Sprache – Die unmögliche Enzyklopädie 18
Müssen wir Menschen wirklich sprechen, um uns zu verständigen? Ist nicht Gebärdensprache mindestens so aussagekräftig wie Worte? Im 19. Jahrhundert erreichte die Differenzierung der Ballettpantomime ungeahnte Höhen. Ein Körper im Tanz kann genauso sprechen wie die Musik und wird doch nicht immer eindeutig verstanden – zur Freude der Kunst, die daraus unendliche Spielmöglichkeiten schöpft. In der Geburtsstunde der Oper suchten die Komponisten nach dem musikalischen Raum für die Sprache des einzelnen Menschen vom parlar cantando bis zum cantar parlando. Ob Musik oder Worte wichtiger seien, ist ein beliebter Streit. Musikalische Rhetorik, Wagners und Schönbergs Sprechgesang, Janačéks Sprachmelodie, Cages Mesostix oder Schwitters Ursonate – die künstlerischen Wege sind so verschlungen wie die Sprachen in Babel.
Termin
| Dienstag, 5. April 2011 |
| Probenhaus, Platzl 7 |  | | 20.00 Uhr |  | | € 8.- | | a-u-s-v-e-r-k-a-u-f-t |
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Gäste
Prof. Dr. Dietz Bering, Sprachwissenschaftler
Hong Mei, ehemalige Opernsängerin, Gesangspädagogin
Gabi Schurig, Gebärdensprachlehrerin
Tänzer
Lisa-Maree Cullum
Norbert Graf
Peter Jolesch
Musiker
Annegeer Stumphius, Sopran
Sophie Raynaud, Klavier
Moderation
Bettina Wagner-Bergelt
Olaf A. Schmitt