La Bayadère - Biographien

Marius Petipa: La Bayadère La Bayadère. Ekaterina Petina. ©Wilfried Hösl Marius Petipa: La Bayadère

La Bayadère

Patrice Bart, Marius Petipa

Musik von Ludwig Minkus
Wiederaufnahme

Nationaltheater

Montag, 11. März 2013

Choreographie


Marius Petipa
Marius Petipa
Marius Petipa
11. März 1818 – 14. Juli 1910Der Name des vielleicht bedeutendsten Choreographen des 19. Jahrhunderts scheint so eng mit der russischen Tradition verbunden, daß man seine französische Nationalität darüber fast vergißt. Marius Petipa wurde in Marseille geboren. Sein Vater und seine Brüder waren Tänzer. Vom Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel bis nach Bordeaux, und dann in Nantes arbeitet Marius Petipa als Tänzer und Choreograph. Nach einem wenig glücklichen Versuch in New York (1839), einem Aufenthalt in Paris, wo er mit Auguste Vestris arbeitet, und in Spanien (1845), wird er 1847 in St. Petersburg als Erster Solist engagiert, beweist sich jedoch mit der Einstudierung von Joseph Maziliiers Paquita als Ballettmeister. 1850 assistiert er Jules Perrot bei Giselle und bringt 1858 sein erstes eigenes Ballett in Russland heraus: Un mariage sous la Régence. 1862 wird er zweiter Ballettmeister, tritt 1869 offiziell die Nachfolge von Arthur Saint-Léon als erster Ballettmeister an und arbeitet weiterhin als Choreograph. Er wird sich einen Namen machen als Schöpfer großer spektakulärer Ballette, mit denen es ihm gelingt, die aus Frankreich kommende Reinheit des klassischen Tanzes mit der italienischen Virtuosität zu verbinden: eine akademische Form des Tanzes, die in der Einbeziehung von Charaktertänzen auch Volkstanztraditionen aufnimmt.
Petipas russisches Œuvre umfaßt nicht weniger als 50 Ballette, darunter La Fille du Pharaon (1856), La Belle du Libanon (1863), La Floride (1866), Le Roi Candaule (1868), Don Quijote (1869), Camargo (1872), Le Papillon (1874), Les Bandits (1875), La Bayadère (1877), Roxane und La belle Albanaise (1878), La Fille des Neiges und Madla (1879), Les Pilules magiques und L’Offrande à l’Amour (1886), Dornröschen (1890), Nußknacker (1892), Aschenputtel (1893), Schwanensee (zusammen mit Lev Ivanov, 1895), Raymonda (1898), Les Ruses d’Amour (mit Alexander Glasunow als Komponist, 1899) Les Saisons (mit Glasunow, 1900), und sein letztes Ballett Der Magische Spiegel (1903). Alternd und krank wollte der Meister seinen Lebensabend in milderem Klima verbringen und verließ 1907 St. Petersburg, um sich am Schwarzen Meer niederzulassen. Im Alter von 92 Jahren verstarb er in Gurzuf auf der Krim.

Choreographie


Patrice Bart
Patrice Bart
Patrice Bart, geboren am 30. Juli 1945, bis 2011 an der Pariser Opéra als der Ballettdirektion assistierender Ballettmeister, ist ein reines Produkt der traditionsreichen Ballettschule der Opéra in Paris. 1957 trat er dort in die Schule ein und wurde bereits 1959 Mitglied des Corps de ballet. Als 'Coryphée" erhielt er 1963 den Prix René Blum, der den vielleicht vielversprechendsten jungen Tänzern verliehen wird. 1969 gewann er, nunmehr 'Premier danseur', zusammen mit Francesca Zumbo die Goldmedaille beim Tänzerwettbewerb in Moskau und wurde 1972 zum 'Etoile' ernannt. Patrice Bart tanzte alle großen Rollen des Repertoires von Schwanensee, Petruschka, Dornröschen, Don Quixote, Der verlorene Sohn bis hin zu Kreationen wie Constellations (Serge Lifar, 1969), Mouvances (Roland Petit, 1976), Métaboles (Kenneth McMillan, 1978), Rothbart in Schwanensee (Nurejew, 1984).
Von 1970 bis 1982 gastierte Bart regelmäßig als Etoile beim London Festival Ballet, dem jetzigen English National Ballet. Er war außerdem mit zahlreichen Compagnien auf den bedeutendsten internationalen Bühnen zu sehen.

Noch vor seinem offiziellen Bühnenabschied im Jahre 1989 begann Patrice Barts Karriere als Ballettmeister, der sich mehr und mehr mit Direktionsaufgaben befasste, nach dem Weggang von Rudolf Nurejew auch, zusammen mit Eugen Poljakow, für einige Zeit als Interimsdirektor. Danach war Patrice Bart über mehr als zwei Jahrzehnte als der Direktion assoziierter Ballettmeister wesentlich mitverantwortlich für die Aufrechterhaltung und Weiterführung der außergewöhnlichen Tradition und des hohen Standards der französischen Elite-Compagnie.
1991 inszenierte er, zusammen mit Eugen Poljakow, die Pariser Giselle-Produktion aus Anlass des 150. Jahrestags der Uraufführung, assistierte 1992 Rudolf Nurejew bei der Einstudierung von La Bayadère.
1993 brachte er seine eigene Don Quixote-Produktion an der Berliner Staatsoper heraus, die 1995 auch vom Finnischen Nationaltheater übernommen wurde. Für die Mailänder Scala inszenierte er eine neue Giselle, deren Premiere im Mai 1996 im Fernsehen europaweit live übertragen wurde. Ebenfalls 1996 brachte er seine erste abendfüllende Eigenproduktion für die Opéra Paris heraus, eine Coppelia. Im Dezember 1997 hatte seine Neufassung von Schwanensee an der Deutschen Staatsoper in Berlin Premiere und 1998 schuf er für und mit dem Bayerischen Staatsballett eine neue, komplettierte Fassung des Petipa-Klassikers La Bayadère. Es folgten für Berlin Nussknacker (1999) und Romeo und Julia (2002). Außerdem kreierte er einige ganz neue, eigene Stoffe: Verdiana (Berlin 1999, Florenz 2001), La Petite Danseuse de Degas (Paris 2003), Tschaikowsky (Helsinki 2005), Gustav III (Stockholm 2008), Das flammende Herz (Berlin 2009), Chopin (Warschau 2010).

