Steps & Times

Scènes de ballet. Daria Sukhorukova, Maxim Chashchegorov, Ensemble. ©Charles Tandy Das Lied von der Erde. Lucia Lacarra, Tigran Mikayelyan. © Staatsballett Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan. Stephanie Hancox. © Charles Tandy
Frederick Ashton /
Kenneth MacMillan

Scènes de ballet / Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan / Frühlingsstimmen / Das Lied von der Erde
Musik von Igor Strawinsky, Johannes Brahms, Johann Strauß und Gustav Mahler

Einig war sich die Kritik nach der Premiere dieses Abends, der eine "Very British!?" überschriebenen Saison eröffnete, über den künstlerischen Rang der Choreographen: "Hier der grandseigneurale, edwardianisch elegante, mit spitzer Lippe und trockenem Witz seine luftigen Tanzkringel ziehende Ashton, und da der proletarische, mitunter depressive, meist dramatisch furiose, erdenschwere MacMillan – die beiden wichtigsten englischen Choreographen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verkörpern auf der Insel zwei gegensätzliche, aber eben auch sich passgenau ergänzende Tendenzen, in Nachfolge von Ninette Valois beim zunächst klassisch russisch orientierten Royal Ballet und von Marie Rambert als Brennspiegel aller frühmodernen Strömungen." (Die Welt).

Unterschiedlich war naturgemäß der persönliche sinnliche und intellektuelle Genuss an den Balletten des Abends. Während die einen im geistreich-blitzenden Formenspiel der Scènes de ballet ein zu wenig an Emotion bemängelten, beklagten die anderen dort in den dunklen seelischen Abgründen des Liedes von der Erde ein Übermaß an Gefühl. Es bleibt ein Abend hohen musikalischen und choreographischen Anspruchs, der sich dadurch nicht die Freude an der Unterhaltung mindern lassen will. Nicht zuletzt stehen zwischen den beiden Gipfelwerken des englischen Repertoires zwei kostbare leichtgewichtige Miniaturen von Ashton: Sein walzerseliges Zurückträumen in die Zeiten von Anna Pavlova und ihrem modernen Pendant, Isadora Duncan. Hier barfüßig, ekstatisch die kürzeste Darstellungen von Revolution, Kraft und Seligkeit. Und dort mit Frühlingsstimmen ein Pas de deux, der seinen musikalischen Titel interpretiert –in Gala-Laune übermütig hingeworfen von einem choreographischen Genie - nicht mehr und nicht weniger.

gefördert durch
 
Termin

BallettFestwoche 2013
Sonntag, 28. April 2013
Nationaltheater
19.30 - ca. 22.00 Uhr
Preise F
Freier Verkauf und Serie 26
 
Besetzung

Scènes de ballet

Musikalische Leitung Ryusuke Numajiri
Choreographie Frederick Ashton
Musik Igor Strawinsky
Bühne und Kostüme André Beaurepaire
Licht John B. Read

Solistin Katherina Markowskaja
Solist Javier Amo

Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan

Musikalische Leitung Ryusuke Numajiri
Choreographie Frederick Ashton
Musik Johannes Brahms

Solistin Séverine Ferrolier
Klavier Maria Babanina

Das Lied von der Erde
Ballett von Kenneth MacMillan
Musik von Gustav Mahler "Das Lied von der Erde"


Frühlingsstimmenwalzer

Musikalische Leitung Ryusuke Numajiri
Choreographie Frederick Ashton
Musik Johann Strauß

Solistin Mai Kono
Solist Karen Azatyan

Das Lied von der Erde

Bühne und Kostüme Nicholas Georgiadis
Licht John B. Read
Musikalische Leitung Ryusuke Numajiri
Choreographie Kenneth MacMillan
Musik Gustav Mahler

Die Frau Ekaterina Petina
Der Mann Cyril Pierre
Der Ewige LukᚠSlavický
Von der Jugend Giuliana Bottino
Von der Schönheit Séverine Ferrolier
Mezzosopran Okka von der Damerau
Tenor Herbert Lippert



Solisten und Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
Bayerisches Staatsorchester