Forever Young - Biographien
Forever Young
José Limón /
Léonide Massine /
Russell Maliphant
Broken Fall / The Moor's Pavane / Choreartium
Choreographien von Russell Maliphant / José Limón / Léonide Massine
Musik von Henry Purcell, arrangiert von Simon Sadoff / Johannes Brahms, Symphony Nr. 4 e Moll op. 98 / Barry Adamson
Neuproduktion
Nationaltheater
Münchner Opernfestspiele 2013
Dienstag, 02. Juli 2013
Léonide Massine /
Russell Maliphant
Broken Fall / The Moor's Pavane / Choreartium
Choreographien von Russell Maliphant / José Limón / Léonide Massine
Musik von Henry Purcell, arrangiert von Simon Sadoff / Johannes Brahms, Symphony Nr. 4 e Moll op. 98 / Barry Adamson
Neuproduktion
Nationaltheater
Münchner Opernfestspiele 2013
Dienstag, 02. Juli 2013
Broken Fall
Russell Maliphant
Choreographie
Russell Maliphant
Russell Maliphant, Choreograph
Russell Maliphant erhielt seine Ausbildung an der Royal Ballet School in London. Nach seinem Abschluss wurde er in die Sadler's Wells Royal Ballet Company übernommen, machte sich bald darauf jedoch selbstständig. Er arbeitete mit einer einiger der weltweit wichtigsten zeitgenössischen Compagnien zusammen, so zum Beispiel dem DV8 Physical Theatre, Michael Clark & Company, Laurie Booth und Rosemary Butcher. Außerdem studierte er Anatomie, Physiologie und Biomechanik. Im besonderen Maße setzte er sich mit der Rolfing Method of Structural Integration, einer komplementärmedizinischen Behandlungsmethode, auseinander, die er seit 1994 selbst anwenden darf. Dies bereicherte ihn in seiner Arbeit als Tanzpädagoge und Choreograph.
Maliphant schuf sein erstes Solo im Jahr 1992. Um seine künstlerischen Ideen frei umsetzen zu können, gründete er 1996 seine eigene Compagnie, die Russell Maliphant Company. Sie zeichnet sich dadurch aus, verschiedene Bewegungssprachen, unter anderem aus dem klassischen Ballett, der Contact Improvisation, dem Yoga, dem Capoeira, dem Tai Chi und dem Chi Gong, miteinander zu verbinden. Maliphant kreierte nicht nur Stücke für sein eigenes Ensemble, sondern auch für andere Künstler und Compagnien. Dazu gehören Sylvie Guillem, Robert Lepage, The Ballet Boyz, das Lyon Opera Ballet, die Ricochet Dance Company, CobosMika, das Batsheva Ensemble und das Ballet de Lorraine.
2003 entstand in Kooperation mit Sylvie Guillem und George Piper Dances das Stück Broken Fall. Es wurde mit dem Laurence Olivier Award (2003) und dem Critic’s Circle National Dance Award for Best Choreography in der Kategorie ‚Modern’ (2006) ausgezeichnet. In den darauffolgenden Jahren kamen Maliphant und Guillem erneut zusammen, so zum Beispiel für das Stück PUSH, das mit dem South Bank Show Award und dem Laurence Olivier Award (2006) bedacht wurde, und für Eonnagata, woran der kanadische Regisseur Robert Lepage beteiligt war.
Weitere Werke Maliphants sind Two:Four:Ten, Torsion und AfterLight, ein Solo, das in der Auseinandersetzung mit den Ballets Russes am Sadler’s Wells entstand. Dort war es Teil des abendfüllenden Programms In The Spirit Of Diaghilev. Derzeit arbeitet Maliphant an einem Projekt mit dem vorläufigen Titel The Rodin Project, welches im Februar 2012 Premiere feiern soll. Es ist inspiriert von dem Werk des französischen Bildhauers Auguste Rodin. Die Musik zum Stück liefert der russische Komponist Alexander Zekke.
Russell Maliphant, Choreograph
Russell Maliphant erhielt seine Ausbildung an der Royal Ballet School in London. Nach seinem Abschluss wurde er in die Sadler's Wells Royal Ballet Company übernommen, machte sich bald darauf jedoch selbstständig. Er arbeitete mit einer einiger der weltweit wichtigsten zeitgenössischen Compagnien zusammen, so zum Beispiel dem DV8 Physical Theatre, Michael Clark & Company, Laurie Booth und Rosemary Butcher. Außerdem studierte er Anatomie, Physiologie und Biomechanik. Im besonderen Maße setzte er sich mit der Rolfing Method of Structural Integration, einer komplementärmedizinischen Behandlungsmethode, auseinander, die er seit 1994 selbst anwenden darf. Dies bereicherte ihn in seiner Arbeit als Tanzpädagoge und Choreograph.
Maliphant schuf sein erstes Solo im Jahr 1992. Um seine künstlerischen Ideen frei umsetzen zu können, gründete er 1996 seine eigene Compagnie, die Russell Maliphant Company. Sie zeichnet sich dadurch aus, verschiedene Bewegungssprachen, unter anderem aus dem klassischen Ballett, der Contact Improvisation, dem Yoga, dem Capoeira, dem Tai Chi und dem Chi Gong, miteinander zu verbinden. Maliphant kreierte nicht nur Stücke für sein eigenes Ensemble, sondern auch für andere Künstler und Compagnien. Dazu gehören Sylvie Guillem, Robert Lepage, The Ballet Boyz, das Lyon Opera Ballet, die Ricochet Dance Company, CobosMika, das Batsheva Ensemble und das Ballet de Lorraine.
2003 entstand in Kooperation mit Sylvie Guillem und George Piper Dances das Stück Broken Fall. Es wurde mit dem Laurence Olivier Award (2003) und dem Critic’s Circle National Dance Award for Best Choreography in der Kategorie ‚Modern’ (2006) ausgezeichnet. In den darauffolgenden Jahren kamen Maliphant und Guillem erneut zusammen, so zum Beispiel für das Stück PUSH, das mit dem South Bank Show Award und dem Laurence Olivier Award (2006) bedacht wurde, und für Eonnagata, woran der kanadische Regisseur Robert Lepage beteiligt war.
Weitere Werke Maliphants sind Two:Four:Ten, Torsion und AfterLight, ein Solo, das in der Auseinandersetzung mit den Ballets Russes am Sadler’s Wells entstand. Dort war es Teil des abendfüllenden Programms In The Spirit Of Diaghilev. Derzeit arbeitet Maliphant an einem Projekt mit dem vorläufigen Titel The Rodin Project, welches im Februar 2012 Premiere feiern soll. Es ist inspiriert von dem Werk des französischen Bildhauers Auguste Rodin. Die Musik zum Stück liefert der russische Komponist Alexander Zekke.
Musik
Barry Adamson
Barry Adamson, Songwriter, Musiker und seit 2011 auch Filmregisseur wurde 1958 in Manchester geboren. Mit zehn Jahren schon schrieb er sein erstes Lied, das den Titel Brain Pain trug.
Musikalisch wurde er stark von der aufblühenden Punkerszene in England geprägt. Sein Durchbruch gelang ihm mit 19 Jahren, als er Bassist der britischen Post-Punk Band Magazine wurde. Er nahm zahlreiche Alben auf und spielte in verschiedensten Bands. So war er unter anderem ein Gründungsmitglied der Gruppe Nick Cave and The Bad Seeds.