Patrice Bart erhielt zahlreiche Auszeichnungen und ist Officier des Arts et Lettres, Officier de l’Ordre national du Mérite und Chevalier de la Légion d’honneur.

Bühne und Kostüme


Tomio Mohri
Tomio Mohri
gilt als einer der namhaftesten und vielseitigsten Künstler Japans. Berühmt ist er für seine exquisiten Kostümentwürfe und Ausstellungsinstallationen, er arbeitet jedoch ebenso als Bühnenbildner und Regisseur. Im Zentrum seines Interesses steht nicht zuletzt die Frage der Beziehungen zwischen Bewegung und Raum, die er multimedial zu erfassen sucht.

Lange Jahre war er künstlerischer Direktor für die Ausstellungen von Issey Miyake. Für diese Kostüminstallationen entwickelte er einen neuen Stil von visueller Performance, der bis heute weltweit als beispielhaft gilt. Darunter befanden sich so spektakuläre Präsentationen wie Issey Miyake A un im Musée d`Art Décoratif in Paris, Arbeiten für das San Francisco Museum of Modern Art und das Victoria and Albert Museum in London. Als Theaterautor und Regisseur zeichnete er in Tokio für verschiedene Produktionen verantwortlich, die sich als Maskentänze zwischen Tanz und No-Theater bewegten. Seine Laufbahn als Kostüm- und Bühnenbildner begann 1980 mit einer Arbeit für Maurice Béjart (Casta Diva) und setzte sich 1984 mit Kostümentwürfen für die Oper Le Coq d'Or für das Theatre Chatelet in Paris fort. Unter seinen Werken in Europa sind vor allem die Kostüme für Schwanensee beim Ballett der Opéra in Paris (1992) zu nennen und die Kostüme für Die Frau ohne Schatten (Bayerische Staatsoper), die als Premiere 1992 in Tokio herauskam und 1993 ins Münchner Nationaltheater einzog, sowie die Kostüme für Madame von Sado an der Berliner Schaubühne. Bei La Bayadère fürs Bayerische Staatsballett in München (Premiere am 23. März 1998 in der Neufassung von Patrice Bart) hat Tomio Mohri sowohl die Kostüme als auch das Bühnenbild entworfen. Tomio Mohris engste Mitarbeiterin bei der Realisierung seiner Entwürfe ist Kumiko Sakurai.   Buch, Regie und künstlerische Leitung:
1988 Kyorai, Ishikawa Prefectural Noh Theater, Kanazawa (Maskentanz 1)
1990 Dance, Spiral Hall, Tokyo (Maskentanz 2)
1991 Rinsoubu, Tanz von Tomio Mohri für NHK (Maskentanz 3) Künstlerische Leitung und Design der Mannequin Objekte für den Raum:
1983 Issey Miyake Körperarbeiten, Ausstellung Laforet Museum Migura, Tokyo; Otia-Parsons Gallery, Los Angeles; San Francisco Museum for Modern Art, San Francisco; Victoria & Albert Museum, Bollerhouse Project, London (1985)

1986 Mohri No Fuku, Installation für Raum und Kostüme. Spiral Hall, Toyko

1988 Issey Miyake A un, Musée des Arts Décoratifs, Paris

1991 3. IAAF Weltmeisterschaft im Turnen, Tokyo. Eröffnungsfeier Teil 3 im Nationalstadion von Tokyo
Mohri No Aka, Zeichnungen in der Parco Gallery, Tokyo Bühnen- und Kostümentwürfe:
1980 Casta Diva (Ballett von Maurice Béjart), IRCAM, Centre Georges Pompidou, Paris
(Zusammenarbeit mit Issey Miyake, Kostüme)

1984 Le Coq d'Or (Oper) Theatre Musical de Paris Chatelet, Paris (Kostüme)

1986 Yamato Takeru (Kabuki), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)

1989 Ryu-Oh (Kabuki-Peking-Oper), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)

1991 Oguri (Kabuki)  Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)
Ryusel (Kabuki), Kabukiza, Tokyo (Bühnenbild und Kostüme)
Bokutoukidan (Theaterstück), Imperial Theatre, Tokyo (Bühnenbild und Kostüme)

1992 Turandot (Oper), Auditorium Maurice Ravel, Lyon (Kostüme)
Schwanensee (Ballett) beim Ballet de L'Opéra de Paris, Bastille (Kostüme)
Die Frau ohne Schatten (Oper), Bayerische Staatsoper im Aichi Prefecturai Theater, Nagoya , und NHK Hall, Tokyo , 1993 im Münchner Nationaltheater (Kostüme)

1993 Dakkenden (Kabuki), Shinbashi Enbujo, Tokyo (Kostüme)

1994 Susano, Carrière de Boulbon, Avigon (Kostüme)

1996 Tristan und Isolde, Prinzregententheater München (Kostüme)
Madame von Sado, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin (Kostüme)

1997 La Bayadére, Bayerisches Staatsballett, Nationaltheater, München
Veröffentlichungen:
1990 Tomio Mohri Kostüm-Installationen, Rikuyosha

Licht


Maurizio Montobbio
Maurizio Montobbio
Geboren am 10. Juni 1957 in Genua, ausgebildet in den USA. Arbeitet für Oper, Schauspiel und Tanz. U.a. Opéra Paris, Mailänder Scala, Deutsche Oper Berlin. Häufiger Lichtdesigner für Patrice Bart und den kanadischen Choreographen Jean Grand-Maitre. In München bislang Lightdesign für La Bayadère, Ecclesia und Emma B.. Als Beleuchtungschef auch mehrere Jahre lang verantwortlich für die europäischen Vorstellungen von Mikhail Baryschnikow und seinem White Oak Dance Project.

