Der Nussknacker - Biographien

Der Nussknacker. Katherina Markowskaja, Tigran Mikayelyan. ©Wilfried Hösl Der Nussknacker. Ensemble. ©Wilfried Hösl Der Nussknacker. Ilia Sarkisov, Ensemble. ©Wilfried Hösl

Der Nussknacker

John Neumeier

Musik von Peter I. Tschaikowsky
Nationaltheater

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Inszenierung und Choreographie


John Neumeier. ©Steven Haberland
John Neumeier
Ihn interessiert der Mensch und seine Beziehungen, er spürt choreographisch dem nach, was mit Worten nicht (mehr) gesagt werden kann, und möchte der Musik durch den Tanz eine weitere Dimension geben. So formulierte John Neumeier einmal den Motor seines Schaffens, dem bisher über hundert Stücke zu verdanken sind: darunter Klassiker-Adaptionen wie Romeo und Julia, Der Nußknacker, Dornröschen und Illusionen – wie Schwanensee, die Menschen zeigen statt Märchenfiguren.

Er hat dem Ballett – ähnlich wie John Cranko – Weltliteratur erschlossen, schuf Die Kameliendame, eine Reihe Shakespeare-Ballette oder Endstation Sehnsucht (nach Tennessee Williams) und wagte sich mit seinem auf der klassischen Technik basierenden, aber durch moderne Bewegungen oder wie improvisiert wirkende Gesten aufgebrochenen Vokabular an Kompositionen, die bis dahin als ganz und gar nicht "vertanzbar" galten: Werke von Gustav Mahler, die Matthäus-Passion, Bachs Magnifikat, das Requiem von Mozart.

John Neumeier stammt aus Milwaukee, kam als einundzwanzigjähriger Tänzer 1963 ans Stuttgarter Ballett, begann zu choreographieren, wurde Ballettdirektor in Frankfurt und ging von dort 1973 nach Hamburg, wo er seitdem künstlerisch zu Hause ist. Hier hat er eine weltweit renommierte Kompanie aufgebaut, ein Ausbildungszentrum für den Nachwuchs eingerichtet und seine eigene, unverwechselbare Tanzsprache entwickelt.

Bühnenbild und Kostüme


Jürgen Rose
Jürgen Rose
Jürgen Rose, geboren in Bernburg/Saale, studierte an der Berliner Akademie der Bildenden Künste. Von 1961 bis 2001 wirkte er als Bühnen- und Kostümbildner für die Münchner Kammerspiele. Ab 1970 entwarf er Opernausstattungen in Wien, Hamburg, Stuttgart, Berlin, London, Paris, Mailand und New York sowie bei den Festspielen in Bayreuth und Salzburg. Von 1973 bis 2000 war er Ordentlicher Professor für Bühnenbild an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 1996 realisiert er auch als Regisseur eigene Operninszenierungen. Durch zahlreiche Arbeiten ist er mit der Bayerischen Staatsoper, dem Staatsballett und dem Bayerischen Staatsschauspiel verbunden. Zu sehen 2013/14: Le nozze di Figaro, Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Così fan tutte, Die Zauberflöte, Der Nussknacker, Der Rosenkavalier.


Musikalische Leitung


Valery Ovsianikov
Valery Ovsianikov
1960 in Moskau geboren, wurde nach seinem Studium am St. Petersburger Konservatorium bei Prof. W.A. Fjedotow Dirigent am dortigen Mariinski-Theater.

Er ist häufiger Gastdirigent des Royal Ballet, London, des Königlich Schwedischen Balletts in Stockholm und des Finnischen Nationalballetts.

Dazu kommen Konzertverpflichtungen bei zahlreichen Orchestern, u.a. Symphonie San José, Philharmonie Rochester, Pacific SO, Mexico CityPO, in Turin, Ankara, Madrid, Frankfurt, Helsinki.

Außerdem obliegt ihm die musikalische Leitung der Vaganova Ballettakademie in St. Petersburg.