Im Jahre 1987 begann Adamson seine Solokarriere, wobei er stark von der Musik von Filmkomponisten wie John Barry oder Ennio Morricone beeinflusst war. Bis heute hat er neun Alben veröffentlicht und steuerte den Soundtrack zu mehreren namenhaften Filmen bei. So war er beispielsweise für die Musik in Natural Born Killers, Lost Highway oder auch The Beach verantwortlich. Für den Film Therapist aus dem Jahr 2011, verfasste er nicht nur selbst das Drehbuch, sondern er führte auch Regie und komponierte die Musik dazu. Mit seinem jüngsten Album "I will set you free", das 2012 veröffentlicht wurde, ging Adamson auf Welttournee.
Barry Adamson, Songwriter, Musiker und seit 2011 auch Filmregisseur wurde 1958 in Manchester geboren. Mit zehn Jahren schon schrieb er sein erstes Lied, das den Titel Brain Pain trug.
Musikalisch wurde er stark von der aufblühenden Punkerszene in England geprägt. Sein Durchbruch gelang ihm mit 19 Jahren, als er Bassist der britischen Post-Punk Band Magazine wurde. Er nahm zahlreiche Alben auf und spielte in verschiedensten Bands. So war er unter anderem ein Gründungsmitglied der Gruppe Nick Cave and The Bad Seeds.
Im Jahre 1987 begann Adamson seine Solokarriere, wobei er stark von der Musik von Filmkomponisten wie John Barry oder Ennio Morricone beeinflusst war. Bis heute hat er neun Alben veröffentlicht und steuerte den Soundtrack zu mehreren namenhaften Filmen bei. So war er beispielsweise für die Musik in Natural Born Killers, Lost Highway oder auch The Beach verantwortlich. Für den Film Therapist aus dem Jahr 2011, verfasste er nicht nur selbst das Drehbuch, sondern er führte auch Regie und komponierte die Musik dazu. Mit seinem jüngsten Album "I will set you free", das 2012 veröffentlicht wurde, ging Adamson auf Welttournee.
Licht
Michael Hulls
Michael Hulls studierte Tanz und Theater am Darlington College. Er bekam ein Stipendium vom Arts Council, um an Workshops für Beleuchtung bei Jennifer Tipton in New York und Paris teilzunehmen. Im Verlauf der letzten 20 Jahre hat er ausschließlich für Tanz gearbeitet, besonders mit dem Choreographen Russell Maliphant zusammen. Ihre gemeinsamen Arbeiten wurden von der internationalen Presse gerühmt und mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet. So gewann z.B. Push vier wichtige Preise, darunter den Laurence Olivier Award für die beste neue Tanzproduktion und jüngst bekam After Light zwei Auszeichnungen des Critics Circle.
Michael Hulls und Russell Maliphant haben auch bei Broken Fall zusammengearbeitet, das vom Ballet Boyz in Auftrag gegeben wurde und ebenfalls einen Olivier Award erhielt. Die große britische Zeitung The Daily Telegraph pries ihre gemeinsame Arbeit als "die wichtigste künstlerische Partnerschaft im modernen britischen Tanz".
Michael Hulls hat viele Jahre lang mit Akram Khan zusammengearbeitet, so in einem Duett mit Juliette Binoche, und kürzlich mit dem Tänzer Aaksh Odedra. Weitere Arbeitspartner waren Javier De Frutos und Jonathan Burrows und William Forsythe, der mit ihm Walking/Music für das Frankfurt Ballett erarbeitete.
Eonnagate schuf Michael Hulls zusammen mit der außergewöhnlichen französischen Ballerina Sylvie Guillem, Robert Lepage und Russell Maliphant, gewann damit 2009 einen Tanzpreis, brachte es zusammen mit After Light am Sadler’s Wells Theater in London heraus und wurde daraufhin für den 2010 Olivier Award für herausragende Leistung im Fach Tanz nominiert.
Michael war glücklich über das Angebot einer festen Mitarbeit beim Sadler’s Wells im Jahr 2009, sowie 2010 seinen Eintrag im Oxford Dictionary of Dance.
Ende Januar hatte er im Théȃtre de Chaillot in Paris Das Rodin Projekt von Hulls und Maliphant Premiere.
Michael Hulls studierte Tanz und Theater am Darlington College. Er bekam ein Stipendium vom Arts Council, um an Workshops für Beleuchtung bei Jennifer Tipton in New York und Paris teilzunehmen. Im Verlauf der letzten 20 Jahre hat er ausschließlich für Tanz gearbeitet, besonders mit dem Choreographen Russell Maliphant zusammen. Ihre gemeinsamen Arbeiten wurden von der internationalen Presse gerühmt und mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet. So gewann z.B. Push vier wichtige Preise, darunter den Laurence Olivier Award für die beste neue Tanzproduktion und jüngst bekam After Light zwei Auszeichnungen des Critics Circle.
Michael Hulls und Russell Maliphant haben auch bei Broken Fall zusammengearbeitet, das vom Ballet Boyz in Auftrag gegeben wurde und ebenfalls einen Olivier Award erhielt. Die große britische Zeitung The Daily Telegraph pries ihre gemeinsame Arbeit als "die wichtigste künstlerische Partnerschaft im modernen britischen Tanz".
Michael Hulls hat viele Jahre lang mit Akram Khan zusammengearbeitet, so in einem Duett mit Juliette Binoche, und kürzlich mit dem Tänzer Aaksh Odedra. Weitere Arbeitspartner waren Javier De Frutos und Jonathan Burrows und William Forsythe, der mit ihm Walking/Music für das Frankfurt Ballett erarbeitete.
Eonnagate schuf Michael Hulls zusammen mit der außergewöhnlichen französischen Ballerina Sylvie Guillem, Robert Lepage und Russell Maliphant, gewann damit 2009 einen Tanzpreis, brachte es zusammen mit After Light am Sadler’s Wells Theater in London heraus und wurde daraufhin für den 2010 Olivier Award für herausragende Leistung im Fach Tanz nominiert.
Michael war glücklich über das Angebot einer festen Mitarbeit beim Sadler’s Wells im Jahr 2009, sowie 2010 seinen Eintrag im Oxford Dictionary of Dance.
Ende Januar hatte er im Théȃtre de Chaillot in Paris Das Rodin Projekt von Hulls und Maliphant Premiere.
Choreartium
Léonide Massine
Choreographie
Léonide Massine
Leonide Massine kam am 08. August 1895 auf die Welt. Er erhielt seine Ausbildung als Tänzer an der berühmten kaiserlichen Ballett Akademie. Noch während er als Solist in Charakterrollen am Bolschoi Theater auftrat, entstand eine immer stärkere Begeisterung für das Schauspiel und so trat er bald in Stücken am Maly Theater auf. Er dachte schon an eine Karriere als Schauspieler, als ihn Serge Diaghilew 1913 als Charaktertänzer sah. Da Diaghilew auf der Suche nach einem Ersatz für Nijinsky war, bot er Massine einen Vertrag bei den Ballets Russes an. Im Jahr 1914 stellte er in Paris den Joseph in Fokines Josephs Legende dar und im Jahr darauf schuf er sein erstes eigenes Werk Soleil de Nuit. Damit wurde er erster Solist und Choreograph der Ballets Russes.