Musikalische Einrichtung


Maria Babanina Foto: Sascha Kletzsch
Maria Babanina

Pianistin

Maria Babanina wurde 1952 in Leningrad bzw. St. Petersburg geboren. Am dortigen Konservatorium studierte sie Klavier und Musikwissenschaft mit Schwerpunkt auf historischen Forschungen zur Ballettmusik. Zunächst wirkte sie als Pädagogin am Waganova-Institut, danach als Repetitorin am Maly-Theater, ab 1978 beim Kirov-Ballett.

Seit der Spielzeit 1990/91 ist Maria Babanina als Repetitorin beim Bayerischen Staatsballett engagiert, tritt aber auch als Solopianistin auf u.a. in in Trois Gnossiennes, Lieder ohne Worte, Zakouski, in Jérôme Robbins' Other Dances und In the Night sowie Frederick Ashtons Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan und Hans van Manens Adagio Hammerklavier. Die musikalische Einrichtung der Münchner Fassung von Raymonda 2002 ist ihre zweite Arbeit auf diesem Gebiet nach La Bayadère. Seit 2004 forschte sie für die Münchner Neufassung von Le Corsaire (Premiere Januar 2007), deren musikalische und dramaturgische Fassung in ihrer Verantwortung lag.

Maria Babanina ist Vorsitzende des Stiftungsrats der Alexander Glasunow-Stiftung.


Dramaturgie


Wolfgang Oberender. ©Sascha Kletzsch
Wolfgang Oberender
Stellvertreter des Ballettdirektors

Wolfgang Oberender wurde in Esslingen am Neckar geboren. Seinen ersten Hochschulabschluss absolvierte er in Germanistik und Geschichte an der Universität Stuttgart, eine Studienzeit, die mit den letzten Jahren des Wirkens von John Cranko beim Stuttgarter Ballett zusammenfiel, die ihn bis heute geprägt haben. Es folgte ein Diplomstudium Musiktheaterregie in Hamburg bei Götz Friedrich und August Everding. In diese Zeit fielen Regieassistenzen an großen Theatern Europas, darunter auch ein Regie-Praktikum bei Herbert von Karajan, die sein Verständnis von Musik und Theater nachhaltig beeinflussten. Sein erstes Theater-Engagement hatte er als Dramaturg und Pressereferent am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, wechselte später nach Essen, arbeitete als Produktionsdramaturg für Heinz Spoerli in Basel, wo er für dessen Tanzdrama „Belle vie“ Handlung und Struktur entwarf sowie seine erste Version von „Don Quijote“ dramaturgisch betreute. Danach wirkte er drei Jahren als Dramaturg und Pressesprecher am Theater Regensburg. Hier widmete er sich darüber hinaus vor allem der Konzeption einer Reihe programmatischer Tanzgastspiele und literarischer Programme.

1992 kam Oberender ans Bayerische Staatsballett als künstlerischer und organisatorischer Mitarbeiter der Direktion und übernahm später auch die Leitung der Presseabteilung.

2001 berief ihn Ivan Liska, zusammen mit Bettina Wagner-Bergelt, zum Stellvertreter des Ballettdirektors. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen vor allem bei der Klassik, wo er u.a. für die Neufassung von „La Bayadère“ dramaturgisch verantwortlich war. Er gründete die Reihe "Ballett extra", in der er durch viele Vorträge über das klassische Repertoire auch selbst zu erleben war und ist. Das von ihm konzipierte und geleitete Petipa-Symposium zum Thema „Überlieferung von Choreographie“ war das bislang aufwendigste Projekt der Serie. In enger Zusammenarbeit mit Ballettdirektor Ivan Liska versucht er, für die einzelnen Terpsichore-Gala-Abende jeweils programmatische Schwerpunkte zu entwickeln, die dem traditionellen Gala-Verständnis ebenso Gerechtigkeit widerfahren lassen wollen wie sie auf einer künstlerisch verantwortungsvollen Zusammenstellung bestehen.

