Pariser Operhäuser und das International Ballet Festival, Boston); and Lynn Seymour's Intimate Letters (Sadler's Wells Royal Ballet).
Licht
John B. Read gilt seit mehr als vier Jahrzehnten als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten unter den internationalen Lichtdesignern. Am engsten verbunden dem Royal Ballet in London und dem Birmingham Royal Ballet, arbeitet er besonders auf dem Gebiet des Balletts mit allen großen Kompagnien der Welt und hat das Lichtkonzept vieler wichtiger Uraufführungen geprägt. Read begann als Mann des Schauspiels zu Beginn der Sechziger Jahre bei Laurence Olivier in Chichester und dann am National Theatre in London. Er betreute dabei so legendäre Produktionen mit Olivier wie Tchechows „Onkel Wanja“ und Strindbergs „Totentanz“. Es waren John Cranko und Glen Tetley, die ihn schließlich zum Ballett hinüberzogen. 1965 war er in Stuttgart für die Lichteinrichtung des Uraufführungs-Abends von „Das Lied von der Erde“ verantwortlich, das gemeinsam mit der Uraufführung von Crankos „Opus 1“ und MacMillans „Danses concertantes“ herauskam. 1967 folgte das Licht für Tetleys „Ziggurat“ beim Rambert Ballet. Seither ist John B. Read auf der ganzen Welt vor allem als Lichtdesigner für den Tanz bekannt. 1981 verpflichtete ihn das Londoner Royal Ballet als Beleuchtungschef. Neben der Licht-Revision bereits bestehender MacMillan-Werke wie „Romeo und Julia“,„Mayerling“ u.a., kreierte er das Licht für "Isadora“, „Der Pagodenprinz“ und „Winter Dreams“ sowie für Ashtons letztes Ballett, „Varii capricci“. Er war auch enger Mitarbeiter von Rudolf Nurejew, dessen Inszenierungen und Choreographien mit dem Bühnen- und Kostümbildner Nicholas Georgiadis er weltweit betreute. Unter den Operninszenierung, deren Lichteinrichtung er schuf, nennt Read besonders die Uraufführungsproduktion von Benjamin Brittens „Der Tod in Venedig“, die 1973 beim Aldeburgh-Festival herauskam und danach auch am Londoner Opernhaus Covent Garden und am Metropolitan Opera House in New York zu sehen war.
Musikalische Leitung
In Baltimore geboren, gab Myron Romanul bereits im Alter von 11 Jahren sein Debüt als Solopianist mit dem Boston Symphony Orchestra. Er studierte in Boston, wo er als Solist sowie als Mitglied des Boston Symphony Orchestra und des Boston Pops Orchestra mit Seiji Ozawa, Kurt Mazur, Arthur Fiedler, John Williams und anderen arbeitete. Im Jahr 1973 wurde Romanul mit dem New England Conservatory Ragtime Ensemble mit dem Grammy Award für "Best Classical Chamber Music" ausgezeichnet.
Nach Aufgaben als Assistant Music Director an der Boston Lyric Opera sowie als Erster Dirigent des Boston Ballet war er von 1985 bis 1990 Dirigent und Solopianist des Stuttgarter Balletts. Danach arbeitete er als 2. Kapellmeister und Assistenz-Generalmusikdirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1990-1994), als 1. Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor am Stadttheater Mainz (1994-1997) sowie als 1. Kapellmeister am Aalto Theater Essen. Außerdem ist Myron Romanul seit 1985 musikalischer Direktor des Fairbanks Summer Arts Festivals und erster Gastdirigent des Central Massachusetts Symphony Orchestra sowie seit 1999 Gastdirigent des Staatstheaters in Ankara.
Für das Bayerische Staatsballett dirigierte Romanul unter anderem Der Widerspenstigen Zähmung, Onegin, Don Quijote, Balanchines Brahms-Schönberg Quartett, Jacopo Godanis After Dark, Der Nussknacker, Romeo und Julia, La Bayadère. Außerdem übernahm er die musikalische Leitung zahlreicher Premieren, z. B. Die Silberne Rose, Bombana/Simon/ Godani und Le Corsaire.
Choreographie
wurde am 11. Dezember 1929 im schottischen Dunfermline geboren und starb am 29. Oktober 1992 in London. Er absolvierte seine Ballettausbildung bei Phyllis Adams in Great Yarmouth und, ab 1945, an der Sadler's Wells (heute Royal) Ballet School in London.
1946 - 48 war er als Tänzer am Sadler's Wells Theatre Ballet, 1948 - 52 am Sadler's Wells (später Royal) Ballet, 1952 nochmal am Sadler's Wells Theatre Ballet engagiert.
1952 - 64 arbeitete er als Choreograph bei letzteren beiden Kompagnien, 1965/66 als ständiger Choreograph des Royal Ballet. 1966 - 69 ging er als Ballettdirektor an die Deutsche Oper in Berlin.
1970 - 77 war er Direktor des Royal Ballet in London, und 1977 - 1992 Principal Choreographer beim Royal Ballet.
MacMillan choreographierte auch fürs Stuttgarter Ballett, die Touring Company des Royal Ballet und fürs Fernsehen. 1984 - 89 Artistic Associate beim American Ballet Theatre in New York, 1989 - 92 in gleicher Position beim Houston Ballet. Außerdem war er als Theaterregisseur tätig.
1975 ernannte ihn die Universität Edinburgh zum Ehrendoktor. 1978 erhielt er den Evening Standard Ballet Award, 1979 den Queen Elizabeth II Coronation Award der Royal Academy of Dancing, 1980 den Krug Award for Excellence für Mayerling, 1980 den Society of West End Theatres Award für Gloria, item 1983 für Requiem.
1983 wurde Sir Kenneth MacMillan zum Knight of the British Empire geadelt.