Sein Ballettrepertoire (Auszug):

Schwanensee, Dornröschen, Nußknacker, La Bayadère, Korsar, Don Quijote, Giselle, Romeo und Julia, Cinderella, Sylphide (Løvenskiold),
La Fille mal gardée
, Symphonie in C, Apollon Musaget.

Konsul Stahlbaum


Vittorio Alberton.©Sascha Kletzsch
Vittorio Alberton

Corps de ballet

Vittorio Alberton wurde in Treviso, Italien, geboren und erhielt seine Tanzausbildung an der Akademie der Mailänder Scala und an der Münchner Ballett-Akademie / Heinz-Bosl-Stiftung.

Im Herbst 2002 trat er sein Engagement als Gruppentänzer beim Bayerischen Staatsballett in München an.

Debut 2002/2003
Solopartie Sechs Tänze (J. Kylián)

Debut 2003/2004
Däumling in Dornröschen (M. Petipa/I. Liška)
Dämmern (J. Neumeier)
Pas de quatre in Der Nussknacker (M. Petipa/J. Neumeier)
Serenade (G. Balanchine)

Debut 2004/2005
Limb's Theorem (W. Forsythe)

Debut 2005/2006
Boys Variation in Raymonda (P. Wright)
So nah, so fern (I. Galili)
Century Rolls (D. Bombana)

Debut 2006/2007
Pas de six in Giselle (P. Wright)
Pas de six in Schwanensee (R. Barra)
Ein Schneider in Die silberne Rose (G. Murphy)

Debut 2007/2008
Cambio d'abito (S. Sandroni), Kreation

Debut 2010/2011
Pas de Six in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Camacho in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Witwe Simone in La Fille mal gardée (F. Ashton)

Debut 2012/2013
BIPED (M. Cunningham)

Debut 2013/2014
Graf Capulet in Romeo und Julia (J. Cranko)

 


Frau Konsul Stahlbaum


Zuzana Zahradníková Foto: S. Kletzsch
Zuzana Zahradníková.
Solistin

Zuzana Zahradníková, in Olomouc/Mähren geboren, erhielt ihre Ausbildung am Prager Konservatorium. Schon während der Schulzeit tanzte sie kleinere Solorollen in Der Nussknacker und La Fille mal gardée und  gastierte am Theater in Brünn. Beim Ballettwettbewerb in Wien und beim Nurejew-Wettbewerb in Budapest wurde sie Finalistin, beim Japanischen Ballettwettbewerb in Nagoya Halbfinalistin. Sie tanzte bei verschiedenen Gala-Abenden, u.a. 1997 und 1998 bei der Birgit-Keil-Stiftung in Ludwigsburg, 1998 beim Gala-Abend anlässlich der Verleihung des Deutschen Tanzpreises an Birgit Keil und 1999 bei der Nurejew-Gedächtnis-Gala in Budapest.

Nachdem sie 1999 als Volontärin nach München gekommen war, wurde sie mit der folgenden Spielzeit ins Corps de ballet des Bayerischen Staatsballetts engagiert, bei dem sie in Schwanensee (R. Barra) im Herbst 2002 als erste Solopartie einen der beiden Großen Schwäne tanzte. Es folgten weitere Solo-Partien in La Bayadère (P. Bart), Don Quichote, Brahms Schönberg Quartett (G. Balanchine) und die Weiße Dame in Raymonda (R. Barra). Seit 2003 tanzte sie an der Seite von Lukáš Slavický auch die Helena in Neumeiers Sommernachtstraum, die Verlobte in Kyliáns Svadebka und in Forsythes the second detail und Limb´s Theorem. Zu Beginn der Spielzeit 2004/2005 wurde sie zur HalbSolistin ernannt, 2007/2008 erfolgte die Beförderung zur Solistin.

