Mein Ravel: Wohin er auch blickt... / Daphnis und Chloé - Weitere Infos

Mein Ravel Daphnis und Chloé Mai Kono, Karen Azatyan.© Wilfried Hösl Mein Ravel Wohin er auch blickt
Mein Ravel: Wohin er auch blickt... / Daphnis und Chloé
Ballette von Jörg Mannes und Terence Kohler
Musik von Maurice Ravel


 

Une barque sur l’océan (1904/05; Orchesterfassung 1906)

Die Sonatine „Une barque sur l’océan“ behört zu dem Zyklus „Miroirs“ („Spiegel“), bestehend aus „Noctuelles“ („Nachtfalter“), „Oiseaux tristes“ („Traurige Vögel“), „Une barque sur l’océan“ („Ein Boot auf dem Ozean“), „Alborada del gracioso“ („Morgenlied des Spaßmachers“) und „La Vallée des cloches“ („Das Tal der Glocken“). Ursprünglich komponiert für Klavier gilt „Une barque sur l’océan“ als eine kleine symphonische Dichtung, als schöne, intensive Poesie. Da Ravel mit seiner Orchestrierung des Stücks nicht zufrieden war, wurde sie erst postum veröffentlicht.


Concerto pour la main gauche (1929/1930)

Das „Klavierkonzert für die linke Hand“ ist eines der dramatischen Werke Ravel und vereinigt klangvollen Lyrismus, quälende Jazzeffekte, ein spielerisches Scherzo und drängende Marschrhythmen in einem Satz mit bescheidener Länge von rund 18 Minuten. Der Klavierpart vermittelt die Illusion eines Spiels mit zwei Händen durch sein enormes Klangvolumen und gilt dadurch als ein besonders anspruchsvolles Klavierkonzert.


Pavane pour une infante défunte (1899, Orchesterfassung 1910)

Die „Pavane pour une infante défunte“ („Pavane für eine verstorbene Prinzessin“) wurde von Kritikern der Zeit als elegant und charmant beschrieben und ist heute eines der bekanntesten Werke Ravels – jedoch eher in seiner orchestrierten Fassung. Diese Komposition verbindet Alliteration und Gleichklang mit zarten Tanzrhythmen.


Daphnis et Chloé (1909-1912)

„Daphnis et Chloé“ komponierte Ravel als Ballett für die Ballets Russes. Auf Grund der wirren der Zeit kam das Werk mit Mikhail Fokines Choreographie jedoch nicht zur Uraufführung, sondern bereits einige Monate zuvor in Form einer Suite zur Aufführung. „Daphnis und Chloé“ zeichnet sich durch rhythmische Vielfalt, großartigen Lyrismus, magische Naturbeschwörungen sowie die freie Verwendung des Leitmotivs. Eine weitere Besonderheit ist die relativ große Orchesterbesetzung mit fünfzehn verschiedenen Schlaginstrumenten und einem gemischten Chor, der die Atmosphäre und Kraft der Musik um ein Weiteres verstärkt.