Massine machte Diaghilews aufsehenerregende Vision von einem Zusammenwirken der Künste zu seiner eigenen. Folglich schuf er zahlreiche Werke in enger Zusammenarbeit mit bedeutenden Komponisten und bildenden Künstlern der Zeit, darunter Pablo Picasso, Henri Matisse, Georges Braque, André Derain, Leon Bakst, Natalia Goncharova, Michail Larionov, Robert und Sonia Delaunay, sowie Manuel de Falla, Erik Satie, Igor Strawinsky und Sergej Prokofieff. Zwischen 1917 und 1920, während der Turbulenzen der Kriegs- und Nachkriegsjahre des Ersten Weltkriegs, schuf diese Künstlergemeinschaft eine Reihe bahnbrechender Werke, die den Tanz unmittelbar ins Reich der Moderne führten: Parade 1917 choreographiert im Zusammenspiel mit Erik Satie, Pablo Picasso und Jean Cocteau, The Good Humoured Ladies (Scarlatti - Tommasini und Bakst), ebenso 1917, La Boutique Fantasque (Rossini - Respighi und Derain), La Tricorne (De Falla und Picasso), beide 1919, Pulcinella 1920 mit Strawinsky und Roerich. Meist war Massine selbst in diesen Stücken die charismatische Zentralfigur.
Im Jahr 1920 veranlasste ihn sein Drang, sich als eigenständiger schöpferischer Künstler weiter zu entwickeln, dazu, in London eine kleine Kompanie zu gründen, die in Großbritannien und Südamerika Tourneen unternahm, wobei sowohl neue Stücke als auch Wiederaufnahmen höchst erfolgreich waren. Im Jahr 1924 wurde er Mitglied bei Graf Etienne de Beaumont’s "Soirées de Paris" und schuf Salade (Milhaud/ Braque), Mercure (Satie/ Picasso) und das ganz besonders beliebte Le Beau Danube zu Musiken der Brüder Strauß und der Mitarbeit des gräflichen Designers und Ballettmäzens. 1925 kehrte er zu den Ballets Russes zurück und brachte eine Reihe neuer Stücke auf die Bühne, so etwa Zéphyre et Flore (Dukelsky/ Braque), Les Matelots (Georges Auric/ Pruna) und 1928 Ode (Nabokov/ Tchelitchev - Charbonnier).
Im Jahr 1928 reiste er in die Vereinigten Staaten auf der Suche nach neuen Schaffensmöglichkeiten. Mehr als zwei Jahre lang schuf er wöchentlich ein neues Ballett am Roxy Theater in New York City. Im Philadelphia brachte er erfolgreich sein Sacre du Printemps wieder auf die Bühne und 1930 auch an der Metropolitan Oper, wo Martha Graham die Rolle des auserwählten Mädchens darstellte. 1932 kehrte er nach Europa zurück, um bei den neu gegründeten Ballets Russes de Monte Carlo als Ballettmeister und Choreograph, dann als künstlerischer Direktor zu arbeiten. Die Ballets Russes de Monte Carlo bewirkten durch ihr vitales und breit gefächertes Repertoire und die Publikumswirksamkeit der brillanten jungen Tänzer eine neue Ballets Russes Ära, die zu einem begeisterten Interesse für Ballett führte, bei einem weitgestreuten internationale Publikum – Ballett war bis dahin eher das Privileg einer Oberschicht der Gesellschaft.
Kreativer Leiter der Ballets Russes de Monte Carlo, verwirklichte Massine 1933 sein Ziel, eine bekannte Symphonie als choreographische Partitur zu benutzen. Es war dies das erste Mal im Westen, dass eine Symphonie für ein Ballett genutzt wurde. Unter großen Protesten gegen diesen Gebrauch von Musik schuf er Les Présages zu Tschaikowskys Fünfter Symphonie und später im selben Jahr Choreartium ein vollkommen abstraktes Ballett, das wesentlich ein sichtbarer Ausdruck der Musik sein sollte. Beide Ballette sind Meilensteine in der Geschichte des Tanzes. Er arbeitete weiter an seiner Idee, musikalische Strukturen sichtbar zu interpretieren mit einer Reihe symphonischer Ballette: Symphonie Fantastique (Beethoven/ Berard – Lourie, 1933), Seventh Symphony (= Siebte Symphonie) (Beethoven/ Berard, 1938), Nobilissima Visione (Hindemith, Tchelitchev, 1938), und endlich Le Rouge et le Noir (Schostakowitch, Matisse, 1939). Zu den vielen weiteren Balletten, die er für die Ballets Russes de Monte Carlo schuf, zählen Jeux d’Enfants (Bizet, Miró, 1932), Gaiёté Parisienne (Offenbach, arrangiert von Rosenthal, Etienne de Beaumont, 1938), Capriccio Espagnol (Rimsky-Korsakow, Andreau, 1939), Bacchanale (Wagner, Dalí, 1939) und Labyrinth (Schubert, Dalí, 1941). Zwischen 1933 und 1939, ob auf Tourneen in den Vereinigten Staaten, Kanada, Mexico, oder in Europa, wo sie in ihrer Heimstatt am Royal Opera House Convent Garden in London auftraten, gewannen die Ballets Russes de Monte Carlo enormes internationales Ansehen und dies war auch der Höhepunkt von Leonide Massines Laufbahn als Tänzer und Choreograph. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges emigrierte die Kompanie in die Vereinigten Staaten, wo sie drei Jahre lang unter zermürbenden Umständen Tourneen unternahm, meist jeden Tag in einer anderen Stadt. Das Repertoire bestand aus Massine Klassikern, die ungeheuer beliebt geworden waren, aber auch einigen seiner jüngeren Werke. Im Jahre 1942 endete Massines Arbeit für die Ballets Russes und Massine begann eine weitgefächerte internationale Karriere als Choreograph. Er brachte weltweit für bedeutende Ballettkompanien seine Werke auf die Bühne.
1952 verwirklichte er einen lang gehegten Wunsch und choreographierte die Passion Christi als Erzählung in stilisierten Bewegungen, im Geist byzantinischer Mosaiken und primitiver, italienischer Malerei. Ursprünglich hatte er das Werk bereits im Jahr 1916 choreographiert unter dem Titel Liturgie, für Diaghilews Ballets Russes. Es kam aber nie zur Aufführung. Geschaffen zu Gregorianischen Gesängen des dreizehnten Jahrhunderts, für das Orchester bearbeitet von Valentino Bucchi, wurde Laudes Evangelii in europäischen Kathedralen aufgeführt, z.B. in Nantes 1951, Perugia 1952 und an der Scala in Mailand 1959, gepriesen als monumentales künstlerisches Ereignis. Das Werk wurde auch fürs Fernsehen produziert und in Europa und den Vereinigten Staaten im April 1962 gesendet. In seinen letzten Lebensjahren war Massine einerseits damit beschäftigt, Wiederaufnahmen seiner Stücke zu betreuen, widmete aber zugleich viel seiner Zeit dem Erstellen und Lehren einer Theorie des Choreographierens.
Er starb am 15. März 1979 in dem kleinen deutschen Städtchen Borken, wo er neben seiner vierten Frau Hannelore begraben liegt.