Musikalische Leitung


Michael Schmidtsdorff
Michael Schmidtsdorff
wurde in Hamburg geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt und in Wien bei Klauspeter Seibel und Leopold Hager Dirigieren. Er war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes, erster Preisträger der Elise-Meyer-Stiftung und von 1996-2000 Mitglied im Dirigentenforum des Deutschen Musikrats. Erste Erfahrungen als Orchesterleiter sammelte er bereits während seines Studiums als Chefdirigent des Wandsbeker Kammerorchesters und des Harvestehuder Studentenorchesters. Nach Assistenzen an der Hamburgischen Staatsoper (bei Ingo Metzmacher) und am Deutschen Nationaltheater Weimar wurde er 1997 zunächst als Korrepetitor und Zweiter Kapellmeister an das Theater Lüneburg verpflichtet und rückte zur Spielzeit 2001/2002 in die Position des Ersten Kapellmeisters und stellvertretenden Musikdirektors auf. 1998 übernahm er erstmals ein Ballettdirigat beim Hamburg Ballett, mit dem ihn heute eine enge Zusammenarbeit verbindet. Er dirigiert regelmäßig Vorstellungen aller großen Neumeier-Kreationen und begleitete die Kompanie im Januar und Februar 2005 auf ihrer Japan-Tournee. Seit 2002 ist er auch als Dirigent beim Ballett der Sächsischen Staatsoper Dresden tätig, und im Januar 2005 gab er mit "La Bayadère" seinen Einstand beim Staatsballett Berlin. Im selben Monat hatte er sein erstes Dirigat für das Bayerische Staatsballett mit Neumeiers "Die Kameliendame", deren Premiere an der Pariser Oper im Juni 2006 ebenfalls unter seiner musikalischen Leitung stand. Mit einer Serie von "Schwanensee"-Aufführungen im Herbst 2006 stand er wieder am Pult des Bayerischen Staatsorchester. Es folgten Balanchines "Brahms-Schönberg Quartett", die "Große Fuge" (Beethoven/van Manen), "Le Corsaire" (Minkus/Petipa/Liška), "Raymonda" (Glasunow/Petipa/Barra) und "Onegin" (Tschaikowsky/Cranko). Von Kent Nagano übernahm er das Dirigat des Abends "Mein Ravel" mit "Daphnis und Chloé" in der Choreographie von Terence Kohler und Jörg Mannes' "Wohin er auch blickt…" zu Ravels "Une barque sur l’océan", "Klavierkonzert für die linke Hand" und "Pavane pour une infante défunte". Im April 2011 dirigiert er die Premiere von John Neumeiers "Illusionen – wie Schwanensee". Mats Eks "Giselle - Mats Ek" tanzt das Bayerische Staatsballett zu Schmidtsdorffs Einspielung der Musik mit dem Bayerischen Staatsorchester. 

Nikija


Polina Semionova. © Enrico Nawrath
Polina Semionova
Polina Semionova wurde 1984 in Moskau geboren und erhielt ihre Ballettausbildung an der Moskauer Bolschoi-Ballettschule, die sie 2002 abschloss. Gerade einmal 18 Jahre alt hat Vladimir Malakhov sie als Erste Solistin an das Ensemble des Staatsopernballetts engagiert. Ihr außergewöhnliches Talent lässt sich mit Hilfe der bedeutenden Preise illustrieren, die sie auf einigen der wichtigsten Ballettwettbewerbe der Welt gewonnen hat: sie erhielt 2001 die Goldmedaille beim Internationalen Ballettwettbewerb in Moskau, 2002 den Junioren-Preis beim Internationalen Ballettwettbewerb in Nagoya/Japan und im gleichen Jahr den Ersten Preis beim traditionsreichen "Waganowa-Wettbewerb" in St. Petersburg Es folgten der Daphne-Preis (2004), der Deutsche Tanzpreis Zukunft (2005), der BZ-Kulturpreis sowie die Auszeichnung als "Tänzerin des Jahres" bei der Umfrage der Zeitschrift Ballettanz (2007) und der Dance Open Award (2010).

Ihr Repertoire umfasst alle klassischen Ballerinenrollen in Dornröschen, La Bayadère, Don Quixote, Coppelia bis Schwanensee und Giselle, daneben die großen Ballerinenrollen des 20. Jahrhunderts Tatjana in Crankos Onegin, Manon in MacMillans Manon, Carmen (Roland Petit), Sylvia (Frederick Ashton), Julia (Crankos Romeo und Julia) sowie Ballette von Robbins (Afternoon of a Faun), Béjart (Ring um den Ring), Balanchine (Terpsichore in Apollo, Ballet imperial, Tschaikowsky Pas de deux, Ein Sommernachtstraum), Forsythe, Kylián, Bigonzetti, Uwe Scholz und Christian Spuck.
Sie ist eine der gefragtesten internationalen Ballerinen und hat als Gast getanzt unter anderem beim English National Ballet, Tokyo Ballett, Teatro alle Scala, in Wien, beim Mariinsky-Ballett in St. Petersburg, beim Bolshoi-Ballett in Moskau und beim Stuttgarter Ballett. In München war sie erst zweimal zu sehen,2004 als Dornröschen und 2009 im Rahmen der Terpsichore-Gala VIII in Robbins' Afternoon of a Faun.
In Heinz Spoerlis Zürcher Produktion von Schwanensee tanzte sie Odette/Odile, was kürzlich auf DVD bei BelAir Classic erschienen ist. Sie ist auch in Herbert Grönemeyers Musikvideo Demo zu sehen (Letzter Tag) sowie auf der Euro-Arts DVD Divine Dancers Live from Prag, wo sie den Manon-Pas de deux tanzt.

Polina Semionova löste sich 2011 vom Staatsballett Berlin und ist heute als  Principal Dancer beim American Ballet Theatre in New York einer der führenden Stars der amerikanischen Tanzszene. Als Gast bedeutender internationaler Compagnien bleibt sie weiterhin auf den großen Bühnen der Welt präsent.

Mit der Spielzeit 2012/2013 begann das Bayerische Staatsballett eine enge Zusammenarbeit mit Polina Semionova als regelmäßiger Gastballerina. Sie tanzte im Nussknacker und in La Bayadère, Ballette, in denen sie auch in der Spielzeit 2013/2014 in München zu sehen ist. Neu dazu kommt im Dezember 2013 die Partie der Titania/Hippolyta in John Neumeiers Ein Sommernachtstraum

Gamzatti


Ivy Amista.©Sascha Kletzsch
Ivy Amista
Solistin 

Ivy Amista, geboren in Sao Paolo, Brasilien, studierte an der dortigen Camilla Ballett-Schule. Nach der Teilnahme am IX. Seminario Internacional de danca in Brasilia, bei dem sie die Goldmedaille gewann, erhielt sie im Jahr 2001 ein Stipendium, um in München an der Ballettakademie/Heinz-Bosl-Stiftung ihre Ausbildung zu beenden.
Nach ihrem Examen wurde sie zur Spielzeit 2001/2002 als Mitglied des Bayerischen Staatsballetts übernommen.