Debut 2005/2006
Solopartie in Century Rolls (D. Bombana), Kreation
Myrtha in Giselle (P. Wright)

Debut 2006/2007
Odaliske in Le Corsaire (M. Petipa/ I. Liška)
Solopartie in Chamber Symphony (L. Childs)

Debut 2007/2008
Solo-Ariel in Der Sturm (J. Mannes)
Große Fuge (H. van Manen)
Weißes Paar in Katalyse (J. Cranko)

Debut 2008/2009
Schöne Tochter in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Odaliske in Shéhérazade (M. Fokine)
Prudence in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2009/2010
Die Dame des Hauses in Les Biches (B. Nijinska)

Debut 2010/2011
Madame Larina in Onegin (J. Cranko)
Fee Fleur de Farine und Herzogin in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Freudenmädchen in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Königinmutter in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)

Debut 2011/2012
Frau Konsulin Stahlbaum/ "La fille du Pharao" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Gods and Dogs (J. Kylián)
1. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Debut 2012/2013
Gamzatti in La Bayadère (M. Petipa/P. Bart)
2. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Unitxt (R. Siegal), Kreation
Mädchen mit Krone in Le Sacre du printemps (M. Wigman)

Marie, ihre Tochter


Katherina Markowskaja © Sascha Kletzsch
Katherina Markowskaja
Solistin

Katherina Markowskaja wurde in Kiew (Ukraine) geboren, wo sie auch ihre Ausbildung an der Nationalen Ballett Akademie der Kunst abschloss. Bereits als Studentin wirkte sie mit bei Aufführungen des Ukrainischen Nationalballetts in Kiev. Mit 16 nahm sie das Angebot von Konstanze Vernon für ein Stipendium der Heinz-Bosl-Stiftung an und vollendete ihr Studium an der Ballett-Akademie München. Direkt nach ihrem Examen erhielt sie ein Engagement an der Sächsischen Staatsoper Dresden unter der Leitung von Vladimir Derevianko, der sie zwei Jahre später zur Ersten Solistin ernannte.1999 wurde sie mit dem Mary Wigman Preis ausgezeichnet.

Zu ihrem Repertoire gehören unter anderem die klassischen Ballerinen Partien Aurora (Dornröschen), Giselle, Kitri (Don Quijote), Lise (La Fille mal gardée) sowie Bianca (Der Widerspenstigen Zähmung - Cranko), Otilie (Wahlverwandtschaften – Schilling ) und, in den Balletten von John Neumeier Prinzessin Natalia und Prinzessin Claire (Illusionen – wie Schwanensee), Marie (Der Nussknacker), Hermia (Ein Sommernachtsraum), Rosalind (Wie es euch gefällt) und Chloé (Daphnis und Chloé).

Seit 2010 tanzt Katherina Markowskaja als freelance Ballerina und trainiert mit dem Bayerischen Staatsballett. Ab der Spielzeit 2012/13 ist sie Solistin.

Münchener Debuts 2010/2011
Aurora in Dornröschen (M. Petipa/ I. Liška)

Münchener Debuts 2011/2012
Marie in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Bianca in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Frühlingsstimmen (F. Ashton)
1. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
3. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Lise in La Fille mal gardée (F. Ashton)

Debut 2012/2013
5. Solo-Dame in Choreartium (L. Massine)
Pandora in Helden (T. Kohler)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Debut 2013/2014
Julia in Romeo und Julia (J. Cranko)
Konzert für Violine und Orchester (A. Barton)
Die Erwählte in Le Sacre du printemps  (M. Wigman)

