Der Widerspenstigen Zähmung

Der Widerspenstigen Zähmung Der Widerspenstigen Zähmung. Marlon Dino. ©Tandy Der Widerspenstigen Zähmung. Ensemble. © Hösl
Inszenierung

Ballett von John Cranko nach William Shakespeare
Musik von Kurt-Heinz Stolze nach Domenico Scarlatti
Premiere beim Ballett der Bayerischen Staatsoper am 25. März 1976 im Nationaltheater München

 

Kurt-Heinz Stolze über die Musik

Domenico Scarlatti (1685 – 1757), Sohn des großen Alessandro und Zeitgenosse Bachs, hat uns neben einigen Opern über 550 Klavier-Sonaten hinterlassen. Der Gedanke, nach Musik von ihm „Der Widerspenstigen Zähmung“ zu choreographieren, kam von Erich Schäfer.
„Nach Scarlatti“ sei hier in einem weiten Sinn verstanden. Zuweilen werden Themen seiner Sonaten variiert, dann wieder ganz allgemein für Scarlatti typische formale Schemata aufgegriffen. Manchmal ging es auch lediglich um eine Anlehnung an das Klangidiom des italienischen „Concerto grosso“ jener Zeit. In jedem Fall gab seine farbig vielfältige, vitale Musik gerade für eine solche Ballettkomödie die ideale Anregung.