Im Oktober 2001 wurde sie von der Heinz-Bosl-Stiftung eingeladen, Paquita unter der Leitung von Konstanze Vernon zu tanzen. 2004/2005 ernannte man sie zur Halbsolistin, zur Spielzeit 2007/2008 folgte die Beförderung zur Solistin.

In der Spielzeit 2003/2004 erarbeitete sie sich den Pas Fabergé, die Feen Fleur de Farine und Miettes qui tombent in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška), die Sechs Tänze (J. Kylián), eine der Freundinnen in Raymonda (R. Barra), eine der drei Solo Damen im 2. Satz von Balanchines Brahms-Schönberg-Quartett und die Olympia in Die Kameliendame (J. Neumeier).

Zu Beginn der Spielzeit 2004/2005 debütierte sie in der Rolle der Prinzessin Florine in Dornröschen und tanzte im Juni 2005 zum ersten Mal die Titelpartie in La Bayadère (P. Bart), nachdem sie kurz zuvor bei der Wiederaufnahme des Balletts bereits in der ersten Schattenvariation zu sehen war.

Im Herbst 2005 wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Tanz ausgezeichnet.

Debut 2006/2007
Pas de six in Giselle (P. Wright)
Charlotte, Verlobte des Prinzen in Schwanensee (R. Barra)
Odaliske und Gulnara in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Solopartie in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)

Debut 2007/2008
Olga in Onegin (J. Cranko)
Solo-Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Solo-Paar im 3. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Große Fuge (H. van Manen)
Ebony Concerto (J. Cranko)

Debut 2008/2009
Zweite Variation in Once Upon And Ever After (T. Kohler), Kreation
Dame in blau in Les Biches (B. Nijinska)
Manon Lescaut in Die Kameliendame  (J. Neumeier)

Debut 2010/2011
Nymphe in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Solo im Pas Fabergé 3. Akt in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Prinzessin Aurora in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinzessin Claire in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Kitri in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Zweite Traum-Variation in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2012/2013
1. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Lise in La Fille mal gardée (F. Ashton)
Gamzatti, Tochter des Radscha in La Bayadère (Marius Petipa, Patrice Bart)
2. Variation in Birthday Offering (F. Ashton)

Debut 2013/2014
1. Pas de trois und 1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Julia in Romeo und Julia (J. Cranko)
3. Schatten-Variation in La Bayadère (M. Petipa/ P. Bart)
Marie in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Hippolyta/Titania in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)

Solor


Maxim Chashchegorov
Solist

Der gebürtige Russe absolvierte seine Tanzausbildung an der St. Petersburger Ballettakademie und wurde direkt nach seinem Abschluss in das Corps de ballet des Marijinsky Balletts übernommen. Dort wurde er mit zahlreichen tragenden Rollen betraut, z.B. dem Prinz Siegfried bzw. Rotbart in Schwanensee oder dem Blauen Vogel in Dornröschen. Er war in den Vier Temperamenten (G. Balanchine) und verschiedenen Choreographien William Forsythes zu sehen.

Nach einem ersten Gastauftritt als Blauer Vogel im Frühjahr 2007 trat er mit der Spielzeit 2007/2008 sein Engagement als Halbsolist beim Bayerischen Staatsballett an. Zu Beginn der Saison 2009/2010 wurde er zum Solisten ernannt.

Debut 2007/2008
Pas de six und Spanischer Tanz in Schwanensee (R. Barra)
Solo-Paar im 2. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Weißes Paar in Katalyse (J. Cranko)
Alonso in Der Sturm (J. Mannes)

Debut 2008/2009
Vogel-Geister in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Graf Paris in Romeo und Julia (J. Cranko)
Athlet in Les Biches (B. Nijinska)
Benno in Schwanensee (R. Barra)
Des Grieux in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Bernard in Raymonda (M. Petipa)

Debut 2009/2010
Bernard de Ventadour in Raymonda (M. Petipa)
Pas de deux 2 in Artifact (W. Forsythe)
Der russische Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Aus Holbergs Zeit (J. Cranko), Pas de deux

Debut 2010/2011
Erster Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinz Désiré in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Eduardo in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
El Trianero, Matador in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Erster Solist in Scènes de ballet (F. Ashton)
Günther in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Der Mann im Schatten in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
2. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)

Debut 2012/2013
4. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Solor, ein Krieger in La Bayadère (Marius Petipa, Patrice Bart)
Birthday Offering (F. Ashton)

Brahmane


Peter Jolesch
Peter Jolesch
Charaktertänzer / Direktionsassistent

besuchte zunächst die Ballettschule Bartosch in Rosenheim und später die Musikhochschule München, Abteilung Ballett, bei Gustav Blank und Michel de Lutry. 1970 wechselte er in die Elevenklasse der Bayerischen Staatsoper und wurde ein Jahr später als Tänzer für das Ballettensemble engagiert. Weitere Engagements führten ihn zum London Festival Ballet und an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, bevor er 1977 wieder nach München zurückkehrte. Peter Jolesch tanzte in mehr als 90 Ballettproduktionen mit Partnerinnen wie Marcia Haydée, Eva Evdokimova und Natalia Makarova.

Als Gast verleiht der jetzige Charaktertänzer einigen Produktionen des Bayerischen Staatsballetts mit seiner noblen, einfühlsamen Art ihre besondere feine Note, so als Gremin in Onegin, als Monsieur G.M. in Manon, als Don Quijote und Manolo in Don Quijote, als Pater Lorenzo in Romeo und Julia sowie als Herzog in Die Kameliendame.

