La Bayadère - Biographien

Marius Petipa: La Bayadère La Bayadère. Ekaterina Petina. ©Wilfried Hösl Marius Petipa: La Bayadère

La Bayadère

Patrice Bart, Marius Petipa

Musik von Ludwig Minkus
Wiederaufnahme

Nationaltheater

Samstag, 13. Oktober 2012

Choreographie


Marius Petipa
Marius Petipa
Marius Petipa
11. März 1818 – 14. Juli 1910Der Name des vielleicht bedeutendsten Choreographen des 19. Jahrhunderts scheint so eng mit der russischen Tradition verbunden, daß man seine französische Nationalität darüber fast vergißt. Marius Petipa wurde in Marseille geboren. Sein Vater und seine Brüder waren Tänzer. Vom Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel bis nach Bordeaux, und dann in Nantes arbeitet Marius Petipa als Tänzer und Choreograph. Nach einem wenig glücklichen Versuch in New York (1839), einem Aufenthalt in Paris, wo er mit Auguste Vestris arbeitet, und in Spanien (1845), wird er 1847 in St. Petersburg als Erster Solist engagiert, beweist sich jedoch mit der Einstudierung von Joseph Maziliiers Paquita als Ballettmeister. 1850 assistiert er Jules Perrot bei Giselle und bringt 1858 sein erstes eigenes Ballett in Russland heraus: Un mariage sous la Régence. 1862 wird er zweiter Ballettmeister, tritt 1869 offiziell die Nachfolge von Arthur Saint-Léon als erster Ballettmeister an und arbeitet weiterhin als Choreograph. Er wird sich einen Namen machen als Schöpfer großer spektakulärer Ballette, mit denen es ihm gelingt, die aus Frankreich kommende Reinheit des klassischen Tanzes mit der italienischen Virtuosität zu verbinden: eine akademische Form des Tanzes, die in der Einbeziehung von Charaktertänzen auch Volkstanztraditionen aufnimmt.
Petipas russisches Œuvre umfaßt nicht weniger als 50 Ballette, darunter La Fille du Pharaon (1856), La Belle du Libanon (1863), La Floride (1866), Le Roi Candaule (1868), Don Quijote (1869), Camargo (1872), Le Papillon (1874), Les Bandits (1875), La Bayadère (1877), Roxane und La belle Albanaise (1878), La Fille des Neiges und Madla (1879), Les Pilules magiques und L’Offrande à l’Amour (1886), Dornröschen (1890), Nußknacker (1892), Aschenputtel (1893), Schwanensee (zusammen mit Lev Ivanov, 1895), Raymonda (1898), Les Ruses d’Amour (mit Alexander Glasunow als Komponist, 1899) Les Saisons (mit Glasunow, 1900), und sein letztes Ballett Der Magische Spiegel (1903). Alternd und krank wollte der Meister seinen Lebensabend in milderem Klima verbringen und verließ 1907 St. Petersburg, um sich am Schwarzen Meer niederzulassen. Im Alter von 92 Jahren verstarb er in Gurzuf auf der Krim.

Choreographie


Patrice Bart
Patrice Bart
Patrice Bart, geboren am 30. Juli 1945, bis 2011 an der Pariser Opéra als der Ballettdirektion assistierender Ballettmeister, ist ein reines Produkt der traditionsreichen Ballettschule der Opéra in Paris. 1957 trat er dort in die Schule ein und wurde bereits 1959 Mitglied des Corps de ballet. Als 'Coryphée" erhielt er 1963 den Prix René Blum, der den vielleicht vielversprechendsten jungen Tänzern verliehen wird. 1969 gewann er, nunmehr 'Premier danseur', zusammen mit Francesca Zumbo die Goldmedaille beim Tänzerwettbewerb in Moskau und wurde 1972 zum 'Etoile' ernannt. Patrice Bart tanzte alle großen Rollen des Repertoires von Schwanensee, Petruschka, Dornröschen, Don Quixote, Der verlorene Sohn bis hin zu Kreationen wie Constellations (Serge Lifar, 1969), Mouvances (Roland Petit, 1976), Métaboles (Kenneth McMillan, 1978), Rothbart in Schwanensee (Nurejew, 1984).
Von 1970 bis 1982 gastierte Bart regelmäßig als Etoile beim London Festival Ballet, dem jetzigen English National Ballet. Er war außerdem mit zahlreichen Compagnien auf den bedeutendsten internationalen Bühnen zu sehen.

Noch vor seinem offiziellen Bühnenabschied im Jahre 1989 begann Patrice Barts Karriere als Ballettmeister, der sich mehr und mehr mit Direktionsaufgaben befasste, nach dem Weggang von Rudolf Nurejew auch, zusammen mit Eugen Poljakow, für einige Zeit als Interimsdirektor. Danach war Patrice Bart über mehr als zwei Jahrzehnte als der Direktion assoziierter Ballettmeister wesentlich mitverantwortlich für die Aufrechterhaltung und Weiterführung der außergewöhnlichen Tradition und des hohen Standards der französischen Elite-Compagnie.
1991 inszenierte er, zusammen mit Eugen Poljakow, die Pariser Giselle-Produktion aus Anlass des 150. Jahrestags der Uraufführung, assistierte 1992 Rudolf Nurejew bei der Einstudierung von La Bayadère.
1993 brachte er seine eigene Don Quixote-Produktion an der Berliner Staatsoper heraus, die 1995 auch vom Finnischen Nationaltheater übernommen wurde. Für die Mailänder Scala inszenierte er eine neue Giselle, deren Premiere im Mai 1996 im Fernsehen europaweit live übertragen wurde. Ebenfalls 1996 brachte er seine erste abendfüllende Eigenproduktion für die Opéra Paris heraus, eine Coppelia. Im Dezember 1997 hatte seine Neufassung von Schwanensee an der Deutschen Staatsoper in Berlin Premiere und 1998 schuf er für und mit dem Bayerischen Staatsballett eine neue, komplettierte Fassung des Petipa-Klassikers La Bayadère. Es folgten für Berlin Nussknacker (1999) und Romeo und Julia (2002). Außerdem kreierte er einige ganz neue, eigene Stoffe: Verdiana (Berlin 1999, Florenz 2001), La Petite Danseuse de Degas (Paris 2003), Tschaikowsky (Helsinki 2005), Gustav III (Stockholm 2008), Das flammende Herz (Berlin 2009), Chopin (Warschau 2010).