Leonide Massine kam am 08. August 1895 auf die Welt. Er erhielt seine Ausbildung als Tänzer an der berühmten kaiserlichen Ballett Akademie. Noch während er als Solist in Charakterrollen am Bolschoi Theater auftrat, entstand eine immer stärkere Begeisterung für das Schauspiel und so trat er bald in Stücken am Maly Theater auf. Er dachte schon an eine Karriere als Schauspieler, als ihn Serge Diaghilew 1913 als Charaktertänzer sah. Da Diaghilew auf der Suche nach einem Ersatz für Nijinsky war, bot er Massine einen Vertrag bei den Ballets Russes an. Im Jahr 1914 stellte er in Paris den Joseph in Fokines Josephs Legende dar und im Jahr darauf schuf er sein erstes eigenes Werk Soleil de Nuit. Damit wurde er erster Solist und Choreograph der Ballets Russes.
Massine machte Diaghilews aufsehenerregende Vision von einem Zusammenwirken der Künste zu seiner eigenen. Folglich schuf er zahlreiche Werke in enger Zusammenarbeit mit bedeutenden Komponisten und bildenden Künstlern der Zeit, darunter Pablo Picasso, Henri Matisse, Georges Braque, André Derain, Leon Bakst, Natalia Goncharova, Michail Larionov, Robert und Sonia Delaunay, sowie Manuel de Falla, Erik Satie, Igor Strawinsky und Sergej Prokofieff. Zwischen 1917 und 1920, während der Turbulenzen der Kriegs- und Nachkriegsjahre des Ersten Weltkriegs, schuf diese Künstlergemeinschaft eine Reihe bahnbrechender Werke, die den Tanz unmittelbar ins Reich der Moderne führten: Parade 1917 choreographiert im Zusammenspiel mit Erik Satie, Pablo Picasso und Jean Cocteau, The Good Humoured Ladies (Scarlatti - Tommasini und Bakst), ebenso 1917, La Boutique Fantasque (Rossini - Respighi und Derain), La Tricorne (De Falla und Picasso), beide 1919, Pulcinella 1920 mit Strawinsky und Roerich. Meist war Massine selbst in diesen Stücken die charismatische Zentralfigur.
Im Jahr 1920 veranlasste ihn sein Drang, sich als eigenständiger schöpferischer Künstler weiter zu entwickeln, dazu, in London eine kleine Kompanie zu gründen, die in Großbritannien und Südamerika Tourneen unternahm, wobei sowohl neue Stücke als auch Wiederaufnahmen höchst erfolgreich waren. Im Jahr 1924 wurde er Mitglied bei Graf Etienne de Beaumont’s "Soirées de Paris" und schuf Salade (Milhaud/ Braque), Mercure (Satie/ Picasso) und das ganz besonders beliebte Le Beau Danube zu Musiken der Brüder Strauß und der Mitarbeit des gräflichen Designers und Ballettmäzens. 1925 kehrte er zu den Ballets Russes zurück und brachte eine Reihe neuer Stücke auf die Bühne, so etwa Zéphyre et Flore (Dukelsky/ Braque), Les Matelots (Georges Auric/ Pruna) und 1928 Ode (Nabokov/ Tchelitchev - Charbonnier).
Im Jahr 1928 reiste er in die Vereinigten Staaten auf der Suche nach neuen Schaffensmöglichkeiten. Mehr als zwei Jahre lang schuf er wöchentlich ein neues Ballett am Roxy Theater in New York City. Im Philadelphia brachte er erfolgreich sein Sacre du Printemps wieder auf die Bühne und 1930 auch an der Metropolitan Oper, wo Martha Graham die Rolle des auserwählten Mädchens darstellte. 1932 kehrte er nach Europa zurück, um bei den neu gegründeten Ballets Russes de Monte Carlo als Ballettmeister und Choreograph, dann als künstlerischer Direktor zu arbeiten. Die Ballets Russes de Monte Carlo bewirkten durch ihr vitales und breit gefächertes Repertoire und die Publikumswirksamkeit der brillanten jungen Tänzer eine neue Ballets Russes Ära, die zu einem begeisterten Interesse für Ballett führte, bei einem weitgestreuten internationale Publikum – Ballett war bis dahin eher das Privileg einer Oberschicht der Gesellschaft.
Kreativer Leiter der Ballets Russes de Monte Carlo, verwirklichte Massine 1933 sein Ziel, eine bekannte Symphonie als choreographische Partitur zu benutzen. Es war dies das erste Mal im Westen, dass eine Symphonie für ein Ballett genutzt wurde. Unter großen Protesten gegen diesen Gebrauch von Musik schuf er Les Présages zu Tschaikowskys Fünfter Symphonie und später im selben Jahr Choreartium ein vollkommen abstraktes Ballett, das wesentlich ein sichtbarer Ausdruck der Musik sein sollte. Beide Ballette sind Meilensteine in der Geschichte des Tanzes. Er arbeitete weiter an seiner Idee, musikalische Strukturen sichtbar zu interpretieren mit einer Reihe symphonischer Ballette: Symphonie Fantastique (Beethoven/ Berard – Lourie, 1933), Seventh Symphony (= Siebte Symphonie) (Beethoven/ Berard, 1938), Nobilissima Visione (Hindemith, Tchelitchev, 1938), und endlich Le Rouge et le Noir (Schostakowitch, Matisse, 1939). Zu den vielen weiteren Balletten, die er für die Ballets Russes de Monte Carlo schuf, zählen Jeux d’Enfants (Bizet, Miró, 1932), Gaiёté Parisienne (Offenbach, arrangiert von Rosenthal, Etienne de Beaumont, 1938), Capriccio Espagnol (Rimsky-Korsakow, Andreau, 1939), Bacchanale (Wagner, Dalí, 1939) und Labyrinth (Schubert, Dalí, 1941). Zwischen 1933 und 1939, ob auf Tourneen in den Vereinigten Staaten, Kanada, Mexico, oder in Europa, wo sie in ihrer Heimstatt am Royal Opera House Convent Garden in London auftraten, gewannen die Ballets Russes de Monte Carlo enormes internationales Ansehen und dies war auch der Höhepunkt von Leonide Massines Laufbahn als Tänzer und Choreograph. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges emigrierte die Kompanie in die Vereinigten Staaten, wo sie drei Jahre lang unter zermürbenden Umständen Tourneen unternahm, meist jeden Tag in einer anderen Stadt. Das Repertoire bestand aus Massine Klassikern, die ungeheuer beliebt geworden waren, aber auch einigen seiner jüngeren Werke. Im Jahre 1942 endete Massines Arbeit für die Ballets Russes und Massine begann eine weitgefächerte internationale Karriere als Choreograph. Er brachte weltweit für bedeutende Ballettkompanien seine Werke auf die Bühne.
1952 verwirklichte er einen lang gehegten Wunsch und choreographierte die Passion Christi als Erzählung in stilisierten Bewegungen, im Geist byzantinischer Mosaiken und primitiver, italienischer Malerei. Ursprünglich hatte er das Werk bereits im Jahr 1916 choreographiert unter dem Titel Liturgie, für Diaghilews Ballets Russes. Es kam aber nie zur Aufführung. Geschaffen zu Gregorianischen Gesängen des dreizehnten Jahrhunderts, für das Orchester bearbeitet von Valentino Bucchi, wurde Laudes Evangelii in europäischen Kathedralen aufgeführt, z.B. in Nantes 1951, Perugia 1952 und an der Scala in Mailand 1959, gepriesen als monumentales künstlerisches Ereignis. Das Werk wurde auch fürs Fernsehen produziert und in Europa und den Vereinigten Staaten im April 1962 gesendet. In seinen letzten Lebensjahren war Massine einerseits damit beschäftigt, Wiederaufnahmen seiner Stücke zu betreuen, widmete aber zugleich viel seiner Zeit dem Erstellen und Lehren einer Theorie des Choreographierens.
