La Fille mal gardée - Inhaltsangabe

La Fille mal gardée. Ensemble. ©Wilfried Hösl La Fille mal gardée. Cyril Pierre, Ensemble. ©Wilfried Hösl La Fille mal gardée. Ilana Werner, LukᚠSlavický. ©Wilfried Hösl

La Fille mal gardée

Frederick Ashton

Musik von Ferdinand Hérold / John Lanchbery

 

1. Bild: Der Wirtschaftshof
Lise, die einzige Tochter der Witwe Simone, Besitzerin einer florierenden Landwirtschaft, ist in den jungen Landwirt Colas verliebt, doch ihre Mutter hat bedeutend ehrgeizigere Pläne.
Der Hahn und die ihn begleitenden Hennen verkünden den Morgen eines arbeitsreichen Tages. Lise ist enttäuscht, Colas nicht zu sehen. Sie läßt ein Band liegen, das sie, als Zeichen ihrer Liebe, zu einem »Knoten der Liebenden« gebunden hat. Colas findet es und bindet es an seinen Stab. Die Verliebten treffen sich, doch sie werden von Simone gestört, die ihrer Tochter befiehlt, sich an die Arbeit zu machen. Dorfmädchen laden Lise zum Spiel ein, aber Lises Gedanken sind anderswo. Da erscheint Thomas, der reiche und hochtrabende Weingutsbesitzer in Begleitung seines Sohnes Alain. Simone ahnt das Vorhaben der beiden und schickt Lise fort. Thomas bittet um die Hand ihrer Tochter für seinen Sohn. Der zurückkehrenden Lise gegenüber benimmt sich Alain ungeschickt und plump. Das Mädchen zeigt sich belustigt und in keiner Weise von Alain eingenommen. Alle brechen zur Ernte auf.

2. Bild: Das Getreidefeld
Es ist Erntezeit und die von Colas angeführten Schnitter entspannen sich von der Feldarbeit mit einem fröhlichen Tanz. Lise tanzt mit Alain, doch Colas tritt dazwischen und das junge Mädchen gibt ihm den Vorzug. Die Schnitter machen sich über Alain lustig, so daß ihn sein entrüsteter Vater vor den derben Späßen schützen muß. Triumphierend tanzt Colas mit Lise. Die allgemeine Ausgelassenheit wird plötzlich von Sturm und Regen unterbrochen.

3. Bild: Das Innere des Landhauses
Mutter und Tochter sind vom Regen durchnäßt in ihr Haus zurückgekehrt. Sie setzen sich ans Spinnrad. Doch der Schlaf überwältigt Simone, und Lise, die Colas durch den Zaun erblickt hat, schickt sich an, der Mutter die Haustürschlüssel abzunehmen. Simone erwacht und versucht, um nicht wieder einzuschlafen, auf einem Tamburin Lise zum Tanz aufzuspielen. Bald jedoch wird sie wieder von ihrer Müdigkeit übermannt. Die heimkehrenden Schnitter wecken Simone auf. Colas tritt mit ihnen ein und versteckt sich hinter einem Strohhaufen. Simone bemüht sich um einen Trunk für die Schnitter. Lise, die sich alleine glaubt, träumt von den Freuden des Ehelebens. Da tritt Colas aus seinem Versteck hervor. Die Verliebten beteuern sich gegenseitig erneut ihre Gefühle. Als Simone erscheint, läßt Lise den jungen Mann in ihr Schlafzimmer verschwinden. Dennoch bemerkt die überaus wachsame Mutter, daß sich die Verliebten getroffen haben und schließt ihre Tochter sicherheitshalber ins Schlafzimmer ein, ohne zu ahnen, daß sich Colas dort befindet.
Alain und sein Vater kommen in Begleitung des Dorfnotars, um den Ehekontrakt aufzusetzen. Als die Unterschriften geleistet sind, übergibt Simone dem zukünftigen Schwiegersohn den Schlafzimmerschlüssel. Nach kurzer tolpatschiger Unschlüssigkeit schließt dieser die Tür auf und die Verliebten treten zur allgemeinen Bestürzung aus dem Zimmer. Sie bitten Simone um Vergebung und Segen. Der Raserei von Thomas und Alain trotzend, gibt Simone zur Freude des Paares und der anwesenden Dorfbewohner schließlich ihre Einwilligung.