Patrice Bart erhielt zahlreiche Auszeichnungen und ist Officier des Arts et Lettres, Officier de l’Ordre national du Mérite und Chevalier de la Légion d’honneur.

Bühne und Kostüme


Tomio Mohri
Tomio Mohri
gilt als einer der namhaftesten und vielseitigsten Künstler Japans. Berühmt ist er für seine exquisiten Kostümentwürfe und Ausstellungsinstallationen, er arbeitet jedoch ebenso als Bühnenbildner und Regisseur. Im Zentrum seines Interesses steht nicht zuletzt die Frage der Beziehungen zwischen Bewegung und Raum, die er multimedial zu erfassen sucht.

Lange Jahre war er künstlerischer Direktor für die Ausstellungen von Issey Miyake. Für diese Kostüminstallationen entwickelte er einen neuen Stil von visueller Performance, der bis heute weltweit als beispielhaft gilt. Darunter befanden sich so spektakuläre Präsentationen wie Issey Miyake A un im Musée d`Art Décoratif in Paris, Arbeiten für das San Francisco Museum of Modern Art und das Victoria and Albert Museum in London. Als Theaterautor und Regisseur zeichnete er in Tokio für verschiedene Produktionen verantwortlich, die sich als Maskentänze zwischen Tanz und No-Theater bewegten. Seine Laufbahn als Kostüm- und Bühnenbildner begann 1980 mit einer Arbeit für Maurice Béjart (Casta Diva) und setzte sich 1984 mit Kostümentwürfen für die Oper Le Coq d'Or für das Theatre Chatelet in Paris fort. Unter seinen Werken in Europa sind vor allem die Kostüme für Schwanensee beim Ballett der Opéra in Paris (1992) zu nennen und die Kostüme für Die Frau ohne Schatten (Bayerische Staatsoper), die als Premiere 1992 in Tokio herauskam und 1993 ins Münchner Nationaltheater einzog, sowie die Kostüme für Madame von Sado an der Berliner Schaubühne. Bei La Bayadère fürs Bayerische Staatsballett in München (Premiere am 23. März 1998 in der Neufassung von Patrice Bart) hat Tomio Mohri sowohl die Kostüme als auch das Bühnenbild entworfen. Tomio Mohris engste Mitarbeiterin bei der Realisierung seiner Entwürfe ist Kumiko Sakurai.   Buch, Regie und künstlerische Leitung:
1988 Kyorai, Ishikawa Prefectural Noh Theater, Kanazawa (Maskentanz 1)
1990 Dance, Spiral Hall, Tokyo (Maskentanz 2)
1991 Rinsoubu, Tanz von Tomio Mohri für NHK (Maskentanz 3) Künstlerische Leitung und Design der Mannequin Objekte für den Raum:
1983 Issey Miyake Körperarbeiten, Ausstellung Laforet Museum Migura, Tokyo; Otia-Parsons Gallery, Los Angeles; San Francisco Museum for Modern Art, San Francisco; Victoria & Albert Museum, Bollerhouse Project, London (1985)

1986 Mohri No Fuku, Installation für Raum und Kostüme. Spiral Hall, Toyko

1988 Issey Miyake A un, Musée des Arts Décoratifs, Paris

1991 3. IAAF Weltmeisterschaft im Turnen, Tokyo. Eröffnungsfeier Teil 3 im Nationalstadion von Tokyo
Mohri No Aka, Zeichnungen in der Parco Gallery, Tokyo Bühnen- und Kostümentwürfe:
1980 Casta Diva (Ballett von Maurice Béjart), IRCAM, Centre Georges Pompidou, Paris
(Zusammenarbeit mit Issey Miyake, Kostüme)

1984 Le Coq d'Or (Oper) Theatre Musical de Paris Chatelet, Paris (Kostüme)

1986 Yamato Takeru (Kabuki), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)

1989 Ryu-Oh (Kabuki-Peking-Oper), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)

1991 Oguri (Kabuki)  Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)
Ryusel (Kabuki), Kabukiza, Tokyo (Bühnenbild und Kostüme)
Bokutoukidan (Theaterstück), Imperial Theatre, Tokyo (Bühnenbild und Kostüme)

1992 Turandot (Oper), Auditorium Maurice Ravel, Lyon (Kostüme)
Schwanensee (Ballett) beim Ballet de L'Opéra de Paris, Bastille (Kostüme)
Die Frau ohne Schatten (Oper), Bayerische Staatsoper im Aichi Prefecturai Theater, Nagoya , und NHK Hall, Tokyo , 1993 im Münchner Nationaltheater (Kostüme)

1993 Dakkenden (Kabuki), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)

1994 Susano, Carrière de Boulbon, Avigon (Kostüme)

1996 Tristan und Isolde, Prinzregententheater München (Kostüme)
Madame von Sado, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin (Kostüme)

1997 La Bayadére, Bayerisches Staatsballett, Nationaltheater, München
Veröffentlichungen:
1990 Tomio Mohri Kostüm-Installationen, Rikuyosha

Licht


Maurizio Montobbio
Maurizio Montobbio
Geboren am 10. Juni 1957 in Genua, ausgebildet in den USA. Arbeitet für Oper, Schauspiel und Tanz. U.a. Opéra Paris, Mailänder Scala, Deutsche Oper Berlin. Häufiger Lichtdesigner für Patrice Bart und den kanadischen Choreographen Jean Grand-Maitre. In München bislang Lightdesign für La Bayadère, Ecclesia und Emma B.. Als Beleuchtungschef auch mehrere Jahre lang verantwortlich für die europäischen Vorstellungen von Mikhail Baryschnikow und seinem White Oak Dance Project.

