La Bayadère - Biographien

Marius Petipa: La Bayadère La Bayadère. Ekaterina Petina. ©Wilfried Hösl Marius Petipa: La Bayadère

La Bayadère

Patrice Bart, Marius Petipa

Musik von Ludwig Minkus
Wiederaufnahme

Nationaltheater

Wiederaufnahme
Freitag, 21. September 2012

Choreographie


Marius Petipa
Marius Petipa
Marius Petipa
11. März 1818 – 14. Juli 1910Der Name des vielleicht bedeutendsten Choreographen des 19. Jahrhunderts scheint so eng mit der russischen Tradition verbunden, daß man seine französische Nationalität darüber fast vergißt. Marius Petipa wurde in Marseille geboren. Sein Vater und seine Brüder waren Tänzer. Vom Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel bis nach Bordeaux, und dann in Nantes arbeitet Marius Petipa als Tänzer und Choreograph. Nach einem wenig glücklichen Versuch in New York (1839), einem Aufenthalt in Paris, wo er mit Auguste Vestris arbeitet, und in Spanien (1845), wird er 1847 in St. Petersburg als Erster Solist engagiert, beweist sich jedoch mit der Einstudierung von Joseph Maziliiers Paquita als Ballettmeister. 1850 assistiert er Jules Perrot bei Giselle und bringt 1858 sein erstes eigenes Ballett in Russland heraus: Un mariage sous la Régence. 1862 wird er zweiter Ballettmeister, tritt 1869 offiziell die Nachfolge von Arthur Saint-Léon als erster Ballettmeister an und arbeitet weiterhin als Choreograph. Er wird sich einen Namen machen als Schöpfer großer spektakulärer Ballette, mit denen es ihm gelingt, die aus Frankreich kommende Reinheit des klassischen Tanzes mit der italienischen Virtuosität zu verbinden: eine akademische Form des Tanzes, die in der Einbeziehung von Charaktertänzen auch Volkstanztraditionen aufnimmt.
Petipas russisches Œuvre umfaßt nicht weniger als 50 Ballette, darunter La Fille du Pharaon (1856), La Belle du Libanon (1863), La Floride (1866), Le Roi Candaule (1868), Don Quijote (1869), Camargo (1872), Le Papillon (1874), Les Bandits (1875), La Bayadère (1877), Roxane und La belle Albanaise (1878), La Fille des Neiges und Madla (1879), Les Pilules magiques und L’Offrande à l’Amour (1886), Dornröschen (1890), Nußknacker (1892), Aschenputtel (1893), Schwanensee (zusammen mit Lev Ivanov, 1895), Raymonda (1898), Les Ruses d’Amour (mit Alexander Glasunow als Komponist, 1899) Les Saisons (mit Glasunow, 1900), und sein letztes Ballett Der Magische Spiegel (1903). Alternd und krank wollte der Meister seinen Lebensabend in milderem Klima verbringen und verließ 1907 St. Petersburg, um sich am Schwarzen Meer niederzulassen. Im Alter von 92 Jahren verstarb er in Gurzuf auf der Krim.

Choreographie


Patrice Bart
Patrice Bart
Patrice Bart, geboren am 30. Juli 1945, bis 2011 an der Pariser Opéra als der Ballettdirektion assistierender Ballettmeister, ist ein reines Produkt der traditionsreichen Ballettschule der Opéra in Paris. 1957 trat er dort in die Schule ein und wurde bereits 1959 Mitglied des Corps de ballet. Als 'Coryphée" erhielt er 1963 den Prix René Blum, der den vielleicht vielversprechendsten jungen Tänzern verliehen wird. 1969 gewann er, nunmehr 'Premier danseur', zusammen mit Francesca Zumbo die Goldmedaille beim Tänzerwettbewerb in Moskau und wurde 1972 zum 'Etoile' ernannt. Patrice Bart tanzte alle großen Rollen des Repertoires von Schwanensee, Petruschka, Dornröschen, Don Quixote, Der verlorene Sohn bis hin zu Kreationen wie Constellations (Serge Lifar, 1969), Mouvances (Roland Petit, 1976), Métaboles (Kenneth McMillan, 1978), Rothbart in Schwanensee (Nurejew, 1984).
Von 1970 bis 1982 gastierte Bart regelmäßig als Etoile beim London Festival Ballet, dem jetzigen English National Ballet. Er war außerdem mit zahlreichen Compagnien auf den bedeutendsten internationalen Bühnen zu sehen.

Noch vor seinem offiziellen Bühnenabschied im Jahre 1989 begann Patrice Barts Karriere als Ballettmeister, der sich mehr und mehr mit Direktionsaufgaben befasste, nach dem Weggang von Rudolf Nurejew auch, zusammen mit Eugen Poljakow, für einige Zeit als Interimsdirektor. Danach war Patrice Bart über mehr als zwei Jahrzehnte als der Direktion assoziierter Ballettmeister wesentlich mitverantwortlich für die Aufrechterhaltung und Weiterführung der außergewöhnlichen Tradition und des hohen Standards der französischen Elite-Compagnie.
1991 inszenierte er, zusammen mit Eugen Poljakow, die Pariser Giselle-Produktion aus Anlass des 150. Jahrestags der Uraufführung, assistierte 1992 Rudolf Nurejew bei der Einstudierung von La Bayadère.
1993 brachte er seine eigene Don Quixote-Produktion an der Berliner Staatsoper heraus, die 1995 auch vom Finnischen Nationaltheater übernommen wurde. Für die Mailänder Scala inszenierte er eine neue Giselle, deren Premiere im Mai 1996 im Fernsehen europaweit live übertragen wurde. Ebenfalls 1996 brachte er seine erste abendfüllende Eigenproduktion für die Opéra Paris heraus, eine Coppelia. Im Dezember 1997 hatte seine Neufassung von Schwanensee an der Deutschen Staatsoper in Berlin Premiere und 1998 schuf er für und mit dem Bayerischen Staatsballett eine neue, komplettierte Fassung des Petipa-Klassikers La Bayadère. Es folgten für Berlin Nussknacker (1999) und Romeo und Julia (2002). Außerdem kreierte er einige ganz neue, eigene Stoffe: Verdiana (Berlin 1999, Florenz 2001), La Petite Danseuse de Degas (Paris 2003), Tschaikowsky (Helsinki 2005), Gustav III (Stockholm 2008), Das flammende Herz (Berlin 2009), Chopin (Warschau 2010).

