Der Nussknacker - Biographien

Der Nussknacker. Katherina Markowskaja, Tigran Mikayelyan. ©Wilfried Hösl Der Nussknacker. Ensemble. ©Wilfried Hösl Der Nussknacker. Ilia Sarkisov, Ensemble. ©Wilfried Hösl

Der Nussknacker

John Neumeier

Musik von Peter I. Tschaikowsky
Nationaltheater

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Inszenierung und Choreographie


John Neumeier. ©Steven Haberland
John Neumeier
Ihn interessiert der Mensch und seine Beziehungen, er spürt choreographisch dem nach, was mit Worten nicht (mehr) gesagt werden kann, und möchte der Musik durch den Tanz eine weitere Dimension geben. So formulierte John Neumeier einmal den Motor seines Schaffens, dem bisher über hundert Stücke zu verdanken sind: darunter Klassiker-Adaptionen wie Romeo und Julia, Der Nußknacker, Dornröschen und Illusionen – wie Schwanensee, die Menschen zeigen statt Märchenfiguren.

Er hat dem Ballett – ähnlich wie John Cranko – Weltliteratur erschlossen, schuf Die Kameliendame, eine Reihe Shakespeare-Ballette oder Endstation Sehnsucht (nach Tennessee Williams) und wagte sich mit seinem auf der klassischen Technik basierenden, aber durch moderne Bewegungen oder wie improvisiert wirkende Gesten aufgebrochenen Vokabular an Kompositionen, die bis dahin als ganz und gar nicht "vertanzbar" galten: Werke von Gustav Mahler, die Matthäus-Passion, Bachs Magnifikat, das Requiem von Mozart.

John Neumeier stammt aus Milwaukee, kam als einundzwanzigjähriger Tänzer 1963 ans Stuttgarter Ballett, begann zu choreographieren, wurde Ballettdirektor in Frankfurt und ging von dort 1973 nach Hamburg, wo er seitdem künstlerisch zu Hause ist. Hier hat er eine weltweit renommierte Kompanie aufgebaut, ein Ausbildungszentrum für den Nachwuchs eingerichtet und seine eigene, unverwechselbare Tanzsprache entwickelt.

Bühnenbild und Kostüme


Jürgen Rose
Jürgen Rose
Jürgen Rose, geboren in Bernburg/Saale, studierte an der Berliner Akademie der Bildenden Künste. Von 1961 bis 2001 wirkte er als Bühnen- und Kostümbildner für die Münchner Kammerspiele. Ab 1970 entwarf er Opernausstattungen in Wien, Hamburg, Stuttgart, Berlin, London, Paris, Mailand und New York sowie bei den Festspielen in Bayreuth und Salzburg. Von 1973 bis 2000 war er Ordentlicher Professor für Bühnenbild an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 1996 realisiert er auch als Regisseur eigene Operninszenierungen. Durch zahlreiche Arbeiten ist er mit der Bayerischen Staatsoper, dem Staatsballett und dem Bayerischen Staatsschauspiel verbunden. Zu sehen 2013/14: Le nozze di Figaro, Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Così fan tutte, Die Zauberflöte, Der Nussknacker, Der Rosenkavalier.


Musikalische Leitung


Valery Ovsianikov
Valery Ovsianikov
1960 in Moskau geboren, wurde nach seinem Studium am St. Petersburger Konservatorium bei Prof. W.A. Fjedotow Dirigent am dortigen Mariinski-Theater.

Er ist häufiger Gastdirigent des Royal Ballet, London, des Königlich Schwedischen Balletts in Stockholm und des Finnischen Nationalballetts.

Dazu kommen Konzertverpflichtungen bei zahlreichen Orchestern, u.a. Symphonie San José, Philharmonie Rochester, Pacific SO, Mexico CityPO, in Turin, Ankara, Madrid, Frankfurt, Helsinki.

Außerdem obliegt ihm die musikalische Leitung der Vaganova Ballettakademie in St. Petersburg.

Sein Ballettrepertoire (Auszug):

Schwanensee, Dornröschen, Nußknacker, La Bayadère, Korsar, Don Quijote, Giselle, Romeo und Julia, Cinderella, Sylphide (Løvenskiold),
La Fille mal gardée
, Symphonie in C, Apollon Musaget.