Musikalische Einrichtung


Maria Babanina Foto: Sascha Kletzsch
Maria Babanina

Pianistin

Maria Babanina wurde 1952 in Leningrad bzw. St. Petersburg geboren. Am dortigen Konservatorium studierte sie Klavier und Musikwissenschaft mit Schwerpunkt auf historischen Forschungen zur Ballettmusik. Zunächst wirkte sie als Pädagogin am Waganova-Institut, danach als Repetitorin am Maly-Theater, ab 1978 beim Kirov-Ballett.

Seit der Spielzeit 1990/91 ist Maria Babanina als Repetitorin beim Bayerischen Staatsballett engagiert, tritt aber auch als Solopianistin auf u.a. in in Trois Gnossiennes, Lieder ohne Worte, Zakouski, in Jérôme Robbins' Other Dances und In the Night sowie Frederick Ashtons Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan und Hans van Manens Adagio Hammerklavier. Die musikalische Einrichtung der Münchner Fassung von Raymonda 2002 ist ihre zweite Arbeit auf diesem Gebiet nach La Bayadère. Seit 2004 forschte sie für die Münchner Neufassung von Le Corsaire (Premiere Januar 2007), deren musikalische und dramaturgische Fassung in ihrer Verantwortung lag.

Maria Babanina ist Vorsitzende des Stiftungsrats der Alexander Glasunow-Stiftung.


Dramaturgie


Wolfgang Oberender. ©Sascha Kletzsch
Wolfgang Oberender
Stellvertreter des Ballettdirektors

Wolfgang Oberender wurde in Esslingen am Neckar geboren. Seinen ersten Hochschulabschluss absolvierte er in Germanistik und Geschichte an der Universität Stuttgart, eine Studienzeit, die mit den letzten Jahren des Wirkens von John Cranko beim Stuttgarter Ballett zusammenfiel, die ihn bis heute geprägt haben. Es folgte ein Diplomstudium Musiktheaterregie in Hamburg bei Götz Friedrich und August Everding. In diese Zeit fielen Regieassistenzen an großen Theatern Europas, darunter auch ein Regie-Praktikum bei Herbert von Karajan, die sein Verständnis von Musik und Theater nachhaltig beeinflussten. Sein erstes Theater-Engagement hatte er als Dramaturg und Pressereferent am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, wechselte später nach Essen, arbeitete als Produktionsdramaturg für Heinz Spoerli in Basel, wo er für dessen Tanzdrama „Belle vie“ Handlung und Struktur entwarf sowie seine erste Version von „Don Quijote“ dramaturgisch betreute. Danach wirkte er drei Jahren als Dramaturg und Pressesprecher am Theater Regensburg. Hier widmete er sich darüber hinaus vor allem der Konzeption einer Reihe programmatischer Tanzgastspiele und literarischer Programme.

1992 kam Oberender ans Bayerische Staatsballett als künstlerischer und organisatorischer Mitarbeiter der Direktion und übernahm später auch die Leitung der Presseabteilung.

2001 berief ihn Ivan Liska, zusammen mit Bettina Wagner-Bergelt, zum Stellvertreter des Ballettdirektors. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen vor allem bei der Klassik, wo er u.a. für die Neufassung von „La Bayadère“ dramaturgisch verantwortlich war. Er gründete die Reihe "Ballett extra", in der er durch viele Vorträge über das klassische Repertoire auch selbst zu erleben war und ist. Das von ihm konzipierte und geleitete Petipa-Symposium zum Thema „Überlieferung von Choreographie“ war das bislang aufwendigste Projekt der Serie. In enger Zusammenarbeit mit Ballettdirektor Ivan Liska versucht er, für die einzelnen Terpsichore-Gala-Abende jeweils programmatische Schwerpunkte zu entwickeln, die dem traditionellen Gala-Verständnis ebenso Gerechtigkeit widerfahren lassen wollen wie sie auf einer künstlerisch verantwortungsvollen Zusammenstellung bestehen.