Werke:
1953 Somnambulism (Kenton), Sadler's Wells Choreographic Group, London
Fragment (Kenton), Sadler's Wells Choreographic Group, London
1954 Laiderette (Martin), Sadler's Wells Choreographic Group, London
1955 Danses Concertantes (Strawinsky), Sadler's Wells Theatre Ballet, London
The House of Birds (Mompou, arr. Lanchbery), Sadler's Wells Theatre Ballet, London
1956 Noctambules (Searle), Sadler's Wells Theatre Ballet, London
Solitaire (Arnold), Sadler's Wells Theatre Ballet, London
Valse excentrique (Ibert), Sadler's Wells Theatre Gala, London
1957 Winter's Eve (Britten), American Ballet Theatre, Lissabon
Journey (Bartók), American Ballet Theatre Choreographic Group, New York
1958 The Burrow (Martin), Royal Ballet Touring Group, London
Agon (Strawinsky), Royal Ballet, London
1960 Le Baiser de la fée (Strawinsky), Royal Ballet, London
The Invitation (Seiber), Royal Ballet Touring Company, Oxford
1961 The Seven Deadly Sins (Weill), Western Theatre Ballet, Edinburgh
Diversions (Bliss), Royal Ballet, London
Dance Suite (Milhaud), Royal Ballet School Performance, London
1962 The rite of Spring (Strawinsky), Royal Ballet London,
Dance Suite ( Milhaud), Royal Ballet School Performance, London
1963 Symphony (Schostakowitch), Royal Ballet, London
Las Hermanas (Martin), Stuttgarter Ballett, Stuttgart, 1975 München
1964 La Création du monde (Milhaud), Royal Ballet Touring Company, Stratford
Images of Love (Tranchell), Royal Ballet, London
1965 Romeo and Juliet (Prokofiew), Royal Ballet, London
Song of the Earth (Mahler), Stuttgarter Ballett, Stuttgart, 2007 München
1966 Valses nobles et sentimentales (Ravel), Deutsche Oper Berlin, Berlin
Concerto (Schostakowitch), Deutsche Oper Berlin, Berlin
1967 Anastasia (elektronisch, einaktige Version) Deutsche Oper Berlin, Berlin
1968 Olympiad (Strawinsky), Deutsche Oper Berlin, Berlin
The Sphinx (Milhaud), Stuttgarter Ballett, Stuttgart
Cain and Abel (Panufnik), Deutsche Oper Berlin, Berlin
1970 Miss Julie (Panufnik), Stuttgarter Ballett, Stuttgart
Checkpoint (Gerhardt), Royal Ballet New Group, Manchester
1971 Anastasia (Tschaikowsky,Martinu; dreiaktige Version), Royal Ballet, London
Triad (Prokofiew), Royal Ballet, London
1972 Ballade (Fauré), Royal Ballet New Group, Lissabon
Side Show (Strawinsky), Royal Ballet, Liverpool
The Poltroom (Maros), Royal Ballet New Group, London
1973 Pavane (Fauré), Royal Ballet, London
Seven Deadly Sins (Weill, neue Version), Royal Ballet, London
1974 Manon (Massenet, arr. Lucas), Royal Ballet, London, 2000 München
Elite Syncopations (Joplin), Royal Ballet, London, 1985 München
1975 The Four Seasons (Verdi), Royal Ballet, London
Rituals (Bartók), Royal Ballet, London
1976 Requiem (Fauré), Stuttgarter Ballett, Stuttgart
Feux follets (Liszt), Eislaufsolo für John Curry
1977 Gloriana (Britten), Royal Ballet, London
1978 Mayerling (Liszt, arr. Lanchbery), Royal Ballet, London
My Brother, My Sisters (Schönberg, von Webern), Stuttgarter Ballett, Stuttgart
6. Juni: Hommage für Ninette de Valois (Barber), Sadler's Wells Royal Ballet, London
Métaboles (Dutilleux), Ballett der Pariser Oper, Paris
1979 La Fin du jour (Ravel), Royal Ballet, London
Playground (Cross), Sadler's Wells Royal Ballet, Edinburgh
1980 Gloria (Poulenc), Royal Ballet, London
1981 Isadora (Bennett), Royal Ballet, London
Wild Boy (Cross), American Ballet Theatre, Washington, D.C.
1982 Verdi Variations (Verdi), Alterballeto, Reggio-Emilia
Quartet (Verdi), Sadler's Wells Royal Ballet, Bristol
Orpheus (Strawinsky), Royal Ballet, London
1983 Valley of Shadows (Tschaikowsky, Martinu), Royal Ballet, London
The Seven Deadly Sins (Weill; neue Version), Britisches Fernsehen
1984 Different Drummer (von Webern), Royal Ballet, London
1986 Le Baiser de la fée (Strawinsky, neue Version), Royal Ballet, London
1989 The Prince of the Pagodas (Britten), Royal Ballet, London
1990 Farewell (Tschaikowsky, später Teil von Winter Dreams), Royal Ballet, London
1991 Winter Dreams (Tschaikowsky, arr. Gammon), Royal Ballet, London
1992 The Judas Tree (Elias), Royal Ballet, London
Musik
Die Frau
Solistin
Ekaterina Petina, geboren in Sevastopol, begann mit 10 Jahren ihre Ausbildung an der Waganova Akademie in St. Petersburg. 2001 trat sie ihr erstes Engagement am Mariinsky Theater in St. Petersburg an. Zu ihren solistischen Rollen dort zählten Balanchines „Rubies“, Partien in William Forsythes „In the Middle, Somewhat Elevated“, „Approximate Sonata“ und „Steptext“ und mehrere Feen in „Dornröschen“. Mit dem Mariinsky Ballett nahm sie an zahlreichen Tourneen u.a. durch Japan, England, China, Kanada und Mexiko teil.
Ernennung zur Halbsolistin 2009/10. Solistin seit der Spielzeit 2011/12.
Debut 2009/2010
Olympia in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Freundin in Raymonda (M. Petipa)
Odalisken in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Pas de deux 2 in Artifact (W. Forsythe)
Rivalin in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Debut 2010/2011
Woman 3 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Nymphe in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T, Kohler)
Fliederfee, Fee Violente, Herzogin und Rubin in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinzessin Odette in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Dulcinea in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Mercedes in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Debut 2011/2012
Katharina in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinzessin Natalia in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Louise in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Broken Fall (R. Maliphant)
1. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Odette/Odile in Schwanensee (Ray Barra/Lew Iwanow/Marius Petipa)
Debut 2012/2013
Nikija in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
2. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J.Robbins)
Die Frau in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
6. Variation in Birthday Offering (F. Ashton)
Der Mann
Erster Solist
Cyril Pierre, im französischen Nancy geboren, begann mit acht Jahren am Conservatoire der Stadt mit dem Tanzstudium. Er wechselte später an die Ballettschule der Pariser Oper, bei der Serge Golovine sein wichtigster Lehrer wurde.
Sein erstes Engagement erhielt er beim Ballet National de Marseille unter Roland Petit, der ihn 1990 zum Solisten und 1992 zum Etoile ernannte. 1996 folgte er dem Ruf von Helgi Tomasson zum San Francisco Ballet. Als Principal Dancer dieser nach ABT und NYCB wichtigsten amerikanischen Ballettcompagnie tanzte er alle Klassiker sowie das bedeutende zeitgenössische Repertoire der Compagnie, darunter viele für ihn kreierte Werke u.a. von Helgi Tomasson und James Kudelka.
Cyril Pierre ist darüber hinaus weltweit ein gefragter Gastballerino und tanzte u. a. am Nationaltheater in Prag, in Neapel, an der Mailänder Scala, beim Ballett der Berliner Staatsoper sowie bei Galaabenden in allen Metropolen zwischen New York, Paris und Tokio.
Mit Beginn der Spielzeit 2002/2003 kam Cyril Pierre, zusammen mit Lucia Lacarra, als Erster Solist zum Bayerischen Staatsballett.
Hier tanzte er in seiner ersten Saison in Jerome Robbins' In the Night, die Titelrolle in John Crankos Onegin, Prinz Siegfried in Schwanensee, Abderakhman in Raymonda, Demetrius in John Neumeiers Ein Sommernachtstraum und im Rahmen des Abends Porträt John Neumeier in den Balletten Dämmern und Jupiter Sinfonie.
In den folgenden Jahren konnte er sowohl sein klassisches als auch sein zeitgenössisches Repertoire um einige wichtige Rollen erweitern, u.a. um Günther in Der Nussknacker (John Neumeier), Oberon/Theseus in Ein Sommernachtstraum (John Neumeier) und Prinz Désiré in Dornröschen (Marius Petipa/Ivan Liška).