Patrice Bart erhielt zahlreiche Auszeichnungen und ist Officier des Arts et Lettres, Officier de l’Ordre national du Mérite und Chevalier de la Légion d’honneur.

Bühne und Kostüme


Tomio Mohri
Tomio Mohri
gilt als einer der namhaftesten und vielseitigsten Künstler Japans. Berühmt ist er für seine exquisiten Kostümentwürfe und Ausstellungsinstallationen, er arbeitet jedoch ebenso als Bühnenbildner und Regisseur. Im Zentrum seines Interesses steht nicht zuletzt die Frage der Beziehungen zwischen Bewegung und Raum, die er multimedial zu erfassen sucht.

Lange Jahre war er künstlerischer Direktor für die Ausstellungen von Issey Miyake. Für diese Kostüminstallationen entwickelte er einen neuen Stil von visueller Performance, der bis heute weltweit als beispielhaft gilt. Darunter befanden sich so spektakuläre Präsentationen wie Issey Miyake A un im Musée d`Art Décoratif in Paris, Arbeiten für das San Francisco Museum of Modern Art und das Victoria and Albert Museum in London. Als Theaterautor und Regisseur zeichnete er in Tokio für verschiedene Produktionen verantwortlich, die sich als Maskentänze zwischen Tanz und No-Theater bewegten. Seine Laufbahn als Kostüm- und Bühnenbildner begann 1980 mit einer Arbeit für Maurice Béjart (Casta Diva) und setzte sich 1984 mit Kostümentwürfen für die Oper Le Coq d'Or für das Theatre Chatelet in Paris fort. Unter seinen Werken in Europa sind vor allem die Kostüme für Schwanensee beim Ballett der Opéra in Paris (1992) zu nennen und die Kostüme für Die Frau ohne Schatten (Bayerische Staatsoper), die als Premiere 1992 in Tokio herauskam und 1993 ins Münchner Nationaltheater einzog, sowie die Kostüme für Madame von Sado an der Berliner Schaubühne. Bei La Bayadère fürs Bayerische Staatsballett in München (Premiere am 23. März 1998 in der Neufassung von Patrice Bart) hat Tomio Mohri sowohl die Kostüme als auch das Bühnenbild entworfen. Tomio Mohris engste Mitarbeiterin bei der Realisierung seiner Entwürfe ist Kumiko Sakurai.   Buch, Regie und künstlerische Leitung:
1988 Kyorai, Ishikawa Prefectural Noh Theater, Kanazawa (Maskentanz 1)
1990 Dance, Spiral Hall, Tokyo (Maskentanz 2)
1991 Rinsoubu, Tanz von Tomio Mohri für NHK (Maskentanz 3) Künstlerische Leitung und Design der Mannequin Objekte für den Raum:
1983 Issey Miyake Körperarbeiten, Ausstellung Laforet Museum Migura, Tokyo; Otia-Parsons Gallery, Los Angeles; San Francisco Museum for Modern Art, San Francisco; Victoria & Albert Museum, Bollerhouse Project, London (1985)

1986 Mohri No Fuku, Installation für Raum und Kostüme. Spiral Hall, Toyko

1988 Issey Miyake A un, Musée des Arts Décoratifs, Paris

1991 3. IAAF Weltmeisterschaft im Turnen, Tokyo. Eröffnungsfeier Teil 3 im Nationalstadion von Tokyo
Mohri No Aka, Zeichnungen in der Parco Gallery, Tokyo Bühnen- und Kostümentwürfe:
1980 Casta Diva (Ballett von Maurice Béjart), IRCAM, Centre Georges Pompidou, Paris
(Zusammenarbeit mit Issey Miyake, Kostüme)

1984 Le Coq d'Or (Oper) Theatre Musical de Paris Chatelet, Paris (Kostüme)

1986 Yamato Takeru (Kabuki), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)

1989 Ryu-Oh (Kabuki-Peking-Oper), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)

1991 Oguri (Kabuki)  Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)
Ryusel (Kabuki), Kabukiza, Tokyo (Bühnenbild und Kostüme)
Bokutoukidan (Theaterstück), Imperial Theatre, Tokyo (Bühnenbild und Kostüme)

1992 Turandot (Oper), Auditorium Maurice Ravel, Lyon (Kostüme)
Schwanensee (Ballett) beim Ballet de L'Opéra de Paris, Bastille (Kostüme)
Die Frau ohne Schatten (Oper), Bayerische Staatsoper im Aichi Prefecturai Theater, Nagoya , und NHK Hall, Tokyo , 1993 im Münchner Nationaltheater (Kostüme)

1993 Dakkenden (Kabuki), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)

1994 Susano, Carrière de Boulbon, Avigon (Kostüme)

1996 Tristan und Isolde, Prinzregententheater München (Kostüme)
Madame von Sado, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin (Kostüme)

1997 La Bayadére, Bayerisches Staatsballett, Nationaltheater, München
Veröffentlichungen:
1990 Tomio Mohri Kostüm-Installationen, Rikuyosha

Licht


Maurizio Montobbio
Maurizio Montobbio
Geboren am 10. Juni 1957 in Genua, ausgebildet in den USA. Arbeitet für Oper, Schauspiel und Tanz. U.a. Opéra Paris, Mailänder Scala, Deutsche Oper Berlin. Häufiger Lichtdesigner für Patrice Bart und den kanadischen Choreographen Jean Grand-Maitre. In München bislang Lightdesign für La Bayadère, Ecclesia und Emma B.. Als Beleuchtungschef auch mehrere Jahre lang verantwortlich für die europäischen Vorstellungen von Mikhail Baryschnikow und seinem White Oak Dance Project.