Konsul Stahlbaum


Vittorio Alberton.©Sascha Kletzsch
Vittorio Alberton

Corps de ballet

Vittorio Alberton wurde in Treviso, Italien, geboren und erhielt seine Tanzausbildung an der Akademie der Mailänder Scala und an der Münchner Ballett-Akademie / Heinz-Bosl-Stiftung.

Im Herbst 2002 trat er sein Engagement als Gruppentänzer beim Bayerischen Staatsballett in München an.

Debut 2002/2003
Solopartie Sechs Tänze (J. Kylián)

Debut 2003/2004
Däumling in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška)
Dämmern (J. Neumeier)
Pas de quatre in Der Nussknacker (M. Petipa/J. Neumeier)
Serenade (G. Balanchine)

Debut 2004/2005
Limb's Theorem (W. Forsythe)

Debut 2005/2006
Boys Variation in Raymonda (P. Wright)
So nah, so fern (I. Galili)
Century Rolls (D. Bombana)

Debut 2006/2007
Pas de six in Giselle (P. Wright)
Pas de six in Schwanensee (R. Barra)
Ein Schneider in Die silberne Rose (G. Murphy)

Debut 2007/2008
Cambio d'abito (S. Sandroni), Kreation

Debut 2010/2011
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Camacho in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Witwe Simone in La Fille mal gardée (F. Ashton)

Debut 2012/2013
BIPED (M. Cunningham)

Debut 2013/2014
Graf Capulet in Romeo und Julia (J. Cranko)

 


Frau Konsul Stahlbaum


Zuzana Zahradníková Foto: S. Kletzsch
Zuzana Zahradníková.
Solistin

Zuzana Zahradníková, in Olomouc/Mähren geboren, erhielt ihre Ausbildung am Prager Konservatorium. Schon während der Schulzeit tanzte sie kleinere Solorollen in Der Nussknacker und La Fille mal gardée und  gastierte am Theater in Brünn. Beim Ballettwettbewerb in Wien und beim Nurejew-Wettbewerb in Budapest wurde sie Finalistin, beim Japanischen Ballettwettbewerb in Nagoya Halbfinalistin. Sie tanzte bei verschiedenen Gala-Abenden, u.a. 1997 und 1998 bei der Birgit-Keil-Stiftung in Ludwigsburg, 1998 beim Gala-Abend anlässlich der Verleihung des Deutschen Tanzpreises an Birgit Keil und 1999 bei der Nurejew-Gedächtnis-Gala in Budapest.

Nachdem sie 1999 als Volontärin nach München gekommen war, wurde sie mit der folgenden Spielzeit ins Corps de ballet des Bayerischen Staatsballetts engagiert, bei dem sie in Schwanensee (R. Barra) im Herbst 2002 als erste Solopartie einen der beiden Großen Schwäne tanzte. Es folgten weitere Solo-Partien in La Bayadère (P. Bart), Don Quichote, Brahms Schönberg Quartett (G. Balanchine) und die Weiße Dame in Raymonda (R. Barra). Seit 2003 tanzte sie an der Seite von Lukáš Slavický auch die Helena in Neumeiers Sommernachtstraum, die Verlobte in Kyliáns Svadebka und in Forsythes the second detail und Limb´s Theorem. Zu Beginn der Spielzeit 2004/2005 wurde sie zur HalbSolistin ernannt, 2007/2008 erfolgte die Beförderung zur Solistin.

Debut 2005/2006
Solopartie in Century Rolls (D. Bombana), Kreation
Myrtha in Giselle (P. Wright)

Debut 2006/2007
Odaliske in Le Corsaire (M. Petipa/ I. Liška)
Solopartie in Chamber Symphony (L. Childs)

Debut 2007/2008
Solo-Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Große Fuge (H. van Manen)
Weißes Paar in Katalyse (J. Cranko)

Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Prudence in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2009/2010
Die Dame des Hauses in Les Biches (B. Nijinska)

Debut 2010/2011
Madame Larina in Onegin (J. Cranko)
Fee Fleur de Farine und Herzogin in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Freudenmädchen in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Königinmutter in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)