Debuts 2004/2005
Romeo und Mercutio in Romeo und Julia (J. Cranko)
Gaston in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Black Cake (H. van Manen)
Bella Figura (J. Kylián)
Agon (G. Balanchine)
Solor in La Bayadère (P. Bart)
Debuts 2005/2006
Baron Ochs in Die silberne Rose (G.Murphy), Kreation
Century Rolls (D. Bombana), Kreation
Hilarion in Giselle (P. Wright)
Debut 2006/2007
Prinz Albrecht in Giselle (P. Wright)Debut 2006/2007
Lankedem und Birbanto in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Debut 2007/2008
Prospero in Der Sturm (J. Mannes)
Große Fuge (H. van Manen)
Adagio Hammerklavier (H. van Manen)
Debut 2008/2009
Vater in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Tybalt in Romeo und Julia (J. Cranko)
Shahriar in Shéhérazade (M. Fokine)
Erster Athlet in Les Biches (B. Nijinska)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation
Debut 2009/2010
Abderakhman in Raymonda (M. Petipa
Freund der Ballerina des 20. Jahrhunderts in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler), Kreation
Debut 2010/2011
Zar in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Pas de deux in Artifact (W. Forsythe)
Mann 1 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Carabosse in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Prinz Leopold in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Don Quijote in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
El Trianero, Matador in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Debut 2011/2012
Ballettmeister Drosselmeier in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Hortensio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Der Mann in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Der Verlobte in Las Hermanas (K. MacMillan)
Witwe Simone in La Fille mal gardée (F. Ashton)
Debut 2012/2013
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Der Mohr in The Moor's Pavane (José Limón)
Partner der Primaballerina und Pas de deux in Birthday Offering (F. Ashton)
Der Ewige
Erster Solist
Lukáš Slavický, in Prag geboren, absolvierte seine Ausbildung am Prager Konservatorium, dessen Ballettabteilung sein Vater Jaroslav Slavický leitet. Beide Eltern waren Solisten, und so fiel der Apfel tatsächlich nicht weit vom Stamm - Lukáš Slavický machte sehr bald auf sich aufmerksam. Schon in der Schule stieg er hoch ein mit Solorollen im Nussknacker und in La fille mal gardée. Bei einem Gastspiel der Schule am Theater in Brünn zeigte er bereits den Don Quijote- Pas de deux. Für diesen, wie für viele andere Auftritte, wählte er Zuzana Zahradníková als Partnerin, die ebenso wie Lukas mit Beginn der Spielzeit 1999/2000 zum Bayerischen Staatsballett kam.
1997 gewann Lukáš Slavický den 1. Preis beim Ballettwettbewerb in Wien, 1998 war er Finalist beim Prix de Lausanne und gewann den 3. Preis beim Nurejew-Wettbewerb in Budapest; 1999 nahm er am Japanischen Ballettwettbewerb in Nagoja teil und gewann den 3. Preis. Er tanzte schon vor seinem ersten professionellen Engagement bei Gala-Abenden, u.a. 1997 und 1998 bei der Birgit-Keil-Stiftung in Ludwigsburg, 1998 beim Gala-Abend anlässlich der Verleihung des Deutschen Tanzpreises an Birgit Keil, 1999 im Kreml-Palast in Moskau mit dem Jeune Ballet de France und 1999 bei der Nurejew-Gedächtnis-Gala in Budapest.
Im Frühling 2003 wurde ihm in Moskau die höchste Auszeichnung der Tanzwelt zuteil, als eine internationale Jury den Prix Benois de la Danse in der Kategorie "Bester männlicher Tänzer" an ihn verlieh.
Seit der Spielzeit 1999/2000 ist Lukáš Slavický beim Bayerischen Staatsballett engagiert. Zunächst noch als Gruppentänzer, übernahm er schon bald erste Soloaufgaben im Pas de six in Giselle und als Vogel-Geist in John Neumeiers A Cinderella Story. Zu Beginn der Spielzeit 2000/2001 debütierte er gleich als Romeo in Crankos Romeo und Julia, und nachdem er diese Aufgabe glänzend bewältigt hatte, übertrug Ivan Liška ihm den Prinzen in Neumeiers A Cinderella Story; beides zunächst an der Seite von Anna Villadolid. Lucinda Childs kreierte für Lukáš Slavický 2001 eine Hauptpartie in Händel/Corelli. Im Dezember 2001 tanzte er zum ersten Mal den Jean de Brienne in Raymonda.
Mit Beginn der Spielzeit 2002/2003 wurde er folgerichtig zum Solisten ernannt und tanzte im September auf dem Venedig-Gastspiel den Basilio in Don Quijote mit Maria Eichwald als Kitri. Danach erarbeitete er sich die Partie des Lenski in Crankos Onegin sowie den Lysander in Neumeiers Ein Sommernachtstraum. Des Weiteren tanzte er eine Solo-Partie in John Neumeiers Jupiter-Sinfonie und in After Dark von Jacopo Godani. Zu Beginn der Spielzeit 2003/04 ernannte Ivan Liška ihn zum Ersten Solisten. Er erweiterte sein Repertoire um Günther in Der Nussknacker (John Neumeier), Prinz Désiré, den Blauen Vogel und Pas Fabergé in Dornröschen (Marius Petipa/Ivan Liška), den Bräutigam in Svadebka (Jiří Kylián), das Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine), Solo (Hans van Manen), The second detail (W. Forsythe) und Apartment (Mats Ek).
Debut 2004/2005
Limb's Theorem (W. Forsythe)
Agon (G. Balanchine)
Five Tangos (H. van Manen)
Solo (H. van Manen)
Debut 2005/2006
Ricercare (Solo von I. Liska), Kreation für die Terpsichore-Gala V
Octavian in Die silberne Rose (G. Murphy), Kreation
Century Rolls (D. Bombana)
My Way (S. Thoss)
Debut 2006/2007
Konrad in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Debut 2007/2008
Ferdinand in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Große Fuge (H. van Manen)
Aus Holbergs Zeit (J. Cranko)
Adagio Hammerklavier (H. van Manen)
Debut 2008/2009
Benvolio in Romeo und Julia (J. Cranko)
Mercutio in Romeo und Julia (J. Cranko)
Goldener Sklave in Shéhérazade (M. Fokine)
Armand und Gaston Rieux in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation
Debut 2009/2010
Hilarion in Giselle - Mats Ek (M. Ek)
Debut 2010/2011
Man 2 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Petruccio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Graf Alexander in Illusionen wie Schwanensee (J. Neumeier)
Debut 2011/2012
Basilio in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Frühlingsstimmen (F. Ashton)
Der Ewige in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Colas in La Fille mal gardée (F. Ashton)
Debut 2012/2013
Solor in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
1. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Der Freund des Mohren in The Moor's Pavane (José Limón)
Prometheus in Helden (T. Kohler)
Von der Jugend
Corps de ballet
Guiliana Bottino wurde in Catania/Italien geboren und begann im Alter von sechs Jahren zu tanzen. Sie erhielt ihre Ausbildung an der Elmhurst School for Dance in Association with Birmingham Royal Ballet. In der Spielzeit 2007/2008 war sie beim Cannes Jeune Ballet in Frankreich engagiert.
In der Spielzeit 2008/2009 wechselte sie als Gruppentänzerin zum Bayerischen Staatsballett.
Debut 2009/2010
Cello in Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere (Duato)
Debut 2010/2011
Chloé in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Weiße Katze in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Die Fee Miette qui tombent (Fee der Freigiebigkeit) in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Debut 2011/2012
"Esmeralda und die Narren" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Frau in Das Mädchen und der Messerwerfer (S. Sandroni)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Debut 2012/2013
Solistin im Hindu-Tanz in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
Solo "Von der Jugend" in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Von der Schönheit
Corps de ballet
Mia Rudic wuchs in Novi Sad in Serbien/Montenegro auf und begann dort mit 9 Jahren ihre Tanzausbildung, die sie in Belgrad an der "Lujo Davico"- Schule fortsetzte. 2003 wechselte sie zu John Neumeier an die Hamburger Ballettschule, bei der sie nach 2 ½ Jahren ihren Abschluss machte.
Mia Rudic wurde im Herbst 2005 als Volontärin beim Bayerischen Staatsballett engagiert und ist seit der Spielzeit 2006/2007 Mitglied des Corps de ballet.