Louise, ihre Schwester, eine Ballerina


Polina Semionova. © Enrico Nawrath
Polina Semionova
Polina Semionova wurde 1984 in Moskau geboren und erhielt ihre Ballettausbildung an der Moskauer Bolschoi-Ballettschule, die sie 2002 abschloss. Gerade einmal 18 Jahre alt hat Vladimir Malakhov sie als Erste Solistin an das Ensemble des Staatsopernballetts engagiert. Ihr außergewöhnliches Talent lässt sich mit Hilfe der bedeutenden Preise illustrieren, die sie auf einigen der wichtigsten Ballettwettbewerbe der Welt gewonnen hat: sie erhielt 2001 die Goldmedaille beim Internationalen Ballettwettbewerb in Moskau, 2002 den Junioren-Preis beim Internationalen Ballettwettbewerb in Nagoya/Japan und im gleichen Jahr den Ersten Preis beim traditionsreichen "Waganowa-Wettbewerb" in St. Petersburg Es folgten der Daphne-Preis (2004), der Deutsche Tanzpreis Zukunft (2005), der BZ-Kulturpreis sowie die Auszeichnung als "Tänzerin des Jahres" bei der Umfrage der Zeitschrift Ballettanz (2007) und der Dance Open Award (2010).

Ihr Repertoire umfasst alle klassischen Ballerinenrollen in Dornröschen, La Bayadère, Don Quixote, Coppelia bis Schwanensee und Giselle, daneben die großen Ballerinenrollen des 20. Jahrhunderts Tatjana in Crankos Onegin, Manon in MacMillans Manon, Carmen (Roland Petit), Sylvia (Frederick Ashton), Julia (Crankos Romeo und Julia) sowie Ballette von Robbins (Afternoon of a Faun), Béjart (Ring um den Ring), Balanchine (Terpsichore in Apollo, Ballet imperial, Tschaikowsky Pas de deux, Ein Sommernachtstraum), Forsythe, Kylián, Bigonzetti, Uwe Scholz und Christian Spuck.
Sie ist eine der gefragtesten internationalen Ballerinen und hat als Gast getanzt unter anderem beim English National Ballet, Tokyo Ballett, Teatro alle Scala, in Wien, beim Mariinsky-Ballett in St. Petersburg, beim Bolshoi-Ballett in Moskau und beim Stuttgarter Ballett. In München war sie erst zweimal zu sehen,2004 als Dornröschen und 2009 im Rahmen der Terpsichore-Gala VIII in Robbins' Afternoon of a Faun.
In Heinz Spoerlis Zürcher Produktion von Schwanensee tanzte sie Odette/Odile, was kürzlich auf DVD bei BelAir Classic erschienen ist. Sie ist auch in Herbert Grönemeyers Musikvideo Demo zu sehen (Letzter Tag) sowie auf der Euro-Arts DVD Divine Dancers Live from Prag, wo sie den Manon-Pas de deux tanzt.

Polina Semionova löste sich 2011 vom Staatsballett Berlin und ist heute als  Principal Dancer beim American Ballet Theatre in New York einer der führenden Stars der amerikanischen Tanzszene. Als Gast bedeutender internationaler Compagnien bleibt sie weiterhin auf den großen Bühnen der Welt präsent.

Mit der Spielzeit 2012/2013 begann das Bayerische Staatsballett eine enge Zusammenarbeit mit Polina Semionova als regelmäßiger Gastballerina. Sie tanzte im Nussknacker und in La Bayadère, Ballette, in denen sie auch in der Spielzeit 2013/2014 in München zu sehen ist. Neu dazu kommt im Dezember 2013 die Partie der Titania/Hippolyta in John Neumeiers Ein Sommernachtstraum

Fritz, ihr Bruder, ein Kadett


Ilia Sarkisov Foto: S. Kletzsch
Ilia Sarkisov
Solist

Ilia Sarkisov wurde in Moskau geboren und begann im Alter von 13 Jahren seine professionelle Tanzausbildung in Israel. Mit 16 Jahren kam er dann nach München, um 3 Jahre lang an der Heinz-Bosl-Stiftung zu studieren.