Debut 2011/2012
Frau Konsulin Stahlbaum/ "La fille du Pharao" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Gods and Dogs (J. Kylián)
1. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Debut 2012/2013
Gamzatti in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
2. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Marie, ihre Tochter


Katherina Markowskaja © Sascha Kletzsch
Katherina Markowskaja
Solistin

Katherina Markowskaja wurde in Kiew (Ukraine) geboren, wo sie auch ihre Ausbildung an der Nationalen Ballett Akademie der Kunst abschloss. Bereits als Studentin wirkte sie mit bei Aufführungen des Ukrainischen Nationalballetts in Kiev. Mit 16 nahm sie das Angebot von Konstanze Vernon für ein Stipendium der Heinz-Bosl-Stiftung an und vollendete ihr Studium an der Ballett-Akademie München. Direkt nach ihrem Examen erhielt sie ein Engagement an der Sächsischen Staatsoper Dresden unter der Leitung von Vladimir Derevianko, der sie zwei Jahre später zur Ersten Solistin ernannte.1999 wurde sie mit dem Mary Wigman Preis ausgezeichnet.

Zu ihrem Repertoire gehören unter anderem die klassischen Ballerinen Partien Aurora (Dornröschen), Giselle, Kitri (Don Quijote), Lise (La Fille mal gardée) sowie Bianca (Der Widerspenstigen Zähmung - Cranko), Otilie (Wahlverwandtschaften – Schilling ) und, in den Balletten von John Neumeier Prinzessin Natalia und Prinzessin Claire (Illusionen – wie Schwanensee), Marie (Der Nussknacker), Hermia (Ein Sommernachtsraum), Rosalind (Wie es euch gefällt) und Chloé (Daphnis und Chloé).

Seit 2010 tanzt Katherina Markowskaja als freelance Ballerina und trainiert mit dem Bayerischen Staatsballett. Ab der Spielzeit 2012/13 ist sie Solistin.

Münchener Debuts 2010/2011
Aurora in Dornröschen (M. Petipa/ I. Liška)

Münchener Debuts 2011/2012
Marie in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Frühlingsstimmen (F. Ashton)
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
3. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Lise in La Fille mal gardée (F. Ashton)

Debut 2012/2013
5. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Pandora in Helden (T. Kohler)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Debut 2013/2014
Julia in Romeo und Julia (J. Cranko)

Louise, ihre Schwester, eine Ballerina


Lucia Lacarra © Sascha Kletzsch
Lucia Lacarra
Erste Solistin

Lucia Lacarra, geboren im spanischen San Sebastián, studierte an der Schule von Victor Ullate in Madrid. In dessen neoklassischer Compagnie, dem Ballett Victor Ullate, trat sie auch ihr erstes Engagement an.

1994 wechselte sie zum Ballet National de Marseille unter Roland Petit und ging 1997 als Principal Dancer zum San Francisco Ballet unter Helgi Tomasson. Bereits in Marseille wurde deutlich, dass mit Lucia Lacarra eine außergewöhnliche Tänzerin herangewachsen war, die sehr bald zur Crème de la Crème der international führenden Ballerinen zählte. Als umworbener Gaststar ist sie seit Jahren regelmäßig in allen Metropolen zwischen London, Paris und Tokio zu sehen.
Sie tanzt die klassischen Hauptrollen wie Giselle, Odette/Odile in Schwanensee und Aurora in Dornröschen, in Roland-Petit-Balletten wie Carmen, Notre Dame de Paris, Le Jeune Homme et la Mort (zusammen mit Nicolas Le Riche) ebenso wie ein weites modernes Repertoire:  Balanchines Agon und Sinfonie in C, Robbins' The Cage und In the Night, Kenneth MacMillans The Invitation sowie zahlreiche Werke von Helgi Tomasson.