Musikalische Leitung


Michael Schmidtsdorff
Michael Schmidtsdorff
wurde in Hamburg geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt und in Wien bei Klauspeter Seibel und Leopold Hager Dirigieren. Er war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes, erster Preisträger der Elise-Meyer-Stiftung und von 1996-2000 Mitglied im Dirigentenforum des Deutschen Musikrats. Erste Erfahrungen als Orchesterleiter sammelte er bereits während seines Studiums als Chefdirigent des Wandsbeker Kammerorchesters und des Harvestehuder Studentenorchesters. Nach Assistenzen an der Hamburgischen Staatsoper (bei Ingo Metzmacher) und am Deutschen Nationaltheater Weimar wurde er 1997 zunächst als Korrepetitor und Zweiter Kapellmeister an das Theater Lüneburg verpflichtet und rückte zur Spielzeit 2001/2002 in die Position des Ersten Kapellmeisters und stellvertretenden Musikdirektors auf. 1998 übernahm er erstmals ein Ballettdirigat beim Hamburg Ballett, mit dem ihn heute eine enge Zusammenarbeit verbindet. Er dirigiert regelmäßig Vorstellungen aller großen Neumeier-Kreationen und begleitete die Kompanie im Januar und Februar 2005 auf ihrer Japan-Tournee. Seit 2002 ist er auch als Dirigent beim Ballett der Sächsischen Staatsoper Dresden tätig, und im Januar 2005 gab er mit "La Bayadère" seinen Einstand beim Staatsballett Berlin. Im selben Monat hatte er sein erstes Dirigat für das Bayerische Staatsballett mit Neumeiers "Die Kameliendame", deren Premiere an der Pariser Oper im Juni 2006 ebenfalls unter seiner musikalischen Leitung stand. Mit einer Serie von "Schwanensee"-Aufführungen im Herbst 2006 stand er wieder am Pult des Bayerischen Staatsorchester. Es folgten Balanchines "Brahms-Schönberg Quartett", die "Große Fuge" (Beethoven/van Manen), "Le Corsaire" (Minkus/Petipa/Liška), "Raymonda" (Glasunow/Petipa/Barra) und "Onegin" (Tschaikowsky/Cranko). Von Kent Nagano übernahm er das Dirigat des Abends "Mein Ravel" mit "Daphnis und Chloé" in der Choreographie von Terence Kohler und Jörg Mannes' "Wohin er auch blickt…" zu Ravels "Une barque sur l’océan", "Klavierkonzert für die linke Hand" und "Pavane pour une infante défunte". Im April 2011 dirigiert er die Premiere von John Neumeiers "Illusionen – wie Schwanensee". Mats Eks "Giselle - Mats Ek" tanzt das Bayerische Staatsballett zu Schmidtsdorffs Einspielung der Musik mit dem Bayerischen Staatsorchester. 

Nikija


Svetlana Zakharova
Svetlana Zakharova
Svetlana Zakharova, ausgebildet in Kiew und an der Waganowa-Akademie in St. Petersburg kam 1996 ins Ensemble des Kirov-Balletts, wo sie in kürzester Zeit zu einer der führenden Ballerinen avancierte und sich die Hauptpartien des klassischen Repertoires wie Dornröschen, Giselle, Schwanensee eroberte. Rasch wurde sie auch mit wichtigen russischen und internationalen Tanzpreisen ausgezeichnet, so 1997 mit dem Baltika-Preis, 1998 mit dem Golden Sophit, 1999 und 2000 mit der Goldenen Maske, 2001 mit dem Spezialpreis der Stadt St. Petersburg "People of our City", 2002 mit dem Etoile-Preis des italienischen Magazins Danza & Danza.
Im Jahre 2003 wechselte sie ans Bolschoi-Ballett in Moskau. Weitere Auszeichnungen folgten: 2005 der Benois de la Danse, 2007 der Russischen Staatspreis für herausragende Leistungen im Ballett und 2007 der "Soul of the Dance"-Award der russischen Zeitschrift "Ballett".

Als eine der gefragtesten Ballerinen und als Superstar der internationalen Ballettszene gastierte und gastiert sie bei allen großen Kompanien der Welt, so beim Ballett der Opéra de Paris, beim American Ballet Theatre in New York, beim New York City Ballet und in den japanischen Metropolen. Sie hält neben ihrer offiziellen Position als Primaballerina des Bolshoi-Balletts auch die einer Prima Ballerina Etoile des Balletts der Mailänder Scala inne. Verheiratet mit dem russischen Geigenvirtuosen Vadim Repin ist sie Mutter einer inzwischen eineinhalbjährigen Tochter.

In München tanzte sie bereits 1999, beim Gesamtgastspiel des Kirov-Balletts die Odette/Odile in Schwanensee und kehrte zuletzt 2001, jetzt als Gast beim Bayerischen Staatsballett, nach München zurück. Zunächst in der Titelpartie von Kenneth MacMillans Manon, dann im Rahmen der Terpsichore-Gala III, beide Male mit Igor Zelenski als Partner.
Im Oktober 2012 gastiert sie erneut beim Bayerischen Staatsballett, jetzt an der Seite von Marlon Dino als Nikija in La Bayadère

Gamzatti


Zuzana Zahradníková Foto: S. Kletzsch
Zuzana Zahradníková.
Solistin

Zuzana Zahradníková, in Olomouc/Mähren geboren, erhielt ihre Ausbildung am Prager Konservatorium. Schon während der Schulzeit tanzte sie kleinere Solorollen in Der Nussknacker und La Fille mal gardée und  gastierte am Theater in Brünn. Beim Ballettwettbewerb in Wien und beim Nurejew-Wettbewerb in Budapest wurde sie Finalistin, beim Japanischen Ballettwettbewerb in Nagoya Halbfinalistin. Sie tanzte bei verschiedenen Gala-Abenden, u.a. 1997 und 1998 bei der Birgit-Keil-Stiftung in Ludwigsburg, 1998 beim Gala-Abend anlässlich der Verleihung des Deutschen Tanzpreises an Birgit Keil und 1999 bei der Nurejew-Gedächtnis-Gala in Budapest.

Nachdem sie 1999 als Volontärin nach München gekommen war, wurde sie mit der folgenden Spielzeit ins Corps de ballet des Bayerischen Staatsballetts engagiert, bei dem sie in Schwanensee (R. Barra) im Herbst 2002 als erste Solopartie einen der beiden Großen Schwäne tanzte. Es folgten weitere Solo-Partien in La Bayadère (P. Bart), Don Quichote, Brahms Schönberg Quartett (G. Balanchine) und die Weiße Dame in Raymonda (R. Barra). Seit 2003 tanzte sie an der Seite von Lukáš Slavický auch die Helena in Neumeiers Sommernachtstraum, die Verlobte in Kyliáns Svadebka und in Forsythes the second detail und Limb´s Theorem. Zu Beginn der Spielzeit 2004/2005 wurde sie zur HalbSolistin ernannt, 2007/2008 erfolgte die Beförderung zur Solistin.