Musikalische Einrichtung


Maria Babanina Foto: Sascha Kletzsch
Maria Babanina

Pianistin

Maria Babanina wurde 1952 in Leningrad bzw. St. Petersburg geboren. Am dortigen Konservatorium studierte sie Klavier und Musikwissenschaft mit Schwerpunkt auf historischen Forschungen zur Ballettmusik. Zunächst wirkte sie als Pädagogin am Waganova-Institut, danach als Repetitorin am Maly-Theater, ab 1978 beim Kirov-Ballett.

Seit der Spielzeit 1990/91 ist Maria Babanina als Repetitorin beim Bayerischen Staatsballett engagiert, tritt aber auch als Solopianistin auf u.a. in in Trois Gnossiennes, Lieder ohne Worte, Zakouski, in Jérôme Robbins' Other Dances und In the Night sowie Frederick Ashtons Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan und Hans van Manens Adagio Hammerklavier. Die musikalische Einrichtung der Münchner Fassung von Raymonda 2002 ist ihre zweite Arbeit auf diesem Gebiet nach La Bayadère. Seit 2004 forschte sie für die Münchner Neufassung von Le Corsaire (Premiere Januar 2007), deren musikalische und dramaturgische Fassung in ihrer Verantwortung lag.

Maria Babanina ist Vorsitzende des Stiftungsrats der Alexander Glasunow-Stiftung.


Dramaturgie


Wolfgang Oberender. ©Sascha Kletzsch
Wolfgang Oberender
Stellvertreter des Ballettdirektors

Wolfgang Oberender wurde in Esslingen am Neckar geboren. Seinen ersten Hochschulabschluss absolvierte er in Germanistik und Geschichte an der Universität Stuttgart, eine Studienzeit, die mit den letzten Jahren des Wirkens von John Cranko beim Stuttgarter Ballett zusammenfiel, die ihn bis heute geprägt haben. Es folgte ein Diplomstudium Musiktheaterregie in Hamburg bei Götz Friedrich und August Everding. In diese Zeit fielen Regieassistenzen an großen Theatern Europas, darunter auch ein Regie-Praktikum bei Herbert von Karajan, die sein Verständnis von Musik und Theater nachhaltig beeinflussten. Sein erstes Theater-Engagement hatte er als Dramaturg und Pressereferent am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, wechselte später nach Essen, arbeitete als Produktionsdramaturg für Heinz Spoerli in Basel, wo er für dessen Tanzdrama „Belle vie“ Handlung und Struktur entwarf sowie seine erste Version von „Don Quijote“ dramaturgisch betreute. Danach wirkte er drei Jahren als Dramaturg und Pressesprecher am Theater Regensburg. Hier widmete er sich darüber hinaus vor allem der Konzeption einer Reihe programmatischer Tanzgastspiele und literarischer Programme.

1992 kam Oberender ans Bayerische Staatsballett als künstlerischer und organisatorischer Mitarbeiter der Direktion und übernahm später auch die Leitung der Presseabteilung.

2001 berief ihn Ivan Liska, zusammen mit Bettina Wagner-Bergelt, zum Stellvertreter des Ballettdirektors. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen vor allem bei der Klassik, wo er u.a. für die Neufassung von „La Bayadère“ dramaturgisch verantwortlich war. Er gründete die Reihe "Ballett extra", in der er durch viele Vorträge über das klassische Repertoire auch selbst zu erleben war und ist. Das von ihm konzipierte und geleitete Petipa-Symposium zum Thema „Überlieferung von Choreographie“ war das bislang aufwendigste Projekt der Serie. In enger Zusammenarbeit mit Ballettdirektor Ivan Liska versucht er, für die einzelnen Terpsichore-Gala-Abende jeweils programmatische Schwerpunkte zu entwickeln, die dem traditionellen Gala-Verständnis ebenso Gerechtigkeit widerfahren lassen wollen wie sie auf einer künstlerisch verantwortungsvollen Zusammenstellung bestehen.