Beim Bayerischen Staatsballett tanzte sie, noch vor ihrem offiziellen Antritt als Erste Solistin zu Beginn der Spielzeit 2002/2003, bereits im Juni 2002 in Jerome Robbins' In the Night. Ihr Debüt in einem großen abendfüllenden Klassiker gab sie im Oktober 2002 mit der Titelrolle in Raymonda. Es folgten im November 2002 Schwanensee und die Tatjana in John Crankos Onegin. Ihr Partner war ihr Lebensgefährte Cyril Pierre, der mit ihr als Erster Solist zum Bayerischen Staatsballett kam. In der Premiere von Portrait John Neumeier tanzte sie in Jupiter Sinfonie und in In the Blue Garden.

Als neue Rollen in der Saison 2003/2004 kamen Louise in John Neumeiers Der Nussknacker und Titania/Hippolyta in seinem Sommernachtstraum sowie die Titelpartie in Dornröschen und die Marguerite in John Neumeiers Die Kameliendame hinzu. Weitere Partien ihres Münchner Repertoires sind the second detail (Forsythe) und Brahms-Schönberg Quartett (Balanchine).

Im Dezember 2002 erhielt Lucia Lacarra in Monte Carlo den Nijinsky Award 2002 in der Kategorie "beste Tänzerin" und wurde im Frühjahr 2003 in Moskau mit dem Prix Benois ausgezeichnet. Sowohl 2004 als auch 2005 wurde sie für den Münchner Merkur-Theaterpreis nominiert. Geehrt wurde sie im Herbst 2005 mit dem spanischen Premio Nacional de Danza 2005. Der mit 30.000,- Euro dotierte Preis gilt als eine der höchsten Auszeichnungen, die der spanische Staat vergibt.
Im Frühjahr 2007 wurde Lacarra zur kulturellen Botschafterin und Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt San Sebastián ernannt. 2008 verlieh ihr Kunstminister Dr. Goppel den Titel "Bayerische Kammertänzerin".

Debut 2004/2005
Julia in Crankos Romeo und Julia (J. Cranko) 
Fünf Tangos (H. van Manen)
Black Cake (H. van Manen)
Agon (G. Balanchine)
Nikija in La Bayadère (P. Bart)

Debut 2005/2006
Sophie in Die silberne Rose (G.Murphy), Kreation
Century Rolls (D. Bombana), Kreation

Debut 2006/2007
Giselle (P. Wright)
Medora in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Die Frau in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)

Debut 2007/2008
Ariel in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Violakonzert/II (M. Schläpfer), Kreation
Adagio Hammerklavier (H. v. Manen)
Legende (J. Cranko), Pas de deux

Debut 2008/2009
Zobeide in Shéhérazade (M. Fokine)
Odette in Once Upon An Ever After
(T. Kohler), Kreation

Debut 2009/2010
Pas de deux 1 in Artifact (W. Forsythe)
Die französische Ballerina in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)

Debut 2010/2011
The Old Men and Me (H. van Manen)
Prinzessin Natalia in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)

Debut 2011/2012
Dulcinea in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Katharina in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinzessin Odette in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Die älteste Schwester in Las Hermanas (K. MacMillan)
3. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Debut 2012/2013
Solistin 2. Satz in Choreartium (L. Massine)
Broken Fall (R. Maliphant)

Debut 2013/2014
Hippolyta/Titania in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)

Fritz, ihr Bruder, ein Kadett


Karen Azatyan.©Sascha Kletzsch
Karen Azatyan
Solist

Der gebürtige Armenier absolvierte seine Tanzausbildung zunächst in seiner Heimat am Yerevan Dancing Art State College, und schloss sie nach seinem Wechsel an die Tanz Akademie Zürich im Jahre 2007 ab. Während der zweiten Ausbildungsphase belegte er beim Wettbewerb „Tanz Olymp Berlin 2005“ in der Kategorie Klassische Variation den 2. Platz, gewann im selben Jahr ein Stipendium beim Prix de Lausanne und den Nachwuchsförderpreis des internationalen Ballettwettbewerbs Varna 2006.

Mit Beginn der Spielzeit 2007/2008 wurde er als Gruppentänzer beim Bayerischen Staatsballett engagiert und stieg im Herbst 2010 zum Halbsolisten auf. Seit der Spielzeit 2012/13 tanzt Karen Azatyan als Solist.