Er starb am 15. März 1979 in dem kleinen deutschen Städtchen Borken, wo er neben seiner vierten Frau Hannelore begraben liegt.
Musik
Johannes Brahms
Bühne
Keso Dekker
Sowohl in den Niederlanden als auch im Ausland war der Holländer Keso Dekker als Bühnen- und Kostümbildner bei einer großen Anzahl von Theaterproduktionen, vor allem im Tanz- und Ballettbereich, tätig und hat mit vielen großen Tanz- und Ballett-Truppen Europas zusammengearbeitet, u.a. mit den Choreographen Heinz Spoerli, Nina Wiener, Matthew Hawkins, Victor Ullate, Nils Christe, und - vor allem - Hans van Manen.
Seine Zusammenarbeit mit Hans van Manen begann 1978 mit Dumbarton Oaks für das Niederländische Nationalballett. Beim Nederlands Dans Theater entwarf Keso Dekker die Bühnenbilder und Kostüme für die Stücke, die Hans van Manen ab 1985 choreographierte.
Neben seinem Engagement für das Theater ist Dekker mit Ausstellungsdesign beschäftigt. Außerdem tragen eine Reihe von Veröffentlichungen und Innenarchitekturen seinen Namen.
Für das Scapino Ballett choreographierte er 1989 ein Stück mit dem Titel Next.
In München sind seine Ausstattungen zu Before Nightfall (Nils Christe) und zu den van-Manen-Balletten Concertante, Nacht, Black Cake, Déjà vu und Kammerballett im Repertoire zu sehen.
Sowohl in den Niederlanden als auch im Ausland war der Holländer Keso Dekker als Bühnen- und Kostümbildner bei einer großen Anzahl von Theaterproduktionen, vor allem im Tanz- und Ballettbereich, tätig und hat mit vielen großen Tanz- und Ballett-Truppen Europas zusammengearbeitet, u.a. mit den Choreographen Heinz Spoerli, Nina Wiener, Matthew Hawkins, Victor Ullate, Nils Christe, und - vor allem - Hans van Manen.
Seine Zusammenarbeit mit Hans van Manen begann 1978 mit Dumbarton Oaks für das Niederländische Nationalballett. Beim Nederlands Dans Theater entwarf Keso Dekker die Bühnenbilder und Kostüme für die Stücke, die Hans van Manen ab 1985 choreographierte.
Neben seinem Engagement für das Theater ist Dekker mit Ausstellungsdesign beschäftigt. Außerdem tragen eine Reihe von Veröffentlichungen und Innenarchitekturen seinen Namen.
Für das Scapino Ballett choreographierte er 1989 ein Stück mit dem Titel Next.
In München sind seine Ausstattungen zu Before Nightfall (Nils Christe) und zu den van-Manen-Balletten Concertante, Nacht, Black Cake, Déjà vu und Kammerballett im Repertoire zu sehen.
Musikalische Leitung
Robertas Šervenikas
Robertas Šervenikas, studierte Dirigieren am Konservatorium in St. Petersburg. 1993 begann er mit dem Nationalen Litauischen Sinfonieorchester in Vilnius zu arbeiten und ist nun sein erster Gastdirigent. Ab 1997 wurde er wiederholt zum Evian Festival/Frankreich eingeladen, wo er die Philharmonie der Nationen, sowie das Orchestra Synfonica di Milano Giuseppe Verdi mit Mstislav Rostropovich als Solisten zu leiten. Seit dieser Zeit dirigierte Šervenikas das Nationale Litauische Sinfonieorchester auf Tourneen nach Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden, Finnland, Estland und Lettland. Er machte sich besonders um die Uraufführung litauischer Komponisten verdient und zählt zu den talentiertesten litauischen Dirigenten seiner Generation. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt Robertas Šervenikas den Litauischen Nationalpreis und ist Gastdirigent des Litauischen Kammerorchesters. Im Februar 2008 wurde Šervenikas zum Musik-Direktor des litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett (LNOBT) ernannt.
Mit der musikalischen Leitung des Violakonzerts von Sofia Gubaidulina beim Bayerischen Staatsballett gab er im April 2008 sein Debut als Dirigent des Bayerischen Staatsorchesters. Die Zusammenarbeit wurde in der Spielzeit 2008/2009 in größerem Rahmen fortgesetzt, als Šervenikas das Ballett Der Sturm dirigierte, eine Partitur, die den 1. und 4. Satz von Bruckners Vierter Sinfonie, Sibelius 7. Sinfonie und die Sturm-Tondichtungen von Sibelius und Tschaikowsky umfasst. Daneben weitete er seine Arbeit am Nationaltheater in Vilnius aus mit Opern- und Ballettdirigaten (u.a. Boris Godunow).
In der Spielzeit 2012/13 übernimmt Robertas Šervenikas die musikalische Leitung für Forever Young beim Bayerischen Staatsballett.
Robertas Šervenikas, studierte Dirigieren am Konservatorium in St. Petersburg. 1993 begann er mit dem Nationalen Litauischen Sinfonieorchester in Vilnius zu arbeiten und ist nun sein erster Gastdirigent. Ab 1997 wurde er wiederholt zum Evian Festival/Frankreich eingeladen, wo er die Philharmonie der Nationen, sowie das Orchestra Synfonica di Milano Giuseppe Verdi mit Mstislav Rostropovich als Solisten zu leiten. Seit dieser Zeit dirigierte Šervenikas das Nationale Litauische Sinfonieorchester auf Tourneen nach Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden, Finnland, Estland und Lettland. Er machte sich besonders um die Uraufführung litauischer Komponisten verdient und zählt zu den talentiertesten litauischen Dirigenten seiner Generation. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt Robertas Šervenikas den Litauischen Nationalpreis und ist Gastdirigent des Litauischen Kammerorchesters. Im Februar 2008 wurde Šervenikas zum Musik-Direktor des litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett (LNOBT) ernannt.
Mit der musikalischen Leitung des Violakonzerts von Sofia Gubaidulina beim Bayerischen Staatsballett gab er im April 2008 sein Debut als Dirigent des Bayerischen Staatsorchesters. Die Zusammenarbeit wurde in der Spielzeit 2008/2009 in größerem Rahmen fortgesetzt, als Šervenikas das Ballett Der Sturm dirigierte, eine Partitur, die den 1. und 4. Satz von Bruckners Vierter Sinfonie, Sibelius 7. Sinfonie und die Sturm-Tondichtungen von Sibelius und Tschaikowsky umfasst. Daneben weitete er seine Arbeit am Nationaltheater in Vilnius aus mit Opern- und Ballettdirigaten (u.a. Boris Godunow).
In der Spielzeit 2012/13 übernimmt Robertas Šervenikas die musikalische Leitung für Forever Young beim Bayerischen Staatsballett.
Einstudierung
Lorca Massine
Lorca Massine, der Sohn Léonide Massines, wurde am 25. Juli 1944 in New York geboren. Er wurde von seinem Vater ausgebildet und studierte auch bei Yves Brieux und Victor Gsovsky in Paris, bevor er begann, mit den bedeutendsten Choreographen unserer Zeit zusammen zu arbeiten: Georges Balanchine, Maurice Béjart und natürlich seinem Vater Léonide Massine. Von ihm hat er auch die Vorliebe für erzählende Ballette geerbt. Dazu kam seine außerordentliche Begabung, zeitgenössische Themen im Tanz darzustellen, auf der Grundlage des klassischen Ballettvokabulars.