Debut 2009/2010
Die russische Ballerina in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Debut 2010/2011
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Debut 2011/2012
Die vierte Schwester in Las Hermanas (K. MacMillan)
Debut 2012/2013
"La fille du Pharao" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Mezzosopran
Okka von der Damerau, geboren in Hamburg, begann ihr Gesangsstudium in Rostock und schloss es an der Hochschule für Musik Freiburg ab. Erste Engagements führten sie parallel zum Studium an die Theater in Rostock (2000 bis 2002) und Freiburg (2003 bis 2005). Von 2006 bis 2010 war sie Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover und wirkte u.a. in der Uraufführung von Edward Rushtons Die fromme Helene mit, sang Erda (Das Rheingold), Maddalena (Rigoletto) und Dritte Dame (Die Zauberflöte). 2008/09 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper als Erste Magd (Elektra), seit der Spielzeit 2010/11 ist sie Ensemblemitglied. Partien hier 2012/2013: u.a. Dryade (Ariadne auf Naxos), Hänsel (Hänsel und Gretel), Mary (Der fliegende Holländer), Schenkwirtin (Boris Godunow), Dritte Nymphe (Rusalka), Suzuki (Madama Butterfly), Grimgerde, Floßhilde (Der Ring des Nibelungen), Emilia (Otello).
Tenor
Tenor
Der Österreicher und ehemalige Wiener Sängerknabe Herbert Lippert zählt zu den gefragten Tenören unserer Zeit, er musiziert mit international wichtigen Orchestern und singt an den bedeutendsten Bühnen der Welt.
Die ersten Förderer seiner Stimme waren Sir Georg Solti und Wolfgang Sawallisch, unter deren Leitung zahlreiche Aufnahmen wie Die Schöpfung, Don Giovanni und Die Meistersinger von Nürnberg entstanden. 1997 wurde Herbert Lippert für die Interpretation der Rolle des David in Die Meistersinger von Nürnberg unter der Leitung von Sir Georg Solti mit dem Grammy Award ausgezeichnet. Zu den Höhepunkten der Jahre 2010/2011 gehören Einspielungen und Konzerte mit Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti, Fabio Luisi und Franz Welser-Möst. Nach einer 15-jährigen intensiven Betätigung am Konzertsektor gilt nun das Hauptinteresse der Oper mit dem künstlerischen Zentrum Wien. An der Wiener Staatsoper debütierte er im Jahr 1985 in La traviata und sang hier Rollen wie etwa Tamino (Die Zauberflöte), Matteo (Arabella), Flamand (Capriccio), Don Ottavio (Don Giovanni), Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) oder Alfred (Die Fledermaus).
Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan
Musikalische Leitung
In Baltimore geboren, gab Myron Romanul bereits im Alter von 11 Jahren sein Debüt als Solopianist mit dem Boston Symphony Orchestra. Er studierte in Boston, wo er als Solist sowie als Mitglied des Boston Symphony Orchestra und des Boston Pops Orchestra mit Seiji Ozawa, Kurt Mazur, Arthur Fiedler, John Williams und anderen arbeitete. Im Jahr 1973 wurde Romanul mit dem New England Conservatory Ragtime Ensemble mit dem Grammy Award für "Best Classical Chamber Music" ausgezeichnet.
Nach Aufgaben als Assistant Music Director an der Boston Lyric Opera sowie als Erster Dirigent des Boston Ballet war er von 1985 bis 1990 Dirigent und Solopianist des Stuttgarter Balletts. Danach arbeitete er als 2. Kapellmeister und Assistenz-Generalmusikdirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1990-1994), als 1. Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor am Stadttheater Mainz (1994-1997) sowie als 1. Kapellmeister am Aalto Theater Essen. Außerdem ist Myron Romanul seit 1985 musikalischer Direktor des Fairbanks Summer Arts Festivals und erster Gastdirigent des Central Massachusetts Symphony Orchestra sowie seit 1999 Gastdirigent des Staatstheaters in Ankara.
Für das Bayerische Staatsballett dirigierte Romanul unter anderem Der Widerspenstigen Zähmung, Onegin, Don Quijote, Balanchines Brahms-Schönberg Quartett, Jacopo Godanis After Dark, Der Nussknacker, Romeo und Julia, La Bayadère. Außerdem übernahm er die musikalische Leitung zahlreicher Premieren, z. B. Die Silberne Rose, Bombana/Simon/ Godani und Le Corsaire.
Choreographie
Sir Frederick Ashton, geboren am 17. September 1904 in Guayaquil (Ecuador), gestorben am 19. August 1988 in Eye/Suffolk (England)
Ashton kam 1922 nach London und nahm Unterricht bei Léonide Massine, später bei Marie Rambert, die sein choreografisches Talent erkannte und ihn 1926 zu seinem ersten Ballett anregte. 1927 engagierte ihn Ida Rubinstein als Tänzer, 1929 kehrte er zu Rambert zurück und choreografierte für den Ballet Club und die Camargo Society. 1935 verpflichtete ihn Ninette de Valois ans Vic-Wells Ballet (später Sadler's Wells Ballet, heute Royal Ballet) als Tänzer und Chefchoreografen. Darüber hinaus war er stellvertretender Direktor (1952-63) und Direktor (1963-70) der Kompanie. Ashtons eleganter, lyrischer und musikalischer Stil prägte in seiner Klarheit den englischen Tanz – und das Ballett des 20. Jahrhunderts. Viele Werke schuf er für die Ballerina Margot Fonteyn, deren Karriere er mit seinen Choreografien 25 Jahre lang maßgeblich beeinflusste. Nach dem Ausscheiden aus der Direktion des Royal Ballet, für das er die meisten Stücke schuf, arbeitete der 1962 in den Adelsstand erhobene Ashton als freier Choreograf. Er war an den Filmen The Tales of Hoffmann und The Tales of Beatrix Potter und verschiedenen Operninszenierungen beteiligt.
Hauptwerke: Façade (1931), Les patineurs (1937), Dante Sonata (1940), Symphonic Variations (1946), Scènes de ballet (1948), Cinderella (1948), Illuminations (1950), Daphnis und Chloe (1951), Sylvia (1952), Undine (1958), La Fille mal gardée (1960), Les deux pigeons (1961), Marguerite and Armand (1963), The Dream (1964), Monotones (1965 und 1966), Enigma Variations (1968), A Month in the Country (1976), Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan (1975/1976)
Im Münchner Repertoire war und ist Ashton sparsam vertreten. Die deutsche Erstaufführung seines Meisterwerks La fille mal gardée, 1971 im Nationaltheater, mit Gislinde Skroblin, Heinz Bosl und Ferenc Barbay, wurde als Sensation gefeiert. Das Ballett blieb im Repertoire über die Jahrzehnte bis hin zur Neueinstudierung beim Bayerischen Staatsballett 1994. Nach einer längeren Pause kehrt die Ballettkomödie 2012 im Rahmen der Saison "Very British!?" wieder auf den Spielplan zurück.
1972 hatte Ashtons Les Rendezvous Premiere im Nationaltheater. Das charmante kleine Werk verschwand allerdings nach wenigen Aufführungen wieder vom Spielplan. Im Rahmen einer Gala sah man 1996 Ashtons Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan, im Nationaltheater zum ersten Mal, getanzt von Evelyn Hart. Zehn Jahre später wurde es mit Sherelle Charge und Stephanie Hancox Teil des Staatsballett-Repertoires und ist auch Teil der Premiere Steps & Times im Dezember 2011. Mit dieser Premiere, die dem britischen Tanz gewidmet ist, kommt auch eines der wichtigsten Werke von Ashton, Scènes de ballet, nach München, außerdem Ashtons zauberhafte und leichtgewichtige Pièce d’occasion Frühlingsstimmen, ein Pas de deux, der 2006 im Rahmen der Terpsichore-Gala IV zum ersten Mal in München zu sehen gewesen war.