Debut 2005/2006
Solopartie in Century Rolls (D. Bombana), Kreation
Myrtha in Giselle (P. Wright)

Debut 2006/2007
Odaliske in Le Corsaire (M. Petipa/ I. Liška)
Solopartie in Chamber Symphony (L. Childs)

Debut 2007/2008
Solo-Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Große Fuge (H. van Manen)
Weißes Paar in Katalyse (J. Cranko)

Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Prudence in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2009/2010
Die Dame des Hauses in Les Biches (B. Nijinska)

Debut 2010/2011
Madame Larina in Onegin (J. Cranko)
Fee Fleur de Farine und Herzogin in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Freudenmädchen in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Königinmutter in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)

Debut 2011/2012
Frau Konsulin Stahlbaum/ "La fille du Pharao" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Gods and Dogs (J. Kylián)
1. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Debut 2012/2013
Gamzatti in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
2. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Unitxt (R. Siegal), Kreation
Mädchen mit Krone in Le Sacre du printemps (M. Wigman)

Solor


Marlon Dino © Sascha Kletzsch
Marlon Dino
Erster Solist

Marlon Dino wurde in Albanien geboren und begann seine Ausbildung 1991 an der School of Choreography and Ballet in Tirana/Albanien. 1998 wechselte er nach Genf in der Schweiz ans Geneve Dance Center unter der Leitung von David Allen. Im Januar 2001 bekam er einen Vertrag an der Wiener Staatsoper.

Seit 2002 ist er beim Bayerischen Staatsballett engagiert. Schnell wurde er mit solistischen Partien betraut, so dass schließlich 2005 die Ernennung zum Halbsolisten und zur Spielzeit 2007/2008 die Beförderung zum Solisten erfolgte. In der Spielzeit 2009/2010 wurde er zum Ersten Solisten ernannt.

Sein solistisches klassisches und zeitgenössisches Repertoire umfasst u.a. Jiří Kylián Sechs Tänze und die Solopartie im vierten Satz von George Balanchines Brahms-Schönberg-Quartett. In der Spielzeit 2004/2005 debütierte er als Graf Paris und Tybalt in Crankos Romeo und Julia und übernahm eine wichtige Partie in Balanchines Agon (zweiter Pas de trois). Außerdem tanzte er den Gaston in der Kameliendame (J. Neumeier), den Solo-Part in Hans van Manens Fünf Tangos und Rotbart in Schwanensee (R. Barra).
Seine erste eigene Choreographie, ein Pas de deux für Cheryl Wimperis und ihn selbst, entstand im Sommer 2003 im Rahmen der "Jungen Choreographen". Es folgte im Sommer 2004 die Choreographie Nimm's wie du willst.
Ende 2007 wurde Marlon Dino für sein Debüt als Onegin an der Seite von Lucia Lacarra in John Crankos Ballett mit dem TZ-Rosenstrauß des Jahres ausgezeichnet.

Debut 2003/2004
Brahms-Schoenberg Quartett (G. Balanchine)

Debut 2004/05:
Graf Paris und Tybalt in Romeo und Julia (J. Cranko)
Agon (G. Balanchine), zweiter Pas de trois
Gaston in Kameliendame (J. Neumeier)
Solo in Fünf Tangos (H. van Manen)

Debut 2005/2006
Bérenger in Raymonda (R. Barra)

Debut 2006/2007 
Zweiter Pas de deux in Century Rolls (D. Bombana)
Pas de six in Giselle (P. Wright)
Rotbart in Schwanensee (R. Barra)
Ali und Birbanto in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Fotograf in Die Silberne Rose (G. Murphy)
Der Mann in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Pas Fabergé in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Prinz Albrecht in Giselle (P. Wright) im Rahmen von Ballett und Wildnis

Debut 2007/2008
Onegin in Onegin (J. Cranko)
Alonso in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Legende (J. Cranko)
Solor in La Bayadère (Bart)

Debut 2008/2009
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Siegfried in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Zeman in Shéhérazade (M. Fokine)
Siegfried in Schwanensee (R. Barra)
Adagio Hammerklavier (H. v. Manen)
Jean de Brienne in Raymonda (M. Petipa)

Debut 2009/2010
Der goldene Sklave in Shéhérazade (M. Fokine)
Armand in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Bach in Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere (N. Duato)

Debut 2010/2011
Prinz Désiré in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Petruccio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Der Mann im Schatten in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Der König in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
El Trianero, Matador in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Günther in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Broken Fall (R. Maliphant)

Debut 2012/2013
Choreartium (L. Massine)
Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Debut 2013/2014
Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)

Brahmane


Peter Jolesch
Peter Jolesch
Charaktertänzer / Direktionsassistent

besuchte zunächst die Ballettschule Bartosch in Rosenheim und später die Musikhochschule München, Abteilung Ballett, bei Gustav Blank und Michel de Lutry. 1970 wechselte er in die Elevenklasse der Bayerischen Staatsoper und wurde ein Jahr später als Tänzer für das Ballettensemble engagiert. Weitere Engagements führten ihn zum London Festival Ballet und an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, bevor er 1977 wieder nach München zurückkehrte. Peter Jolesch tanzte in mehr als 90 Ballettproduktionen mit Partnerinnen wie Marcia Haydée, Eva Evdokimova und Natalia Makarova.

Als Gast verleiht der jetzige Charaktertänzer einigen Produktionen des Bayerischen Staatsballetts mit seiner noblen, einfühlsamen Art ihre besondere feine Note, so als Gremin in Onegin, als Monsieur G.M. in Manon, als Don Quijote und Manolo in Don Quijote, als Pater Lorenzo in Romeo und Julia sowie als Herzog in Die Kameliendame.