Seit Januar 2005 ist er als Direktionsassistent beim Bayerischen Staatsballett tätig, wo ihm unter anderem die Aufgabe der Probenplangestaltung obliegt.

Seit Beginn der neuen Staatsballett-Initiative zur Arbeit mit Kindern ist Peter Jolesch mit dabei, er leitet Workshops für Kinder und gehört zum Leitungsteam der Projekte Anna tanzt und Das tanzende Klassenzimmer.
Jiri Kylián kreierte 2009 eine Solopartie für ihn in seinem Werk Zugvögel.

Radscha


Norbert Graf.©Sascha Kletzsch
Norbert Graf

Solist

Norbert Graf wurde in Köln geboren und erhielt dort seinen ersten Ballettunterricht an einer privaten Ballettschule. Mit 16 Jahren kam er an die Münchner Ballett-Akademie/Heinz-Bosl-Stiftung und ging 1989 nach seinem Diplom  zum Bayerischen Staatsballett, bei dem er bereits in der ersten Saison Soloaufgaben in Große Fuge (H. van Manen) und Die Folterungen der Beatrice Cenci (G. Bohner) übernahm. Seit 1994 ist Norbert Graf Solist.

Sein großes zeitgenössisches und klassisches Repertoire umfasst u.a. Hilarion in Giselle, Tybalt und Paris in Romeo und Julia (J. Cranko), Demetrius in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier), den Großen Brahmanen in La Bayadère, die Titelpartie in John Crankos Onegin, Fünf Tangos, Trois Gnossiennes, Nacht, Concertante, drei Stücke, Grosse Fuge, Lieder ohne Worte (H. van Manen), Bräutigam in Svadebka (J. Kylián), Fearful Symmetries (P. Martins), Artifact II (W. Forsythe), Albrecht in Mats Eks Giselle, Monsieur Duval und des Grieux in Neumeiers Kameliendame, Lehrer und Offizier in Shannon Rose (J. Vamos), Tambourmajor  in Woyzeck-Fragmente  (D. Bombana).

Norbert Graf kreierte Solopartien in Chamber Symphony und Hammerklavier von Lucinda Childs, die Partie des Rotbart in Ray Barras Schwanensee, den Mann von der See in Grand-Maîtres Emma B., den Vater in A Cinderella Story von John Neumeier, in Traumspiel (D. Bombana), in Feuervogel (A. Preljocaj), in Ecclesia (J. Grand-Maître). Er tanzte in der Münchner Premiere von Mats Eks Giselle den Albrecht, eine Partie, mit der er auch beim Gastspiel des Staatsballetts im Kirov-Theater St. Petersburg triumphierte. Außerdem ist Norbert Graf in Hauptpartien wie in Le Sacre du Printemps (S. Teshigawara), Artifact II und The second Detail (W. Forsythe), Intuition Blast (R.Jaroschinski), Boudoir (N. Musin)

In der Spielzeit 2001/2002 debütierte er auch als Petrucchio und Gremio in Crankos Der Widerspenstigen Zähmung. In Porträt John Neumeier  war er in allen drei Teilen prominent vertreten: Er tanzte Solopartien in Dämmern und Jupiter-Symphonie sowie den geheimnisvollen Er im Zentrum von In the Blue Garden. In Ivan Liškas Neuproduktion von Marius Petipas Dornröschen sah man ihn sowohl als die böse Fee Carabosse als auch als Kavalier im Pas Fabergé. Zuletzt hatte er in Porträt Mats Ek mit dem Fernseh-Solo in Apartment als Premierenbesetzung erneut einen großen Erfolg.
Norbert Graf wurde mehrmals in den vergangenen Jahren in Umfragen internationaler Zeitschriften als einer der herausragensten Tänzer Deutschlands genannt.

Im Juni 2002 trat Norbert Graf zum ersten Mal als Choreograph in der Reihe "Junge Choreographen" mit den Werken Loggia und Richard hervor. Loggia war daraufhin zweimal im Rahmen von Matineen der Heinz-Bosl-Stiftung im Nationaltheater zu sehen. In einer Inszenierung in einem italienischen Schloss als Film festgehalten, erhielt die Choreographie 2003 einen wichtigen amerikanischen Video-Preis. 2002 choreographierte er Il Combattimento di Tancredi e Clorinda und 2003, ebenfalls im Rahmen "Junge Choreographen", das Ballett Insections. Der Sommer 2006 brachte zwei neue Werke: Einen gemeinsamen Pas de deux mit Beate Vollack mit thematischem Bezug zu Frida Kahlo (uraufgeführt im Rahmen der Hypo-Vereinsbank-Nacht während der Opernfestspiele 2006) und ein Solo für Tigran Mikayelyan unter dem Titel Evolution. 2007 kreierte er Letter to Leroy zur Musik des amerikanischen Komponisten Andersen - das Stück wurde im Rahmen der "Heinz-Bosl-Matinee" am 29. April 2007 uraufgeführt.
2008 kreierte er den Pas de deux "Avedis" für die Heinz-Bosl-Matinee zur Feier des  30-jährigen Bestehens der Stiftung. 2010 betreute er als Ballettmeister die Uraufführung von "Wohin er auch blickt..." (J. Mannes).

Mit seiner Lebenspartnerin, der Ballettmeisterin Valentina Divina, hat er zwei Söhne.

Norbert Graf gehörte auch zum Leitungsteam des Projekts Anna tanzt I, das das Bayerische Staatsballett im Juli 2006 mit über 90 Schülern entwickelte und mit einer Vorstellungsserie in der Reithalle in München abschloss. 2011 gelangt "Young Horses Lounge II" zur Aufführung.

Im Frühjahr 2008 wurde Norbert Graf von Kunstminister Dr. Thomas Goppel zum Bayerischen Kammertänzer ernannt. Im selben Jahr erhielt er den Ballettpreis "Classique" der Heinz-Bosl-Stiftung.