Er hat die Choreographie für mehr als fünfzig Ballette und Musikwerke geschaffen. Darunter sind z.B. Mario and the Magician (Mario und der Zauberer), Metamorphosis, Four Last Songs (Vier letzte Lieder), Esoterik Satie, Ondine, Sebastian, Fortepianissimo, Streets the Musical und Zorba. Die Premiere von Zorba fand 1988 in der Arena von Verona statt. Mehr als drei Millionen begeisterte Zuschauer in mehr als dreißig Ländern haben es gesehen. Lorca Massine setzte völlig neue Maßstäbe, als er für die große Pferde – Schautournée APASIONATA eine extravagante Choreographie lieferte.
Seine Werke sind im Repertoire zahlreicher international bedeutender Compagnien, etwa dem New York City Ballett, dem American Ballet Theatre, dem Londoner Royal Ballet, Béjart Ballett des Zwanzigsten Jahrhunderts, dem Ballett der Pariser Oper sowie der Mailänder Scala und haben so die Bühnen großer Opernhäuser wie eben der Metropolitan Oper in New York, der Scala in Mailand, dem königlichen Opernhaus Covent Garden in London, des Teatro la Fenice in Venedig, Teatro San Carlo in Neapel, Teatro Carlo San Felice in Genua, Teatro Massimo in Palermo und der Arena die Verona erobert.
Zusammen mit drei Geschwistern ist Lorca Massine natürlich auch der Erbe der vielgestaltigen Hinterlassenschaft seines Vaters Léonide. Seine Einstudierungen von Balletten seines Vaters werden an der Pariser Oper, beim American Ballet Theatre, dem Joffey Ballet, dem Royal Ballet London, dem Holländischen National Ballett (Dutch National Ballet) getanzt. Am 14. April 2005 fanden drei Werke von Léonide Massine sogar den Weg auf die "heiligen" Bretter des Bolschoi Theaters in Moskau.
Lorca Massine, der Sohn Léonide Massines, wurde am 25. Juli 1944 in New York geboren. Er wurde von seinem Vater ausgebildet und studierte auch bei Yves Brieux und Victor Gsovsky in Paris, bevor er begann, mit den bedeutendsten Choreographen unserer Zeit zusammen zu arbeiten: Georges Balanchine, Maurice Béjart und natürlich seinem Vater Léonide Massine. Von ihm hat er auch die Vorliebe für erzählende Ballette geerbt. Dazu kam seine außerordentliche Begabung, zeitgenössische Themen im Tanz darzustellen, auf der Grundlage des klassischen Ballettvokabulars.
Er hat die Choreographie für mehr als fünfzig Ballette und Musikwerke geschaffen. Darunter sind z.B. Mario and the Magician (Mario und der Zauberer), Metamorphosis, Four Last Songs (Vier letzte Lieder), Esoterik Satie, Ondine, Sebastian, Fortepianissimo, Streets the Musical und Zorba. Die Premiere von Zorba fand 1988 in der Arena von Verona statt. Mehr als drei Millionen begeisterte Zuschauer in mehr als dreißig Ländern haben es gesehen. Lorca Massine setzte völlig neue Maßstäbe, als er für die große Pferde – Schautournée APASIONATA eine extravagante Choreographie lieferte.
Seine Werke sind im Repertoire zahlreicher international bedeutender Compagnien, etwa dem New York City Ballett, dem American Ballet Theatre, dem Londoner Royal Ballet, Béjart Ballett des Zwanzigsten Jahrhunderts, dem Ballett der Pariser Oper sowie der Mailänder Scala und haben so die Bühnen großer Opernhäuser wie eben der Metropolitan Oper in New York, der Scala in Mailand, dem königlichen Opernhaus Covent Garden in London, des Teatro la Fenice in Venedig, Teatro San Carlo in Neapel, Teatro Carlo San Felice in Genua, Teatro Massimo in Palermo und der Arena die Verona erobert.
Zusammen mit drei Geschwistern ist Lorca Massine natürlich auch der Erbe der vielgestaltigen Hinterlassenschaft seines Vaters Léonide. Seine Einstudierungen von Balletten seines Vaters werden an der Pariser Oper, beim American Ballet Theatre, dem Joffey Ballet, dem Royal Ballet London, dem Holländischen National Ballett (Dutch National Ballet) getanzt. Am 14. April 2005 fanden drei Werke von Léonide Massine sogar den Weg auf die "heiligen" Bretter des Bolschoi Theaters in Moskau.
Einstudierung
Anna Krzyskow
Anna Krzyskow schloss ihre Ballettausbildung an der Staatlichen Ballettschule in Lodz (Polen) ab und wurde anschließend an das Staatstheater Lodz verpflichtet und 1991 zur Ersten Solistin befördert. Während ihrer Tänzerlaufbahn schloss sie ein Pädagogik - und Choreographiestudium an der Musikhochschule in Warschau ab.
Sie kreierte zahlreiche Rollen u. a. die Titania im Sommernachtstraum von Gray Veredon, Silvia von Germinal Cassado, die Witwe in Zorba von Lorca Massine und profilierte sich gleichermaßen im klassischen und modernen Repertoire. Seit 1990 arbeitet Anna Krzyskow als Pädagogin, Ballettmeisterin und freie Choreographin. 1991 wurde sie die maßgebliche Assistentin von Lorca Massine für dessen sowie Werke seines Vaters Léonide und ist für die Einstudierung ihrer Ballette auf der ganzen Welt zuständig. Im Jahr 1997 wurde Anna Krzyskow in Italien mit dem "Premio Danza" geehrt. Bis zum heutigen Tage hat sie über 38 Ballettproduktionen an namenhaften Theatern einstudiert von der Pariser Oper, Mailänder Scala, Wiener Staatsoper, Nationaltheater Kiew, Staatsoper Kairo, National Oper Warschau, Birmingham Royal Ballet, National Oper Sofia, Les Grand Ballets Canadiens, Arena in Verona, Teatro dell‘ Opera Rom, National Oper Ankara bis zum Bolschoi in Moskau.
Anna Krzyskow schloss ihre Ballettausbildung an der Staatlichen Ballettschule in Lodz (Polen) ab und wurde anschließend an das Staatstheater Lodz verpflichtet und 1991 zur Ersten Solistin befördert. Während ihrer Tänzerlaufbahn schloss sie ein Pädagogik - und Choreographiestudium an der Musikhochschule in Warschau ab.
Sie kreierte zahlreiche Rollen u. a. die Titania im Sommernachtstraum von Gray Veredon, Silvia von Germinal Cassado, die Witwe in Zorba von Lorca Massine und profilierte sich gleichermaßen im klassischen und modernen Repertoire. Seit 1990 arbeitet Anna Krzyskow als Pädagogin, Ballettmeisterin und freie Choreographin. 1991 wurde sie die maßgebliche Assistentin von Lorca Massine für dessen sowie Werke seines Vaters Léonide und ist für die Einstudierung ihrer Ballette auf der ganzen Welt zuständig. Im Jahr 1997 wurde Anna Krzyskow in Italien mit dem "Premio Danza" geehrt. Bis zum heutigen Tage hat sie über 38 Ballettproduktionen an namenhaften Theatern einstudiert von der Pariser Oper, Mailänder Scala, Wiener Staatsoper, Nationaltheater Kiew, Staatsoper Kairo, National Oper Warschau, Birmingham Royal Ballet, National Oper Sofia, Les Grand Ballets Canadiens, Arena in Verona, Teatro dell‘ Opera Rom, National Oper Ankara bis zum Bolschoi in Moskau.