Seit Januar 2005 ist er als Direktionsassistent beim Bayerischen Staatsballett tätig, wo ihm unter anderem die Aufgabe der Probenplangestaltung obliegt.

Seit Beginn der neuen Staatsballett-Initiative zur Arbeit mit Kindern ist Peter Jolesch mit dabei, er leitet Workshops für Kinder und gehört zum Leitungsteam der Projekte Anna tanzt und Das tanzende Klassenzimmer.
Jiri Kylián kreierte 2009 eine Solopartie für ihn in seinem Werk Zugvögel.

Radscha


Norbert Graf.©Sascha Kletzsch
Norbert Graf

Solist

Norbert Graf wurde in Köln geboren und erhielt dort seinen ersten Ballettunterricht an einer privaten Ballettschule. Mit 16 Jahren kam er an die Münchner Ballett-Akademie/Heinz-Bosl-Stiftung und ging 1989 nach seinem Diplom  zum Bayerischen Staatsballett, bei dem er bereits in der ersten Saison Soloaufgaben in Große Fuge (H. van Manen) und Die Folterungen der Beatrice Cenci (G. Bohner) übernahm. Seit 1994 ist Norbert Graf Solist.

Sein großes zeitgenössisches und klassisches Repertoire umfasst u.a. Hilarion in Giselle, Tybalt und Paris in Romeo und Julia (J. Cranko), Demetrius in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier), den Großen Brahmanen in La Bayadère, die Titelpartie in John Crankos Onegin, Fünf Tangos, Trois Gnossiennes, Nacht, Concertante, drei Stücke, Grosse Fuge, Lieder ohne Worte (H. van Manen), Bräutigam in Svadebka (J. Kylián), Fearful Symmetries (P. Martins), Artifact II (W. Forsythe), Albrecht in Mats Eks Giselle, Monsieur Duval und des Grieux in Neumeiers Kameliendame, Lehrer und Offizier in Shannon Rose (J. Vamos), Tambourmajor  in Woyzeck-Fragmente  (D. Bombana).

Norbert Graf kreierte Solopartien in Chamber Symphony und Hammerklavier von Lucinda Childs, die Partie des Rotbart in Ray Barras Schwanensee, den Mann von der See in Grand-Maîtres Emma B., den Vater in A Cinderella Story von John Neumeier, in Traumspiel (D. Bombana), in Feuervogel (A. Preljocaj), in Ecclesia (J. Grand-Maître). Er tanzte in der Münchner Premiere von Mats Eks Giselle den Albrecht, eine Partie, mit der er auch beim Gastspiel des Staatsballetts im Kirov-Theater St. Petersburg triumphierte. Außerdem ist Norbert Graf in Hauptpartien wie in Le Sacre du Printemps (S. Teshigawara), Artifact II und The second Detail (W. Forsythe), Intuition Blast (R.Jaroschinski), Boudoir (N. Musin)

In der Spielzeit 2001/2002 debütierte er auch als Petrucchio und Gremio in Crankos Der Widerspenstigen Zähmung. In Porträt John Neumeier  war er in allen drei Teilen prominent vertreten: Er tanzte Solopartien in Dämmern und Jupiter-Symphonie sowie den geheimnisvollen Er im Zentrum von In the Blue Garden. In Ivan Liškas Neuproduktion von Marius Petipas Dornröschen sah man ihn sowohl als die böse Fee Carabosse als auch als Kavalier im Pas Fabergé. Zuletzt hatte er in Porträt Mats Ek mit dem Fernseh-Solo in Apartment als Premierenbesetzung erneut einen großen Erfolg.
Norbert Graf wurde mehrmals in den vergangenen Jahren in Umfragen internationaler Zeitschriften als einer der herausragensten Tänzer Deutschlands genannt.

Im Juni 2002 trat Norbert Graf zum ersten Mal als Choreograph in der Reihe "Junge Choreographen" mit den Werken Loggia und Richard hervor. Loggia war daraufhin zweimal im Rahmen von Matineen der Heinz-Bosl-Stiftung im Nationaltheater zu sehen. In einer Inszenierung in einem italienischen Schloss als Film festgehalten, erhielt die Choreographie 2003 einen wichtigen amerikanischen Video-Preis. 2002 choreographierte er Il Combattimento di Tancredi e Clorinda und 2003, ebenfalls im Rahmen "Junge Choreographen", das Ballett Insections. Der Sommer 2006 brachte zwei neue Werke: Einen gemeinsamen Pas de deux mit Beate Vollack mit thematischem Bezug zu Frida Kahlo (uraufgeführt im Rahmen der Hypo-Vereinsbank-Nacht während der Opernfestspiele 2006) und ein Solo für Tigran Mikayelyan unter dem Titel Evolution. 2007 kreierte er Letter to Leroy zur Musik des amerikanischen Komponisten Andersen - das Stück wurde im Rahmen der "Heinz-Bosl-Matinee" am 29. April 2007 uraufgeführt.
2008 kreierte er den Pas de deux "Avedis" für die Heinz-Bosl-Matinee zur Feier des  30-jährigen Bestehens der Stiftung. 2010 betreute er als Ballettmeister die Uraufführung von "Wohin er auch blickt..." (J. Mannes).

Mit seiner Lebenspartnerin, der Ballettmeisterin Valentina Divina, hat er zwei Söhne.

Norbert Graf gehörte auch zum Leitungsteam des Projekts Anna tanzt I, das das Bayerische Staatsballett im Juli 2006 mit über 90 Schülern entwickelte und mit einer Vorstellungsserie in der Reithalle in München abschloss. 2011 gelangt "Young Horses Lounge II" zur Aufführung.