Debut 2005/2006
Baron Ochs in Die silberne Rose (G. Murphy)
Elemental (J. Godani), Kreation

Debut 2006/2007
Lankedem in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)

Debut 2007/2008
Gremin in Onegin (J. Cranko)
Gonzalo in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Cambio d'abito (S. Sandroni), Kreation

Debut 2008/2009
Schah Zeman in "Shéhérazade" (M. Fokine)

Debut 2009/2010
Seneschal in Raymonda (M. Petipa)
P.S. Norbert Graf - Schütze, Ascendent Skorpion (S. Sandroni)
Der Graf in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Prinz Désiré in Once Upon an Ever After (T. Kohler)

Debut 2010/2011
Prinz Leopold in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
Bach in Vielfältigkeit - Formen von Stille und Leere (N. Duato)
Camacho in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Don Quijote in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Konsul Stahlbaum/ "La fille du Pharao" in Der Nussknacker (J. Neumeier)

Debut 2012/2013
Radscha in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)

Debut 2013/2014
Zettel in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Der Weise in Le Sacre du printemps (M. Wigman)


Aija


Elaine Underwood Foto: Sascha Kletzsch
Elaine Underwood
Spitzenschuhverwaltung
Charakterdarstellerin


Elaine Underwood wurde in Northampton, Großbritannien geboren. Begann ihre Tanzausbildung in Newcastle-u-Lyme, wechselte dann zur Royal Ballet School nach London und machte dort nach zwei Jahren ihren Abschluss. Es folgte ein zweijähriges Engagement in Graz, zunächst als Gruppentänzerin, dann als Halbsolistin, bevor sie 1969 von John Cranko nach München an das Ballett der Bayerischen Staatsoper engagiert wurde. Hier tanzte sie 15 Jahre lang, davon 12 Jahre als Solistin, und war in dieser Zeit bei allen Ballettpremieren in verschiedenen Rollen auf der Bühne dabei. Ihr Repertoire umfasste u. a. Partien in allen Balanchine- und Cranko-Balletten der Kompanie; sie tanzte die Myrtha in Giselle und die Tatjana in Onegin.
1984 beendete Elaine Underwood ihre aktive Tänzerkarriere, machte eine Umschulung zur Bürokauffrau und erhielt ihr deutsches Sprachdiplom. Seit 1996 betreut sie die Studenten bei der Heinz-Bosl-Stiftung und übernahm 2001 die Ballettschuh-Verwaltung beim Bayerischen Staatsballett.
Im Herbst 2012 kehrte sie auf die Bühne zurück und übernahm die Charakterrolle der Aija (Dienerin der Gamzatti) in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart).

Debut 2012/2013
Aija in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)

Debut 2013/2014
Amme in Romeo und Julia (J. Cranko)

Das Goldene Idol


Ilia Sarkisov Foto: S. Kletzsch
Ilia Sarkisov
Demi-Solo

Ilia Sarkisov wurde in Moskau geboren und begann im Alter von 13 Jahren seine professionelle Tanzausbildung in Israel. Mit 16 Jahren kam er dann nach München, um 3 Jahre lang an der Heinz-Bosl-Stiftung zu studieren.

In der Spielzeit 2004/2005 begann er als Volontär beim Bayerischen Staatsballett. Seinen ersten Auftritt absolvierte er 2004 in Forsythes Limb´s Theorem. In der Spielzeit 2005/2006 wurde er ins Corps de ballet übernommen. Ernennung zum Halbsolisten ab der Spielzeit 2011/12.

Debut 2006/2007
Der kleine Däumling in Dornröschen (Petipa, Liška)

Debut 2007/2008
Das goldene Idol in La Bayadère (Petipa, Bart)
Cambio d'abito (S. Sandroni), Kreation

Debut 2008/2009
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2010/2011
Sancho Pansa in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Fritz/ "Die tanzenden Leutnants" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Russischer Hip-hopper in Das Mädchen und der Messerwerfer (S. Sandroni)
2. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Gremio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Alain in La Fille mal gardée (F. Ashton)

Debut 2012/2013
Herr in Maske in Choreartium (L. Massine)
Epimetheus in Helden (T. Kohler)

Debut 2013/2014
Puck in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Schatten I


Lisa-Maree Cullum.©Sascha Kletzsch
Lisa-Maree Cullum.
Erste Solistin

Lisa-Maree Cullum, in Neuseeland geboren, erhielt ihre Ausbildung in Neuseeland, Sidney und Monte Carlo. Ihr erstes Engagement erhielt sie beim English National Ballet in London. 1990 wechselte sie unter der Direktion von Peter Schaufuss zum Ballett der Deutschen Oper Berlin.

Ihr großes Repertoire umfasst alle klassischen Ballerinenrollen von Giselle über Dornröschen bis Schwanensee und Hauptpartien in Balletten von Balanchine, Béjart, MacMillan, Neumeier, Forsythe, van Manen u.v.a.

Ihre ersten Rollen beim Bayerischen Staatsballett, dem sie sich 1998/1999 anschloss, tanzte sie in Fearful Symmetries (P. Martins) und in Onegin (Olga). Im November 1998 debütierte sie als Nikija in La Bayadère (P. Bart). In der ersten Premiere unter Ivan Liškas Direktion  tanzte sie die Terpsichore in Apollo und eine Hauptpartie in Forsythes Artifact II. Es folgte ihr Debüt als Louise in John Neumeiers Nussknacker. Des Weiteren kreierte sie die Jungfrau Maria in Jean Grand-Maîtres Emma B.