Musikalische Leitung


Michael Schmidtsdorff
Michael Schmidtsdorff
wurde in Hamburg geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt und in Wien bei Klauspeter Seibel und Leopold Hager Dirigieren. Er war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes, erster Preisträger der Elise-Meyer-Stiftung und von 1996-2000 Mitglied im Dirigentenforum des Deutschen Musikrats. Erste Erfahrungen als Orchesterleiter sammelte er bereits während seines Studiums als Chefdirigent des Wandsbeker Kammerorchesters und des Harvestehuder Studentenorchesters. Nach Assistenzen an der Hamburgischen Staatsoper (bei Ingo Metzmacher) und am Deutschen Nationaltheater Weimar wurde er 1997 zunächst als Korrepetitor und Zweiter Kapellmeister an das Theater Lüneburg verpflichtet und rückte zur Spielzeit 2001/2002 in die Position des Ersten Kapellmeisters und stellvertretenden Musikdirektors auf. 1998 übernahm er erstmals ein Ballettdirigat beim Hamburg Ballett, mit dem ihn heute eine enge Zusammenarbeit verbindet. Er dirigiert regelmäßig Vorstellungen aller großen Neumeier-Kreationen und begleitete die Kompanie im Januar und Februar 2005 auf ihrer Japan-Tournee. Seit 2002 ist er auch als Dirigent beim Ballett der Sächsischen Staatsoper Dresden tätig, und im Januar 2005 gab er mit "La Bayadère" seinen Einstand beim Staatsballett Berlin. Im selben Monat hatte er sein erstes Dirigat für das Bayerische Staatsballett mit Neumeiers "Die Kameliendame", deren Premiere an der Pariser Oper im Juni 2006 ebenfalls unter seiner musikalischen Leitung stand. Mit einer Serie von "Schwanensee"-Aufführungen im Herbst 2006 stand er wieder am Pult des Bayerischen Staatsorchester. Es folgten Balanchines "Brahms-Schönberg Quartett", die "Große Fuge" (Beethoven/van Manen), "Le Corsaire" (Minkus/Petipa/Liška), "Raymonda" (Glasunow/Petipa/Barra) und "Onegin" (Tschaikowsky/Cranko). Von Kent Nagano übernahm er das Dirigat des Abends "Mein Ravel" mit "Daphnis und Chloé" in der Choreographie von Terence Kohler und Jörg Mannes' "Wohin er auch blickt…" zu Ravels "Une barque sur l’océan", "Klavierkonzert für die linke Hand" und "Pavane pour une infante défunte". Im April 2011 dirigiert er die Premiere von John Neumeiers "Illusionen – wie Schwanensee". Mats Eks "Giselle - Mats Ek" tanzt das Bayerische Staatsballett zu Schmidtsdorffs Einspielung der Musik mit dem Bayerischen Staatsorchester. 

Nikija


Ekaterina Petina.©Sascha Kletzsch
Ekaterina Petina
Solistin

Ekaterina Petina, geboren in Sevastopol, begann mit 10 Jahren ihre Ausbildung an der Waganova Akademie in St. Petersburg. 2001 trat sie ihr erstes Engagement am Mariinsky Theater in St. Petersburg an. Zu ihren solistischen Rollen dort zählten Balanchines Rubies, Partien in William Forsythes In the Middle, Somewhat ElevatedApproximate Sonata und Steptext und mehrere Feen in Dornröschen. Mit dem Mariinsky Ballett nahm sie an zahlreichen Tourneen u.a. durch Japan, England, China, Kanada und Mexiko teil.

zu Beginn der Spielzeit 2009/10 wurde sie zur Halbsolistin ernannt, 2011/12 dann zur Solistin.

Debut 2009/2010
Olympia in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Freundin in Raymonda (M. Petipa)
Odalisken in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Pas de deux 2 in Artifact (W. Forsythe)
Rivalin in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)

Debut 2010/2011
Woman 3 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Nymphe in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T, Kohler)
Fliederfee, Fee Violente, Herzogin und Rubin in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinzessin Odette in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Dulcinea in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Mercedes in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Katharina in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinzessin Natalia in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Louise in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Broken Fall (R. Maliphant)
1. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Odette/Odile in Schwanensee (Ray Barra/Lew Iwanow/Marius Petipa)

Debut 2012/2013
Nikija in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
2. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J.Robbins)
Die Frau in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
6. Variation in Birthday Offering (F. Ashton)

Debut 2013/2014
Hippolyta/Titania in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)

Gamzatti


Roberta Fernandes.©Sascha Kletzsch
Roberta Fernandes.
Erste Solistin

Die Brasilianerin Roberta Fernandes erhielt ihre Ausbildung zunächst in ihrem Heimatland u.a. bei Eugênia Feodorova, Rosália Verlangieri und Emilo Martins. 1991 wechselte sie an die John-Cranko-Schule in Stuttgart und erhielt 1993 beim Stuttgarter Ballett noch unter der Leitung von Marcia Haydée ihr erstes Engagement. 1998 wurde sie zur Solistin ernannt. Ihr Stuttgarter Repertoire umfasst Opus I von John Cranko und Voluntaries von Glen Tetley, den Pas de Deux aus Holbergs Zeiten (John Cranko), die Myrtha in Giselle (Reid Anderson und Valentina Savina), Aurora und Fliederfee in Dornröschen (Marcia Haydée) und Kitri in Don Quijote (Maximiliano Guerra). Außerdem tanzte sie in Brouillards und Initialien R.B.M.E. (John Cranko), Monotones (Frederick Ashton), Herman Schmerman, Aproximate Sonata, Love Songs und Vertiginous Thrill of Exactitude (William Forsythe), Siebte Sinfonie (Uwe Scholz), Manon und Prudence in Die Kameliendame von John Neumeier und die Hauptrolle in Theme and Variations (George Balanchine). Weitere Rollen: Paquita (Marius Petipa), Das Lied von der Erde (Sir Kenneth MacMillan), Große Fuge (Hans van Manen) und Dances at Gathering (Jerome Robbins). 2002 debütierte sie als Odette/Odile in Schwanensee und 2004 tanzte sie zum ersten Mal die Katharina in John Cranko's Der Widerspenstigen Zähmung; kurz danach erstmals die Rolle der Königin in Jerome Robbin's The Cage.

Roberta kreierte Rollen in Balletten von Nacho Duato (Die Blume), Heinz Spoerli (How it happens), John Alleyne (Aria for my father), Stefan Thoss (Les Noces), Kevin O'Day (Delta Inserts, dreamdeepdown), Pascal Touzeau (Jupiter), Trey McIntyre (The Difference between Naked and Nude), Dominique Dumais (Still,nest), Mauro Bigonzetti (Quattro Danze per Nino, Kazimir's Colours) sowie Christian Spuck, Jean Cristophe Blavier, Marguerite Donlon und Jean Christophe Maillot.