The Moor's Pavane
José Limón
Musikalische Leitung
Robertas Šervenikas
Robertas Šervenikas, studierte Dirigieren am Konservatorium in St. Petersburg. 1993 begann er mit dem Nationalen Litauischen Sinfonieorchester in Vilnius zu arbeiten und ist nun sein erster Gastdirigent. Ab 1997 wurde er wiederholt zum Evian Festival/Frankreich eingeladen, wo er die Philharmonie der Nationen, sowie das Orchestra Synfonica di Milano Giuseppe Verdi mit Mstislav Rostropovich als Solisten zu leiten. Seit dieser Zeit dirigierte Šervenikas das Nationale Litauische Sinfonieorchester auf Tourneen nach Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden, Finnland, Estland und Lettland. Er machte sich besonders um die Uraufführung litauischer Komponisten verdient und zählt zu den talentiertesten litauischen Dirigenten seiner Generation. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt Robertas Šervenikas den Litauischen Nationalpreis und ist Gastdirigent des Litauischen Kammerorchesters. Im Februar 2008 wurde Šervenikas zum Musik-Direktor des litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett (LNOBT) ernannt.
Mit der musikalischen Leitung des Violakonzerts von Sofia Gubaidulina beim Bayerischen Staatsballett gab er im April 2008 sein Debut als Dirigent des Bayerischen Staatsorchesters. Die Zusammenarbeit wurde in der Spielzeit 2008/2009 in größerem Rahmen fortgesetzt, als Šervenikas das Ballett Der Sturm dirigierte, eine Partitur, die den 1. und 4. Satz von Bruckners Vierter Sinfonie, Sibelius 7. Sinfonie und die Sturm-Tondichtungen von Sibelius und Tschaikowsky umfasst. Daneben weitete er seine Arbeit am Nationaltheater in Vilnius aus mit Opern- und Ballettdirigaten (u.a. Boris Godunow).
In der Spielzeit 2012/13 übernimmt Robertas Šervenikas die musikalische Leitung für Forever Young beim Bayerischen Staatsballett.
Robertas Šervenikas, studierte Dirigieren am Konservatorium in St. Petersburg. 1993 begann er mit dem Nationalen Litauischen Sinfonieorchester in Vilnius zu arbeiten und ist nun sein erster Gastdirigent. Ab 1997 wurde er wiederholt zum Evian Festival/Frankreich eingeladen, wo er die Philharmonie der Nationen, sowie das Orchestra Synfonica di Milano Giuseppe Verdi mit Mstislav Rostropovich als Solisten zu leiten. Seit dieser Zeit dirigierte Šervenikas das Nationale Litauische Sinfonieorchester auf Tourneen nach Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden, Finnland, Estland und Lettland. Er machte sich besonders um die Uraufführung litauischer Komponisten verdient und zählt zu den talentiertesten litauischen Dirigenten seiner Generation. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt Robertas Šervenikas den Litauischen Nationalpreis und ist Gastdirigent des Litauischen Kammerorchesters. Im Februar 2008 wurde Šervenikas zum Musik-Direktor des litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett (LNOBT) ernannt.
Mit der musikalischen Leitung des Violakonzerts von Sofia Gubaidulina beim Bayerischen Staatsballett gab er im April 2008 sein Debut als Dirigent des Bayerischen Staatsorchesters. Die Zusammenarbeit wurde in der Spielzeit 2008/2009 in größerem Rahmen fortgesetzt, als Šervenikas das Ballett Der Sturm dirigierte, eine Partitur, die den 1. und 4. Satz von Bruckners Vierter Sinfonie, Sibelius 7. Sinfonie und die Sturm-Tondichtungen von Sibelius und Tschaikowsky umfasst. Daneben weitete er seine Arbeit am Nationaltheater in Vilnius aus mit Opern- und Ballettdirigaten (u.a. Boris Godunow).
In der Spielzeit 2012/13 übernimmt Robertas Šervenikas die musikalische Leitung für Forever Young beim Bayerischen Staatsballett.
Choreographie
José Limón
geb. 12.1.1908 in Culiacán, Mexiko, gest. 2.12.1972 in New Jersey. Kam als Siebenjähriger in die USA, begann mit 20 Jahren Malerei zu studieren und entschloss sich nach einem Tanzabend von Kreutzberg-Georgi Tänzer zu werden. Studierte bei Doris Humphrey und Charles Weidmann, debütierte 1928 in New York, tanzte dann in der Gruppe Humphrey-Weidmann und begann 1931 seine ersten Stücke zu choreographieren. Sein erster Gruppentanz Danza de la Muerte (Musik: H. Clark) entstand für die Bennington School of Dance. Es folgten 1939 die Danzas mexicanas (Musik: L. Nowak) und 1940 War Lyrics (Musik: E. Williamson); von daher datiert seine Zusammenarbeit mit der Tänzerin May O' Donnell, mit der er erfolgreiche Tourneen unternahm. Er heiratete 1942 seine Kostümbildnerin Pauline Lawrence und choreographierte Chaconne in d- Moll (Musik: J.S. Bach).
Nach seiner Militärzeit (1943-45) studierte er noch akademischen Tanz und gab eine Reihe von Duo-Abenden mit Beatrice Seckler und Dorothy Bird. 1947 gründete er seine José Limón American Dance Company, die sich mit ihrem Debüt in New York zugleich als eine der wichtigsten Gruppen des Modern Dance etablierte. Mit Doris Humphrey als künstlerischer Kodirektorin und Pauline Korner, R. Currier, B. Jones und L. Hoving sowie ihm selbst in vielen Hauptrollen schuf er seine bedeutendsten Werke, u.a. The Moor's Pavane (Musik: Purcell, 1949), La Malinche (Musik: N. Lloyd, 1949), The Exiles (Musik: Schönberg, 1950), The Traitor (Musik: G. Schuler, 1954), There is a Time (Musik: N. Dello Joio, 1956), The Emperor Jones (Musik: H. Villa Lobos, 1956), Missa Brevis (Musik: Kodály, 1958), My Son, My Enemy (Musik: Faine, 1965), The Winged (Musik: H. Johnson, 1966), Psalm (Musik: E. Lester, 1967), Comedy (Musik: J. Wittmann, 1968), und The Unsung (ohne Musik, Juilliard Dance Ensemble, 1970). Limóns Kompagnie konnte auch nach seinem Tode 1972 ihren Rang als stilbildendes modernes Ensemble behaupten. Sie wird seit 1978 von Carla Maxwell geleitet.José Limón begeisterte die Welt mit seinem dynamischen, maskulinen Bewegungsstil und dramatischer Choreographie. 1928, als er nach New York kam, wo er seine erste Tanzvorstellung sah, sagte Limón: "Was ich gesehen habe, hat einfach und unumstößlich mein Leben verändert. Ich sah den Tanz als Erscheinung von unbeschreiblicher Kraft. Ein Mann kann mit Würde und überragende Majestät tanzen… tanzen wie Michelangelos Erscheinungen und so wie die Musik von Bach tanzt."
geb. 12.1.1908 in Culiacán, Mexiko, gest. 2.12.1972 in New Jersey. Kam als Siebenjähriger in die USA, begann mit 20 Jahren Malerei zu studieren und entschloss sich nach einem Tanzabend von Kreutzberg-Georgi Tänzer zu werden. Studierte bei Doris Humphrey und Charles Weidmann, debütierte 1928 in New York, tanzte dann in der Gruppe Humphrey-Weidmann und begann 1931 seine ersten Stücke zu choreographieren. Sein erster Gruppentanz Danza de la Muerte (Musik: H. Clark) entstand für die Bennington School of Dance. Es folgten 1939 die Danzas mexicanas (Musik: L. Nowak) und 1940 War Lyrics (Musik: E. Williamson); von daher datiert seine Zusammenarbeit mit der Tänzerin May O' Donnell, mit der er erfolgreiche Tourneen unternahm. Er heiratete 1942 seine Kostümbildnerin Pauline Lawrence und choreographierte Chaconne in d- Moll (Musik: J.S. Bach).