In der Spielzeit 2004/2005 begann er als Volontär beim Bayerischen Staatsballett. Seinen ersten Auftritt absolvierte er 2004 in Forsythes Limb´s Theorem. In der Spielzeit 2005/2006 wurde er ins Corps de ballet übernommen. Ernennung zum Halbsolisten ab der Spielzeit 2011/12. Mit Beginn der Spielzeit 2014/15 wurde er zum Solisten ernannt.

Debut 2006/2007
Der kleine Däumling in Dornröschen (Petipa, Liška)

Debut 2007/2008
Das goldene Idol in La Bayadère (Petipa, Bart)
Cambio d'abito (S. Sandroni), Kreation

Debut 2008/2009
Zugvögel (J. Kylián), Kreation

Debut 2010/2011
Sancho Pansa in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
Fritz/ "Die tanzenden Leutnants" in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Russischer Hip-hopper in Das Mädchen und der Messerwerfer (S. Sandroni)
2. Pas de trois in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Gods and Dogs (J. Kylián)
Gremio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Alain in La Fille mal gardée (F. Ashton)

Debut 2012/2013
Herr in Maske in Choreartium (L. Massine)
Epimetheus in Helden (T. Kohler)

Debut 2013/2014
Puck in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Ballettmeister Drosselmeier


Tigran Mikayelyan. ©Sascha Kletzsch
Tigran Mikayelyan

Erster Solist

Tigran Mikayelyan wurde in Yerevan/ Armenien geboren. Hier begann er seine Tanzausbildung 1989 an der Armenischen Ballettschule Erewan, bevor er 1997 an die Schweizerische Ballettberufsschule SBBS in Zürich wechselte, in der er Stipendiat der Nurejew-Stiftung war. Sein erstes Engagement trat er 1998 beim Zürcher Ballett an, in dem er 1999 zum Halbsolisten und 2003 zum Solisten ernannt wurde. Hier tanzte er das gesamte Repertoire von Heinz Spoerli sowie die Rolle des Dorkon in Daphnis und Chloé, den Solo-Boy in Rubies, in Hans van Manens Solo und dessen Große Fuge sowie Allegro Brillante von George Balanchine.

Seit der Spielzeit 2005/2006 ist er als Solist beim Bayerischen Staatsballett engagiert. Sein Debüt gab er im Rahmen des China-Gastspiels im Oktober 2005 in Shanghai als Béranger in Raymonda (R. Barra). Seinen ersten Auftritt im Nationaltheater hatte er als Goldenes Idol in La Bayadère (P. Bart). Es folgten der Bauern-Pas de deux in Giselle (P: Wright), sowie Mercutio in Romeo und Julia (J. Cranko), mit dem er auch beim Staatsballett-Gastspiel in Venedig (September 2006) einen großen Erfolg feierte. Mit Beginn der Spielzeit 2007/2008 wurde Tigran Mikayelyan zum Ersten Solisten befördert.

Im Jahr 1997 gewann er den armenischen Ballettwettbewerb "Amadeus" und nur ein Jahr später beim Prix de Lausanne den Prix Niveau Professionell.
Im Frühjahr 2007 wurde Tigran Mikayelyan von seinem Heimatland zum "Honoured Artist of Armenia" ernannt, die höchste Auszeichung, die Künstlern seines Landes zuteil werden kann. Im Sommer 2007 erhielt er zudem den Theaterpreis des Münchner Merkurs. Mit der Partie des Ali in Le Corsaire wurde er im selben Jahr für den FAUST Theaterpreis nominiert.

Debut 2006/2007
Elemental (J. Godani)
Limb's Theorem (W. Forsythe)
Prinz Siegfried in Schwanensee (R. Barra)
Romeo in Romeo und Julia (J. Cranko)
Ali und Konrad in Le Corsaire (M. Petipa, I. Liška)
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)
Der Ewige in Das Lied von der Erde (K. MacMillan)

Debut 2007/2008
Antonio in Der Sturm (J. Mannes), Kreation
Große Fuge  (H. v. Manen)
Solor in La Bayadère (Bart)
Adagio Hammerklavier (H. v. Manen)