Ein weiteres wesentliches Werk von Ashton wird das Gastspiel des Birmingham Royal Ballet im Rahmen der Ballettwoche 2012 bringen: sein Shakespeare-Ballett The Dream, in München bisher nur in Form seines zentralen Pas de deux im Rahmen der Ballettwochen-Gala 1972 vertreten.
Musik
Solistin
Solistin
Séverine Ferrolier, geboren in Toulon/Frankreich, erhielt ihre Ausbildung im Centre de Danse Christiane Espitalier de La Valette. Im Anschluss daran tanzte sie an der Oper Toulon, beim Ballet National de Nancy unter Pierre Lacotte und beim English National Ballet in London. Von 1997 bis 2004 war sie beim Leipziger Ballett unter Uwe Scholz engagiert, seit 2002 als Solistin. Scholz kreierte für sie u.a. Rollen in Bruckner 8, das Solo Non, je ne regrette rien und eine Partie in der h-Moll-Messe. Daneben tanzte sie die Mathilde in Rot und Schwarz.
Mit der Spielzeit 2004/2005 trat Séverine Ferrolier ihr Engagement beim Bayerischen Staatsballett an. Bereits beim Athen-Gastspiel des Bayerischen Staatsballetts im Juni 2004 debütierte sie in Balanchines Brahms-Schönberg Quartett. Es folgten die Fliederfee in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška), Olympia in Neumeiers Kameliendame sowie gewichtige Solopassagen in der Neuproduktion von Forsythes Limb's Theorem. In der Spielzeit 2005/2006 tanzte sie u.a. die Rekonstruktion des Anna Pavlova-Solos Die Nacht von Nikolai Legat und den Pas de quatre von Léonid Jacobson im Rahmen der Terpsichore Galas V und VI. 2007 kreierte sie in Jörg Mannes Der Sturm die Partie der Miranda.
Debut 2005/2006
Marschallin in Die silberne Rose (Graeme Murphy)
Erste und dritte Solovariation im Schattenakt in La Bayadère (P. Bart)
Clémence in Raymonda (R. Barra)
Debut 2006/2007
Zweiter Pas de deux in Century Rolls (D. Bombana)
Charlotte, Verlobte von Prinz Siegfried in Schwanensee (R. Barra)
Odaliske und Gulnara in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Debut 2007/2008
Miranda in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Große Fuge (H. van Manen)
Solopaar im 4. Satz in Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Adagio Hammerklavier (H. van Manen)
Violakonzert/II (M. Schläpfer), Kreation
Aus Holbergs Zeit (J. Cranko)
Debut 2008/2009
Mutter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Dame in Blau in Les Biches (B. Nijinska)
Aurora in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Marguerite in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation
Henriette in Raymonda (M. Petipa)
Debut 2010/2011
Bathilde, Myrtha in Gisella-Mats Ek (M.Ek)
Ballerina in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Pas de deux in Artifact (W. Forsythe)
Woman 2 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Lykanion in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Freudenmädchen in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Die Königinmutter in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Dulcinea in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Debut 2011/2012
Nieves in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Five Brahms Waltzes In The Manner Of Isadora Duncan (F. Ashton)
Debut 2012/2013
Die Frau des Mohren in The Moor's Pavane (José Limón)
Solistin 2. Satz in Choreartium (L. Massine)
Begrüßungs-Statement im Herbst 2004:
Séverine Ferrolier trafen wir nach einer Probe zu Limb´s Theorem und fragten, in welchem Verhältnis die Arbeit an diesem Forsythe-Stück zum klassischen Training steht: "Man muss sich breiter, größer und riskanter bewegen, ohne Halt zu machen und sich zu kontrollieren, wie es in klassischen Posen möglich ist. Wenn man morgens trainiert, muss alles fest und stabil sein. Ich habe den Eindruck, dass es hier genauso sein muss - aber mit mehr Risiko, länger und extremer, tiefer in alle Bewegungen hineingehend, damit die neuen Linien deutlich zu sehen sind. Sonst bleibt es klassisches Ballett. Die Linien unserer Körper, die sich ergeben, wenn wir ein Stück von William Forsythe tanzen, beruhen auf einer anderen Ästhetik: ein anderer Körper, ein anderes Denken, ein anderes Verständnis unserer Muskulatur und Bewegung, auch der, die innen passiert. Man bekommt neue Impulse und nimmt sie anders auf, der Körper reagiert darauf und folgt. Wir sind ständig damit beschäftigt und entdecken jeden Tag etwas Neues. Dadurch kann man sich analysieren, allmählich verstehen, was wir gerade gemacht haben. Man lässt den Körper einfach mitmachen und lernt dadurch eine andere Art von Bewegung. Das ist eine schöne, kreative Arbeit. Wenn wir improvisieren, bekommen wir Informationen, wie wir improvisieren sollen. Aber wie wir das, jeder für sich, verstehen und spontan verarbeiten, das gehört uns. Darum ist es, glaube ich, auch für die Crew der ehemaligen Forsythe-Tänzer, die sein Stück mit uns einstudieren, und für unsere Ballettmeister schön, jeden Einzelnen zu sehen. Da sehen sie unterschiedliche Menschen, Charaktere, Persönlichkeiten. Auch Intelligenz. Aber sie brauchen viel Geduld, denn wir sind diese Arbeitsweise nicht gewohnt. Am Ende werden wir Vorgaben haben, die wir respektieren müssen; aber wir haben auch die Möglichkeit mit den Elementen zu improvisieren, die wir bis jetzt - auch schon in dem Workshop vor den Ferien - erarbeitet haben. Während des Urlaubs hat das Unbewusste von allein daran gearbeitet. Jetzt ist die Compagnie besser imstande zu verstehen, was man von uns erwartet. Es ist ein langfristiger Prozess, bis sich das entwickelt. Damit uns die neuen Bewegungen und Gedanken zu einer zweiten Natur werden und natürlich aussehen lassen, brauchten wir auch einen Abstand, so dass wir nun das Bewusstsein der täglichen Arbeit und das, was im Unterbewusstsein passiert ist, kombinieren können. Man muss die Tanzsprache von Forsythe verdauen, aber natürlich auch jeden Tag üben."
Diese aktuelle Erfahrung passt zu Séverine Ferroliers Überlegungen, warum sie nach München kam: "Man kann bekanntlich nicht ewig tanzen. Deshalb möchte ich die Zeit nutzen, um Neues zu entdecken, mit verschiedenen Choreographen zu arbeiten und eine andere Umgebung kennenzulernen. Ich habe in Leipzig sieben Jahre lang mit Uwe Scholz gearbeitet, und das war eine sehr wichtige Erfahrung für mich. Ich habe schöne Choreographien von ihm getanzt, viel gelernt und schließlich den Eindruck gehabt, in Leipzig alles, was mir dort möglich war, erreicht zu haben. Als ich fühlte weitergehen zu sollen, wollte ich diesem Impuls ehrlich folgen und in eine schöne Compagnie mit einem guten Renommee gehen, wo viele gute Choreographen arbeiten und viele unterschiedliche Stücke im Repertoire sind. Eine breite Erfahrung ist wichtig für eine Tänzerin. Für München habe ich mich auch entschieden, weil ich viele gute Kritiken gelesen habe und einige Tänzer von hier schon kannte. Gestern Abend - in der Vorstellung Porträt Mats Ek - habe ich gesehen, wie stark die Tänzer sind und wie viel sie geben. Auch dadurch kann man weiter lernen. Es ist eine starke Compagnie mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. Wenn ich eine Vorstellung ansehe, habe ich Distanz, sitze im Publikum, sehe Tänzer und denke: Gut, ich gehöre auch zu diesen Menschen, zu dieser Compagnie, und das macht mich froh. Ich habe auch andere Besetzungen gesehen, aber ich vergleiche nicht, wer besser war. Jeder hat seine Kraft, seine Schönheit, sein Temperament, und man erkennt die Leute auch durch den Ausdruck, den sie auf der Bühne haben. Das ist das Schöne an der Kunst. Denn auf der Bühne benimmt man sich oft stärker als im alltäglichen Leben, und diese Kraft der Kunst bewirkt, dass man jemand ist, sich ausdrückt. Im Leben traut man sich ja manchmal nicht, das eine odere andere zu sagen, zu tun oder überhaupt zu denken. Und wenn man in einer Rolle, oder einfach mit einer Musik oder in einem Kostüm auf die Bühne geht, lässt man seine augenblicklichen Gefühle sprechen. Daher kommen die Kraft und das Temperament auf der Bühne. Das war gestern Abend beim Porträt Mats Ek der Fall. Die gleichen Gedanken hatte ich auch, als ich die Compagnie in anderen Stücken sah. Die Energie dieser Compagnie gefällt mir, die Atmosphäre, auch diese Leidenschaft, die wir haben.