Seither eroberte sie alle großen Rollen des Münchner Repertoires: Manon und Prudence in Neumeiers Kameliendame, Titania in Neumeiers Ein Sommernachtstraum, Odette/Odile in Schwanensee, Titelpartie in Giselle, Tatjana in Onegin, Julia in Crankos Romeo und Julia, Kitri in Don Quijote, sowohl die Titelpartie als auch eine böse Schwester in John Neumeiers A Cinderella Story und die Titelpartie in Kenneth MacMillans Manon. Außerdem tanzte sie in Forsythes the second detail und in Artifact II, in den Balanchine-Balletten Vier Temperamente, Concerto Barocco, Who Cares? und Brahms-Schoenberg Quartett, in Peter Martins' Zakouski und Jerome Robbins In the Night.

Mit Beginn der Spielzeit 1999/2000 wurde sie zur Ersten Solistin ernannt. Im April 2001 kreierte sie eine Rolle in Lucinda Childs' Händel/Corelli und in der Premiere von Ray Barras Münchner Neuproduktion von Raymonda im Dezember 2001 tanzte sie die Titelpartie. Ihr nächstes Rollendebüt im Januar 2002 war die Katharina in John Crankos Der Widerspenstigen Zähmung. In der Spielzeit 2003/2004 erweiterte sie ihr Repertoire um Prinzessin Aurora in Dornröschen (M. Petipa, I. Liska), Bella Figura (J. Kylián) und Marguerite in Die Kameliendame (J. Neumeier). Zu Beginn der Saison 2004/2005 kam Forsythes Limb's Theorem hinzu. Im Portrait Hans van Manen tanzte sie die deutsche Erstaufführung von van Manens Two, außerdem übernahm sie eine zentrale Partie in Balanchines Agon.

Ihre ersten Preise gewann Lisa-Maree Cullum 1988 (1. Platz beim Adéline Genée-Wettbewerb und beim Prix de Lausanne). 1995 erhielt sie den Leonide Massine-Award im italienischen Positano.
Die Münchner Abendzeitung kürte sie gleich in ihrer ersten Spielzeit mit der Verleihung des AZ-Sterns 1998 zur Tänzerin des Jahres. Die italienische Ballettzeitschrift "DANZA Y DANZA" kürte sie zur "Besten Tänzerin des Jahres 2002" für ihre Interpretation des Dornröschen mit dem Ballett der Oper in Rom. Internationale Gastspiele führten sie u.a. zum Kirov-Ballett in St. Petersburg und dem Royal Danish Ballet in Kopenhagen.
2008 wurde Lisa-Maree Cullum von Kunstminister Dr. Goppel zur Bayerischen Kammertänzerin ernannt.

Debut 2005/2006
Sophie in Die silberne Rose (G. Murphy)
Century Rolls (D. Bombana),  Kreation
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)

Debut 2006/2007
Medora in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)

Debut 2008/2009
Dame des Hauses in Les Biches (B. Nijinska)
Gulnara in Le Corsaire (M. Petipa/I. Liška)
Giselle in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation

Debut 2009/2010
Pas de deux 2 in Artifact (W. Forsythe)

Debut 2012/2013
4. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Rolle der Primaballerina (7. Variation und Pas de deux) in Birthday Offering (F. Ashton)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Debut 2013/2014
Helena in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Priesterin in Le Sacre du printemps (M. Wigman)

Schatten II


Gözde Özgür.©Sascha Kletzsch
Gözde Özgür

Demi-Solo

Gözde Özgür wurde in Ankara/Türkei geboren und erhielt ihre Ausbildung am Staatlichen Konservatorium Ankara. Mit 15 Jahren wechselte sie an die Ballettakademie Zürich und erhielt dort 2008 ihr Diplom.

Mit der Spielzeit 2008/2009 begann sie als Gruppentänzerin beim Bayerischen Staatsballett.
In Jiří Kyliáns Kreation Zugvögel tanzte sie eine Solovarition.
Ernennung zur Halbsolistin ab der Spielzeit 2011/12.

Debut 2009/2010
Mädchen in Grau in Les Biches (B. Nijinska)
Giselle in Giselle - Mats Ek (M. Ek)
Cello in Vielfältigkeit - Formen von Stille und Leere (N. Duato)

Debut 2010/2011
Amor in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Nieves in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Feenvariation in Dornröschen (I. Liska nach M. Petipa)

Debut 2012/2013
2. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Die Frau des Freundes in The Moor's Pavane (J. Limón)
4. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Marie in Der Nussknacker (J. Neumeier)
1. Variation in Birthday Offering (F. Ashton)


Schatten III


Evgenia Dolmatova © Sascha Kletzsch
Evgenia Dolmatova
Demi-Solo

Evgenia Dolmatova wurde in Lida, Weißrussland geboren. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Waganowa Ballett Akademie. 2005 wurde sie am Mariinsky Theater St. Petersburg engagiert, wo sie in den vergangenen Jahren in nahezu allen großen Klassikern auf der Bühne stand. Zu ihrem Repertoire gehören Partien aus La Sylphide, Giselle, La Bayadère, Raymonda, Der Nussknacker, Dornröschen, Romeo und Julia, Anna Karenina, Shéhérazade, Der Feuervogel, Schwanensee, Symphonie in C, La Valse, Cinderella, Don Quixote und andere. Mit der Compagnie des Mariinsky Theaters tourte sie außerdem durch Europa, die USA und Japan.

Mit Beginn der Spielzeit 2012/13 trat Evgenia Dolmatova ihr Engagement als Demi-Solistin beim Bayerischen Staatsballett an.

Debut 2012/2013
3. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
3. Schattenvariation in La Bayadère (M. Petipa / P. Bart)
2. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
3. Variation in Birthday Offering (F. Ashton)
BIPED (M. Cunningham)

Debut 2013/2014
Gamzatti in La Bayadère (M. Petipa/ P. Bart)