Mit Beginn der Spielzeit 2005/2006 wechselte sie als Solistin zum Bayerischen Staatsballett in München und wurde zur Saison 2007/2008 zur Ersten Solistin befördert. Ihr großes klassisches und vor allem zeitgenössisches Repertoire konnte Roberta Fernandes mit ihrem Antritt in München stetig erweitern, u.a. mit Gamzatti und der ersten Solovariation im Schattenakt von La Bayadère (P. Bart), die Kreation der Annina in Die silberne Rose (G. Murphy) und Myrtha in Giselle (P. Wright).

Debut 2005/2006
Pas de quatre (L. Jacobson)
Zigeunerin in Romeo und Julia (J. Cranko)
Erster Pas de deux in Century Rolls (D. Bombana)

Debut 2006/2007
Solo in Fünf Tangos (H. van Manen)
Kusine des Prinzen aus Italien in Schwanensee (R. Barra)
Julia in Romeo und Julia (J. Cranko)
Medora in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
"Von der Jugend" in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)

Debut 2007/2008
Tatjana und Olga in Onegin (J. Cranko)
Solo-Paar im 4. Satz, Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Große Fuge (H. van Manen)
Adagio Hammerklavier (H. van Manen)
Violakonzert/II (M. Schläpfer)
Ariel in Der Sturm (J. Mannes)

Debut 2008/2009
Stiefmutter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Myrtha in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Gulnara in Le Corsaire (Petipa, Liška)
Manon und Prudence in Die Kameliendame (J. Neumeier), Münchner Debut
Zugvögel (J. Kylián), Kreation
Zobéide in Shéhérazade (M. Fokine)
Clémence in Raymonda (Petipa/Barra)

Debut 2009/2010
Dame des Hauses in Les Biches (B. Nijinski)
Ballerina in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Aus Holbergs Zeit (J. Cranko), Pas de deux

Debut 2010/2011
Lykanion in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Fliederfee in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Frau 3 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Prinzessin Claire in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Der Tod / Die Frau in Vielfältigkeit - Formen von Stille und Leere (N. Duato)
Mercedes in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Die zweite Schwester in Las Hermanas (K. MacMillan)
2. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Solor


Vadim Muntagirov. ©English National Ballet
Vadim Muntagirov
Vadim Muntagirov wurde 1990 in Cheylabinsk (Russland) geboren. Seine Ballettausbildung begann er 1999 an der Ballettakademie in Perm. 2006 gewann er den Prix de Lausanne und folgte dem Angebot seine Ausbildung an der Royal Ballet School in London fortzuführen, die er 2009 abschloss. Danach, kaum 19 Jahre alt, erhielt er sofort ein Engagement als Halbsolist beim English National Ballet in London und wurde 2010 zum Solisten ernannt.
Bereits während seiner ersten Spielzeit in der Compagnie tanzte Muntagirov verschiedene Hauptrollen des klassischen Repertoires, Prinz Siegfried in Derek Deanes Schwanensee, Albrecht in Giselle, den Prinzen in Cinderella und Der Nussknacker und den Poeten in Les Sylphides. 2010 gab er sein Debut als Romeo in Nureyevs Romeo und Julia.

2011 wurde er vom London Critics Circle zum herausragenden männlichen Nachwuchstänzer nominiert, gewann die Silber Medaille beim Perm Arabesque Wettbewerb, und jeweils den ersten Platz beim Waganova Wettbewerb und beim Youth American Grand Prix in New York.
Seine Karriere nahm danach einen staunenswert raschen Verlauf. Inzwischen ist er bei allen wesentlichen internationalen Gala-Ereignissen mit dabei, oft an der Seite der Ballerina Daria Klimentova, seiner hauptsächlichen Partnerin beim English National Ballet.
Den endgültigen Sprung in die Liga der führenden Tänzer der Welt besiegelte 2012 Muntagirovs Einladung durch das American Ballet Theatre, im Rahmen von dessen Saison im Kennedy-Center in Washington zu gastieren. Er tanzte dabei den Solor in La Bayadère, eine Partie, mit der auch im September 2012 als Gast beim Bayerischen Staatsballett in München sein Deutschlanddebut gibt. 

Brahmane


Peter Jolesch
Peter Jolesch
Charaktertänzer / Direktionsassistent

besuchte zunächst die Ballettschule Bartosch in Rosenheim und später die Musikhochschule München, Abteilung Ballett, bei Gustav Blank und Michel de Lutry. 1970 wechselte er in die Elevenklasse der Bayerischen Staatsoper und wurde ein Jahr später als Tänzer für das Ballettensemble engagiert. Weitere Engagements führten ihn zum London Festival Ballet und an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, bevor er 1977 wieder nach München zurückkehrte. Peter Jolesch tanzte in mehr als 90 Ballettproduktionen mit Partnerinnen wie Marcia Haydée, Eva Evdokimova und Natalia Makarova.

Als Gast verleiht der jetzige Charaktertänzer einigen Produktionen des Bayerischen Staatsballetts mit seiner noblen, einfühlsamen Art ihre besondere feine Note, so als Gremin in Onegin, als Monsieur G.M. in Manon, als Don Quijote und Manolo in Don Quijote, als Pater Lorenzo in Romeo und Julia sowie als Herzog in Die Kameliendame.

Seit Januar 2005 ist er als Direktionsassistent beim Bayerischen Staatsballett tätig, wo ihm unter anderem die Aufgabe der Probenplangestaltung obliegt.

Seit Beginn der neuen Staatsballett-Initiative zur Arbeit mit Kindern ist Peter Jolesch mit dabei, er leitet Workshops für Kinder und gehört zum Leitungsteam der Projekte Anna tanzt und Das tanzende Klassenzimmer.
Jiri Kylián kreierte 2009 eine Solopartie für ihn in seinem Werk Zugvögel.

