
(…) this piece by Jörg Mannes has been yet another triumph for Ivan Liska’s choice of young, up and coming choreographers to work with his ambitious group of dancers.
Alison Kent, Dance Europe, February 2008
“Der Sturm“ überzeugte mit klaren Ideen und starken Ideen.
Marie-Luise von Baumbach, Südwest Presse, 22. 12. 2007
(…) Klug und höchst musikalisch durchdacht ist dieser „Sturm“ und auch mit letzter elegischer Eleganz getanzt.
Malve Gradinger, Münchner Merkur, 10.12.07
(…) Mannes’ Körpersprache ist der Gegenpol jeder Ausweglosigkeit. Sie ist verbindlich, ehrlich, dynamisch und voller Wärme.
Stuttgarter Nachrichten, Isabel Winklbauer, 10.12.07
Auch alle anderen Tänzer und Tänzerinnen bewegen sich, als seien sie mit Mannes groß geworden. Eine große Leistung – denn sein neoklassischer Stil, durchwirkt mit kleinen verfremdeten Alltagsbewegungen, zwischen Sprüngen, Hebungen und vielen knietiefen Bodenfiguren, ist ständig im Fluss; das ist nicht gerade leicht zu tanzen. Man sieht den ästhetisch schönen Bewegungen gerne zu.
Bayerische Staatszeitung, Katrin Stegmaier, 14.12.2008
(…) Die wunderbare Lucia Lacarra mit ihrem sprechenden Körper und ihrer filigranen Tanztechnik ist Prospero ein ebenbürtiges Gegenüber (…) Sie lenkt die Schar der Luftgeister, die Mannes immer wieder in wunderschönen Formationen über die Bühne huschen lässt. Da kommt, was in modernen Balletten leider selten geworden ist, der besondere Reiz von groß besetzten Corps-de-ballet-Szenen zum Tragen.
Schwäbische Zeitung, Claudia Gass, 12.12.07
(..) Mit Alen Bottaini hat Mannes einen Prospero von Charakter. (…) Originell gelungen ist dem Choreographen und den drei Tänzern die Caliban-Geschichte mit den beiden Spaßmachern Trinculo (Olivier Vercoutère) und Stefano (Filip Janda). Wlademir Faccioni drückt das naturhaft Unzivilisierte des Caliban nicht etwa durch starke Maske, sondern durch eine überraschend vom gängigen Bewegungskodex abweichende Körpersprache aus…
TZ, Beate Kayser, 10.12.07
(…) Den erstaunlichsten und nachhaltigsten Eindruck an diesem Abend hinterlässt die Musik: Es ist die Unschuld, mit der Bruckners vierte Symphonie, Sibelius’ „The Tempest“ und siebte Symphonie sowie Tschaikowskys „La Tempête“ zu einer gigantischen, stimmigen Ballettsymphonie verschmelzen. Dirigent David Robert Coleman leistet hier mit dem Bayerischen Staatsorchester erstaunlich präzise Arbeit: Während Sibelius für das Spielerische steht, für das vorsichtige Sehnen und Ersehnen, untermauert Bruckners Posaunengruppe den Machtanspruch und die stets herausfordernde sexuelle Dominanz des Prospero. Bruckners Klangexplosion befördert eine Ekstase des Staunens, wohingegen Sibelius in einen zögerlichen Gleitschritt der Sehnsucht mündet. Tschaikowskys Sehnen und Suchen, Lauern und Belauern, Sibelius’ Führen und Verführen, Bruckners trügerische Triumphe – das sind die Hauptmotive, die sich in immer neuen Variationen einstellen. Die Gefühle knospen in der Musik, wachsen aber so rasant, dass sie nach schierer Körperlichkeit verlangen: ein hierin überwältigender Abend.
SZ, Helmut Mauró, 03.07.08