Debut 2007/2008
Sebastian und Antonio in Der Sturm (J. Mannes)

Debut 2008/2009
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2009/2010
Athlet in Les Biches (B. Nijinska)

Debut 2010/2011
Albrecht in Once Upon an Ever After (T. Kohler)
Daphnis in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Hortensio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Graf Alexander in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Basilio in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Fritz in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Blauer Vogel in Dornröschen (M. Petipa / I. Liška)
Frühlingsstimmen-Pas de deux (F. Ashton)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Pas de six und russischer Tanz in Schwanensee (R. Barra)

Debut 2012/2013
Goldenes Idol in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
4. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Birthday Offering (F. Ashton)
Prometheus in Helden (T. Kohler)

Debut 2013/2014
Mercutio in Romeo und Julia (J. Cranko)
Demetrius in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Ballettmeister Drosselmeier


Cyril Pierre.©Sascha Kletzsch
Cyril Pierre

Erster Solist

Cyril Pierre, im französischen Nancy geboren, begann mit acht Jahren am Conservatoire der Stadt mit dem Tanzstudium. Er wechselte später an die Ballettschule der Pariser Oper, bei der Serge Golovine sein wichtigster Lehrer wurde.
Sein erstes Engagement erhielt er beim Ballet National de Marseille unter Roland Petit, der ihn 1990 zum Solisten und 1992 zum Etoile ernannte. 1996 folgte er dem Ruf von Helgi Tomasson zum San Francisco Ballet. Als Principal Dancer dieser nach ABT und NYCB wichtigsten amerikanischen Ballettcompagnie tanzte er alle Klassiker sowie das bedeutende zeitgenössische Repertoire der Compagnie, darunter viele für ihn kreierte Werke u.a. von Helgi Tomasson und James Kudelka.

Cyril Pierre ist darüber hinaus weltweit ein gefragter Gastballerino und tanzte u. a. am Nationaltheater in Prag, in Neapel, an der Mailänder Scala, beim Ballett der Berliner Staatsoper sowie bei Galaabenden in allen Metropolen zwischen New York, Paris und Tokio.

Mit Beginn der Spielzeit 2002/2003 kam Cyril Pierre, zusammen mit Lucia Lacarra, als Erster Solist zum Bayerischen Staatsballett.
Hier tanzte er in seiner ersten Saison in Jerome Robbins' In the Night, die Titelrolle in John Crankos Onegin, Prinz Siegfried in Schwanensee, Abderakhman in Raymonda, Demetrius in John Neumeiers Ein Sommernachtstraum und im Rahmen des Abends Porträt John Neumeier in den Balletten Dämmern und Jupiter Sinfonie.

In den folgenden Jahren konnte er sowohl sein klassisches als auch sein zeitgenössisches Repertoire um einige wichtige Rollen erweitern, u.a. um Günther in Der Nussknacker (John Neumeier), Oberon/Theseus in Ein Sommernachtstraum (John Neumeier) und Prinz Désiré in Dornröschen (Marius Petipa/Ivan Liška).

Debuts 2004/2005
Romeo und Mercutio in Romeo und Julia (J. Cranko)
Gaston in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Black Cake (H. van Manen)
Bella Figura (J. Kylián)
Agon (G. Balanchine)
Solor in La Bayadère (P. Bart)

Debuts 2005/2006
Baron Ochs in Die silberne Rose (G.Murphy), Kreation
Century Rolls (D. Bombana), Kreation
Hilarion in Giselle (P. Wright)

Debut 2006/2007
Prinz Albrecht in Giselle (P. Wright)

Debut 2006/2007
Lankedem und Birbanto in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)

Debut 2007/2008
Prospero in Der Sturm (J. Mannes)
Große Fuge (H. van Manen)
Adagio Hammerklavier (H. van Manen)

Debut 2008/2009
Vater in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Tybalt in Romeo und Julia (J. Cranko)
Shahriar in Shéhérazade (M. Fokine)
Erster Athlet in Les Biches (B. Nijinska)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2009/2010
Abderakhman in Raymonda (M. Petipa
Freund der Ballerina des 20. Jahrhunderts in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler), Kreation