Radscha


Norbert Graf.©Sascha Kletzsch
Norbert Graf

Solist

Norbert Graf wurde in Köln geboren und erhielt dort seinen ersten Ballettunterricht an einer privaten Ballettschule. Mit 16 Jahren kam er an die Münchner Ballett-Akademie/Heinz-Bosl-Stiftung und ging 1989 nach seinem Diplom  zum Bayerischen Staatsballett, bei dem er bereits in der ersten Saison Soloaufgaben in Große Fuge (H. van Manen) und Die Folterungen der Beatrice Cenci (G. Bohner) übernahm. Seit 1994 ist Norbert Graf Solist.

Sein großes zeitgenössisches und klassisches Repertoire umfasst u.a. Hilarion in Giselle, Tybalt und Paris in Romeo und Julia (J. Cranko), Demetrius in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier), den Großen Brahmanen in La Bayadère, die Titelpartie in John Crankos Onegin, Fünf Tangos, Trois Gnossiennes, Nacht, Concertante, drei Stücke, Grosse Fuge, Lieder ohne Worte (H. van Manen), Bräutigam in Svadebka (J. Kylián), Fearful Symmetries (P. Martins), Artifact II (W. Forsythe), Albrecht in Mats Eks Giselle, Monsieur Duval und des Grieux in Neumeiers Kameliendame, Lehrer und Offizier in Shannon Rose (J. Vamos), Tambourmajor  in Woyzeck-Fragmente  (D. Bombana).

Norbert Graf kreierte Solopartien in Chamber Symphony und Hammerklavier von Lucinda Childs, die Partie des Rotbart in Ray Barras Schwanensee, den Mann von der See in Grand-Maîtres Emma B., den Vater in A Cinderella Story von John Neumeier, in Traumspiel (D. Bombana), in Feuervogel (A. Preljocaj), in Ecclesia (J. Grand-Maître). Er tanzte in der Münchner Premiere von Mats Eks Giselle den Albrecht, eine Partie, mit der er auch beim Gastspiel des Staatsballetts im Kirov-Theater St. Petersburg triumphierte. Außerdem ist Norbert Graf in Hauptpartien wie in Le Sacre du Printemps (S. Teshigawara), Artifact II und The second Detail (W. Forsythe), Intuition Blast (R.Jaroschinski), Boudoir (N. Musin)

In der Spielzeit 2001/2002 debütierte er auch als Petrucchio und Gremio in Crankos Der Widerspenstigen Zähmung. In Porträt John Neumeier  war er in allen drei Teilen prominent vertreten: Er tanzte Solopartien in Dämmern und Jupiter-Symphonie sowie den geheimnisvollen Er im Zentrum von In the Blue Garden. In Ivan Liškas Neuproduktion von Marius Petipas Dornröschen sah man ihn sowohl als die böse Fee Carabosse als auch als Kavalier im Pas Fabergé. Zuletzt hatte er in Porträt Mats Ek mit dem Fernseh-Solo in Apartment als Premierenbesetzung erneut einen großen Erfolg.
Norbert Graf wurde mehrmals in den vergangenen Jahren in Umfragen internationaler Zeitschriften als einer der herausragensten Tänzer Deutschlands genannt.

Im Juni 2002 trat Norbert Graf zum ersten Mal als Choreograph in der Reihe "Junge Choreographen" mit den Werken Loggia und Richard hervor. Loggia war daraufhin zweimal im Rahmen von Matineen der Heinz-Bosl-Stiftung im Nationaltheater zu sehen. In einer Inszenierung in einem italienischen Schloss als Film festgehalten, erhielt die Choreographie 2003 einen wichtigen amerikanischen Video-Preis. 2002 choreographierte er Il Combattimento di Tancredi e Clorinda und 2003, ebenfalls im Rahmen "Junge Choreographen", das Ballett Insections. Der Sommer 2006 brachte zwei neue Werke: Einen gemeinsamen Pas de deux mit Beate Vollack mit thematischem Bezug zu Frida Kahlo (uraufgeführt im Rahmen der Hypo-Vereinsbank-Nacht während der Opernfestspiele 2006) und ein Solo für Tigran Mikayelyan unter dem Titel Evolution. 2007 kreierte er Letter to Leroy zur Musik des amerikanischen Komponisten Andersen - das Stück wurde im Rahmen der "Heinz-Bosl-Matinee" am 29. April 2007 uraufgeführt.
2008 kreierte er den Pas de deux "Avedis" für die Heinz-Bosl-Matinee zur Feier des  30-jährigen Bestehens der Stiftung. 2010 betreute er als Ballettmeister die Uraufführung von "Wohin er auch blickt..." (J. Mannes).

Mit seiner Lebenspartnerin, der Ballettmeisterin Valentina Divina, hat er zwei Söhne.

Norbert Graf gehörte auch zum Leitungsteam des Projekts Anna tanzt I, das das Bayerische Staatsballett im Juli 2006 mit über 90 Schülern entwickelte und mit einer Vorstellungsserie in der Reithalle in München abschloss. 2011 gelangt "Young Horses Lounge II" zur Aufführung.

Im Frühjahr 2008 wurde Norbert Graf von Kunstminister Dr. Thomas Goppel zum Bayerischen Kammertänzer ernannt. Im selben Jahr erhielt er den Ballettpreis "Classique" der Heinz-Bosl-Stiftung.