Im Frühjahr 2008 wurde Norbert Graf von Kunstminister Dr. Thomas Goppel zum Bayerischen Kammertänzer ernannt. Im selben Jahr erhielt er den Ballettpreis "Classique" der Heinz-Bosl-Stiftung.

Debut 2005/2006
Baron Ochs in Die silberne Rose (G. Murphy)
Elemental (J. Godani), Kreation

Debut 2006/2007
Lankedem in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)

Debut 2007/2008
Gremin in Onegin (J. Cranko)
Gonzalo in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Cambio d'abito (S. Sandroni), Kreation

Debut 2008/2009
Schah Zeman in "Shéhérazade" (M. Fokine)

Debut 2009/2010
Seneschal in Raymonda (M. Petipa)
P.S. Norbert Graf - Schütze, Ascendent Skorpion (S. Sandroni)
Der Graf in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Prinz Désiré in Once Upon an Ever After (T. Kohler)

Debut 2010/2011
Prinz Leopold in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Bach in Vielfältigkeit - Formen von Stille und Leere (N. Duato)
Camacho in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Don Quijote in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Konsul Stahlbaum/ "La fille du Pharao" in Der Nussknacker (J. Neumeier)

Debut 2012/2013
Radscha in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)

Debut 2013/2014
Zettel in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Der Weise in Le Sacre du printemps (M. Wigman)


Aija


Elaine Underwood Foto: Sascha Kletzsch
Elaine Underwood
Spitzenschuhverwaltung
Charakterdarstellerin


Elaine Underwood wurde in Northampton, Großbritannien geboren. Begann ihre Tanzausbildung in Newcastle-u-Lyme, wechselte dann zur Royal Ballet School nach London und machte dort nach zwei Jahren ihren Abschluss. Es folgte ein zweijähriges Engagement in Graz, zunächst als Gruppentänzerin, dann als Halbsolistin, bevor sie 1969 von John Cranko nach München an das Ballett der Bayerischen Staatsoper engagiert wurde. Hier tanzte sie 15 Jahre lang, davon 12 Jahre als Solistin, und war in dieser Zeit bei allen Ballettpremieren in verschiedenen Rollen auf der Bühne dabei. Ihr Repertoire umfasste u. a. Partien in allen Balanchine- und Cranko-Balletten der Kompanie; sie tanzte die Myrtha in Giselle und die Tatjana in Onegin.
1984 beendete Elaine Underwood ihre aktive Tänzerkarriere, machte eine Umschulung zur Bürokauffrau und erhielt ihr deutsches Sprachdiplom. Seit 1996 betreut sie die Studenten bei der Heinz-Bosl-Stiftung und übernahm 2001 die Ballettschuh-Verwaltung beim Bayerischen Staatsballett.
Im Herbst 2012 kehrte sie auf die Bühne zurück und übernahm die Charakterrolle der Aija (Dienerin der Gamzatti) in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart).

Debut 2012/2013
Aija in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)

Debut 2013/2014
Amme in Romeo und Julia (J. Cranko)

Das Goldene Idol


Karen Azatyan.©Sascha Kletzsch
Karen Azatyan
Solist

Der gebürtige Armenier absolvierte seine Tanzausbildung zunächst in seiner Heimat am Yerevan Dancing Art State College, und schloss sie nach seinem Wechsel an die Tanz Akademie Zürich im Jahre 2007 ab. Während der zweiten Ausbildungsphase belegte er beim Wettbewerb „Tanz Olymp Berlin 2005“ in der Kategorie Klassische Variation den 2. Platz, gewann im selben Jahr ein Stipendium beim Prix de Lausanne und den Nachwuchsförderpreis des internationalen Ballettwettbewerbs Varna 2006.

Mit Beginn der Spielzeit 2007/2008 wurde er als Gruppentänzer beim Bayerischen Staatsballett engagiert und stieg im Herbst 2010 zum Halbsolisten auf. Seit der Spielzeit 2012/13 tanzt Karen Azatyan als Solist.

Debut 2007/2008
Sebastian und Antonio in Der Sturm (J. Mannes)

Debut 2008/2009
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2009/2010
Athlet in Les Biches (B. Nijinska)

Debut 2010/2011
Albrecht in Once Upon an Ever After (T. Kohler)
Daphnis in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Hortensio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Graf Alexander in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Basilio in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Fritz in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Blauer Vogel in Dornröschen (M. Petipa / I. Liška)
Frühlingsstimmen-Pas de deux (F. Ashton)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Pas de six und russischer Tanz in Schwanensee (R. Barra)

Debut 2012/2013
Goldenes Idol in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
4. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Birthday Offering (F. Ashton)
Prometheus in Helden (T. Kohler)

Debut 2013/2014
Mercutio in Romeo und Julia (J. Cranko)
Demetrius in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Schatten I


Stephanie Hancox Foto: S. Kletzsch
Stephanie Hancox
Demi-Solo

Stephanie Hancox wurde in Australien geboren und begann ihre Ballettausbildung in Sydney an der Tanya Pearson Classical Coaching Academy. Im Januar 2001 kam sie an die Ballettakademie/Heinz-Bosl-Stiftung nach München, um ihre Ausbildung zu vervollständigen. Sie tanzte unter anderem den Corsaire- Pas de deux, in Paquita, in Light Fandango von Robert North, wie auch eine Solopartie in In the Future von Hans van Manen.

Im September 2003 wurde sie Mitglied des Bayerischen Staatsballetts. In der Spielzeit 2004/2005 war sie sowohl in Forsythes Limb´s Theorem als auch in Hans van Manens Black Cake zu sehen. Mit Beginn der Spielzeit 2008/2009 wurde sie zur Halbsolistin befördert.