Nach seiner Militärzeit (1943-45) studierte er noch akademischen Tanz und gab eine Reihe von Duo-Abenden mit Beatrice Seckler und Dorothy Bird. 1947 gründete er seine José Limón American Dance Company, die sich mit ihrem Debüt in New York zugleich als eine der wichtigsten Gruppen des Modern Dance etablierte. Mit Doris Humphrey als künstlerischer Kodirektorin und Pauline Korner, R. Currier, B. Jones und L. Hoving sowie ihm selbst in vielen Hauptrollen schuf er seine bedeutendsten Werke, u.a. The Moor's Pavane (Musik: Purcell, 1949), La Malinche (Musik: N. Lloyd, 1949), The Exiles (Musik: Schönberg, 1950), The Traitor (Musik: G. Schuler, 1954), There is a Time (Musik: N. Dello Joio, 1956), The Emperor Jones (Musik: H. Villa Lobos, 1956), Missa Brevis (Musik: Kodály, 1958), My Son, My Enemy (Musik: Faine, 1965), The Winged (Musik: H. Johnson, 1966), Psalm (Musik: E. Lester, 1967), Comedy (Musik: J. Wittmann, 1968), und The Unsung (ohne Musik, Juilliard Dance Ensemble, 1970). Limóns Kompagnie konnte auch nach seinem Tode 1972 ihren Rang als stilbildendes modernes Ensemble behaupten. Sie wird seit 1978 von Carla Maxwell geleitet.José Limón begeisterte die Welt mit seinem dynamischen, maskulinen Bewegungsstil und dramatischer Choreographie. 1928, als er nach New York kam, wo er seine erste Tanzvorstellung sah, sagte Limón: "Was ich gesehen habe, hat einfach und unumstößlich mein Leben verändert. Ich sah den Tanz als Erscheinung von unbeschreiblicher Kraft. Ein Mann kann mit Würde und überragende Majestät tanzen… tanzen wie Michelangelos Erscheinungen und so wie die Musik von Bach tanzt."
Einstudierung
Sarah Stackhouse
Sarah Stackhouse wurde im Mittleren Westen der USA geboren. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie in Michigan, bis ihre Familie in einen Vorort von New York umzog.
Sie begann ihre moderne Tanzausbildung an einer lokalen Tanzschule. Ein Stipendium ermöglichte ihr die Teilnahme am American Dance Festival (ADF) am Connecticut College, einem sechswöchigen Sommerkurs bei Martha Graham und José Limón.
Es folgte ein Studium im Hauptfach Tanz an der Hochschule in Wisconsin, die diesen Studiengang als erste amerikanische Universität anbot. Die Lehrer und Künstler, die Sarah Stackhouse am meisten prägten waren José Limón, Merce Cunningham und Antony Tudor.
1958 wurde sie Mitglied der José Limón Dance Company, tanzte bis 1969 als erste Solistin sowie auch als Partnerin von José Limón und arbeitete auch als seine Assistentin an der Julliard School. Sie war abwechselnd auch Mitglied des American Dance Theatre im Lincoln Center, des Alvin Ailey American Dance Theatre, Louis Falco and Featured Dancers, "The Workgroup" von Daniel Nagrin und Annabelle Gamson Dance Solos. 1969 verließ sie die Vereinigten Staaten und zog nach Italien. 1972 kehrte Sarah Stackhouse nach Amerika zurück, um an der State University von New York zu unterrichten und als freischaffende Tänzerin zu arbeiten. Sie unterrichtete an der Juillard School, dem American Dance Festival und dem Conservatory of Dance im Purchase College. Als Kulturbeauftragte des amerikanischen Außenministeriums hielt sie Vorträge und Kurse in Rom, Perugia und Florenz.
Essays von Sarah Stackhouse sind erschienen in "East Meets West in Dance", "Voices in the Cross-Cultural Dialogue", "José Limón: The Artist Reviewed" und "José Limón and La Malinche". Ihr Dokument "The Moor’s Pavane: Notes on the Characters, Casting and Scenes" ist in der Labannotation des Werkes inbegriffen.
Heute wirkt sie als eine der wichtigsten Ballettmeisterinnen, die sich der Einstudierung von José Limón Balletten bei Compagnien auf der ganzen Welt widmet.
Sarah Stackhouse wurde im Mittleren Westen der USA geboren. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie in Michigan, bis ihre Familie in einen Vorort von New York umzog.
Sie begann ihre moderne Tanzausbildung an einer lokalen Tanzschule. Ein Stipendium ermöglichte ihr die Teilnahme am American Dance Festival (ADF) am Connecticut College, einem sechswöchigen Sommerkurs bei Martha Graham und José Limón.
Es folgte ein Studium im Hauptfach Tanz an der Hochschule in Wisconsin, die diesen Studiengang als erste amerikanische Universität anbot. Die Lehrer und Künstler, die Sarah Stackhouse am meisten prägten waren José Limón, Merce Cunningham und Antony Tudor.
1958 wurde sie Mitglied der José Limón Dance Company, tanzte bis 1969 als erste Solistin sowie auch als Partnerin von José Limón und arbeitete auch als seine Assistentin an der Julliard School. Sie war abwechselnd auch Mitglied des American Dance Theatre im Lincoln Center, des Alvin Ailey American Dance Theatre, Louis Falco and Featured Dancers, "The Workgroup" von Daniel Nagrin und Annabelle Gamson Dance Solos. 1969 verließ sie die Vereinigten Staaten und zog nach Italien. 1972 kehrte Sarah Stackhouse nach Amerika zurück, um an der State University von New York zu unterrichten und als freischaffende Tänzerin zu arbeiten. Sie unterrichtete an der Juillard School, dem American Dance Festival und dem Conservatory of Dance im Purchase College. Als Kulturbeauftragte des amerikanischen Außenministeriums hielt sie Vorträge und Kurse in Rom, Perugia und Florenz.
Essays von Sarah Stackhouse sind erschienen in "East Meets West in Dance", "Voices in the Cross-Cultural Dialogue", "José Limón: The Artist Reviewed" und "José Limón and La Malinche". Ihr Dokument "The Moor’s Pavane: Notes on the Characters, Casting and Scenes" ist in der Labannotation des Werkes inbegriffen.
Heute wirkt sie als eine der wichtigsten Ballettmeisterinnen, die sich der Einstudierung von José Limón Balletten bei Compagnien auf der ganzen Welt widmet.
Kostüme
Pauline Lawrence
Musik
Henry Purcell
arrangiert von
Simon Saddoff