Debut 2010/2011
Zar in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Pas de deux in Artifact (W. Forsythe)
Mann 1 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Carabosse in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Prinz Leopold in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Don Quijote in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
El Trianero, Matador in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Ballettmeister Drosselmeier in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Hortensio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Der Mann in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Der Verlobte in Las Hermanas (K. MacMillan)
Witwe Simone in La Fille mal gardée (F. Ashton)

Debut 2012/2013
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Der Mohr in The Moor's Pavane (José Limón)
Partner der Primaballerina und Pas de deux in Birthday Offering (F. Ashton)

Debut 2013/2014
Graf Capulet in Romeo und Julia (J. Cranko)
Zettel in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)


Günther, Anführer der Kadetten


Marlon Dino © Sascha Kletzsch
Marlon Dino
Erster Solist

Marlon Dino wurde in Albanien geboren und begann seine Ausbildung 1991 an der School of Choreography and Ballet in Tirana/Albanien. 1998 wechselte er nach Genf in der Schweiz ans Geneve Dance Center unter der Leitung von David Allen. Im Januar 2001 bekam er einen Vertrag an der Wiener Staatsoper.

Seit 2002 ist er beim Bayerischen Staatsballett engagiert. Schnell wurde er mit solistischen Partien betraut, so dass schließlich 2005 die Ernennung zum Halbsolisten und zur Spielzeit 2007/2008 die Beförderung zum Solisten erfolgte. In der Spielzeit 2009/2010 wurde er zum Ersten Solisten ernannt.

Sein solistisches klassisches und zeitgenössisches Repertoire umfasst u.a. Jiří Kylián Sechs Tänze und die Solopartie im vierten Satz von George Balanchines Brahms-Schönberg-Quartett. In der Spielzeit 2004/2005 debütierte er als Graf Paris und Tybalt in Crankos Romeo und Julia und übernahm eine wichtige Partie in Balanchines Agon (zweiter Pas de trois). Außerdem tanzte er den Gaston in der Kameliendame (J. Neumeier), den Solo-Part in Hans van Manens Fünf Tangos und Rotbart in Schwanensee (R. Barra).
Seine erste eigene Choreographie, ein Pas de deux für Cheryl Wimperis und ihn selbst, entstand im Sommer 2003 im Rahmen der "Jungen Choreographen". Es folgte im Sommer 2004 die Choreographie Nimm's wie du willst.
Ende 2007 wurde Marlon Dino für sein Debüt als Onegin an der Seite von Lucia Lacarra in John Crankos Ballett mit dem TZ-Rosenstrauß des Jahres ausgezeichnet.

Debut 2003/2004
Brahms-Schoenberg Quartett (G. Balanchine)

Debut 2004/05:
Graf Paris und Tybalt in Romeo und Julia (J. Cranko)
Agon (G. Balanchine), zweiter Pas de trois
Gaston in Kameliendame (J. Neumeier)
Solo in Fünf Tangos (H. van Manen)

Debut 2005/2006
Bérenger in Raymonda (R. Barra)

Debut 2006/2007 
Zweiter Pas de deux in Century Rolls (D. Bombana)
Pas de six in Giselle (P. Wright)
Rotbart in Schwanensee (R. Barra)
Ali und Birbanto in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Fotograf in Die Silberne Rose (G. Murphy)
Der Mann in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Pas Fabergé in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Prinz Albrecht in Giselle (P. Wright) im Rahmen von Ballett und Wildnis

Debut 2007/2008
Onegin in Onegin (J. Cranko)
Alonso in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Legende (J. Cranko)
Solor in La Bayadère (Bart)

Debut 2008/2009
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Siegfried in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Zeman in Shéhérazade (M. Fokine)
Siegfried in Schwanensee (R. Barra)
Adagio Hammerklavier (H. v. Manen)
Jean de Brienne in Raymonda (M. Petipa)

Debut 2009/2010
Der goldene Sklave in Shéhérazade (M. Fokine)
Armand in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Bach in Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere (N. Duato)

Debut 2010/2011
Prinz Désiré in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Petruccio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Der Mann im Schatten in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Der König in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
El Trianero, Matador in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Günther in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Broken Fall (R. Maliphant)

Debut 2012/2013
Choreartium (L. Massine)
Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Debut 2013/2014
Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)