Für mich selbst bevorzuge ich keine bestimmte Rolle und keinen spezifischen Stil. Ich bin offen, ganz Unterschiedliches auszuprobieren. So sehe ich auch unsere Aufgabe. Wir sind nicht nur körperlich begabt, sondern müssen auch unsere anderen Talente nutzen. Es geht darum, die richtigen Informationen zu bekommen, sie zu verstehen und dann die eigenen Erfahrungen zu benutzen, um etwas auf der Bühne auszudrücken. Für eine Rolle wird man besetzt, wenn man dafür bereit ist. Wenn mir jemand eine Rolle anbietet, habe ich ein schönes Gefühl, weil ich mir sage, dass er etwas Entsprechendes in mir gesehen hat. Dann werde ich versuchen, meine Beziehung dazu, auch wenn ich sie selbst vorher nicht gesehen habe, weiter zu entwickeln. Nehmen, was man bekommt, und geben, was man kann, dann ist es wie ein Ping-Pong-Spiel. Vertrauen und Respekt gehören zu diesem Austausch, das entspricht der Menschlichkeit."
Klavier
Pianistin
Maria Babanina wurde 1952 in Leningrad bzw. St. Petersburg geboren. Am dortigen Konservatorium studierte sie Klavier und Musikwissenschaft mit Schwerpunkt auf historischen Forschungen zur Ballettmusik. Zunächst wirkte sie als Pädagogin am Waganova-Institut, danach als Repetitorin am Maly-Theater, ab 1978 beim Kirov-Ballett.
Seit der Spielzeit 1990/91 ist Maria Babanina als Repetitorin beim Bayerischen Staatsballett engagiert, tritt aber auch als Solopianistin auf u.a. in in Trois Gnossiennes, Lieder ohne Worte, Zakouski, in Jérôme Robbins' Other Dances und In the Night sowie Frederick Ashtons Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan und Hans van Manens Adagio Hammerklavier. Die musikalische Einrichtung der Münchner Fassung von Raymonda 2002 ist ihre zweite Arbeit auf diesem Gebiet nach La Bayadère. Seit 2004 forschte sie für die Münchner Neufassung von Le Corsaire (Premiere Januar 2007), deren musikalische und dramaturgische Fassung in ihrer Verantwortung lag.
Maria Babanina ist Vorsitzende des Stiftungsrats der Alexander Glasunow-Stiftung.
Frühlingsstimmenwalzer
Musikalische Leitung
In Baltimore geboren, gab Myron Romanul bereits im Alter von 11 Jahren sein Debüt als Solopianist mit dem Boston Symphony Orchestra. Er studierte in Boston, wo er als Solist sowie als Mitglied des Boston Symphony Orchestra und des Boston Pops Orchestra mit Seiji Ozawa, Kurt Mazur, Arthur Fiedler, John Williams und anderen arbeitete. Im Jahr 1973 wurde Romanul mit dem New England Conservatory Ragtime Ensemble mit dem Grammy Award für "Best Classical Chamber Music" ausgezeichnet.
Nach Aufgaben als Assistant Music Director an der Boston Lyric Opera sowie als Erster Dirigent des Boston Ballet war er von 1985 bis 1990 Dirigent und Solopianist des Stuttgarter Balletts. Danach arbeitete er als 2. Kapellmeister und Assistenz-Generalmusikdirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1990-1994), als 1. Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor am Stadttheater Mainz (1994-1997) sowie als 1. Kapellmeister am Aalto Theater Essen. Außerdem ist Myron Romanul seit 1985 musikalischer Direktor des Fairbanks Summer Arts Festivals und erster Gastdirigent des Central Massachusetts Symphony Orchestra sowie seit 1999 Gastdirigent des Staatstheaters in Ankara.
Für das Bayerische Staatsballett dirigierte Romanul unter anderem Der Widerspenstigen Zähmung, Onegin, Don Quijote, Balanchines Brahms-Schönberg Quartett, Jacopo Godanis After Dark, Der Nussknacker, Romeo und Julia, La Bayadère. Außerdem übernahm er die musikalische Leitung zahlreicher Premieren, z. B. Die Silberne Rose, Bombana/Simon/ Godani und Le Corsaire.
Choreographie
Sir Frederick Ashton, geboren am 17. September 1904 in Guayaquil (Ecuador), gestorben am 19. August 1988 in Eye/Suffolk (England)
Ashton kam 1922 nach London und nahm Unterricht bei Léonide Massine, später bei Marie Rambert, die sein choreografisches Talent erkannte und ihn 1926 zu seinem ersten Ballett anregte. 1927 engagierte ihn Ida Rubinstein als Tänzer, 1929 kehrte er zu Rambert zurück und choreografierte für den Ballet Club und die Camargo Society. 1935 verpflichtete ihn Ninette de Valois ans Vic-Wells Ballet (später Sadler's Wells Ballet, heute Royal Ballet) als Tänzer und Chefchoreografen. Darüber hinaus war er stellvertretender Direktor (1952-63) und Direktor (1963-70) der Kompanie. Ashtons eleganter, lyrischer und musikalischer Stil prägte in seiner Klarheit den englischen Tanz – und das Ballett des 20. Jahrhunderts. Viele Werke schuf er für die Ballerina Margot Fonteyn, deren Karriere er mit seinen Choreografien 25 Jahre lang maßgeblich beeinflusste. Nach dem Ausscheiden aus der Direktion des Royal Ballet, für das er die meisten Stücke schuf, arbeitete der 1962 in den Adelsstand erhobene Ashton als freier Choreograf. Er war an den Filmen The Tales of Hoffmann und The Tales of Beatrix Potter und verschiedenen Operninszenierungen beteiligt.
Hauptwerke: Façade (1931), Les patineurs (1937), Dante Sonata (1940), Symphonic Variations (1946), Scènes de ballet (1948), Cinderella (1948), Illuminations (1950), Daphnis und Chloe (1951), Sylvia (1952), Undine (1958), La Fille mal gardée (1960), Les deux pigeons (1961), Marguerite and Armand (1963), The Dream (1964), Monotones (1965 und 1966), Enigma Variations (1968), A Month in the Country (1976), Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan (1975/1976)
Im Münchner Repertoire war und ist Ashton sparsam vertreten. Die deutsche Erstaufführung seines Meisterwerks La fille mal gardée, 1971 im Nationaltheater, mit Gislinde Skroblin, Heinz Bosl und Ferenc Barbay, wurde als Sensation gefeiert. Das Ballett blieb im Repertoire über die Jahrzehnte bis hin zur Neueinstudierung beim Bayerischen Staatsballett 1994. Nach einer längeren Pause kehrt die Ballettkomödie 2012 im Rahmen der Saison "Very British!?" wieder auf den Spielplan zurück.