Debut 2005/2006
Baron Ochs in Die silberne Rose (G. Murphy)
Elemental (J. Godani), Kreation

Debut 2006/2007
Lankedem in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)

Debut 2007/2008
Gremin in Onegin (J. Cranko)
Gonzalo in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Cambio d'abito (S. Sandroni), Kreation

Debut 2008/2009
Schah Zeman in "Shéhérazade" (M. Fokine)

Debut 2009/2010
Seneschal in Raymonda (M. Petipa)
P.S. Norbert Graf - Schütze, Ascendent Skorpion (S. Sandroni)
Der Graf in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Prinz Désiré in Once Upon an Ever After (T. Kohler)

Debut 2010/2011
Prinz Leopold in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Bach in Vielfältigkeit - Formen von Stille und Leere (N. Duato)
Camacho in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Don Quijote in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Konsul Stahlbaum/ "La fille du Pharao" in Der Nussknacker (J. Neumeier)

Debut 2012/2013
Radscha in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)

Debut 2013/2014
Zettel in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)


Aija


Elaine Underwood Foto: Sascha Kletzsch
Elaine Underwood
Spitzenschuhverwaltung
Charakterdarstellerin


Elaine Underwood wurde in Northampton, Großbritannien geboren. Begann ihre Tanzausbildung in Newcastle-u-Lyme, wechselte dann zur Royal Ballet School nach London und machte dort nach zwei Jahren ihren Abschluss. Es folgte ein zweijähriges Engagement in Graz, zunächst als Gruppentänzerin, dann als Halbsolistin, bevor sie 1969 von John Cranko nach München an das Ballett der Bayerischen Staatsoper engagiert wurde. Hier tanzte sie 15 Jahre lang, davon 12 Jahre als Solistin, und war in dieser Zeit bei allen Ballettpremieren in verschiedenen Rollen auf der Bühne dabei. Ihr Repertoire umfasste u. a. Partien in allen Balanchine- und Cranko-Balletten der Kompanie; sie tanzte die Myrtha in Giselle und die Tatjana in Onegin.
1984 beendete Elaine Underwood ihre aktive Tänzerkarriere, machte eine Umschulung zur Bürokauffrau und erhielt ihr deutsches Sprachdiplom. Seit 1996 betreut sie die Studenten bei der Heinz-Bosl-Stiftung und übernahm 2001 die Ballettschuh-Verwaltung beim Bayerischen Staatsballett.
Im Herbst 2012 kehrte sie auf die Bühne zurück und übernahm die Charakterrolle der Aija (Dienerin der Gamzatti) in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart).

Debut 2012/2013
Aija in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)

Debut 2013/2014
Amme in Romeo und Julia (J. Cranko)

Das Goldene Idol


Karen Azatyan.©Sascha Kletzsch
Karen Azatyan
Solist

Der gebürtige Armenier absolvierte seine Tanzausbildung zunächst in seiner Heimat am Yerevan Dancing Art State College, und schloss sie nach seinem Wechsel an die Tanz Akademie Zürich im Jahre 2007 ab. Während der zweiten Ausbildungsphase belegte er beim Wettbewerb „Tanz Olymp Berlin 2005“ in der Kategorie Klassische Variation den 2. Platz, gewann im selben Jahr ein Stipendium beim Prix de Lausanne und den Nachwuchsförderpreis des internationalen Ballettwettbewerbs Varna 2006.

Mit Beginn der Spielzeit 2007/2008 wurde er als Gruppentänzer beim Bayerischen Staatsballett engagiert und stieg im Herbst 2010 zum Halbsolisten auf. Seit der Spielzeit 2012/13 tanzt Karen Azatyan als Solist.

Debut 2007/2008
Sebastian und Antonio in Der Sturm (J. Mannes)

Debut 2008/2009
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2009/2010
Athlet in Les Biches (B. Nijinska)

Debut 2010/2011
Albrecht in Once Upon an Ever After (T. Kohler)
Daphnis in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Hortensio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Graf Alexander in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Basilio in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Fritz in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Blauer Vogel in Dornröschen (M. Petipa / I. Liška)
Frühlingsstimmen-Pas de deux (F. Ashton)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Pas de six und russischer Tanz in Schwanensee (R. Barra)

Debut 2012/2013
Goldenes Idol in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
4. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Birthday Offering (F. Ashton)
Prometheus in Helden (T. Kohler)

Debut 2013/2014
Mercutio in Romeo und Julia (J. Cranko)
Demetrius in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Schatten I


Séverine Ferrolier.©Sascha Kletzsch
Séverine Ferrolier
Solistin

Séverine Ferrolier, geboren in Toulon/Frankreich, erhielt ihre Ausbildung im Centre de Danse Christiane Espitalier de La Valette. Im Anschluss daran tanzte sie an der Oper Toulon, beim Ballet National de Nancy unter Pierre Lacotte und beim English National Ballet in London. Von 1997 bis 2004 war sie beim Leipziger Ballett unter Uwe Scholz engagiert, seit 2002 als Solistin. Scholz kreierte für sie u.a. Rollen in Bruckner 8, das Solo Non, je ne regrette rien und eine Partie in der h-Moll-Messe. Daneben tanzte sie die Mathilde in Rot und Schwarz.

Mit der Spielzeit 2004/2005 trat Séverine Ferrolier ihr Engagement beim Bayerischen Staatsballett an. Bereits beim Athen-Gastspiel des Bayerischen Staatsballetts im Juni 2004 debütierte sie in Balanchines Brahms-Schönberg Quartett. Es folgten die Fliederfee in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška), Olympia in Neumeiers Kameliendame sowie gewichtige Solopassagen in der Neuproduktion von Forsythes Limb's Theorem. In der Spielzeit 2005/2006 tanzte sie u.a. die Rekonstruktion des Anna Pavlova-Solos Die Nacht von Nikolai Legat und den Pas de quatre von Léonid Jacobson im Rahmen der Terpsichore Galas V und VI. 2007 kreierte sie in Jörg Mannes Der Sturm die Partie der Miranda.