Debut 2007/2008:
Solo-Ariel in Der Sturm (Mannes)
Solopartie in Brahms-Schönberg-Quartett (Balanchine)
Cambio d'abito (S. Sandroni), Kreation

Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Aurora in Once Upon An Ever After (T. Kohler)
Prudence in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation
Henriette in Raymonda (Petipa/Barra)

Debut 2009/2010
Giselle in Giselle - Mats Ek (M. Ek)
Five Brahms Waltzes in the manner of Isadora Duncan (F. Ashton)

Debut 2010/2011
Frau 2 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Solo im Pas Fabergé 3. Akt in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Freudenmädchen in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)

Debut 2011/2012
Maries kunstbeflissene Tante/ "Die Schöne von Granada" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Feenvariation in Dornröschen (I. Liska nach M. Petipa)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Freudenmädchen in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Sommer 2012
Gala für Tanya Pearson Zähmungs-Pas de deux, Gala Version

Debut 2012/2013
1. und 2. Schattenvariation in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
Broken Fall (R. Maliphant)
4. Variation in Birthday Offering (F. Ashton)
Unitxt (R. Siegal), Kreation
Die Dame des Hauses in Les Biches (B. Nijinska)

Debut 2013/2014
Die Erwählte in Le Sacre du printemps  (M. Wigman)

Schatten II


Ilana Werner © Sascha Kletzsch
Ilana Werner
Solistin

Ilana Werner wurde in Zürich in der Schweiz, geboren. Beide Eltern waren ebenfalls Tänzer. Ihre Ballettausbildung absolvierte sie zunächst in Zürich, dann hauptsächlich in Monte Carlo, und zum Abschluß an der Münchner Ballettakademie/Heinz-Bosl-Stiftung, an der sie ihr Diplom erhielt. Sie war Stipendiatin der internationalen Kulturstiftung Ambrosoli Foundation und der Migros Kulturgenossenschaft.

Ihr erstes Engagement trat sie 2003/2004 als Gruppentänzerin beim Bayerischen Staatsballett an. In ihrer ersten Spielzeit tanzte sie in Mats Eks Apartment und ein Solo in Balanchines Serenade anlässlich der Terpsichore-Gala IV. In der folgenden Spielzeit debütierte sie in Forsythes Limb´s Theorem, außerdem in einer der drei Schattenvarationen in La Bayadère, sie tanzte in Kyliáns Bella Figura und eine der Solopartien in van Manens Five Tangos.
Im Februar 2009 wurde Sie zur Halbsolistin ernannt. Es folgte im Juli 2012 die Ernennung zur Solistin.

Debut 2006/2007
Solopartie in Das Lied von der Erde (MacMillan)
Feenvariation in Dornröschen (Petipa, Liška)

Debut 2007/2008
Miranda in Der Sturm (Mannes)

Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Julia in Romeo und Julia (J. Cranko)
Mädchen in Grau in Les Biches
(B. Nijinska)
Olympia in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Solopartie in Violakonzert II (M. Schläpfer)
Odalisque in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)
Pas de six in Schwanensee (M. Petipa/L. Iwanow/R.Barra)
Clémence in Raymonda (M. Petipa)
Olga in Onegin (J. Cranko)

Debut 2009/2010
Giselle in Once Apon An Ever After (T. Kohler)
Solo in Dämmern in Terpsichore-Gala IX (J. Neumeier)

Debut 2010/2011
Prinzessin Claire in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
2. Traum-Variation in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Rocio in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Prinzessin Florine in Dornröschen (I. Liška nach M. Petipa)

Debut 2011/2012
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Frühlingsstimmen (F. Ashton)
Pas fabergée in Dornröschen (M. Petipa / I. Liška)
Marie in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Solo "Von der Jugend" in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)
Die jüngste Schwester in Las Hermanas (K. MacMillan)
2. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J.Robbins)
Lise in La Fille mal gardée (F. Ashton)

Debut 2012/2013
2. Schattenvariation in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
3. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Die Frau des Mohren in The Moor's Pavane (José Limón)

Debut 2013/2014
Die Erwählte in Le Sacre du printemps  (M. Wigman)

Ilana Werner in der NDR-Reportage 7 Tage...

Schatten III


Luiza Bernardes Bertho.©Sascha Kletzsch
Luiza Bernardes Bertho
Corps de ballet

Geboren in Rio de Janeiro,Brasilien. Ausbildung an der Petite Danse School of Dance und am Brazilian Conservatory of Dance in Rio de Janeiro. Ab 2005 parallel zur Ausbildung tanzt sie im Corps de ballet der Brazilian Company of Ballet, ab 2008 auch im Corps des Municipal Theatre Ballet of Rio de Janeiro. 2007 und 2008 Goldmedaille beim Wettbewerb des Dance Festivals of Joinville im brasilianischen Santa Catarina. 2008 Semi-Finalist beim 36. Prix de Lausanne/Schweiz und Bronzemdedaille beim 2. Internationalen Ballettwettbewerb in Beijing/China. Mit der Brazilian Company of Ballet tanzt sie zwischen 2008 und 2010 Hauptrollen wie die Titelpartie in Giselle, Kitri in Don Quixote, verschiedene Soli in Der Nussknacker und die Gamzatti in La Bayadère. Im Frühjahr 2010, beim Cuban Classical Ballet of Miami/USA die Mercedes in Don Quixote.

Seit der Spielzeit 2010/2011 ist Bayerischen Staatsballett engagiert. Ernennung zur Gruppentänzerin in der Spielzeit 2011/12.Debut 2012/2013
2. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
5. Variation in Birthday Offering (F. Ashton)
BIPED (M. Cunningham)