1972 hatte Ashtons Les Rendezvous Premiere im Nationaltheater. Das charmante kleine Werk verschwand allerdings nach wenigen Aufführungen wieder vom Spielplan. Im Rahmen einer Gala sah man 1996 Ashtons Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan, im Nationaltheater zum ersten Mal, getanzt von Evelyn Hart. Zehn Jahre später wurde es mit Sherelle Charge und Stephanie Hancox Teil des Staatsballett-Repertoires und ist auch Teil der Premiere Steps & Times im Dezember 2011. Mit dieser Premiere, die dem britischen Tanz gewidmet ist, kommt auch eines der wichtigsten Werke von Ashton, Scènes de ballet, nach München, außerdem Ashtons zauberhafte und leichtgewichtige Pièce d’occasion Frühlingsstimmen, ein Pas de deux, der 2006 im Rahmen der Terpsichore-Gala IV zum ersten Mal in München zu sehen gewesen war.
Ein weiteres wesentliches Werk von Ashton wird das Gastspiel des Birmingham Royal Ballet im Rahmen der Ballettwoche 2012 bringen: sein Shakespeare-Ballett The Dream, in München bisher nur in Form seines zentralen Pas de deux im Rahmen der Ballettwochen-Gala 1972 vertreten.
Musik
Solistin
Demi-Solo
Die Japanerin erhielt ihre Tanzausbildung zunächst in ihrer Heimat am Hitomi Kikuchi Ballet, bevor sie 2005 an die Münchner Heinz-Bosl-Stiftung wechselte. In ihrer noch jungen Karriere gewann sie bereits zahlreiche Wettbewerbe, wie die NBA Ballet Competition of Japan 2004, die Saitama Dance Competition of Japan 2005 und wurde darüber hinaus beim Prix de Lausanne 2007 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
Zu Beginn der Spielzeit 2011/12 wurde Mai zur Halbsolistin ernannt.
Debut 2010/2011
Chloé in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Feenvariation und Prinzessin Prinzessin Florine in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Amor in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Debut 2011/2012
Rocio in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
"Der chinesische Vogel" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Debut 2012/2013
Gods and Dogs (J. Kylián)
5. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Solist
Solist
Der gebürtige Armenier absolvierte seine Tanzausbildung zunächst in seiner Heimat am Yerevan Dancing Art State College, und schloss sie nach seinem Wechsel an die Tanz Akademie Zürich im Jahre 2007 ab. Während der zweiten Ausbildungsphase belegte er beim Wettbewerb „Tanz Olymp Berlin 2005“ in der Kategorie Klassische Variation den 2. Platz, gewann im selben Jahr ein Stipendium beim Prix de Lausanne und den Nachwuchsförderpreis des internationalen Ballettwetbewerbs Varna 2006.
Mit Beginn der Spielzeit 2007/2008 wurde er als Gruppentänzer beim Bayerischen Staatsballett engagiert und stieg im Herbst 2010 zum Halbsolisten auf. Seit der Spielzeit 2012/13 tanzt Karen Azatyan als Solist.
Debut 2007/2008
Sebastian und Antonio in Der Sturm (J. Mannes)
Debut 2008/2009
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation
Debut 2009/2010
Athlet in Les Biches (B. Nijinska)
Debut 2010/2011
Albrecht in Once Upon an Ever After (T. Kohler)
Daphnis in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Hortensio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Graf Alexander in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Basilio in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Debut 2011/2012
Fritz in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Blauer Vogel in Dornröschen (M. Petipa / I. Liška)
Frühlingsstimmen-Pas de deux (F. Ashton)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Pas de six und russischer Tanz in Schwanensee (R. Barra)
Debut 2012/2013
Goldenes Idol in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
4. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Birthday Offering (F. Ashton)
Scènes de ballet
Kenneth MacMillan
Musikalische Leitung
In Baltimore geboren, gab Myron Romanul bereits im Alter von 11 Jahren sein Debüt als Solopianist mit dem Boston Symphony Orchestra. Er studierte in Boston, wo er als Solist sowie als Mitglied des Boston Symphony Orchestra und des Boston Pops Orchestra mit Seiji Ozawa, Kurt Mazur, Arthur Fiedler, John Williams und anderen arbeitete. Im Jahr 1973 wurde Romanul mit dem New England Conservatory Ragtime Ensemble mit dem Grammy Award für "Best Classical Chamber Music" ausgezeichnet.
Nach Aufgaben als Assistant Music Director an der Boston Lyric Opera sowie als Erster Dirigent des Boston Ballet war er von 1985 bis 1990 Dirigent und Solopianist des Stuttgarter Balletts. Danach arbeitete er als 2. Kapellmeister und Assistenz-Generalmusikdirektor am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1990-1994), als 1. Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor am Stadttheater Mainz (1994-1997) sowie als 1. Kapellmeister am Aalto Theater Essen. Außerdem ist Myron Romanul seit 1985 musikalischer Direktor des Fairbanks Summer Arts Festivals und erster Gastdirigent des Central Massachusetts Symphony Orchestra sowie seit 1999 Gastdirigent des Staatstheaters in Ankara.
Für das Bayerische Staatsballett dirigierte Romanul unter anderem Der Widerspenstigen Zähmung, Onegin, Don Quijote, Balanchines Brahms-Schönberg Quartett, Jacopo Godanis After Dark, Der Nussknacker, Romeo und Julia, La Bayadère. Außerdem übernahm er die musikalische Leitung zahlreicher Premieren, z. B. Die Silberne Rose, Bombana/Simon/ Godani und Le Corsaire.
Choreographie
Sir Frederick Ashton, geboren am 17. September 1904 in Guayaquil (Ecuador), gestorben am 19. August 1988 in Eye/Suffolk (England)
Ashton kam 1922 nach London und nahm Unterricht bei Léonide Massine, später bei Marie Rambert, die sein choreografisches Talent erkannte und ihn 1926 zu seinem ersten Ballett anregte. 1927 engagierte ihn Ida Rubinstein als Tänzer, 1929 kehrte er zu Rambert zurück und choreografierte für den Ballet Club und die Camargo Society. 1935 verpflichtete ihn Ninette de Valois ans Vic-Wells Ballet (später Sadler's Wells Ballet, heute Royal Ballet) als Tänzer und Chefchoreografen. Darüber hinaus war er stellvertretender Direktor (1952-63) und Direktor (1963-70) der Kompanie. Ashtons eleganter, lyrischer und musikalischer Stil prägte in seiner Klarheit den englischen Tanz – und das Ballett des 20. Jahrhunderts. Viele Werke schuf er für die Ballerina Margot Fonteyn, deren Karriere er mit seinen Choreografien 25 Jahre lang maßgeblich beeinflusste. Nach dem Ausscheiden aus der Direktion des Royal Ballet, für das er die meisten Stücke schuf, arbeitete der 1962 in den Adelsstand erhobene Ashton als freier Choreograf. Er war an den Filmen The Tales of Hoffmann und The Tales of Beatrix Potter und verschiedenen Operninszenierungen beteiligt.
Hauptwerke: Façade (1931), Les patineurs (1937), Dante Sonata (1940), Symphonic Variations (1946), Scènes de ballet (1948), Cinderella (1948), Illuminations (1950), Daphnis und Chloe (1951), Sylvia (1952), Undine (1958), La Fille mal gardée (1960), Les deux pigeons (1961), Marguerite and Armand (1963), The Dream (1964), Monotones (1965 und 1966), Enigma Variations (1968), A Month in the Country (1976), Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan (1975/1976)
Im Münchner Repertoire war und ist Ashton sparsam vertreten. Die deutsche Erstaufführung seines Meisterwerks La fille mal gardée, 1971 im Nationaltheater, mit Gislinde Skroblin, Heinz Bosl und Ferenc Barbay, wurde als Sensation gefeiert. Das Ballett blieb im Repertoire über die Jahrzehnte bis hin zur Neueinstudierung beim Bayerischen Staatsballett 1994. Nach einer längeren Pause kehrt die Ballettkomödie 2012 im Rahmen der Saison "Very British!?" wieder auf den Spielplan zurück.