Debut 2005/2006
Marschallin in Die silberne Rose (Graeme Murphy)
Erste und dritte Solovariation im Schattenakt in La Bayadère (P. Bart)
Clémence in Raymonda (R. Barra)

Debut 2006/2007
Zweiter Pas de deux in Century Rolls (D. Bombana)
Charlotte, Verlobte von Prinz Siegfried in Schwanensee (R. Barra)
Odaliske und Gulnara in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)

Debut 2007/2008
Miranda in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Große Fuge (H. van Manen)
Solopaar im 4. Satz in Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Adagio Hammerklavier (H. van Manen)
Violakonzert/II (M. Schläpfer), Kreation
Aus Holbergs Zeit (J. Cranko)

Debut 2008/2009
Mutter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Dame in Blau in Les Biches (B. Nijinska)
Aurora in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Marguerite in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation
Henriette in Raymonda (M. Petipa)

Debut 2010/2011
Bathilde, Myrtha in Gisella-Mats Ek (M.Ek)
Ballerina in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Pas de deux in Artifact (W. Forsythe)
Woman 2 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Lykanion in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Freudenmädchen in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Die Königinmutter in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Dulcinea in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Nieves in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Five Brahms Waltzes In The Manner Of Isadora Duncan (F. Ashton)

Debut 2012/2013
Die Frau des Mohren in The Moor's Pavane (José Limón)
Solistin 2. Satz in Choreartium (L. Massine)
Athena Parthenos in Helden (T. Kohler)

Debut 2013/2014
Gräfin Capulet in Romeo und Julia (J. Cranko)

Schatten II


Zuzana Zahradníková Foto: S. Kletzsch
Zuzana Zahradníková.
Solistin

Zuzana Zahradníková, in Olomouc/Mähren geboren, erhielt ihre Ausbildung am Prager Konservatorium. Schon während der Schulzeit tanzte sie kleinere Solorollen in Der Nussknacker und La Fille mal gardée und  gastierte am Theater in Brünn. Beim Ballettwettbewerb in Wien und beim Nurejew-Wettbewerb in Budapest wurde sie Finalistin, beim Japanischen Ballettwettbewerb in Nagoya Halbfinalistin. Sie tanzte bei verschiedenen Gala-Abenden, u.a. 1997 und 1998 bei der Birgit-Keil-Stiftung in Ludwigsburg, 1998 beim Gala-Abend anlässlich der Verleihung des Deutschen Tanzpreises an Birgit Keil und 1999 bei der Nurejew-Gedächtnis-Gala in Budapest.

Nachdem sie 1999 als Volontärin nach München gekommen war, wurde sie mit der folgenden Spielzeit ins Corps de ballet des Bayerischen Staatsballetts engagiert, bei dem sie in Schwanensee (R. Barra) im Herbst 2002 als erste Solopartie einen der beiden Großen Schwäne tanzte. Es folgten weitere Solo-Partien in La Bayadère (P. Bart), Don Quichote, Brahms Schönberg Quartett (G. Balanchine) und die Weiße Dame in Raymonda (R. Barra). Seit 2003 tanzte sie an der Seite von Lukáš Slavický auch die Helena in Neumeiers Sommernachtstraum, die Verlobte in Kyliáns Svadebka und in Forsythes the second detail und Limb´s Theorem. Zu Beginn der Spielzeit 2004/2005 wurde sie zur HalbSolistin ernannt, 2007/2008 erfolgte die Beförderung zur Solistin.

Debut 2005/2006
Solopartie in Century Rolls (D. Bombana), Kreation
Myrtha in Giselle (P. Wright)

Debut 2006/2007
Odaliske in Le Corsaire (M. Petipa/ I. Liška)
Solopartie in Chamber Symphony (L. Childs)

Debut 2007/2008
Solo-Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Große Fuge (H. van Manen)
Weißes Paar in Katalyse (J. Cranko)

Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Prudence in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2009/2010
Die Dame des Hauses in Les Biches (B. Nijinska)

Debut 2010/2011
Madame Larina in Onegin (J. Cranko)
Fee Fleur de Farine und Herzogin in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Freudenmädchen in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Königinmutter in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)

Debut 2011/2012
Frau Konsulin Stahlbaum/ "La fille du Pharao" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Gods and Dogs (J. Kylián)
1. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Debut 2012/2013
Gamzatti in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
2. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Schatten III


Luisa Diaz González © Sascha Kletzsch
Luisa Díaz González
Solistin

Luisa Díaz González stammt aus der Schweiz und hat mexikanische Wurzeln. Ihre Ausbildung begann sie an der School of American Ballet (SAB) in New York, wechselte später zur National School of Dance of Mexico (Honor award, Diplom mit Auszeichnung) und schloss 2000 an der École de Danse de l’Opéra de Paris ab.

Während ihrer Ausbildung ertanzte sie sich Goldmedaillen in der Mexican National Dance Competition (1995, 1996 und 1997), erhielt 1997 den Mexican Morelos Award, 2000 die Goldmedaille des französischen Salle Pleyel Ballettinstituts, 2001 den italienischen "Danza e Danza" Award und im selben Jahr vom mexikanischen Präsidenten den National Youth Award.

Sie tanzte im Ensemble des New York City Ballet, des Ópera Paris Ballet und der National Dance Company of Mexico. 2001 bis 2012 war sie Solistin beim Béjart Ballett Lausanne, wo sie nahezu alle großen Partien tanzte, unter anderem in Le Sacre du Printemps, Romeo und Julia, Serait ce la mort, Die Zauberflöte, Le Presbytère, Wien, Wien nur du allein oder Sonate á trois. Darüber hinaus zählen auch klassische Partien wie Clara in Der Nussknacker oder Schwanensee zu ihrem Repertoire.

Mit Beginn der Spielzeit 2012/13 wurde Luisa Díaz González als Solistin beim Bayerischen Staatsballett engagiert.

Debut 2012/2013
3. Schattenvariation in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
1. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
BIPED (M. Cunningham)

Debut 2013/2014
Zigeunerin in Romeo und Julia (J. Cranko)