Debut 2008/2009
Vogel-Geister in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Erste Variation in Once Upon An Ever After (T. Kohler), Kreation
Des Grieux und Gaston Rieux in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Zugvögel (J. Kylian), Kreation
Faun in L'après-midi d'un faune (V. Nijinsky)
Béranger in Raymonda (M. Petipa)

Debut 2009/2010
Lenski in Onegin (J. Cranko)
Abderakhman in Raymonda (M. Petipa)
Pas de deux 1 in Artifact (W. Forsythe)
Der erste Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Sylvia Pas de deux (G. Balanchine)

Debut 2010/2011
Man 1 in Mein Ravel: Wohin er auch blickt... (J. Mannes)
Briaxis in Mein Ravel: Daphnis und Chloé (T. Kohler)
Prinz Désire in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Der König in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)

Debut 2011/2012
Basilio in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Ballettmeister Drosselmeier in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Petrucchio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
3. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)

Debut 2012/2013
Der Freund des Mohren in The Moor's Pavane (José Limón)
2. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Unitxt (R. Siegal), Kreation

Debut 2013/2014
Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum (J. Neumeier)
Anführer des Männertanzes in Le Sacre du printemps (M. Wigman)


Günther, Anführer der Kadetten


Maxim Chashchegorov
Solist

Der gebürtige Russe absolvierte seine Tanzausbildung an der St. Petersburger Ballettakademie und wurde direkt nach seinem Abschluss in das Corps de ballet des Marijinsky Balletts übernommen. Dort wurde er mit zahlreichen tragenden Rollen betraut, z.B. dem Prinz Siegfried bzw. Rotbart in Schwanensee oder dem Blauen Vogel in Dornröschen. Er war in den Vier Temperamenten (G. Balanchine) und verschiedenen Choreographien William Forsythes zu sehen.

Nach einem ersten Gastauftritt als Blauer Vogel im Frühjahr 2007 trat er mit der Spielzeit 2007/2008 sein Engagement als Halbsolist beim Bayerischen Staatsballett an. Zu Beginn der Saison 2009/2010 wurde er zum Solisten ernannt.

Debut 2007/2008
Pas de six und Spanischer Tanz in Schwanensee (R. Barra)
Solo-Paar im 2. Satz von Brahms-Schönberg-Quartett (G. Balanchine)
Weißes Paar in Katalyse (J. Cranko)
Alonso in Der Sturm (J. Mannes)

Debut 2008/2009
Vogel-Geister in A Cinderella Story (J. Neumeier)
Graf Paris in Romeo und Julia (J. Cranko)
Athlet in Les Biches (B. Nijinska)
Benno in Schwanensee (R. Barra)
Des Grieux in Die Kameliendame (J. Neumeier)
Bernard in Raymonda (M. Petipa)

Debut 2009/2010
Bernard de Ventadour in Raymonda (M. Petipa)
Pas de deux 2 in Artifact (W. Forsythe)
Der russische Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Aus Holbergs Zeit (J. Cranko), Pas de deux

Debut 2010/2011
Erster Solist in Série Noire - ein choreographischer Krimi (T. Kohler)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)
Prinz Désiré in Dornröschen (M. Petipa, I. Liška)
Eduardo in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)

Debut 2011/2012
El Trianero, Matador in Don Quijote (R. Barra nach M. Petipa, A. Gorski, Tradition)
Erster Solist in Scènes de ballet (F. Ashton)
Günther in Der Nussknacker (J. Neumeier)
Der Mann im Schatten in Illusionen - wie Schwanensee (J. Neumeier)
2. Pas de deux in Goldberg-Variationen (J. Robbins)
Lucentio in Der Widerspenstigen Zähmung (J. Cranko)

Debut 2012/2013
4. Solo-Herr in Choreartium (L. Massine)
Solor, ein Krieger in La Bayadère (Marius Petipa, Patrice Bart)
Birthday Offering (F. Ashton)