1972 hatte Ashtons Les Rendezvous Premiere im Nationaltheater. Das charmante kleine Werk verschwand allerdings nach wenigen Aufführungen wieder vom Spielplan. Im Rahmen einer Gala sah man 1996 Ashtons Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan, im Nationaltheater zum ersten Mal, getanzt von Evelyn Hart. Zehn Jahre später wurde es mit Sherelle Charge und Stephanie Hancox Teil des Staatsballett-Repertoires und ist auch Teil der Premiere Steps & Times im Dezember 2011. Mit dieser Premiere, die dem britischen Tanz gewidmet ist, kommt auch eines der wichtigsten Werke von Ashton, Scènes de ballet, nach München, außerdem Ashtons zauberhafte und leichtgewichtige Pièce d’occasion Frühlingsstimmen, ein Pas de deux, der 2006 im Rahmen der Terpsichore-Gala IV zum ersten Mal in München zu sehen gewesen war.
Ein weiteres wesentliches Werk von Ashton wird das Gastspiel des Birmingham Royal Ballet im Rahmen der Ballettwoche 2012 bringen: sein Shakespeare-Ballett The Dream, in München bisher nur in Form seines zentralen Pas de deux im Rahmen der Ballettwochen-Gala 1972 vertreten.
Musik
Bühne und Kostüme
Licht
John B. Read gilt seit mehr als vier Jahrzehnten als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten unter den internationalen Lichtdesignern. Am engsten verbunden dem Royal Ballet in London und dem Birmingham Royal Ballet, arbeitet er besonders auf dem Gebiet des Balletts mit allen großen Kompagnien der Welt und hat das Lichtkonzept vieler wichtiger Uraufführungen geprägt. Read begann als Mann des Schauspiels zu Beginn der Sechziger Jahre bei Laurence Olivier in Chichester und dann am National Theatre in London. Er betreute dabei so legendäre Produktionen mit Olivier wie Tchechows „Onkel Wanja“ und Strindbergs „Totentanz“. Es waren John Cranko und Glen Tetley, die ihn schließlich zum Ballett hinüberzogen. 1965 war er in Stuttgart für die Lichteinrichtung des Uraufführungs-Abends von „Das Lied von der Erde“ verantwortlich, das gemeinsam mit der Uraufführung von Crankos „Opus 1“ und MacMillans „Danses concertantes“ herauskam. 1967 folgte das Licht für Tetleys „Ziggurat“ beim Rambert Ballet. Seither ist John B. Read auf der ganzen Welt vor allem als Lichtdesigner für den Tanz bekannt. 1981 verpflichtete ihn das Londoner Royal Ballet als Beleuchtungschef. Neben der Licht-Revision bereits bestehender MacMillan-Werke wie „Romeo und Julia“,„Mayerling“ u.a., kreierte er das Licht für "Isadora“, „Der Pagodenprinz“ und „Winter Dreams“ sowie für Ashtons letztes Ballett, „Varii capricci“. Er war auch enger Mitarbeiter von Rudolf Nurejew, dessen Inszenierungen und Choreographien mit dem Bühnen- und Kostümbildner Nicholas Georgiadis er weltweit betreute. Unter den Operninszenierung, deren Lichteinrichtung er schuf, nennt Read besonders die Uraufführungsproduktion von Benjamin Brittens „Der Tod in Venedig“, die 1973 beim Aldeburgh-Festival herauskam und danach auch am Londoner Opernhaus Covent Garden und am Metropolitan Opera House in New York zu sehen war.
Solistin
Erste Solistin
Die gebürtige Russin Daria Sukhorukova absolvierte ihre Tanzausbildung an der Waganowa-Akademie in ihrer Heimatstadt St. Petersburg. Nach ihrem Diplom 2001 wurde sie direkt an das Ensemble des Marijinsky Theaters übernommen und während der sechs Jahre ihrer Tänzerkarriere mit zahlreichen solistischen Aufgaben betraut, so etwa mit der weiblichen Titelpartie aus Romeo und Julia, verschiedenen Feenvariationen aus Dornröschen und Soli in Les Sylphides (M. Fokine), Jewels (G. Balanchine) und La Sylphide (nach F. Taglioni).
Seit Beginn der Spielzeit 2007/2008 ist Daria Sukhorukova als Solistin beim Bayerischen Staatsballett engagiert und wurde zur Spielzeit 2010/2011 zur Ersten Solistin ernannt.
Ihr Münchner Debüt gab sie im Herbst 2007 als eine der drei Odalisken in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška).
Debut 2007/2008
Medora und Odaliske in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)
Odette/Odile in Schwanensee (R. Barra)
Solopaar im 2. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Nikija in La Bayadère (Petipa, Bart)
Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Adagio Hammerklavier (H. v. Manen)
Manon Lescaut in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Die Erste Nymphe in L'après-midi d'un faune (Vaslav Nijinsky)
Debut 2009/2010
Titelpartie in Raymonda (M. Petipa)
Die Dame im blauen Samtwams in Les Biches (B. Nijinska)
Zobéide in Shéhérazade (M. Fokine)
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)
Debut 2010/2011
Woman 1 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Topas in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Prinzessin Odette in Illusionen - wie Schwanesee (J. Neumeier)
Prinzessin Natalia in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Prinzessin Aurora in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Erste Traum-Variation in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Debut 2011/2012
Louise in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Erste Solistin in Scènes de ballet (F. Ashton)
Solist
Solist
Der gebürtige Russe absolvierte seine Tanzausbildung an der St. Petersburger Ballettakademie und wurde direkt nach seinem Abschluss in das Corps de ballet des Marijinsky Balletts übernommen. Dort wurde er mit zahlreichen tragenden Rollen betraut, z.B. dem Prinz Siegfried bzw. Rotbart in Schwanensee oder dem Blauen Vogel in Dornröschen. Er war in den Vier Temperamenten (G. Balanchine) und verschiedenen Choreographien William Forsythes zu sehen.
Nach einem ersten Gastauftritt als Blauer Vogel im Frühjahr 2007 trat er mit der Spielzeit 2007/2008 sein Engagement als Halbsolist beim Bayerischen Staatsballett an. Zu Beginn der Saision 2009/2010 wurde er zum Solisten ernannt.
Debut 2007/2008
Pas de six und Spanischer Tanz in Schwanensee (R. Barra)
Solo-Paar im 2. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Weißes Paar in Katalyse (J. Cranko)
Alonso in Der Sturm (J. Mannes)
Debut 2008/2009
Vogel-Geister in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Graf Paris in Romeo und Julia (J. Cranko)
Athlet in Les Biches (B. Nijinska)
Benno in Schwanensee (R. Barra)
Des Grieux in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Bernard in Raymonda (M. Petipa)
Debut 2009/2010
Bernard de Ventadour in Raymonda (M. Petipa)
Pas de deux 2 in Artifact (W. Forsythe)
Der russische Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Aus Holbergs Zeit (J. Cranko), Pas de deux
Debut 2010/2011
Erster Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinz Désiré in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Eduardo in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Debut 2011/2012
El Trianero, Matador in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Erster Solist in Scènes de ballet (F. Ashton)
Günther in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Der Mann im Schatten in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
2. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Debut 2012/2013
4. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Solor, ein Krieger in La Bayadère (Marius Petipa, Patrice Bart)
Birthday Offering (F. Ashton)

